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Der Aufsteh-Effekt...

...Think like a Gamer #5

Dienstag, 03. Juni 2008 um 10:21 von shadowman

Der Aufsteh-Effekt...

...Mutter, nur noch fünf Minuten!



- Der Kampf gegen schwere Augenlider -

Nein, oft erlebt man das nicht, das gebe ich gerne zu. Aber ab und an gibt es sie. Die Spiele die einen nicht mehr loslassen. Wenn man abends schon fast im Halbschlaf noch einen Endgegner herausfordert, die wertvolle Nachtruhe opfert um noch ein paar Level aufzusteigen oder die Mutter auf Knien anfleht, weil man Online noch ein paar Gegner zermürben möchte. Es sind jene Spiele, die eine Faszination ausüben, der man nicht entgehen kann. Einen ekelhaften Suchtfaktor. Und einige Spiele gibt es, die macht man abends aus und schon mit dem ersten wachen Gedanken stellt man die Konsole wieder an. So dass euch das Licht des Fernsehers blendet und ihr die ersten fünf Minuten nicht mal genau wisst, wo oben und unten ist. Und liebt ihr den Effekt nicht auch? Es ist herrlich. Jeder richtige Zocker hat wohl einen kleinen Haufen jener Games, die uns schlechte Noten, Stress mit der Freundin, eine wütende Mutter oder einen zornigen Chef beschert haben. Aber das war es wert.

Das Genre spielt dabei eigentlich keine Rolle. Es sind Strategiespiele oder Ego Shooter, Rollenspiele oder Action Adventures. Völlig egal. Hauptsache man ertappt sich selber dabei, wie die Finger auch ohne Gamepad zucken, schließt am Arbeitsplatz die Augen und sieht nur ein Fadenkreuz, den Level-Up Schirm oder das Raster von Advance Wars. Egal welche Konsole, egal welche Grafik, es kommt nur darauf an das die Welt unterhaltsam genug ist, darin eintauchen zu wollen. Und auch wenn ich dafür von einigen Leuten sicher eins auf den Deckel kriegen werde: World of Warcraft hat jenes edle Gefühl der Sucht, mit kranken und maßlosen Zockern irgendwie vergewaltigt.


- Mehr Gold, mehr Erfahrung, noch ein Kill -

Wann und wo dieser Effekt auftritt, kann man schwer vorherbestimmen. Mal ist es ein Rollenspiel das uns eiskalt erwischt, mal ein Ego Shooter. Tatsache ist aber, dass sich von dem einstigen Offline Phänomen mittlerweile ein Online-Zwilling abgespalten hat. Da fühlt man sich doch tatsächlich abends ein wenig ausgeschlossen wenn kein Platz mehr in der Lobby ist oder die Uhr immer spätere Stunden anzeigt. Da will man sich nicht trennen, möchte nicht ins Bett oder feiern gehen. Da wird das nächste Spiel zum einzigen Lebensinhalt und man kann den Countdownzähler oder das fade Bild der Lobby minutenlang fixieren, ohne dass einem langweilig wird.

Aber auch ohne Breitbandadapter und prall gefüllte Freundeslisten, gibt es zahlreiche Spiele denen man einfach erliegt. Bei mir was das zum Beispiel Secret of Mana, dass ich gleich zweimal bis zum absoluten Finale durchgespielt habe. Damit meine ich gewiss nicht den Drachen am Ende, sondern das Level. Denn nur darum geht es am Ende bei einem Rollenspiel. Ob alle Zauber austrainiert wurden, alle Waffen und Spieler die höchste Stufe erreicht haben und jeder mit der optimalen Ausrüstung bedacht wurde. Während der ganze Aufwand hier relativ wenig Sinn macht, da jeder Gegner mit einem Wimpernschlag das Zeitliche segnet, gibt es Spiele bei denen man tatsächlich am Ende etwas vorweisen kann. Dazu gehören Games aller Art, bei denen man etwas personalisieren kann. Die Farbe des Autos, die Form des Spoilers oder alle original Namen der Fußballspieler. Witzig hierbei: Oft vergeht einem schon relativ schnell die Lust daran, ohne das man aber ans aufhören denkt. Editoren sind diesbezüglich fast schon ein Unwort, denn sie kosten uns wertvollen Schlaf, nur damit man die Forza Gemeinde mit einem tollen Logo auf der Karre beeindrucken kann. Erfolgreiche Level, Designs oder besondere Bemühungen werden von der Community aber gelobt und ab und an erntet man sogar staunende Gesichter - toll.

Doch so wichtig ist die virtuelle Anerkennung gar nicht, es geht mehr um die eigene Begeisterung. Darum geht es zwar immer, oft kann man sich dabei aber selber nicht begreifen. Zwar hatte ich rückblickend Spaß bei Secret of Mana, weiß aber noch ganz genau, wie sehr mich das dämliche Hexenwäldchen angekotzt hat, nur weil ich 200x von Anfang bis Ende durchgelaufen bin. Trotzdem, man steht eine Stunde früher auf, nur um ein paar Level weiter aufzusteigen und überstrapaziert den eigenen Energiehaushalt massivst.

Egal ob es nun um Erfahrungspunkte, mehr Gold oder Kills geht. Diese Spiele sind wahre Perlen und man kann sich glücklich schätzen, wenn man ein derartiges Spiel gefunden hat. Sie tun uns nicht immer gut, aber spenden doch eine so intensive Befriedigung, dass es schwerfällt sie zu beschreiben. Hebt also eure Gläser und stoßt mit mir auf diese Spiele an, Spiele die euch zu Junkies der virtuellen Welt machen.


Sonnige Grüße,

shadow




"Du hast ja vom vielen Spielen schon ganz eckige Augen!" "Ja Mutter..."





Mein Aufsteh-Spiel #1: Secret of Mana. Wobei ich über jene Statuswerte nur lachen kann





Der Forza Editor. Man brauchte zwar 30 Minuten um ihn zu verstehen, dann gings aber ab.





Brannte sich heftigst in mein Hirn: Advance Wars und einige Fortsetzungen.





Kind erlebt den Aufsteh-Effekt




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