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G|C 2005: Preview Shadow of the Colossus

Donnerstag, 25. August 2005 um 10:32 von Becks

Shadow of the Colossus Preview



Twix Opinion



Eine riesige Halle – vor uns ein schlafendes Mädchen, dahinter der Blick auf eine weite Wüstenlandschaft. Bedächtig nähern wir uns der fremden Person… kein Lebenszeichen. In Shadow of the Colossus ist man als Spieler komplett auf sich alleine gestellt, die einzige Hilfe ist unser treues Pferd Agro.

Um das Mädchen zu erwecken, müssen 16 Kolosse getötet werden. Die Riesen findet man, indem das Schwert gegen die Sonne gehalten wird. Folgt man der Reflektion, so bewegt man sich auf den Koloss zu.

Die Steuerung funktioniert gut, allerdings musste man sich in der Demoversion ab und an noch mit dem etwas störrischen Pferd herumschlagen, das manchmal nicht so recht losreiten wollte. Auf Knopfdruck springt man während des Reitens von Agro ab und kann die Steppe zu Fuß erkunden, was sich in der Praxis allerdings als wenig effektiv erweist – denn das Spiel ist richtig groß. Um zu einem Koloss zu gelangen, müssen vorerst einige Geschicklichkeitspassagen überwunden werden. In diesem Punkt sind noch einige Verbesserungen wünschenswert, so könnte der Hauptprotagonist etwas schneller reagieren und kleine Fehler großzügiger verziehen werden.


Beim Kampf gegen die Kolosse ist die Bedienung allerdings einwandfrei umgesetzt: der Riese als sich bewegende Oberfläche muss erklommen und an seiner Schwachstelle verletzt werden. Dabei gerät man im wahrsten Sinne des Wortes mehrmals ins Schwanken, besonders wenn die beeindruckend großen Gegner registriert haben, dass jemand an ihrem Rücken heraufkrabbelt. Dann tun sie nämlich das, was wir tun würden wenn eine kleine Spinne an unseren Arm erklimmen will: Sie versuchen mit aller Kraft, den ungebetenen Gast loszuwerden. Der Größenvergleich ist gar nicht weit hergeholt, schon der erste Koloss verdient seinen Namen. Sein kleiner Finger hat etwa die Größe unseres Hauptcharakters… Ein unfairer Kampf? Nun, immerhin haben wir den Vorteil, klein und wendig zu sein. Und so bewegen wir uns schnell und doch vorsichtig zwischen den Beinen des Ungetüms, kämpfen uns an seinem felligem Bein in Richtung Knie und stechen mit unserem Schwert kraftvoll zu.

Überrascht sinkt der Koloss zu Boden – das ist unsere Chance, auf seinen vorher unerreichbaren Rücken zu klettern und uns weiter in Richtung des Kopfes heranzuarbeiten.


Grafisch sieht Shadow of the Colossus leider nicht ganz wie auf den vorgestellten Bildern aus. Die technischen Schwächen der Demoversionen lassen sich nicht von der Hand weisen: Große Objekte poppen unvermittelt auf, die Steppe flimmert und einige Texturen sind (noch) sehr niedrig aufgelöst. Die riesige Ebene ist an einigen Stellen extrem karg, kleine Wasserpfützen sind noch sehr verpixelt.


Und dennoch ergibt sich ein unglaublich atmosphärisches und künstlerisches Gesamtbild. Die komplette Spielwelt ist wunderbar liebevoll und fantasievoll gestaltet, kleine Tiere bewegen sich über den Boden und verschwinden wieder in einer der zahlreichen Büsche. Besonders beeindruckend ist die gigantisch große Brücke, deren Zugang in der Demo allerdings noch verschlossen war. Die Weitsicht könnte kaum größer sein, Nebel gibt es nicht.


Ein großes Lob verdienen schon jetzt die Animationen – sowohl der Spielcharakter als auch das Pferd sind sehr detailliert animiert. Agro bewegt sich wendig und flüssig, hält man plötzlich vor einer Wand an lehnt sich das Tier erschrocken in die Seite. Doch nichts war in der gespielten Version beeindruckender als die Kolosse. Die riesengroßen Ungetüme vermitteln durch ihre langsamen und doch bestimmten Bewegungen eine beängstigende Stimmung, kleine Details wie hunderte abbröckelnde Steinchen begeistern. Ins Ruckeln gerät der Titel glücklicherweise nicht.

Stark verbesserungswürdig ist allerdings die Kamera: Allgemein ist die Kontrolle etwas zu langsam, ständig muss nachjustiert werden. Beim Kampf gegen die Riesen ist die Perspektive nicht immer optimal. Der Blur-Effekt, der beim Schwenken der Perspektive entsteht ist etwas zu überzogen eingesetzt.

Zur fantasievollen Atmosphäre trägt essentiell auch die Musik bei. Hier kann man bereits sagen, dass uns ein außergewöhnlich hochklassiger Soundtrack erwartet – allein die Klänge aus dem Intro wird man nur schwer wieder los.

Wenn kleine Grafikmängel noch ausgemerzt werden, der Umfang stimmt und die Story um die beiden Charaktere und die geheimnisvollen Schattenwesen und Kolosse genau so liebevoll aufgebaut wird wie die Darstellung der Spielwelt, dann erwartet uns ein unglaublich ruhiges und doch actiongeladenes Abenteuer voller Atmosphäre, das sich sowohl durch das Spielkonzept als auch durch die Stimmung deutlich vom üblichen Action-Adventure abhebt.

Einschätzung: Super!

Becks Opinion



Dasselbe Team welches sich für den PlayStation 2 Hit ICO verantwortlich zeigt, arbeitet jetzt an einem Nachfolger. Shadow of the Colossus wurde in Leipzig auf insgesamt 2 Spielstationen auf dem Messegelände präsentiert.

In diesem Abenteuer schlüpft man in die Rolle eines jungen Mannes (bei ICO spielte man einen kleinen Jungen), der mittels Pferd durch riesige Landschaften und Steppen reitet. Ziel seines Streifzuges sind die 16 gigantischen Kolosse, die er besiegen muss, um das Mädchen zu retten. Mit Pfeil und Bogen bewaffnet, attackiert man diese Riesen sogar in dem man auf sie hochklettert und bestimmte Punkte trifft.


Zwischen den Kämpfen mit den riesigen Kolossen steht die ebenfalls riesige Landschaft. Um die einzelnen Locations mit Rätseln und Geschicklichkeitsaufgaben zu erreichen kann man sein Pferd namens Agro nutzen. Auf dem Rücken des Pferdes sind die einzelnen Punkte einfach schneller zu erreichen. Man kann jederzeit vom Rücken des Pferdes steigen und zu Fuß seinen Weg absolvieren. In der spielbaren Demoversion, war Agro noch etwas zickig und steif. Eine etwas flüssigere Steuerung in der fertigen Version wäre wünschenswert. Shadow of the Colossuss spielt sich deutlich anders als ICO. Hier stehen der Kampf und die Erforschung der verschiedenen Areale im Vordergrund. Dass die beiden Spiele aber von derselben Feder stammen ist überdeutlich. Dieselbe Mechanik, derselbe Stil und dieselben Farben.

Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass Shadow of the Colossus dieselben technischen Schwächen wie ICO aufweist. Es wurde im Prinzip dieselbe Engine genutzt. Diese hat aber eine Evolution erfahren. In SotC sind die Ruinen, Gegner und Landschaften noch riesiger. Aber hier muss man abwiegen, was einem wichtiger ist. Die monumentalen Gebäude und Landschaften wären mit einer scharfen Grafik und Texturen einfach technisch nicht machbar. Der Balanceakt zwischen atmosphärischem Nebel in der Weitsicht und technisch überzeugenden Landschaften ist wie bereits in ICO gelungen bzw. sogar noch weiterentwickelt wurden. Technische Schwächen lassen sich ohnehin immer schnell verzeihen, wenn man als Spieler spürt, dass das fertige Produkt mit viel Fantasie und Liebe gemacht wurde. Auch SotC zieht einen in seinen Bann. Ein wahres Highlight im Spiel sind die Kämpfe gegen die Riesen, die alle unterschiedlich sind. Bereits die abspielbare Demoversion präsentierte sich flüssig.


Die G|C-Version von Shadow of the Colossus konnte überzeugen und befand sich bereits in einem weiten Stadium der Entwicklung, der auf einen baldigen Release hoffen lässt. Atmosphäre konnte bereits in der unfertigen Version geschaffen werden. Daher kann man sehr zuversichtlich sein, dass uns noch in diesem Jahr ein weiterer PlayStation 2 Hit ansteht.

Einschätzung: Sehr gut



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