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Nintendo DSi XL - ein Überblick

Ist der DSi XL einfach nur ein großer DSi, oder steckt da mehr dahinter?

Donnerstag, 04. März 2010 um 12:29 von tkx



Der Nintendo DSi XL wurde auch auf dem Nintendo Gamers Summit 2010 in London vorgestellt, und wir hatten die Möglichkeit das Gerät in die Hand zu nehmen und dabei zu testen. Es ist natürlich einfach zu sagen, dass das Gerät absolut nichts neues bietet und nur ein aufgeblähter DSi sei.

Vom Marketing her positioniert Nintendo das Gerät als Objekt für eine erwachsenere Zielgruppe und die Größe des Displays und des Stifts, sollen es besonders älteren Menschen erleichtern, das Gerät zu benutzen. Aber das ist nicht alles, wie Satoru Iwata zur Vorstellung des DSi XL erläuterte:

"Man muss nicht mehr ganz genau auf den [kleinen] Monitor eines anderen Spielers schauen um eine gute Sicht des Spiels zu bekommen. Der Nintendo DSi XL wird eine neue Art des Spielens erlauben, bei dem diejenigen die sich um den Spielenden drumherum befinden auf die eine oder andere Art in das Spielgeschehen eingebunden werden."
Iwata führt seine Idee aber fort: "Wenn man sich die Situation bei den Heimkonsolen ansieht, kann man sehen, dass der Spass von grossartigen Spielen an diejenigen die Zugucken übertragen und geteilt werden kann."
Und mit dieser Aussage hat Iwata garnicht so unrecht: Sei es ein Mario Spiel, ein Final Fantasy oder Heavy Rain: Freunde die zuschauen, können vom Spielgeschehen genauso ergriffen werden wie die spielende Person selbst und das ohne dass sie dabei selbst eingreifen.

Das ist ein starkes Argument, aber reicht dies alleine aus, damit Nintendo nennenswerte Stückzahlen vom XL verkaufen kann, da ja der Preis des Geräts auch höher (etwa 180,- EUR) als der vom normalen DSi ( etwa 140,- EUR) ist?
Die Displays sind wirklich deutlich größer und in unserem Erfahrungen mit dem Gerät "erschlagen" einen schon die Displays, wenn man die bisherigen kleinen Displays gewohnt ist. (Sie sind 93% größer) Das Gerät selbst wirkt sehr viel wertiger als die bisherigen DSis, wobei natürlich auch der Hochglanzlack auf der Aussenhaut seinen Teil dazu beiträgt. Die zwei Standardfarben der Konsole sind natürlich absolute Geschmackssache: Man hat die Auswahl zwischen braun und burgunderrot. Unserer Meinung nach sieht das braun noch ein wenig stylish aus, das burgunderrote hingegen spricht wohl eher eine ältere, weibliche Klientel an. Das Gerät hat auch einen SD-Card Slot um den Speicher zu erweitern.
Auf dem DSi XL sind einige Spiele und Programme vorinstalliert: So gibt es "Light" Versionen von Dr. Kawashima: Wortspiele, den Opera Browser, eine Audioapplikation, ein Wörterbuch mit 6 Sprachen (programmiert von den Machern von AdvanceWars), PictoChat und natürlich die Möglichkeit neue DSi-Titel herunterzuladen.

Nintendo hat es bisher immer geschafft, seine User von der einen Hardware zu der nächsten Version zu migrieren, ohne dass sich die Hardware selbst stark technisch änderte: Der GameBoy Advance kam heraus und bot "nur" ein transflektives Display an ohne Hintergrundbeleuchtung. Etwas später kam ein GameBoy Advance SP heraus, im Klapp-Design und mit Hintergrundbeleuchtung. Der Mehrwert der Hintergrundbeleuchtung war offensichtlich und jeder kaufte sich das Gerät "nochmal", obwohl es eigentlich dieselbe Hardware war.
Beim DSi XL sind die großen Displays das reizvolle: Man schränkt sich zwar etwas in der Portabilität ein, aber man hat dafür auch Displays die deutlich größer als die vorhergehenden sind.

Wenn dies als Argument nicht ausreicht für Bestandskunden, kann Nintendo auch über DSiWare, dem Downloadshop für DSi Titel, einen Anreiz erschaffen: Nintendo entwickelt exklusive Download-only Titel, die einen ganz besonders starken Reiz ausmachen, sich das neue Gerät zu holen. Fraglich ist, ob Nintendo sich in diese Richtung entwickeln wird oder aber man bei der bisherigen Methode bleibt, die "Hauptspiele" ausschliesslich auf Modul herauszubringen.

Der Preis ist bisher der einzige Grund, wieso die Adoption langsamer vonstatten gehen könnte, als bisher da man für den Preis schon stationäre Konsolen bekommen kann. Aber wie schon Anfangs behauptet: Das Gerät zielt auch auf eine ältere Käuferschicht ab. Und dieser Käuferschicht ist es auch nicht wichtig, die Konsole in der U-Bahn oder auf dem Schulhof zu spielen. Die Portabilität ist zweitrangig, denn der DSi XL ist klein genug um ihn mit auf das Sofa zu nehmen oder im Bett damit zu lesen, zu spielen oder sein Gedächtnis zu trainieren. A pro pro Lesen: Nintendo hat zusammen mit dtv die "Bibliothek der klassischen Bücher" (Goethe, Kafka, Schiller u.v.a.) mit über 100 Titeln veröffentlicht. Für Lesestoff ist also gesorgt.

Wir werden sehen ob Nintendos Plan aufgehen wird - aber große Zweifel haben wir daran nicht.




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