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PlayStation 4 - Alles Wissenswertes über die neue Generation PlayStation

Was kann die neue PlayStation? Was steckt für Technik drin? Was werden wir darauf spielen können? Consolewars bringt alles zur neuen PlayStation auf den Punkt.

Donnerstag, 21. Februar 2013 um 13:18 von HatWolf

Um Mitternacht deutscher Zeit präsentierte Sony offiziell die nächste Generation PlayStation, auf die Videospieler wie bei jeder neuen Hardwareankündigung schon gespannt gewartet haben. Was bietet die PlayStation 4? Was kann sie neues? Welche Spiele werden dafür erscheinen? Consolewars trägt alle wichtigen Informationen für euch zusammen.


Was steckt unter der Haube der PS4? Sony bestätigt die wichtigsten Daten.

Sony verspricht für die PlayStation 4 eine kraftvolle System-Architektur, soziale Integration, intelligente Anpassungsmöglichkeiten und ein erweitertes PlayStation Network mit Cloud-Technologie. Das sind eine Menge Versprechungen, doch was gibt die reine Hardware her? Sony bestätigte hierbei gängige Gerüchte, wenn es um den Aufbau geht. Die ganze Struktur der neuen Konsole basiert auf einem kraftvollen 8-Kern-x86-CPU (AMD Jaguar, 64 Bit), sowie auf einem AMD Radeon-GPU, welcher mit 18 Computing Units auf 1,84 TFLOPS kommt. Das ermöglicht die Berechnung von Tausenden Partikeln gleichzeitig, was in vielen vorgestellten Demos bereits unter Beweis gestellt wurde. Hinzu kommen noch, dass Sony auf eine 8 GByte GDDR5 Unified RAM-Architektur mit einer Durchsatzrate von 176 GBit die Sekunde setzt. Für ein Konsolensystem ist das durchaus ungewöhnlich. Die Größe der Festplatte ist aber wiederum nicht bekannt, so ist es auch nicht unwahrscheinlich, dass die neue PlayStation 4 in unterschiedlichen Preiskategorien mit unterschiedlichen Festplattengrößen erscheint. Genau wie die PlayStation 3 zuvor, wird auch die PlayStation 4 mit einem Blu-ray-Laufwerk ausgestattet sein und BDs mit 6X und DVDs mit 8X abspielen können. Die Konsole, welche selbst noch nicht gezeigt wurde, wird USB-3.0-Anschlüsse bieten, aber auch WLAN, SPDIF, GBit-Ethernet, Bluetooth 2.1, Analog-AV und natürlich einen HDMI-Anschluss. Das Gerücht um die 4K oder Ultra-HD Auflösung wurde hierbei mit keiner Silbe auf der Präsentation erwähnt, man kann also fast davon ausgehen, dass dies nicht der Fall sein wird. Allerdings konzentrierte sich Sony hier auch auf die Spielfunktionen bei der Präsentation. Was die PlayStation 4 an Multimedia-Fähigkeiten besitzt, wird sich auch noch zeigen müssen. Bereits bekannt ist aber, dass Spieler nun wesentlich weniger Zeit mit dem Warten auf Downloads, Patches und Updates verbringen werden. Dank einem speziellen Chip soll all dies im Hintergrund laden und auch gleich installieren. Die Konsole im Standby wird den Hauptspeicher nicht leeren, sodass der Spieler nahtlos sein Spielerlebnis wieder aufnehmen kann, nachdem er die Konsole ausgeschaltet hatte. Auch während dem Spiel wird er verschiedene Anwendungen aufrufen können (wie etwa einen Web Browser), ohne dabei das Spiel unterbrechen zu müssen. Was das neue System hierbei an Strom verbraucht, ist dabei aber noch nicht bekannt.


Der DualShock 4 sollte einem bekannt vorkommen, bietet aber auch neue Funktionen.

Außerdem präsentierte Sony den neuen DualShock 4-Controller, welcher vorher schon in einem Leak gezeigt wurde. Ausgestattet ist er mit einem Six-Axis Sensor, dabei sind 3 Achsen ein Gyrosensor und die anderen 3 ein Akzelerometer, also ein Beschleunigungssensor. Auffällig sind die drei LED-Leuchten an der Stirnseite des neuen Controllers, welche zusätzliche Informationen, wie in etwa niedrige Lebenspunkte während des Spiels, an den Spieler vermitteln können. Auch ein Touchpad ist an der Oberseite angebracht, welches zwei Berührungen gleichzeitig registrieren kann und zudem einen „Klick Mechanismus“ bietet. Die PlayStation 4 wird mit einem Mono Headset ausgeliefert werden, doch der Kopfhöreranschluss auf der Rückseite des DualShock 4 wird auch Stereo Sound unterstützen. Eingebaute Lautsprecher im Controller können aber ebenfalls Töne von sich geben. Ansonsten ähnelt der DualShock 4 dem Vorgängermodel, nur die konkaven Formen der Analogsticks und die neuen Schulterbuttons zeigen eine Entwicklung in der Handhabung. Auch der Start und der Select-Button fallen zugunsten eines neuen „Options“-Button weg. In seinem Durchmesser ist er mit 162mm x 52mm x 98 mm in etwa so groß wie das bekannte Modell (160 mm x 55 mm x 97 mm), dafür aber etwas schwerer. Wog der DualShock 3 noch 192g, bringt der Dualshock 4 mit 210g ein wenig mehr Gewicht auf die Wage. Der neue Controller arbeitet mit einem Bluetooth 2.1+EDR Standard und lässt sich dank zwei Li-lon Batterien mit einer Kapazität von 1000mAh auch an der Konsole wieder aufladen, selbst im Standby-Modus.

Auch neu ist eine stereoskopische Kamera, welche zur Ausrüstung der Konsole nun fest dazugehört, genannt "PlayStation 4 Eye". Sie erinnert dabei an Kinect aus dem Hause Microsoft und soll die Position des Controllers und des Spielers, sowie seine Bewegungen erkennen. Auch Sprache soll es über vier integrierte Mikrofone aufnehmen können. Die Tiefenwahrnehmung kommt auf einen 85 Grad-Winkel bei einem fixiertem F2.0 Fokus. Es kann Bilder im RAW und YUV-Format aufnehmen. Die Kamera kann schon bei 30cm Objekte wahrnehmen, aber auch weit entfernte ohne Probleme. Die 2D Kamera hat eine Auflösung von 1280x800 Pixeln und läuft mit 60 Frames pro Sekunde. Die Auflösung kann halbiert werden, um die Framerate auf 120 fps zu bringen um so auch sehr schnelle Bewegungen zu erkennen. Die Tiefenauflösung wurde aber nicht genannt. Dank einem PS4 spezifischen Anschluss wird man sie aber wohl nicht so leicht an einen Computer anschließen können, dafür dürfte man sich auf der PlayStation 4 nun per Gesichtserkennung einloggen können.

Auch die „Second Screen“-Erfahrung, auf die Nintendo bei der Wii U setzte, kann mit der PlayStation 4 möglich gemacht werden. Unterstützt wird hierbei natürlich die hauseigene PlayStation Vita, aber auch Android Smartphones und Tablets sollen bedient werden. Das „Remote Play“-Feature zwischen PS3 und Vita soll auf der PS4 noch weiter ausgebaut werden. So sollen die meisten PS4-Spiele auch auf der PS Vita gespielt werden können, vermutlich über Streaming oder Cloud-Technologie. Genaue Details dazu sind bisher noch nicht bekannt. Tablets und Smartphones können dank einer PlayStation App als zweiter Bildschirm für zusätzliche Informationen verwendet werden.


Gaikai wird das PlayStation Network um sinnvolle Funktionen erweitern.

Lange wurde vermutet, dass Gaikai und ihr umfassender Streaming-Dienst bei der PlayStation 4 zum Zuge kommt. Das ist in der Tat so. Gaikai wird als fester Bestandteil im PSN integriert werden und so können Demos von PS4-Spielen nun auf Knopfdruck starten - und das ohne sie vorher herunterladen zu müssen. So ließe sich auch ein Katalog von PS1, PS2 und PS3-Titeln abspielen. Direkte Rückwärtskompatibilität mit dem Vorgängersystem hat die PS4 nämlich nicht. Laut Sony soll die Architektur beider Systeme zu unterschiedlich sein, als dass dies noch möglich wäre. Weitere Serviceangebote durch Gaikai werden "Music Unlimited" sein, ein Musik Abo-System basierend auf Cloud-Technologie, sowie "Video Unlimited", was ein ähnliches Angebot mit Video-Formaten ist. Allerdings ist nicht nur Gaikai im Mittelpunkt des Streamings, sondern auch der Spieler selbst. Die PlayStation 4 speichert zu jedem Zeitpunkt die letzten Minuten des aktuellen Spiels, sodass diese Inhalte mit dem neuen „Share“-Knopf direkt via Ustream geteilt werden können. So lässt sich ohne großes Know-How das Spielgeschehen mit Freunden und Bekannten teilen. In einigen Fällen (vermutlich vom aktuellen Spiel und dessen Funktionen abhängig) werden Zuschauer nicht nur passiv mitschauen können, sondern auch aktiv eingreifen und das Spielgeschehen beeinflussen können. So können sie hilfreiche Kommentare geben, wenn der Spieler an einer kniffligen Stelle feststeckt oder ihn mit Heiltränken oder einer speziellen Waffen versorgen können. Konkrete Beispiele wie das vonstatten geht wurden natürlich noch nicht gezeigt oder genannt. Eine größere Kooperation und Integration mit Facebook wurde ebenfalls bestätigt, was das Spielerlebnis in jeder Form und jeder Zeit zu einer sozialeren Spielerfahrung werden lässt. Spieler werden also die letzten Minuten ihrer Spielsitzung abspeichern, benennen und hochladen können, sogar während sie gerade weiterspielen. Auch Screenshots lassen sich so leicht auf Facebook teilen.

Auch die beste Hardware ist nichts ohne ihre Software. Schon jetzt kündigte Sony deshalb eine Reihe von Spielen an, die auf der PlayStation 4 erscheinen sollen. Die größte Überraschung kam aber durch Blizzard selbst, welche das PC Action-Rollenspiel Diablo 3 nun für PlayStation 3 aber auch PlayStation 4 herausbringen will. Ein unerwarteter Schritt, denn gerade Blizzard ist eher dafür bekannt sich auf PC-Spiele zu konzentrieren. Blizzard sprach hierbei von einem „strategischen Bündnis“ mit Sony, allerdings nicht von einer "Exklusivität". Diablo 3 könnte also auch für andere Konsolen erscheinen. Für Exklusivtitel wird aber Sony ohne Frage auch sorgen. In dessen Auftrag entwickelt Cerny ein neues Action-Spiel namens "Knack", welches der altbekannten PlayStation-Reihe "Ratched & Clank" gar nicht unähnlich sieht.

Nachfolger von bekannten Reihen sind "Killzone: Shadow Fall", welches die grafischen Möglichkeiten der PS4 zum Launch demonstrieren könnte, aber auch "inFamous: Second Son" von Entwickler Sucker Punch. In diesem werden gleich mehrere Charaktere mit Superkräften gegen einen futuristischen Überwachsungsstaat kämpfen. Von den Motorstorm-Entwicklern wird "Driveclub" erscheinen. In dieser Rennwagen-Simulation sollen Spieler in Teams gegeneinander antreten können. Jonathan Blow, bekannt für seinen Indie-Hit "Braid", will die PS4 auch vorerst mit einem zeitexklusiven Spiel versorgen und zwar dem Open World-Spiel "The Witness". Bekannte Publisher kündigten sich ebenfalls für die neue Konsole an. So stellte Capcom "Deep Down" vor, welches dem Open World-Rollenspiel Dragon’s Dogma nicht unähnlich sieht, dafür aber einen optisch sehr opulenten Trailer bot. Activision derweil enthüllte das offene Geheimnis, dass Bungies Sci Fi-Shooter-Projekt "Destiny" auch für PS3 und PS4 erscheint. Ubisoft zieht mit "Watch Dogs" gleich, welches nun ebenfalls für die aktuelle und nächste Generation PlayStation erscheint. Von Square Enix sind gleich zwei Spiele für die PS4 in Entwicklung: Final Fantasy 15 und Kingdom Hearts 3. Letzteres scheint sogar exklusiv zu erscheinen.

Die Zukunft sieht ohnehin sehr rosig für die technische Leistung kommender Spiele aus, jedenfalls wenn man nach den Engines geht, die für die PS4 bestätigt wurden. Mark Rein von Epic deutete schon vor einer Weile darauf hin, dass die Unreal Engine 4 nicht mehr auf aktuellen Konsolen laufen könnte. Dies ist wohl auch der Fall. Die PlayStation 4 wird sich dieser Engine nämlich nun annehmen können und ist somit die erste bestätigte Konsole, die Möglichkeit dazu hat. PC-Spieleentwickler werden so ihre Spiele schnell und flexibel auch für die Sony Konsole bringen können. Capcom hat derweil eine eigene Engine für die PS4 vorliegen, welche sie Panta Rhei nennen. Im Trailer zum Projekt "Deep Down" wurde sie bereits verwendet. Besonders stolz ist Capcom somit auf die dynamischen Licht-, Schatten- und Partikeleffekte. Square Enix wiederum präsentierte die bereits vor Monaten bekannte Luminous Engine und bestätigte, dass diese auch auf der PS4 laufen wird.

Die Sorge vieler Spieler war ein bestimmtes Gerücht um die neue Konsolengeneration, laut der sie Gebrauchtspiele sperren würde. Sony selbst ließ sich ein passendes System dafür patentieren. Bei direkter Nachfrage konnte Yoshida diese Sorge aber ausräumen. Der Besitzer einer PS4 würde erwarten, dass er seine Disc überall abspielen könnte, bei sich selbst, bei einem Freund oder bei einer neuen Konsole. Nach einer kurzen Besprechung mit seinem japanischen PR-Berater ließ er sich aber zu einer ganz konkreten Aussage hinreißen. "Gebrauchtspiele können auf der PS4 abgespielt werden". Punkt. Mit so einer Aussage bleibt wenig Raum für Interpretation, gerade aber bei so einem empfindlichen Thema für die Spielerschaft ist dies mehr als beruhigend.

Exklusivspiele der PS4 bisher



- Killzone: Shadow Fall (von Guerrilla Games)
- inFAMOUS Second Son (von Sucker Punch)
- Driveclub (von Evolution Studios)
- Gran Turismo 6 (von Polyphony Digital)
- The Order: 1886 (von Ready at Dawn)
- Deep Down (von Capcom)
- Daylight (von Zombie Studios)
- The Witness (von thatgamecompany)
- Knack (von SCEE)
- Outlast (von Red Barrels)
- Kingdom Hearts 3 (von Square Enix)
- Transistor (von Supergiant Games)


Die PlayStation 4 soll noch Ende des Jahres 2013 auf dem europäischen Markt erscheinen und 399,- Euro/b] kosten.



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