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Nintendo goes mobile - Doch wer ist eigentlich DeNA?

Um sich in Zukunft auch Mobile Games zu widmen, hat sich Nintendo einen neuen Geschäftspartner gesucht. Doch wer ist eigentlich DeNA und woher kommen sie? Und vor allem: Was könnte es für die Zukunft von Nintendo bedeuten?

Mittwoch, 25. März 2015 um 13:46 von HatWolf

"You realize that our mistrust of the future makes it hard to give up the past."
― Chuck Palahniuk



Unsere internationalen Kollegen würden diese Nachricht als Game Changer bezeichnen: Nintendo will in Zukunft Videospiele für Tablets und Smartphones entwickeln. Viele haben es erwartet, manche mit Freuden, andere mit Schrecken, aber das alte Traditionsunternehmen Nintendo geht endlich diesen Schritt. An der Börse steigt der Aktienkurs in die Höhe, im Internet schlagen die Nintendo-Fans die Hände über dem Kopf zusammen. Doch was bedeutet das für das Unternehmen? Ist es wirklich so schlimm, wie manche behaupten? Bleiben wir zunächst bei den Fakten. Nintendo will keine Ports ihrer bekannten Spiele als Mobile Game bringen, sondern nur exklusive, eigens für die Geräte entwickelte Apps. Dafür wird keine ihrer IPs außen vor gelassen, ob Zelda, Mario oder Pokémon, sie alle könnten das Thema eines Mobile Games werden. Anders als Sega begreift Nintendo dies nicht als Kurswechsel oder Verschiebung ihres Schwerpunkts, sondern als Addition zu ihrem Kerngeschäft. Nicht umsonst hat Nintendo CEO Satoru Iwata bei der Ankündigung dieser Neuigkeit verlauten lassen, dass man auch weiter dabei bleibt Konsolen und Handhelds zu entwickeln. Um diesen Punkt zu unterstreichen, stellte man das neue Hardwaresystem "NX" vor. Zwar gibt es dazu noch nicht viele Informationen, da Nintendo aber betonte, dass NX überhaupt nichts mit Mobile Games zu tun haben wird, gehen wir auch heute nicht weiter darauf ein. Worum wir uns aber Gedanken machen wollen, ist der Geschäftspartner mit dem Nintendo diese neuen Wege gehen wird, nämlich die japanische Firma DeNA. Vermutlich werden die meisten westlichen Gamer diesen Namen bei Nintendos Ankündigung zum ersten Mal gehört haben, dabei wäre es doch wichtig zu wissen wer sich dieser immensen neuen Entwicklung annimmt. Lasst uns also zunächst einmal einen Blick darauf werfen.


"Delight and Impact the World" ist der Slogan von DeNA.
Anders als Nintendo begreifen sie sich als Dienstleister, nicht als Spielehersteller.

In der letzten Woche hat man häufig gehört, dass DeNA als "Mobile Game Developer" bezeichnet wurde, was allerdings ein recht falsches Bild von dem Unternehmen erzeugt. Ausgesprochen wie das englische D-N-A und gegründet in 1999 in Tokyo, ist Nintendos neuer Geschäftspartner nicht einfach nur ein Publisher oder Developer, sondern ein wandlungsfähiger Dienstleister rund um die Welt des Internets. In der Tat eröffnete DeNA mehrere japanische Shopping-Webseiten und Apps, wie DeNA Shopping, au Shopping mall, Mobaoku oder Dena BtoB market, aber auch ein "Payment Collection Service" für e-commerce Firmen namens Paygent (entspricht in etwa der Funktion von Paypal), die Community-Webseite E*Everystar für den Upload von Büchern, Comics, Illustrationen, Photographien, Gedichte etc. von Hobby-Künstlern (entspricht in etwa der Funktion von DeviantArt), eine wöchentliche Manga Magazin App für Smartphone und Tablets, eine Webseite namens Showroom, wo Fans via Internet mit Pop Sängern auf virtuellen Bühnen interagieren können oder auch eine Skype-artige kostenlose Voice Call App für Text und Anrufe (die aber am 21. April eingestellt wird). Und damit wären wir noch nicht einmal am Ende. DeNa besitzt auch eine Mobile App, mit der man Einkaufsbroschüren der lokalen Märkte mit denen in der Umgebung vergleichen kann, um so die besten Preise zu finden. Oder eine Webseite für den Kauf von Flugtickets, mitsamt Online Travel Service. Oder ein Social Network für den Austausch von Hobbies älterer Menschen. Oder ein Online Versicherungsgeschäft. Oder eine Guidebook-Webseite für Touristen rund um Japan. Diese Liste könnte man ohne Probleme noch weiterführen, wichtig ist aber, dass DeNA ihre Geschäftszweige sehr weit verteilt hat und das einzige Hauptmerkmal der Fokus auf Service-Leistungen ist, die übers Internet abrufbar sind. Zwar sind praktische alle diese Webseiten und Apps nur in Japan von Bedeutung, aber es beweist, dass DeNA eben kein reiner Mobile Game Developer ist. Das hauseigene FactSheet von DeNA macht dies noch einmal besonders deutlich. Dort führt man die Service-Entwicklung des Unternehmens von Online Auktionen (1999) zu Online Shopping (2002) zu Mobile Auktionen und Mobile Ads (2004) zu Mobile Social Network (2006) und erst 2009 zu Mobile Games an. Anders als Nintendo hat DeNA seine Wurzeln also definitiv nicht in der Welt der Spieleherstellung.


Das Free-to-Play Card Battle Game zog weltweit 10 Millionen Spieler an.
Neue Karten lassen sich erspielen, aber auch mit Echtgeld aus Booster Packs ziehen.

Neben all den anderen Geschäftszweigen besitzt DeNA Allerdings auch Mobage, eine Social Game Platform für Mobile Games, welche auch Third Party-Anbietern zugänglich ist. In etwa also das japanische Gegenstück zu Google Play oder zum iPhone App Store. Mit über 1000 Free-to-Play Titeln und 50 Millionen registrierten Usern gehört Mobage auch zu den dominantesten Mobile Gaming Plattformen in Japan und ist auch zugleich der einzige Geschäftszweig, der außerhalb seiner Heimat verfügbar ist, in etwa in Südkorea, China und auch im Westen seit 2011. Das ist der Punkt, wo es für Nintendo wohl interessant wird. DeNA funktioniert nämlich auch als Publisher für Mobile Games außerhalb ihrer eigenen Plattform, beispielsweise nämlich auch für Apple-Geräte. Zu den erfolgreichsten Spielen zählen wohl Blood Brothers oder Rage of Bahamut, aber auch andere Unternehmen vertrauen DeNA ihre Lizenzen an. So kann sich das Unternehmen mit Titeln wie Final Fantasy Airbone Brigade brüsten oder auch mit drei Transformers-Spielen, Star Wars und The Avengers-Ableger. Was bringt Square Enix, Marvel oder Hasbro dazu dem japanischen Unternehmen so bekannte und wertvolle Marken anzubieten? Ganz einfach: Sie sind absolut erfolgreich. Alle genannten Spiele sind Free-to-Play-Titel mit in-App Mikrotransaktionen und jedes davon ist für den Publisher eine wahre Goldgrube. Schauen wir uns doch einmal Rage of Bahamut an, welches mit drei Millionen Spielern außerhalb von Japan allein wohl ihre beliebteste App ist. Das ganze Spiel dreht sich um eine Card Battle Mechanik, in der Gruppen von Spielern gemeinsam andere Teams über den Verlauf von mehreren Tagen bekämpfen, aber auch um Events, in der sie zusammen Bossgegner für besonders tolle Preise besiegen. Selbstverständlich hat der Spieler die Möglichkeit mit Echtgeld neue Booster Packs zu erwerben, typische Zufallskarten eben, aber auch diverse andere virtuelle Fähigkeiten und Verbesserungen, die in den Team-zentrierten Kämpfen zum Zuge kommen. Bei seinem Launch im Februar 2012 war Rage of Bahamut 16 Wochen lang die App mit den größten Einnahmen auf Google Play und bis heute ist es immer noch in den Top 10. Wer sich die anderen Apps ansieht, wird merken, dass sie sich auf ähnliche System verlassen, auf Suchtmodelle, Kämpfe zwischen Spielern, großen Belohnungen und der Versuchung sich Zufallsbelohnungen für geringes Geld zu sichern. Selten kann man sich tatsächlich die beste Ausrüstung einfach kaufen, nein, die besten Karten oder besten Gegenstände müssen schon zufällig aus den Booster Packs gezogen werden, eben ganz so wie in einem richtigen Sammelkartenspiel. Das verhindert, dass Spieler sich in einem Pay-to-Win Konzept gefangen fühlen, sondern die Free-to-Play Mechaniken wie ein Glücksspiel greifen. Kleine, einzeln wenig schmerzhafte Mikrotransaktionen, die über die Zeit sich zu einem hohen Gewinn für DeNA auszahlen.


Disney Party richtet sich an Kinder, verlässt sich aber auch auf Mikrotransaktionen.
Wird Nintendo diesen Weg auch gehen wollen?

Bevor wir uns nun Nintendos Aussichten in dieser Zusammenarbeit ansehen, ist es vielleicht interessant zu wissen, dass Disney in 2012 einen ähnlichen Vertrag mit DeNA eingegangen ist. Auch da ging es um die gemeinsame Entwicklung von Mobile Games, rund um den reichen Katalog von Disney-IPs. Ihr erstes Projekt war "Disney Party", ein Free-to-Play Party Simulator für Smartphones und Tablets. Und natürlich können Spieler auch hier virtuelle Kleinigkeiten und Dekorationen mit echtem Geld erwerben, um so Besuche von bekannten und beliebten Disney-Figuren anzuziehen. In Folge gab es selbstverständlich auch weitere Disney-zentrierte Apps von DeNA, in etwa ein Star Wars-Tower Defence, ein Social Card-Collection Game namens Disney Fantasy Quest und ein Card Battle Game zu Marvels Superhelden. An der Stelle muss man es wohl nicht mehr erwähnen, aber auch hier finanzierte man sich über Mikrotransaktionen, die Gamer über die Spielmechaniken anköderten echtes Geld auszugeben. Allerdings gibt es zwei Unterschiede zu den Verträgen zwischen Nintendo zu DeNA und Disney zu DeNA. Das Übereinkommen mit Nintendo ist wesentlich stärker auf die kommende Zukunft ausgelegt. Um die Geschäftsbeziehung langfristig zu unterstreichen, ging man nämlich eine kapitale Allianz ein, sodass Nintendo 10% der Aktienanteile von DeNA übernimmt, während DeNA 1,24% von Nintendo einkauft. Das fand bei Disney definitiv nicht statt, was wiederum bedeutet, dass der Deal zwischen Nintendo und DeNA weitreichender und drastischer sein dürfte. Bevor wir aber nun mit dem Schlimmsten rechnen, in etwa dass DeNA nun ein Zelda Card Game Battle herausbringt oder ein Mario Social Party, sollte man den anderen großen Unterschied zwischen Disney und Nintendo nicht vergessen: Nintendo ist selbst bereits Publisher und Game Developer. Und genau das haben sie vor zu bleiben. Iwata betonte, dass Nintendo hauptsächlich selbst die Entwicklung von den Mobile Games übernehmen wird, anders also als bei anderen Verträgen, die ausschließlich die Lizenzen freistellen. DeNA spricht bei ihrer Ankündigung jedoch von einer zukünftigen gemeinsamen Entwicklung, vollständig sollte man sie also nicht von dem Prozess ausschließen.


Nintendo experimentiert jetzt schon mit Free-to-Play. Entweder ihr bleibt zwischen
verbrauchten "Versuchen" geduldig oder ihr kauft euch neue mit Geld nach.

Wie werden Nintendo Mobile Games also aussehen? Satoru Iwata versicherte, dass man nichts zulassen würde, was Nintendos IPs in den Augen der Konsumenten "beschädigen" könnte. Aber was heißt das denn überhaupt? Wären wir denn vor Free-to-Play mit Mikrotransaktionen sicher, wenn Nintendo die Entwicklung alleinständig übernehmen würde? Nein. In der Tat experimentiert man gerade selbst schon mit diesen Modellen, in etwa bei dem neuen 3DS Free-to-Play Spiel "Pokémon Shuffle". In diesem Puzzelspiel bestreitet man Kämpfe, fängt sich neue Helfer und tritt gegen andere Pokémon an, wobei die Anzahl an Versuchen streng limitiert ist. Nur alle 30 Minuten erhält man einen „Versuch“, wobei man sich per Wartezeit bis zu fünf Versuche ansparen kann. Wer mehr will, kann sich im Laden neue Versuche über "Klunker" kaufen. Und ja, Klunker bezahlt man mit Echtgeld, nämlich einen Euro für einen Klunker oder 5 Euro für 6, 9 Euro für 12, 24 Euro für 35 oder 48 Euro für 75. Klunker lassen sich auch im Spiel selbst erhalten, nämlich als Belohnung für Mega-Kämpfe, trotzdem versucht Nintendo hier natürlich ungeduldige Spieler in Versuchung zu führen. Man muss auch noch anmerken, dass man sich mit den Klunkern ebenfalls Münzen kaufen kann, die sich für extrem wertvolle Vorteile fürs Kämpfen und Fangen ausgeben lassen. Auch diese erhält man während dem Spiel, aber nur wenige im Vergleich zu dem Geldregen, den man durch Klunker freischaltet. Pokémon Shuffle ist also vermutlich bereits eine gute Vorahnung für das neue Mobile Geschäft von Nintendo und welche Art der Bezahlmodelle uns dort erwarten. Was ist also mit "der Beschädigung der IPs" gemeint, die Nintendo vermeiden will? Offenbar sieht man noch Grenzen von Mikrotransaktionen, die man nicht überschreiten will, anders als DeNA, die weniger Hemmungen in dem Bereich zeigen. Mobile Games mit Mikrotransaktionen sind ein Topf voller Gold, in den Nintendo aber nicht grenzenlos hineinlangen kann, ohne dabei seinen Ruf zu verlieren. Eltern, die sich Sorgen machen, dass ihre Kinder zum Geld ausgeben verführt werden, dürften kritischer auf Mario und co. blicken, wenn diese damit anfangen. Außerdem darf man nicht vergessen, dass Nintendo seinen Konsolen- und Handheldbereich aufrecht erhalten will, weswegen Mobile Games zum heißen Eisen werden dürften. Geldgierige Free-to-Play Bezahlfallen machen schlechte Werbung für die "großen Spiele" der Nintendo-Hardware, Mobile Games, die den Handheld-Spielen wiederum zu ähnlich sind, dürften potenziell diese Sparte durch günstigere Spiele komplett torpedieren. Nintendo wird sich in Zukunft also auf einem Drahtseil wiederfinden, auf dem sie im Gleichgewicht ihre drei Gaming-Säulen jonglieren, Konsole, Handheld und Mobile. Aber das ist etwas, das Nintendo selbst ausknobbeln muss. Wenn sie also selbst die Entwicklung von Mobile Games übernehmen können, wofür brauchen sie dann eigentlich DeNA?


Die Ankündigung eines neues Hardware-Systems für Gamer, soll laut
Iwata unterstreichen, dass Nintendo traditionelle Spiele nicht aufgibt.

Wir haben festgestellt, dass DeNA nicht aus dem Gaming-Bereich kommt, sondern aus dem Umfeld Internet-Service und Servicestrukturen. Das ist vermutlich dann auch der Bereich, den Nintendo nutzen will. Wenn sie selbst die Entwicklung von Mobile Games übernehmen wollen und zwar außerhalb ihrer eigenen Hardware, wollen sie sicher die nötige Struktur haben, um ihre Schäfchen wieder zusammen zu ziehen. Bisher ist das ja recht offensichtlich, da Nintendo ankündigte ein gemeinsames Account-System einzuführen, welches ja auch Club Nintendo ersetzen wird. DeNA ist der perfekte Partner, um genau das umzusetzen, wenn nicht sogar noch mehr. Was wäre mit einer Nintendo eShop-App für Smartphone und Tablets, ähnlich dem Google Play Store? Ebenfalls möglich und nicht ganz unwahrscheinlich. Bisher hat das japanische Unternehmen immer gerne kontrollieren wollen, wo und wie ihre Inhalte angeboten werden, ein eigener Store würde dies auch auf fremden Geräten ermöglichen. Wenn sich Nintendo auf DeNA weniger als Entwickler und mehr als Planer und Ausführer einer soliden Struktur verlässt, rund um Accounts, Shops, Webseiten, die von Nintendo-Geräten, PC und Mobile Geräten aufrufbar sind, dann gewinnen sie tatsächlich Stärken, die sie noch nie hatten. Für DeNA wäre ein stärkerer Vorstoß in den Westen drin, den sie sicher ansteuern wollen.


Ist Nintendo gewillt auf Konsole und Handheld immer mehr auf Core Gamer zu setzen,
wenn sie "leicht zugängliche Spiele" auf Mobile verschieben?

Es gibt noch eine andere Frage, die es zu beantworten gilt. Gewinnt der Gamer überhaupt etwas dabei? Welche Vor- oder Nachteile hat der allgemeine Nintendo-Fan von der Entwicklung, wenn er nicht gerne Mobile Games spielt? Bisher ist der Gedanke Zukunftsmusik, aber Iwata gibt zumindest einen kleinen Einblick darin, was er sich vorstellt. So sieht er nach seinen eigenen Worten Mobile Games als "einfach zugängliche Spiele", die "einfach angefangen und beendet werden können". Ist das nicht die Videospielphilosophie, die die Wii und den NDS geprägt haben? Von Nintendogs bis zu Wii Sports? In der Tat erwähnt Iwata auch, dass man bereits vor den Mobile Games Erfahrung mit Touchsceens und Beschleunigungsmesser gesammelt hätte, eben durch diese beiden Geräte. Die selbe Videospielphilosophie war es aber, die ihnen mit dem Anfang des 3DS und mit dem fortlaufenden Bestehen der Wii U schleppende Hardwarezahlen beschert hatte, da diese Art von Spiel mittlerweile auf Mobile Devices gespielt wird. Was liegt also näher als diese Spiele auch dorthin zu verschieben? Was bleibt dann für den 3DS und die Wii U übrig? Im Grunde eigentlich genau der Kurs, den Nintendo bereits angeschlagen hat. Der 3DS ist über lange Zeit mittlerweile zielstrebig zu einem Handheld-Gerät für Hobby-Gamer geworden, weniger gerichtet an Neulinge im Bereich Gaming. Man vergleiche nur die 3DS-Videospiele im Launch-Fenster mit den heutigen und kommenden Spielen für das Gerät. Wir sehen einen größeren Fokus auf komplexere Titel wie Fire Emblem, Monster Hunter, Xenoblade, Codename S.T.E.A.M., Super Smash Bros. und bei der Wii U sieht es ähnlich aus. Wird Nintendo ihre eigene Hardware mehr als Plattform für Gamer verstehen und Mobile-Geräte eher als Ventil für leichtere und simple Spiele? Womöglich. Es könnte sein, dass Nintendo dadurch sich mehr wieder an seine Core Gamer ausrichtet, ohne dabei die neu erschlossene Casual-Gesellschaft auszuschließen, die man nun dort besucht, wo sie eben beheimatet ist.

Wenn es so kommt, ist es definitiv eine sehr positive Entwicklung für Nintendo und für seine Fans. Nur ob es so kommt, ist leider bisher reine Spekulation, aber die Weichen sind zumindest gestellt. Alles was Nintendo tun muss, ist nicht auf den falschen Zug aufzuspringen. Fassen wir zum Ende die Hauptaussage zusammen: Abhängig davon welche Stärken Nintendo mit DeNA nutzt, könnte man eine stabile Infrastruktur zwischen den eigenen Geräten und PC/Smartphone herstellen, um so für sich einen erfolgreichen neuen Gaming-Bereich zu eröffnen. Oder man könnte mit ihrer Hilfe ihre IPs zu Free-to-Play Goldgruben umentwickeln, die zwar kurzfristig Geld einspielen, aber auf Dauer Nintendos Ruf oder auch ihr Hauptgeschäft schädigen. Die Zukunft wird zeigen wie sich Nintendo entscheidet ihr neues zweischneidiges Schwert zu nutzen, aber es besteht zumindest eine realistische Chance, dass am Ende die Gamer daran gewinnen.


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