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Consolewars beim Nintendo Post E3-Event 2018

Gerade noch auf der E3 in Los Angeles und nun schon im Hands-On. Consolewars zu Gast in den heiligen Hallen von Nintendo !

Samstag, 23. Juni 2018 um 01:24 von trip




Frankfurt am Main ist nicht nur durch seine vielen Bankentürme, dem charmanten Bahnhofsviertel (:v:) und dem Dichtergott Johann Wolfgang von Goethe bekannt, nein, hier befindet sich auch die Europazentrale von Nintendo. Gut klimatisiert hatten wir dort die Gelegenheit, die drei aussichtsreichsten Titel für 2018 ausgiebig anzuspielen.

-Starlink: Battle for Atlas-



No Man´s Sky hat es bisher noch nicht auf die Nintendo Switch geschafft, allerdings erscheint mit Ubisoft‘s Starlink: Battle for Atlas ein offenbar würdiger Ersatz. Und man will einiges besser machen als der Konkurrent, welcher sich durch übertriebenen Medienhype zu einem der größten Enttäuschungen der letzten Jahre entwickelte. Was nützen einen 18 Quadzillionen zufällig generierte Planeten , wenn es dank dem fehlen einer klassischen Kampagne nach ein paar Stunden eh nichts mehr zu tun gibt ? *Spoiler*

Ubisoft will auf Qualität statt Quantität setzen und verspricht den Spielern eine sinnvolle Kampagne, welche mehr bieten soll als nur zweckmäßiger Ressourcenabbau und den nahtlosen Übergang zwischen Weltraum und Planeten selbst. Die verlorene Legion unter ihrem Führer Grax hegen die üblichen "All-Macht-Phantasien", weil halt... Gründe.

Da kann natürlich nur einer helfen: Fox McCloud aus dem Star Fox Universum !

Gigantische Bohrmaschinen, die den Planeten ausbeuten ? Friss das glühende Stahlbad meiner Gatling-Kanone !

Frostbeständige Kampf-Roboter wollen unserer Hauptfigur ans Leder ? Friss meinen Flammenwerfer !

Ein gigantisches Monster will unsere Flucht vom Planeten verhindert ? Friss meinen Dark Void !

Do a barrel roll! You're becoming more like your father. I'm havin' some trouble here!


… Es könnte so schön sein, aber leider ist Starlink: Battle for Atlas kein klassischer Titel aus dem Star Fox Universum. Wenn man es genau nimmt, hat Starlink mit Star Fox genauso viel zu tun wie seinerzeit Star Fox Adventures. Null... Nada ...absolut gar nichts.

Lediglich die Lizenz wurde von Nintendo für die Switch-Version zur Verfügung gestellt und die beschränkt sich in diesem Fall nur auf Fox McCloud als einen der spielbaren Charaktere . Wer sonst noch von der Crew der Great Fox einen Gastauftritt haben könnte, ist leider noch nicht bekannt. Die angespielte Demo machte eine Menge Spaß, bot aber wenig Missionen zum Ausprobieren und wirkte an vielen Stellen dank geringer Sichtweite und mutmaßlichen 720p auch im Docked-Modus weder grafisch spektakulär noch besonders fertig.

Ubisoft will zudem mit Starlink in dem von Nintendo aktuell dominierten Markt für interaktive Spielfiguren Fuß fassen. Mittels eines Adapters, in dem die Joy-Con an den Seiten einrasten, werden oben detaillierte Raumschiff Modelle befestigt , welche wiederum per Stecksystem mit verschiedenen Modulen wie Waffen, Flügeln etc. modifiziert werden können. Das Ganze ähnelt vom System her Activisions Skylanders, welche vor 5 Jahren große Erfolge feiern konnte und als der größte Konkurrent für Nintendos Amiibo galt.

Bisher ist nicht bekannt, wie stark das Ganze nach dem Release zum 16.10.2018 unterstützt wird. Qualitativ machen die Schiffsmodelle einen stabilen, aber nicht sehr hochwertigen Eindruck und wirken eher nach „Plastik-Spielzeug“ als Videospiel-Zubehör. Aktuell ist das Starter-Set bei Amazon für ca. 80 Euro, einzelne Schiffe für ca.30 Euro gelistet. Ein Waffenbooster kostet knapp 12 Euro. Gesalzene Preise, aber immerhin ist das Spiel bisher ohne Lootboxen. Bisher...

Wer da die Zielgruppe sein soll, weiß nur Ubisoft selbst. Auf den ersten Blick läuft man aber Gefahr, Geld in ein System zu investieren , welches relativ schnell in die Bedeutungslosigkeit versinken könnte wie es damals bei dem so ambitionierten Disney Infinity der Fall war. Über Sinn und Unsinn von eines solchen „Physical-DLC“ kann man streiten, eine sinnvolle und langfristige Alternative für Nintendos Amiibos ist es nach genauerer Überlegung aber definitiv nicht. Starlink: Battle for Atlas ist ein interessanter Titel , unentschlossene sollten aber lieber auf die ersten Tests oder eine Demo aus dem eShop warten.

-Super Smash Bros: Ultimate-



Die Sonne scheint, der Himmel lacht... Snake hat Pikachu kalt gemacht.

Man muss Super Smash Bros nach über 20 Jahren und nun 6 Serienteilen nicht groß erklären: Gruppenkeile mit nun bis zu 8 Spielern. Böse Zungen mögen behaupten, ein weiterer Wii U Titel auf die Nintendo Switch geportet wurde, dies ist natürlich Quatsch. Super Smash Bros: Ultimate war wohl das Highlight der diesjährigen E³ Direct und der Grund , warum ab Ende des Jahres wieder überall die Switch Pro Controller ausverkauft sein werden. Zu diesem Thema aber gleich mehr. Bei der gespielten Version handelte sich um den selben Build, welcher auch für die E³ und die anschließenden Turniere verwendet wurde und läuft gefühlt in butterweichen 60 Bildern pro Sekunde bei einer Auflösung von 1080p.

Nach ein paar Runden können wir beruhigt sagen, Super Smash Bros: Ultimate ist der krönende Abschluss (?) der Reihe. Optik und Sound stimmen, das Gameplay ist noch eine Spur feiner abgestimmt worden ... und die Steuerung ist leider Grütze. Ja, wir müssen es leider mal wieder ansprechen, aber so toll die Joy-Con unterwegs auch sind, sie taugen als Ersatz für einen richtigen Controller wie der Switch Pro in Form des Joy-Con Comfort Grip absolut nicht. Für Mario Odyssey und Zelda BotW mag dieser gerade ausreichend sein wer aber im Turnier spielen will oder zu mindestens im Online-Modus bestehen will, sollte lieber 70 Euro für den Switch Pro investieren. Wer noch einen alten GameCube Controller und den passenden Adapter besitzt, kann diesen ohne große Probleme verwenden. Insgesamt wirkt
Smash Bros. Ulitmate ziemlich fertig und dürfte die ohnehin schon herausragenden Verkaufszahlen der Nintendo Switch noch weiter in die Höhe treiben.

Interessantes Detail am Rande: 10 Jahre nach dem letztmaligen Auftreten von Solid Snake und dessen Synchronsprecher David Hayter, konnte es sich Konami offenbar nicht verkneifen, die letzten Erinnerungen an Serienschöpfer Hideo Kojima auch im Smash Bros. Universum m zu beseitigen. Statt des FOX/Kojima Productions Logo aus alten Brawl Tagen, ist nun das aus der Serie bekannte Ausrufezeichen das offzielle Logo von Snake. Extra Salty.

-Pokémon: Let‘s Go, Pikachu/Evoli!-


Für viele hier wohl der interessanteste von den drei angespielten Titel. Wer sich nur für den Pokéball Plus interessiert, sollte gleich zum 2. Teil des Textes herunter scrollen, wo wir uns nur mit der Hardware auseinandersetzen.

Die wichtigste Frage für viele war nach der letzten Nintendo Direct: „Zerstört Nintendo gerade das Pokémon meiner Kindheit?“. Diese Frage ist berechtigt, denn nach über 20 Jahren im Dauerlauf ist die Reihe einfach nicht tot zu kriegen. Die richtige Frage lautet eher: „Was ist Pokémon: Let‘s Go, Pikachu/Evoli! eigentlich genau und was ist es nicht ?“

Technisch gesehen handelt es sich um das bereits 2. Remake der ersten 3 bzw. 4 Pokémon Editionen (Rot/Grün/Blau und Gelb) mit dem Technikgerüst von Pokémon Ultra-Sonne und Ultra-Mond mit Einflüssen des Smartphone-Ablegers Pokémon Go! in Full HD auf einer Hybrid-Konsole. Das klingt jetzt stark nach einer Artikelbeschreibung direkt von Amazon, ist aber es wohl die nüchternste Beschreibung für den Spin-Off. Ja man muss es immer noch betonen, bei Pokémon: Let´s Go ! handelt es um keinen Hauptteil der Serie, auch wenn man zum 2. mal ein Remake eines Hauptteil entwickelt (?).

Verwirrt ? Wir auch... wenn man es aus der Sicht eines Hardcore Spielers sieht. Für Casuals, welche durch Pokémon Go! entweder erstmaligen Kontakt oder nach vielen Jahren Pause wieder zur Serie fanden, ist ein Titel wie Pokémon: Let‘s Go Pikachu/Evoli! natürlich ideal. Ein Soft-Reboot für die breite Masse, fast so wie JJ Abrams STAR TREK, während der Rest auf die klassischen Serien und Filme oder Discovery setzt.

Teil 1: Auf dem Weg nach Vertania City …


Der Vertania-Wald sollte den meisten Spielern der ersten Spiele bekannt sein. Für jeden, der erst nach der Jahrtausendwende geboren wurde, hier eine kleine Zusammenfassung: Viele nervige Low-Level Trainer, noch viel mehr nervige Kämpfe gegen Käfer Pokémon, wenn man sich am Anfang nicht für Glumanda entschieden hat, und eine ganze Reihe unsympathischer Kiddies, welche aus ungeklärten Gründen statt in der Schule in einem gruseligen Wald rumhängen.

Mit anderen Worten: Ein ganz normaler Tag in Berlin. #isso

Die von uns angespielte Demo spielte komplett in diesem Wald-Bereich, ein Verlassen war auch zu keinem Zeitpunkt möglich und gespielt wurde ausschließlich mit dem Pokéball Plus. Grafisch ansprechend, auch wenn es für unseren Geschmack an einigen Stellen etwas arg steril wirkt. Leider war es, wie schon am Anfang erwähnt, nicht erlaubt, Videos bzw. Fotos vom Spiel oder dem Pokéball Plus in Aktion aufzunehmen, das offizielle Material von der letzten Nintendo Direct bringt es aber sehr wirklichkeitsgetreu rüber. Die wilden Pokémon sind jetzt jederzeit vor einem Kampf sichtbar, wobei Kampf ein falscher Begriff ist. Man hat das System nahe zu eins zu eins aus Pokémon Go! übernommen. Statt mit Pikachu und Co. den Gegner zu schwächen, heißt es nun das Pokémon mit etwas Obst besänftigen, und dann mit einem gezielten Wurf des Pokéball Plus einzukassieren. Das funktioniert in der Praxis erstaunlich gut, auch wenn man am Anfang etwas Angst hat, den Ball nicht aus Versehen gegen den Fernseher zu donnern. Je nachdem, wie man den Ball wirft (z.B. als Curved Ball), kann man auch seine Chance, das Pokémon zu fangen, etwas beeinflussen.

Am Kampf gegen Trainer hat sich aber nicht viel geändert. Ein paar schicke Animationen wie Bisasams Rankenhieb haben es ins Spiel gefunden, auf der anderen Seite bleiben andere Attacken statisch wie in den alten Spielen. Das kann sich aber noch bis zum Release ändern.

Teil 2: Der Pokéball Plus


Der Pokéball Plus hat ungefähr die Größe eines Standard Golfballs, wiegt in etwa 70 Gramm und wirkt sehr ausbalanciert. Das Material besteht aus dem selben Plastik wie die Joy-Con , für Nintendo Verhältnisse sehr hochwertig. Zur physischen Eingabe gibt es nur einen anklickbaren Analog-Stick und den Zurück-Knopf am oberen Ende des Balls.
Geladen wird per USB-C, die Spieldauer mit einer Batterieladung dürfte im Durchschnitt um die 3 Stunden betragen . Das klingt zugegebenermaßen nicht nach besonders viel, ist aber aufgrund der Größe des Pokéball Plus irgendwie auch nachvollziehbar. Mit an Bord sind auch HD-Rumble, ein kleiner Lautsprecher, sowie die üblichen Beschleunigungssensoren, welche dann im beim Fangen von wilden Pokémon zum Einsatz kommen. Nintendo hat es auch nicht versäumt, ein vernünftiges Schlaufensystem zur Sicherheit von Menschen und Fernsehern mit zu integrieren.

Klar, 70 Gramm klingen im ersten Moment nicht nach besonders viel, aber es reicht aus für viele tolle Schadensersatzklagen.

Drum wird der Pokéball Plus noch zusätzlich per Ringschlaufe am Ringfinger fixiert, was sich dann ungefähr so anfühlt, als würde man mit einer Handgranate spazieren gehen. Sicherheit geht vor und da heißt es aber auch automatisch, dass man nicht selbst entscheiden kann, wie man den Pokéball Plus hält. Es fühlt sich jetzt weder verkrampft oder unangenehm an, aber ein kleiner Ball ist einfach nicht so ergonomisch wie zum Beispiel ein klassischer Controller und besitzt nicht eine längliche Fläche, wo man die Finger richtig ausstrecken kann.

Je nachdem wie groß die Hände und Finger des Spielers sind, kann es da unter Umständen ein bisschen unpräzise beim Steuern per Analog-Stick werden. Der Autor dieser Zeilen hat zum Beispiel mittelgroße Hände, aber relativ kurze Finger und das alleine reicht schon aus, um mitten in einem Kampf das eine oder andere mal kurz vom Analog-Stick abzurutschen und so per ungewollten Klick etwas bestätigt, was man eigentlich gar nicht wollte. Ob es mit ein bisschen Übung oder deaktiviertem HD-Rumble besser wird, wird man erst nach dem Release sehen.

Bei einem Verkaufspreis von rund 50 Euro und optimal hunderte Stunden im In-und Out-Game Einsatz wäre es seitens Nintendo einfach Pflicht, wenn man eine Reihe von Roadshows organisieren würde. Veranstaltungen, wo die Vielzahl von Interessenten einfach einmal live ausprobieren können, ob der Pokéball Plus auch wirklich etwas für einen ist. Nicht das dieser nach bereits ein paar Stunden zu einem teuren Briefbeschwerer mutiert.



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