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Consolewars auf der Gamescom: Episode 1

Consolewars ist vor Ort auf der Gamescom und bringt frische Spieleindrücke zu kommenden Blockbustern mit. Der erste Teil dreht sich um Ubisofts vielversprechende Titel und einem alten Bekannten von EA!

Freitag, 17. August 2012 um 17:44 von HatWolf

„Celebrate the Games!“ Dieser Aufforderung kommen jedes Jahr tausende begeisterte Videospiel-Fans nach und sorgen wie immer für eifrigen und dichtgedrängten Andrang auf einer der weltweit größten Messen für interaktive Spiele: Die Gamescom. Vom 15.-19.2012 für Fachbesucher und vom 16.-19.2012 für alle anderen Spielefreunde gibt die Kölner-Messe Besuchern Einblicke in das kommende Portfolio der bekanntesten Videospielgrößen wie EA, Ubisoft, Capcom und Co, aber auch e-Sports ist wie immer ein Thema, sowie eine immer stärker werdende Front an Free-to-Play-Spielemodellen. Auch die Consolewars-Crew ist vor Ort und konnte wieder viele Spieleindrücke kommender Highlights sammeln. Zur Begleitung der alljährlichen Spiele-Feier berichten wir von unseren Erlebnissen der zukünftigen Konsolen- und PC-Blockbuster.


Auf Piratengebiet werden Rebellen hingerichtet. Ihr müsst dafür sorgen, dass sich das ändert.

Ein wirkliches Monster-Projekt präsentierte uns Ubisoft mit Far Cry 3, ein kommender Open World First-Person Shooter, der von Ubisoft Montreal entwickelt wird, aber auch sogleich Unterstützung von Ubisoft Massive, Ubisoft Reflections und Ubisoft Shanghai erhält. Als gestrandeter Tourist muss sich der Spieler hierbei einer Gruppe von Rebellen anschließen, die gegen die einfallenden Insel-Piraten in einem blutigen Widerstand kämpfen. Ubisoft scheint hier bereits großes für die Open World zu planen, in der sich der Spieler aufhalten wird. In dem uns vorgestellten Demo-Areal war jedenfalls bereits eine Menge Inhalt verpackt, der für das fertige Spiel großes Potenzial versprach. So ist Dreh- und Angelpunkt des Spiels das Dorf der Rebellen, welcher zu Anfangs der einzig sichere Ort der Spielwelt darstellt. Hier besitzt man nicht nur eine eigene Hütte, auch können hier Waffen gekauft oder verbessert werden, sowie die Ausrüstung für bevorstehende Inselerkundungen optimiert werden. Eine Schnellreise ins Dorf ist jedenfalls immer eine bestehende Möglichkeit, um die Reisezeit zwischen den großen Gebieten etwas zu verkürzen. Wer aber die Sicherheit des Dorfes verlässt, ist fortan auf sich alleine gestellt und muss sich im dichten Inselgestrüpp mit stark bewaffneten Piraten und giftigen oder bissigen Tieren auseinander setzen. Ein guter erster Reisepunkt sind die Funktürme im Spiel, die zwar meistens von Feinden bewacht werden, jedoch für jeden Entdecker Gold wert sind. Die Aktivierung eines Turms deckt nämlich auf der Ingame-Karte das anliegende Areal auf, samt Markierungen für sammelbare Relikte oder immer nützliche Geldkoffer. Darüber hinaus verrät es die Stützpunkte der Piraten, dessen Eroberung wohl ein weiteres zentrales Spielelement sein wird. Wer ein Piratenversteck aushebt und alle Feinde tötet, erringt für die Rebellen die Kontrolle, sodass das Gebiet in deren Besitz übergeht. Die Vorteile sind nicht nur sicherere Straßen, auch neue Aufgaben und neue Stützpunkte sind die Folge. Man verriet uns, dass aber Piraten auch versuchen könnten ihre Verstecke zurück zu erobern. Abhängig davon wie stark der andauernde Konflikt um die riesige Insel eine Rolle spielen wird, verspricht sich hier jedenfalls unheimlich viel Spannung und ein interessantes Wechselspiel.

Ein weiteres cleveres Detail ist ein Crafting-System, bei dem man aus Pflanzen, die man auf der Insel sammelt, Medizin und andere Hilfsmittel erstellen kann. Die zur Mischung benötigten Kräuter werden hierbei auf der Minimap angezeigt, damit die wichtigen Blätter und Blüten niemandem entgehen. Wer nicht nur Heilmittel zusammenbrauen will, kann auch andere natürliche Cocktails anrühren, unter anderem Salben, um nicht so leicht in Brand zu geraten oder ein Aufputschmittel, das schärfere Sinne zur Tierjagd ermöglicht. Letzteres ist übrigens auch besonders hilfreich, da die Herstellungsmöglichkeiten nicht mit pflanzlichen Mitteln aufhört, sondern auch über zusätzliche Waffenpolstern für mehr Tragekapazität und Ähnliches geht. Dementsprechend benötigt man hierzu auch bestimmte Felle oder Leder, welches man durch das Häuten erlegter Tiere erhält. Wie komplex das ganze Craft-System wird, lässt sich zwar noch nicht abschätzen, bringt aber etwas mehr Tiefe und Authentizität in das Überlebens-Konzept und passt gut zum Szenario der Strandung auf einer wilden, tropischen Insel.
Zuletzt nach ein paar Worte zur Grafik: Die Demo-Version lief auf einem PC und konnte durch unglaublich viele Details, hohe Weitsicht, großartige Licht- und Wassereffekte, sowie durch eine gute Texturenqualität glänzen. Auf Nachfrage wie die Konsolen-Version aussehen würde, versicherte man uns, dass sie „ebenfalls sehr gut aussehen würde“. Genau überprüfen wird man das erst am 29. November, denn dann soll Far Cry 3 in Europa erscheinen.


Seeschlachten sind neu in Assassin's Creed.

Während auf dem Showfloor für Besucher der Singleplayer- und Multiplayer vorgestellt wurde, konnten wir einen kurzen Blick auf die neuen Seeschlachten des Spiels werfen. Diese gibt es somit erstmalig in dem Franchise, welches mit dem dritten Teil in dem Jahre 1753 bis 1783 ankommt. Die halb-britische, halb-indianische Hauptfigur Connor Kenway gerät dabei in die Fronten der Amerikanischen Revolution, in der er auch wie seine Vorgänger gegen die Macht der Templer ankämpfen muss. Der knappe Demoabschnitt zeigte Kenway als Steuermann des Schiffes. Der Spieler scheint dabei die volle Kontrolle über das Schlachtschiff zu besitzen, kann die Kanonen mit verschiedenen Munitionstypen beladen und muss gegen Wind und Wellen bei der Navigation ankämpfen. Davon abgesehen, dass man dabei alle Hände voll zu tun hat, um nicht selbst durch den Beschuss unterzugehen, war es das Ziel alle feindlichen Schiffe zu versenken. Die Seeschlacht zeigte sich trotzdem relativ actionlastig und schritt zügig voran, sodass es wohl nicht unbedingt für den realistischen Charakter dieser Abschnitte spricht. Noch ist es relativ unklar, welchen Zweck diese Schiffsfahrten verfolgen sollen, ob sie das Hauptspiel sinnvoll erweitern oder nur eine aufgesetzte Ablenkung sind. Zu Ende des Seegefechts wurde es zumindest mit bekanntem Gameplay aus den alten Spielen vermischt, da Connor sich aufmachte ein feindliches Schiff im Alleingang zu kapern. Dort bekämpfte er die sich recht wenig wehrenden Soldaten mit den üblichen Mitteln wie den versteckten Klingen, aber auch mit dem neuen Tomahawk und einer recht schnell feuernden Pistole. Das Kampfsystem wirkt dabei abseits der neuen Hilfsmittel wie gewohnt, nur merkwürdig wirken noch diverse Feinde in der Ferne, die mit einer Muskete auf den Assassinen zielen, aber partout nicht feuern wollen, obwohl sie freies Schussfeld haben.

Zu Meckern gibt es wiederum nichts am technischen Aspekt der Seeschlachten. Diese werden durchaus beeindruckend inszeniert, da nicht nur dynamische Wellengänge versprochen werden, sondern auch abgeschossene Schiffe spektakulär zu Bruch gehen. Filmreif hören sich auch die brachialen Soundeffekte an, bei der das eigene Deck Schaden nimmt, einem Bruchstücke um die Ohren fliegen und die Seekarren brennend im Meer versinken. Die Menge der dargestellten Schiffe sorgte auch für eine gute Schlachtatmosphäre. Vorgestellt wurde das ganze auf der Wii U, welche aber mit der daneben vorgestellten PS3-Version identisch aussah. Am 31. Oktober soll der dritte Teil der Assassin’s Creed-Reihe im Handel erscheinen.


Diese Monster dürfen nicht an Rayman und Co. herankommen. Ein Job für Murfy!

Ebenfalls zum Ubisoft-Lineup zugehörig ist das neuste Rayman-Spiel, welches als Nachfolger zu Origins exklusiv für die Wii U erscheint. Spielerisch ist es im Kern dem Vorgänger treu geblieben und setzt sich wieder aus einer Mischung von Hüpfen, Schlagen und Rennen in traditioneller 2D-Manier zusammen. Ebenfalls weiterhin vorhanden: Wunderschöne gezeichnete Grafik, toller Sound und eingängliche, einfache Steuerung. Allerdings beließ Ubisoft es nicht bei den alten Stärken des Spiels, sondern versucht sich an diversen neuen Ideen, die sich unter anderem rund um das neue Wii U-Tablet drehen. Wie schon bei ZombiU beim Post E3-Event zuvor konnte Ubisoft hier wunderbar demonstrieren wie sinnvoll sich der zweite Screen für sogenanntes asymmetrisches Gameplay verwenden lässt. Spielt man Legends nicht allein, so wird der Spieler mit dem Tablet zu dem neuen Charakter „Murfy“, ein fliegender, froschartiger Allzweckhelfer. Während der Spieler mit dem normalen ProController eher das Spiel als normales Jump’N Run wahr nimmt, wird sein Mithelfer auf seinem zweiten Bildschirm das Spielgeschehen mitverfolgen können und es durch den Touchscreen andauernd beeinflussen. So verschiebt er Plattformen, hält Gegner fest, wirft sie umher, schneidet Gras oder Seile durch, um versteckte Goodies oder Wege frei zu legen, zieht Brücken hoch und nimmt auf seine Art an den jeweiligen Minispielen teil. Das ganze erweist sich nicht nur als Gimmick, sondern als tatsächliche Herausforderung. An vielen Stellen ist absolutes Teamwork zwischen den beiden Spielerpaaren gefragt, was das ganze angenehm anspruchsvoll gestaltet. So muss Murfy etwa eine Plattform genau in dem richtigen Tempo drehen, sodass Rayman drunter durch laufen kann, aber nach einem Wandlauf auch an der Decke drüber hinwegkommt. Dreht der Mitspieler dabei zu langsam oder zu schnell, wird Rayman von der Plattform zerquetscht oder rennt in die tödlichen Stacheln der selbigen hinein. An weiteren Stellen muss der Tablet-Spieler unzerstörbare Gegner von Rayman fern halten, während dieser vorankommt oder kann sogar den ganzen Raum auf einmal in alle Richtungen drehen, damit sein Mitspieler sicher durch das Labyrinth navigieren kann, ohne dabei in eine der Fallen zu geraten. In jedem Fall begrüßen wir die Kreativität in dem Koop-Modus, welcher nach den bisherigen Erlebnissen einen neuen Standard im 2D-Jump’n Run-Genre setzen könnte.

Auch neu, aber nicht minder interessant sind die neuen Rhythmus-Levels des Spiels. Ähnlich wie in der Truhenjagd in Origins rennt man hierbei ohne Anzuhalten durch das Level durch, wobei aber die musikalische Begleitung den Rhythmus vorgibt, in dem man springen oder schlagen muss. Das Leveldesign gibt zwar optisch ebenfalls ausreichend Hinweise was in welchem Tempo zu tun ist, die Verbindung mit der Musik bleibt nichtsdestotrotz sehr spannend. Dabei konnten wir ein Rock-Lied und eine Orchesterbegleitung erleben, welche sich beide ausgezeichnet zum Levelaufbau ergänzten und der Hüpferei eine besondere Note gaben. Auch der Tablet-Spieler erlebt als Murfy das Rhythmus-Spiel, allerdings auf eine andere Art und Weise. Anstatt zu Springen und Hindernisse aus dem Weg zu schlagen, tippt er diverse Augen an, die sich in der Umgebung öffnen. Dabei sollte er sie erst dann treffen, wenn sie sich voll geöffnet haben, was selbstverständlich wieder im Takt der Musik passiert. Das Spiel wirkte dabei stets so, als sei es rein auf den Koop-Modus ausgerichtet. Ist es denn möglich auch alleine zu spielen? Auf Nachfrage bestätigte man uns das. Wie der Singleplayer Modus aussehen wird, will man noch im Laufe der Zeit preisgeben. Rayman Legends ist jedenfalls bisher äußerst vielversprechend und sollte sich dringend vorgemerkt werden. Genau wie die Wii U hat das Spiel aber noch kein Release-Termin.


Große Plakate präsentierten das Reboot der Maxis-Simulation.

Zum Abschluss des ersten Teils kommen wir noch zu EAs heißerwarteter Stadtbau-Simulation. Mit dem Reboot der Serie bringt Maxis wieder das altbekannte Bau- und Wirtschaftssystem zurück auf die Beine, welches seit 2003 mit keinem offiziellen Nachfolger mehr beglückt wurde. Die Stadt wird nun mit der sogenannten „GlassBox-Engine“ simuliert, anstatt also Animationen wie Straßenstaus aufgrund von Statistiken im Spiel der Stadt anzuzeigen, werden Staus durch tatsächlich zur Arbeit fahrende Sims simuliert. Ähnliches gilt für die Ausbreitung von Feuer, Krankheiten oder Umweltschmutz. Doch abgesehen von der technischen Seite, verriet das kurze Tutorial in der Demo wieder altbekannte Stärken und Tugenden, besonders für jene großen SimCity-Fans, die lange auf einen modernen Ableger verzichten mussten. Das Kontrollieren der Städte ist per Maus sehr einfach und eingängig und zeigt sich deutlich flexibler im Aufbau. So lassen sich Straßen nun auch kurvig anlegen, um seiner Stadt etwas mehr Individualität einzuhauchen. In Straßen eingegrenzte Gebiete passen sich von der Form automatisch an, sodass sie sich mit nur einem Mausklick in Wohn- oder Geschäftsgebiete verwandeln lassen. Besondere Gebäude wie Schulen, Bahnhöfe oder Fabriken orientieren sich bei ihrer Ausrichtung an den Straßen selbst, sodass dem Städtebau eigentlich nichts im Wege steht. Ansonsten herrscht das altbekannte Prinzip: Wer viele Einwohner hat schaltet neue Gebäudetypen frei, kann die Stadt erweitern und zieht mehr Einwohner an. Und diese Spirale muss ein guter Bürgermeister aufrecht erhalten, wobei er gut auf sein Einkommen, Ansehen, Bildungsgrad, Umweltverschmutzung und Naturkatastrophen acht geben muss, die seine Karriere erschweren. Die Demo verriet natürlich nicht, wie sich das Konzept auf langer Hinsicht schlägt, doch die Grundfesten machen bisher einen soliden Eindruck. Bis zur Bürgermeisterwahl dauert es aber noch bis Februar 2013. Erst dann soll SimCity für den PC erscheinen.

Da auch die Gamescom noch nicht vorbei ist, gibt es auch für uns noch kein Ende. Montag dann geht es mit Sony-Titeln weiter und auch das Stealth-Spiel Dishonored von Bethesda wird unter die Lupe genommen.


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