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Microsoft auf Shoppingtour

Microsoft's Ambitionen wichtige japanische Spielehersteller einzukaufen.

Montag, 22. Juli 2002 um 19:29 von tkx

Kommen wir doch zu dem Red Herring Report, der Microsoft's Strategien für den Videospielbereich immer mehr an den Tag legt. In dem Bericht heißt es, dass Microsoft Anfang des Jahres wieder einmal in Verhandlungen mit Sega war, um diesen zu übernehmen. Der genau Betrag um den es sich dabei handelt sind 1.8 Milliarden Dollar - eine Stange Geld mit der Sega allerhand hätte anstellen könnte. Und Microsoft hatte sich da auch schon was "angedacht": Mit dem Geld könnte dann Sega bei Square einsteigen oder diese übernehmen, und somit hätte Microsoft zwei große japanische Player in der Hand gehabt.

Doch daraus wurde nichts, denn Sega ist nun nach Aufgabe des Hardwaregeschäfts gerade dabei sich gut zu erholen und denkt im Moment überhaupt nicht daran, sich auf solche Geschäfte einzulassen. Der günstige Zeitpunkt an Square-Anteile zu kommen war nach dem Final Fantasy Film Debakel, der ein großes wirtschaftliches Loch in das Unternehmen gerissen hatte und somit dringend Geld brauchte um die Bilanzen wieder gut aussehen zu lassen. Diese Hilfe kam vor ein paar Monaten in der Form von Sony, die einen 19% Anteil an Square erstanden haben – gegen einen lächerlichen Betrag von etwas mehr als 125 Millionen Dollar.
Ist nun die ganze Geschichte gegessen? Mitnichten, Konsoleros! Denn Microsoft wird alles weitere versuchen größere Spieleschmieden in sich einzuverleiben. Da dies jetzt sukzessive mit Square, Sega und auch Nintendo nicht geklappt hat, wird die Einkaufsabteilung bei Microsoft sich nach anderem umschauen. Mein Vorschlag an Microsoft wäre, sich mal an das zu vergreifen, was der Markt im Moment so bietet: Wie wäre es mit SNK? SNK hat vor kurzem Pleite gemacht. Irgendeine Firma hat sich die Rechte an den Spielen gesichert - oder nicht? Die kann man doch sicherlich für ein Appel und ein Ei abkaufen. Das NeoGeo war zu teuer für viele Videospielfans aber die (Kampf-)spiele selbst auf dem System waren jeden Zweifels erhaben. Auch die Metal Slug Serie ist ein Franchise, welche man auf der XBOX prima weiterführen könnte. Die XBOX als das neue Heim für "King of Fighters" und "Metal Slug" Ableger. Welche ein Gedanke!

Microsoft kann sich eigentlich beruhigt auf die Lauer legen und warten, bis eines der Softwarehäuser sich wieder einmal einen großen Reinfall leistet - und genau in dem Moment mit einer Summe, die so unmoralisch hoch ist, dass kein BWLer sie ablehnen kann, zuschlagen. Square kann wieder in die Bedrouille kommen: FF XI verkauft sich nicht so gut wie man gedacht hat, und jetzt versuchen sie, so schnell wie möglich eine PC Version zu entwickeln, die mehr Käufer ansprechen soll.

Ihr werdet sehen, dass früher oder später Microsoft bei irgendeinem der Spielehersteller zuschlagen wird. Microsoft's Kriegskassen sind gefüllt, und der einzige der dagegen im Moment anstinken kann ist Sony. Wir werden sehen, wer schneller ist. Beim letzten Mal war es jedenfalls Sony. Shopping à la Microsoft hat noch gar nicht richtig begonnen. Die Gates Firma ist bekannt dafür, dass die allerersten Versionen ihrer Produkte nicht gerade Glanzlichter sind, aber die Ausdauer der Firma hat bei fast jedem ihrer Produkte den entscheidenden Erfolg gebracht.

Abschließend will ich noch sagen, dass ich generell den Eintritt Microsofts in das Gamesbiz begrüße: Bringt es doch den neuen alten "Platzhirsch" Sony in die Bedrouille – denkt Euch nur mal ein Szenario in dem nur noch Nintendo und Sony auf dem Markt wären, und wo das Verhältnis in etwa 65 zu 35 für Sony ausgesehen hätte... Wer hätte uns wohl da eine Preisdiktatur aufgezwungen?


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