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Vorschaubericht: World of Tanks - XBOX 360 Edition

Das erfolgreiche Free-to-play-Onlinespiel wagt den Schritt auf Microsofts Heimkonsole und wir waren für euch an der Front um uns ein Bild von der Umsetzung zu machen.

Dienstag, 22. Oktober 2013 um 18:39 von KingK

"Free-to-play" ist ein erstaunlich erfolgreiches Konzept in der Spielbranche geworden. Zuerst nur belächelt, später von zahlreichen Publishern kopiert. Eine dieser Erfolgsgeschichten schreibt seit 2010 der weißrussische Spieleentwickler Wargaming.net. Ihr Rezept heißt World of Tanks und ist inzwischen auch der Konsolencommunity nicht mehr unbekannt, vor allem seit vor einiger Zeit eine XBOX 360 Version angekündigt wurde. Doch gehen wir es langsam an. Zunächst einmal, was ist "Free-to-play"? Im Prinzip genau das was es sagt: Jeder kann spielen, ohne einen Erwerb oder Abonnement. Das Spiel finanziert sich dadurch, dass Spieler diverse Güter oder Spielverbesserungen im Game mit echtem Geld kaufen. Öfters wird dies auch als "Pay-to-Win" bezeichnet, was der Sache aber nicht immer ganz gerecht wird. Man bedenke die Vorteile dieses Konzepts: Wir erhalten praktisch die Vollversion eines Spieles, was wir solange wir wollen testen und spielen können. Gefällt es uns nicht, erhalten wir keinen Nachteil dadurch. Haben wir aber viel Spaß, können wir uns, wenn wir es wollen, diverse Sachen kaufen die unseren Spielspaß steigern. Das dieses Konzept ausgezeichnet funktioniert zeigt uns World of Tanks und der Entwickler Wargaming.net möchte nun auch der Konsolenwelt einen Weg in diese Welt eröffnen. Consolewars wurde eingeladen einen Blick auf die derzeit laufende Beta-Phase zu werfen und nachdem wir unseren Stahlhelm ausgekramt hatten, setzten wir uns auch gleich in einen Panzer und betraten die Arena.

Stahlhart


In World of Tanks geht es nur um eine Sache: Panzer! Hauptsächlich beschränkt sich der Umfang des Spiels auf Panzermodelle aus dem Zweiten Weltkrieg, sowie diverse bis in die 50er Jahre entwickelten Prototypen. Die Palette ist sehr ausführlich und selbst außergewöhnliche Modelle, die es damals noch nicht einmal aufs Schlachtfeld schafften, dürfen in World of Tanks ausgefahren werden. In der derzeitigen PC-Version gibt es aktuell sieben vertretene Nationen, wobei in der derzeitigen Beta-Phase nur die USA und Deutschland zur Verfügung stehen.
Zu Beginn befinden sich zwei Aufklärungspanzer einer jeden Nation in unserer Garage. Diese Modelle können verbessert, umlackiert und modifiziert werden. Für bessere Modifikationen und vor allem zu Erforschen fortschrittlicherer Panzermodelle benötigen wir Erfahrungspunkte und Gold. Diese erhalten wir auf dem Schlachtfeld und um dort hinzugelangen brauchen wir nur einen Panzer auszuwählen und schon geht es los. Kein großes Aussuchen von Maps, Spielvarianten oder anderen Optionen, denn es gibt nur je Zwei. Das klassische "Search and Destroy", indem es darum geht die gegnerische Panzerstaffel komplett auszulöschen, sowie die Basiseroberung, indem ein befreundeter Panzer eine gewisse Zeit in der gegnerischen Basis parken muss. Erfahrungspunkte sammeln wir zum Beispiel durch das Entdecken feindlicher Panzer, sowie dem Vernichten selbiger. Dabei ist das Teamplay wichtig und da ist die Rollenverteilung entscheidend. World of Tanks ist kein arcadiger Shooter, denn hier ist Taktik gefragt. Alle Panzer sind in fünf Klassen eingeteilt. Da wären zum Beispiel die schweren, mittleren und leichten Panzer, sowie die Jagdpanzer und Selbstfahrlafetten (Artillerie). Jede dieser Klassen kommt eine gewichtige Aufgabe im Kampf zu. Leichte Panzer können schnell die Flanken umfahren und dienen primär als Aufklärer für die Artillerie und den schweren Panzern. Jagdpanzer sind die Sniper und müssen sich gute Verstecke suchen, um aus großen Distanzen den Gegner beharken zu können. Mittlere und schwere Panzer dienen als Frontschweine und müssen effektiv, je nach Gelände und Umgebung eingesetzt werden. Die Artillerie lauert im Hinterland auf ausgespähte Beute und beharkt den Feind mit explosiven Geschossen. Einzelgänge führen selten zu einem zählbaren Ergebnis und schnell gerät man ins feindliche Kreuzfeuer. Mit Koordination, guter Aufklärung und effektiven Feuer kann eine Panzerstaffel schnell die Oberhand im Schlachtgetümmel gewinnen.
Ist der Panzer zerstört, gibt es kein Zurück mehr. Wir dürfen zwar weiterhin die Schlacht beobachten, allerdings bleibt uns nur noch die Rolle als Zuschauer aus der Perspektive unserer Teamkameraden. Wichtig ist auch, erst wenn das Spiel definitiv zu Ende ist, was in der Regel etwa eine viertel Stunde dauern kann, können wir unseren eingesetzten Panzer erneut in die Schlacht führen. Selbst wenn wir frühzeitig in die Garage zurückkehren, bleibt uns nur abzuwarten oder mit einem anderen Gefährt ein neues Spiel zu eröffnen.
Mit der gesammelten XP und dem verdienten Gold können wir nun neue Modifikationen und Panzermodelle erforschen und diese dann auch kaufen. Dabei gilt es zu beachten, das der sehr umfangreiche Technologiebaum abgearbeitet werden muss. Wer irgendwann mal einen Königstiger fahren will, muss vorher eine Menge leichter, mittlerer und schwerer Panzer, sowie deren Konfigurationen erforschen. Und hier greift nun das Free-to-play Konzept. Wem das Erspielen von Gold und Erfahrung zu langwierig ist, kann sich mit echtem Geld entsprechende Dinge erwerben und so zügig zum Traumpanzer hin forschen.
Neben dem Einkauf von Panzermodellen steht auch noch praktisches Zubehör zur Verfügung, was dem Panzer in der Schlacht einige Vorteile bringt. Zum Beispiel kann für viel Gold ein Tarnnetz gekauft werden, womit der Panzer bei Stillstand schwieriger auszuspähen ist. Oder ein Medikit, um verletzte Crewmitglieder heilen zu können. Der Umfang ist riesig und die Langzeitmotivation wird dadurch gewaltig angehoben.

Einsatzbereit


Wer schon einmal in einem echten Panzer gesessen hat, weiß wie kompliziert Panzer fahren sein kann. Nicht so in World of Tanks. Die Steuerung ist intuitiv und geht leicht von der Hand. Mit dem linken Analogstick geben wir die Fahrtrichtung vor, mit rechts schwenken wir den Turm. Sobald wir mit dem Zielfernrohr einen Gegner anvisieren, erhalten wir über eine entsprechende Farbgebung die Information ob unser Geschoß die Panzerung durchschlägt. Ist die Panzerung mit der geladenen Munition an dieser Stelle nicht zu durchschlagen erscheint die Zielscheibe gelb. Bei einer orangenen Verfärbung liegt die Wahrscheinlichkeit bei 50%, bei rot sogar bei 100%. Allerdings ist das keine Garantie das der Schuss auch wirklich Schaden anrichtet.

Bei World of Tanks wird der Simulationsfaktor nicht außer Acht gelassen. Zunächst einmal ist die Entfernung ein wichtiger Indikator. Um so mehr Wucht das Projektil auf großen Distanzen verliert, umso kleiner ist die Wahrscheinlichkeit eines Wirkungstreffers. Auch der Aufschlagwinkel ist von essentieller Bedeutung. So kann es passieren, dass ein Projektil schräg auf die Panzerplatten auftrifft und einfach nur abprallt. Entscheidend für den Schaden ist auch die Stelle die ihr trefft. Hinten und seitlich sind die meisten Panzer schwächer gepanzert als frontal. Auch haben Kettentreffer andere Effekte als Turmtreffer. Ist eine Kette defekt, kann sich der Panzer nicht weiterbewegen und steckt fest. Ein leichtes Ziel also. Desweiteren können Crewmitglieder ausfallen, was zum Beispiel einen längeren Nachladeprozess nach sich ziehen kann. Viele mögliche Effekte die hier eintreten können und Auswirkungen auf euren und den gegnerischen Panzer haben werden. Wargaming.net legt Wert darauf realistische Panzermodelle anzubieten, die alle Stärken und Schwächen ihrer Originale besitzen. Hierzu wurden sogar Experten hinzugezogen, die mit Rat dem Programmierer zur Seite stehen. Dem Entwickler ist es auch wichtig, darauf zu achten, dass es keinen Überpanzer gibt oder geben wird.

Fazit


Entwickler Wargaming.net bietet uns bald die Möglichkeit dieses fantastische und erfolgreiche Spiel auch auf unserer Heimkonsole zu spielen. Das dies nicht halbherzig umgesetzt wird, zeigt die sehr intensive Beta-Testphase. Leider konnten wir nur einen Bruchteil von dem sehen, was die PC-Version zu bieten hat. Es standen nur zwei Nationen zur Verfügung und es fehlten diverse Spielmöglichkeiten wie Crewausbildung. Auch die Map-Auswahl ist etwas sparsam und es fehlte ein wenig an abwechslungsreichen Spieloptionen, doch dank der bekannten PC-Fassung wissen wir was noch alles auf uns zu kommen kann. Riesige Auswahlen an Panzern, serverweite Clankriege, unzählige Modifikationsvarianten. Panzer fahren war noch nie so leicht und selten macht ein Taktikshooter soviel Spaß auf mehr. Aber besonders freuen wir uns darauf, dass es für Gold-Mitglieder kostenlos spielbar ist und auch mit einer Silbermitgliedschaft besteht die Möglichkeit einer Testphase. Die Welt der Panzer öffnet seine Tore für die XBOX 360 und wir werden definitiv dabei sein.



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