Sind Handyspiele bald bereit, gegen Konsolentitel in den Ring zu steigen? Diese Frage wird in den letzten Jahren immer häufiger gestellt, insbesondere seit hochqualitative Handyspiele wie Genshin Impact zu globalen Phänomenen geworden sind, die auch gelegentlich auf Konsolen gerne gespielt werden.
Ob wir es mögen oder nicht: Mobile Gaming ist inzwischen fester Bestandteil im Alltag vieler Konsolenspieler. Manchmal handelt es sich um einen „Upport“ eines Mobilegames für Konsolen, ein anderes Mal um erfolgreiche Titel wie Fortnite, Minecraft und Roblox, die die Einstiegshürde für neue Spieler senken. Multiplattform-Spiele werden gelegentlich maximal skalierbar entwickelt oder es gibt bei Erfolg eines Konsolenspiels einen „Downport“ auf mobile Geräte. Dann gibt es Phänomene wie Pokémon Go und Pokémon TCG Pocket. Fest steht: Ein großer Teil der Konsolenspieler hat schon viele Stunden mit Mobile-Spielen verbracht.
Ob wir es mögen oder nicht: Mobile Gaming ist inzwischen fester Bestandteil im Alltag vieler Konsolenspieler. Manchmal handelt es sich um einen „Upport“ eines Mobilegames für Konsolen, ein anderes Mal um erfolgreiche Titel wie Fortnite, Minecraft und Roblox, die die Einstiegshürde für neue Spieler senken. Multiplattform-Spiele werden gelegentlich maximal skalierbar entwickelt oder es gibt bei Erfolg eines Konsolenspiels einen „Downport“ auf mobile Geräte. Dann gibt es Phänomene wie Pokémon Go und Pokémon TCG Pocket. Fest steht: Ein großer Teil der Konsolenspieler hat schon viele Stunden mit Mobile-Spielen verbracht.
AAA auf Smartphones fordert die PS4 heraus
Apple bringt mittlerweile sogar AAA-Spiele auf das iPhone, die Apple Arcade wird wiederbelebt, erste Titel mit Unreal Engine 5 erscheinen auf Smartphones und immer mehr Multiplattformtitel skalieren vom Smartphone bis hoch zur PS5 Pro. Wie sieht es aktuell aus im Mobilegaming-Bereich, der vor einem Jahrzehnt mit Angry Birds, Clash of Clans oder Candy Crush noch als extrem casual belächelt wurde?
Längst sind wir auf mobilen Geräten weg von Casual-Puzzlespielen oder Spielen mit rudimentärer 3D-Grafik aus den 2000ern, die die Anfangszeit der Smartphones prägten. Aktuelle Spiele erreichen technisch immer häufiger PS4-Niveau und werden auch spielerisch anspruchsvoller. Zudem hat MiHoYo mit Genshin Impact quasi im Alleingang das Genre des Gacha-RPGs zum Erfolg geführt. Die Spielformel findet inzwischen zahlreiche Nachahmer: Ein umfangreiches Rollenspiel mit eher geringem Schwierigkeitsgrad, aufwendiger Grafik, gepaart mit optionalen Charakteren und Items, für die man im Endgame lange grinden muss, wenn man sie haben möchte.
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Die aktuelle technische Speerspitze der Mobilegames sind Ports von PS4-Spielen auf aktuelle Apple-Geräte, die die enorme Leistungsfähigkeit der von Apple entwickelten Prozessoren zeigen. Resident Evil 4 Remake und Death Stranding sind wahre Techdemos für die kleinen, flachen Geräte. Auch auf Android sind wir inzwischen kurz vor PS4-Niveau: Grid Autosport, Wreckfest und Alien: Isolation lassen Android-Geräte mit Switch-Versionen konkurrieren. Wuthering Waves beeindruckt mit Unreal Engine 4, während das stilistisch starke Zenless Zone Zero oft an Hi-Fi Rush erinnert. Außerdem erscheinen aktuell die ersten Spiele mit Unreal Engine 5 für High-End-Smartphones: Game of Thrones: Kingsroad und Infinity Nikki deuten an, dass Mobilegames die PS4 bald überholen und auch die Switch 2 in wenigen Jahren grafische Konkurrenz bekommen könnten.
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Extrem Skalierbar: Die Unreal Engine 5 auf dem Smartphone, hier in Infinity Nikki
Problem: Monetarisierungsmodelle
Mit dem Erfolg und Misserfolg der genannten Spiele werden auch die Schwächen vieler Mobilegames sichtbar. Smartphone-Spieler wurden über ein Jahrzehnt auf Mikrotransaktionen konditioniert, sodass Premium-Spiele für 20 € im App Store oder Play Store oft nur fünfstellige Verkaufszahlen erreichen, während die gleichen Spiele auf der Konsole für den dreifachen Preis millionenfach verkauft werden. Gacha-Games wie WuWa, ZZZ und Infinity Nikki erwirtschaften hingegen durch gezielte Gameplay-Optimierung auf Mikrotransaktionen Milliardenumsätze.
Einen Mittelweg bieten Abo-Dienste, die für wenig Geld viel Spielspaß in hoher Qualität bieten. Platzhirsch ist hier sicherlich die Apple Arcade mit Sonic Dream Team, Balatro, Fantasian und Sayonara Wild Hearts, die auf großen Konsolen klassische B- und A-Size-Titel wären. Auch Xbox Game Pass Cloud und Geforce Now ermöglichen per Cloud-Streaming grafisch anspruchsvolle Spiele auf mobilen Geräten. Wer eine Konsole oder einen PC besitzt, kann per entsprechender App auch In-Home-Streaming betreiben. Das ist vor allem bei grafisch schwächeren Titeln interessant, da man auf dem kleinen Bildschirm des Smartphones oder Tablets grafische Schwächen eher verzeiht als auf dem 65-Zoll-TV.
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Für viele das beste mobile Exklusivspiel: Sonic Dream Team
Durch die Erfahrungen der letzten Jahre wird auch der Touchscreen als Eingabegerät immer weniger zum Problem, da die Eingaben intelligent abgefragt werden und manchmal sogar „erraten“, was der Spieler gerade tippen möchte, wenn der Finger zu ungenau platziert ist. Für kürzere Spielesessions ist das kein Hindernis. Viele jüngere Spieler haben sich inzwischen so sehr daran gewöhnt, dass sie die Touch-Eingabe sogar dem Gamecontroller vorziehen, weil sie flexibler ist.
Ausblick auf Ende 2025 & 2026
Im Jahr 2025 tut sich einiges hinter den Kulissen. Viele Jahre lang konnte man Mobile-Spiele nur mit mehr oder weniger fragwürdigen Emulatoren auf dem PC spielen, die meist eine stark veraltete Android-Version bereitstellten und den Google Play Store nicht offiziell unterstützten. 2024 änderte Google dies selbst und brachte Google Play Spiele (Beta) auf den PC. Besonders Nutzer von Windows-Handhelds, Tablets und Convertibles profitierten davon, denn oft reicht bereits ein halbwegs aktueller Intel-Chip aus, um Spiele in hohen Details zu genießen.
Apple investiert wieder verstärkt ins Gaming, etwa mit Exklusivspielen und der Apple Arcade. Zudem gibt es Anpassungen an der Spiele-App, um hochwertige Titel besser zu präsentieren.
Auch bei den Spielen gibt es Fortschritte: Die Unreal Engine 4 wird auf Smartphones endlich besser ausgereizt und ermöglicht beeindruckende Grafik, während die Unreal Engine 5 nun ebenfalls auf Mobilplattformen angekommen ist und in den kommenden Jahren dank immer besserer Technik grafisch weiter aufholen wird. Die Herausforderung für die Entwickler besteht darin, die Monetarisierung so zu gestalten, dass sie den Spielfluss möglichst wenig stört. Wuthering Waves setzt hier aktuell Maßstäbe. Infinity Nikki hätte folgen können, doch nach Kontroversen um die Monetarisierung sind das Endgame und neue Areale inzwischen zu teuer geworden.
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In 2025 erscheinen noch einige große Spiele, insbesondere die koreanischen Publisher haben ein starkes Lineup bis Ende des Jahres. Im Westen möchte UFL Mobile ebenso wie die FIFA mit eigenen Fußballspielen das milliardenschwere EA FC herausfordern. EA bringt eine mobile Version von Need for Speed, Ubisoft veröffentlicht Assassin’s Creed: Jade, Capcom ist mit Monster Hunter: Outlanders dabei. Arknights: Endfield und das für 2026 erwartete Valorant Mobile könnten ebenfalls spannend werden. Für 2026 sind außerdem die von Pokémon inspirierten Palworld Mobile und Honkai: Nexus Anima angekündigt, die bei entsprechender Qualität sehr erfolgreich werden könnten.
Meine Einschätzung
2024 und 2025 gaben einen Ausblick auf das, was uns ab 2026 erwartet. Smartphones haben inzwischen das Niveau erreicht, das früher PSP und PS Vita hatten: Beeindruckende Spiele auf nahezu Last-Gen-Niveau, jedoch angepasst an das mobile Spielen unterwegs. Die Monetarisierung bleibt die größte Schwäche der Mobilegames – wer auf Gacha-Mechaniken und Mikrotransaktionen allergisch reagiert, sollte vorsichtig sein. Allerdings muss man fairerweise sagen, dass manche Spiele mittlerweile eine faire Monetarisierung bieten und der Großteil der Mobilegames oft bis kurz vor Ende der Hauptmissionen ohne Geldeinsatz spielbar ist. Bis dahin können bereits 20 bis 40 Stunden Spielzeit investiert werden. Wer dann am Ende den Entwickler mit 20 € unterstützt, hat kein schlechteres Kosten-Nutzen-Verhältnis als bei einem kleineren Konsolenspiel.
Problematisch bleibt das Erkaufen von In-Game-Vorteilen sowie die süchtig machenden Mechaniken, insbesondere bei monatlichen Events nach Abschluss des Hauptspiels. Hier sollte man seine Impulse im Griff behalten.