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Wii Zapper

Mit diesem Zubehör haben die Wii-Spieler endgültig den Bogen raus.

Montag, 04. Februar 2008 um 14:00 von Becks

Wii Zapper

Die Wii-Mote der Wii eignet sich perfekt zum Erfassen von Zielen. Bereits im ersten Schwung gezeigter Zusatzhardware war eine Art Pistolenaufsatz für die neue Steuerung zu sehen. Allerdings veröffentlichte Nintendo dieses erst gegen Ende des letzten Jahres und in einer deutlich überarbeiteten Form. Zapper haben im Hause Nintendo übrigens eine lange Tradition. Bereits zu Zeiten des Nintendo Entertainment Systems gab es einen Zapper. Das Original aus den 80er hatte ein grau/rotes Design und ermöglichte es den Spielern auf fiese Gangster, auf Enten oder auf einfache Zielscheiben zu schießen. Dieses Modell war eine richtige Lichtpistole. Der neue Zapper nutzt allerdings die Fähigkeit der Wii-Mote und kommt im Prinzip ohne irgendwelche Technik aus.
Bei dem Wii Zapper haben wir es mit einem Stück Plastik zu tun. Erstaunlicherweise bringt dieses ein erstaunlich gutes Spielgefühl. Das Kunststoffgehäuse hat die Form eines Gewehrs. Es kann die Wii-Mote und den Nunchuck aufnehmen und so für angepasste Shooter-Spiele verwendet werden. Die Optik ist ganz im Stile der Wii-Hardware gehalten. Schlicht, abgerundet und weiß.


Der Wii Zapper.


Von der Handhabung fühlt sich der Zapper an wie eine Thompson-Maschinenpistole (eine Waffe, die man aus alten Mafia-Filmen kennt). Sie wird ebenfalls mit zwei Händen bedient, wobei die Wii-Version optisch kaum noch an eine echte Waffe erinnert. Der Zapper wurde sehr schlicht entworfen. Die weiße Plastikkonstruktion kommt ohne irgendwelchen Griffflächen oder optischen Spielereien aus. Man wollte wohl einfach das Gefühl einer Waffe vermitteln, wenn man sie in der Hand hat. Beim Betrachten kommt dieses Gefühl jedenfalls nicht auf. Die Oberfläche ist matt und fühlt sich in der Hand sehr gut an. Es gibt nur sehr wenig bewegliche Teile, die eine einfache Bedienung garantieren. Wie gesagt, kommt dieses Stück Hardware völlig ohne Elektronik aus. Die Wii-Fernbedinung wird auf der Oberseite des Zappers platziert. Sie lässt sich einschieben und rastet an zwei kleinen Haken ein. Wenn man sich seine Wii-Mote mal genau betrachtet, so entdeckt man neben den Eingang für den Nunchuck zwei kleine Schlitze. Genau diese werden für den Zapper verwendet. So lüftet sich noch eines der letzten Geheimnisse der Wii-Mote.


Wii-Zapper oder Thompson-Maschinenpistole?



Die Nunchuck-Erweiterung wird genau in eine Aussparung am hinteren Handriff des Zappers eingesetzt. Zwei Kunstoffnasen halten den Nunchuck genau an den zwei Öffnungen, die eigentlich die Öffnungen für die Schrauben bilden. Hat man den Nunchuck ordnungsgemäß platziert, kann man das Verbindungskabel hinter dem Verbindungselement beider Griffe aufwickeln. Dazu schiebt man den Verschluss nach unten und wickelt das Kabel ca. 2,5-mal um die Halterungen. Schiebt man dann den Verschluss wieder zu, hat man ein sauberes Erscheinungsbild und keine lästigen Kabel mehr im Weg. Das Einsetzen und Aufwickeln geht nach wenigen Versuchen sehr einfach von der Hand. Trotzdem ist es ziemlich mühselig, wenn man es ständig machen muss. Eventuell wäre es sogar ratsam ein Nunchuck extra für den Zapper zu kaufen und diesen in der Halterung zu lassen.

Sind beide Einheiten im Zapper untergebracht, hat es genau das richtige Gewicht. Es fühlt sich gut und solide in der Hand an. Mit der vorderen Hand bedient man nun den Trigger, der mit der B-Taste der Wii-Mote verbunden ist. Mit der anderen Hand hat man die Nunchuck-Erweiterung in greifbare Nähe. Dabei denkt man im ersten Augenblick sicherlich nur an den Analogstick. Aber mindestens genauso wichtig sind die beiden Tasten (Z- und C-Taste), die ja der Nunchuck auch noch bereithält. Neben dem normalen B-Trigger, hat man also für den Zeigefinger der hinteren Hand weitere Auslöser. So vereint fühlt sich der Zapper wie eine richtige Waffe an. Zwar sieht sie nicht danach aus, aber für zukünftige Shooter-Session ist man jetzt bestens gewappnet.
Eigentlich lassen sich alle Spiele, die auf den Zapper zugeschnitten sind, auch in der gewohnten Art und Weise spielen. Man nimmt die Wii-Mote in die eine und das Nunchuck in die andere Hand. Allerdings will man mit dem Gerät etwas anders erreichen. Der Zapper hat im Prinzip keine eigene oder gar neue Funktion, um die die Steuerung verbessert wird. Es geht um die Ergonomie im Spiel. Die Halterung eignet sich perfekt für Shooter und bringt ein authentischres Gameplay. Jeder, der den Zapper in der Hand gehalten hat, kann bestätigen, dass das Spielgefühl irgendwie doch an Reiz gewinnt.


Der Wii-Zapper Lieferumfang.



Im direkten Vergleich mit einer echten Lichtpistole, bekommt man das Gefühl, dass der Zapper aber den Kürzeren zieht. Die Sensoren der Wii-Mote können nicht ganz das selbe Feeling vermitteln. Da aber die Wii-Fernbedienung erstaunlich präzise arbeitet ist dieser Unterschied nur minimal festzustellen. Überhaupt muss man sagen, dass entsprechende Spiele mit den Zapper aber deutlich angenehmer bedienen lassen, als mit der klassischen Anordnung von Wii-Mote und Nunchuck. Für das Zielen und Schießen sehen wir also keine Probleme. Beim gleichzeitigen Laufen mit dem Analogstick wird die Sache ein wenig heikel. Hier benötigt man eine gewisse Spielzeit, bis man sich mit dieser Anordnung anfreundet. Es fühlt sich ganz einfach völlig neu an. Die ersten Spiele, die in mit dem Markstart des Zappers in den Handel gekommen sind, nutzen diese Bewegungsmöglichkeit aber kaum. Hier hat man sich auf so genannte Rail Shooter beschränkt. Man folgt vordefinierten Pfaden und bekommt gar nicht die Gelegenheit sich zu bewegen.

Sich richtig austoben darf man aber bei Links Crossbowtraining. Dieses Spiel schult auch in allen Disziplinen, mit dem der Zapper aufwarten kann. Der Shooter, der in der Zelda-Welt angesiedelt ist, wird jedem Zapper beigelegt und bietet die optimale Schulung. Der Titel besticht zwar nicht durch Umfang oder Innovation, es ist aber eine wunderbare Möglichkeit sich mit dem Zapper vertraut zu machen. Nach einigen Sessions merkt man sogar, wie man der Highscore-Jagd verfällt. Dieses Phänomen scheint in den letzten Jahren ausgestorben zu sein. Links Crossbowtraining bringt die klassische Jagd nach der höchsten Punktzahl zurück.


Links Crossbow Training liegt jedem Zapper bei.



In Links Crossbowtraining übernimmt man die Rolle von Link, der plötzlich an eine Armbrust gelangt ist. In den letzten zwanzig Jahren hat die grüne Zipfelmütze immer wieder nur einen Bogen mit Pfeilen genutzt. Daher ist es wohl für ihn ein echtes Highlight sich mit diesem neuen Gerät mal richtig auszutoben. In der Optik erinnert die Armbrust übrigens sehr auffällig einer neuen Nintendo Wii-Hardware. Insgesamt gibt es neun Levels im Spiel zu meistern, die wiederum in drei Abschnitten unterteilt sind.
Es wird einiges an Abwechslung geboten. In der Regel beginnt man mit klassischen Schießübungen. Das bedeutet, es tauchen Zielscheiben auf, die man mit einem präzisen Schuss vernichten muss. In anderen Episoden hingegen greifen euch ganze Horden von Feinden an. Man selber steht in der Mitte und muss alles um einen herum abschießen, ehe sich die Untoten mit ihren Krallen an Link vergreifen können. Das Highlight sind aber die Missionen in den man sich sogar zu Fuß durch feindliche Lager bewegen darf. Alle Missionen sind aber bei weitem nicht als komplex zu bezeichnen. Sie machen einfach nur Spaß.

Der Wii Zapper ist jetzt im Bundle mit Link's Crossbow Training zum Preis von 29,99 Euro (unverbindliche Preisempfehlung) im Handel erhältlich.

Fazit: Ein eindeutiges Fazit lässt sich zum Zapper nicht sagen. Es ist vielleicht unnötig, aber das sind die meisten Dinge die wirklich Spaß machen. Den Kultstatus des NES-Zappers wird der Wii-Zapper sicherlich nie erreichen, aber dafür wird es schon seine Fans finden. Der Zapper ist ein sinnvolles Zubehörteil, welches das Spielgefühl- und spaß steigern kann. Fans von Shooter und Spielhallen werden aber keinen Bogen um dieses Stück machen können. Gerade in Kombination mit den für den Zapper zugeschnittenen Spielen, macht das Schießen und Zielen richtig Freude.



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