Legacy of Kain: Soul Reaver 2 - Review

Legacy of Kain: Soul Reaver 2

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Review
PS2
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In Soul Reaver 2 übernimmt man die Rolle von Raziel, einem ehemaligen Vampirstatthalter Kains, von dem er im ersten Teil verraten und fast vernichtet wurde. Um die Geschichte aber komplett zu verstehen muss man schon ein wenig weiter ausholen, denn die Geschichte von Nosgoth (dem Ort wo alles spielt) erstreckt sich inzwischen über 4 Spiele:
 
Legacy of Kain: Blood Omen
Soul Reaver
Soul Reaver II
Legacy of Kain: Blood Omen II
 
Chronologisch gesehen ist Blood Omen II der erste Teil, dann kommt Blood Omen, anschließend Soul Reaver und Soul Reaver II.
In Blood Omen wurde Kain, der einst ein normaler Mensch war und zum Vampir wurde, vor eine schicksalhafte Frage gestellt: Soll er sich selbst opfern, und damit alle Vampire auf Nosgoth vernichten und damit die Welt retten, oder soll er seinem Egoismus genügen und sich selbst über das Schicksal von Nosgoth stellen und die Welt mit seiner Existenz verdammen? Kain entschied sich für letzteres. Über die Jahrhunderte hinweg baute sich Kain Legionen von Vampiren auf, die die ehemals menschliche Übermacht zur Minderheit verdammte. Natürlich braucht er auch Vertreter für die einzelnen Bereiche von Nosgoths und hier kommt Raziel ins Spiel: Er ist einer der 5 Gefolgsleuten von Kain, die eine übermächtige Stellung in der Vampirhierarchie besaßen. Einen Bruch mit Raziel gab es (und davon erzählt Soul Reaver I), als dieser die „Frechheit“ besaß evolutionär sich schneller weiterzuentwickeln als sein Erzeuger Kain. Für dieses „Verbrechen“ wurde Raziel von Kain in den Abyss verdammt wo er für Jahrhunderte Todesqualen erleiden musste, bis der „Eldergod“ ihn aus seinem Leiden befreite und ihn als seelenverschlingenden Vampir wiedererweckte.
 
Der 2. Teil fängt genau dort an, wo der 1. aufgehört hatte, denn es hatte sich Enttäuschung breit gemacht nachdem bekannt wurde, dass in dem letzten Teil größere Teile des Spieles selbst fehlten und Raziel eigentlich auf eine unkomplette Mission geschickt wurde. Auch das Ende des Spiels in dem Kain im Zeitvortex verschwindet hat viele der Fans aufgeregt.
 
Für dieses Mal hat sich Crystal Dynamics vorgenommen alles wieder gut zu machen und die Spieler für die fehlenden Dinge im ersten Teil zu entschädigen. Am Anfang fällt sofort auf, dass die PS2-DVD eine Bonussektion hat, in der man sich Charakterart des ersten als auch zweiten Teils anschauen kann, darüber hinaus sind auch 3D-Modelle der wichtigsten Figuren des 2. Teils vorhanden. Genial ist auch, dass sowohl der Soundtrack des ersten Teils als auch der des 2. Teils vorhanden ist – wobei man natürlich den kompletten Soundtrack des 2. Teils erst hören kann, wenn man das Spiel durchgespielt hat. Ein besonderes Leckerbissen für den Fan ist, dass Soul Reaver 2 die Intro des 1. Teils mitbringt – und das auch noch in hoher DVD-Qualität.
 
Soul Reaver 2 ist komplett in fünf Sprachen lokalisiert, und wenn man Lust hat, kann man sich Kain und Raziel auch im englischen Original anhören, wodurch die Lippensynchronität der Figuren gewahrt bleibt, die bei deutscher Aussprache manchmal etwas daneben wirkt. Auf jeden Fall ist diese Multilingualität ein dicker Pluspunkt. Auch technisch überzeugt Raziel’s 2. Abenteuer: Grosse gotische Kathedralen und Bauwerke beeindrucken durch ihre Imposanz und vermitteln einem das Gefühl sich wirklich in einer Art Mittelalter zu befinden. Auch die restliche Umgebung wirkt gut. Crystal Dynamics hat sich auch sehr viel Mühe mit dem Schwimmen gegeben, und Nosgoth wirkt durch das Vorhandensein von vielen Kleinigkeiten viel lebendiger als im ersten Teil – was natürlich auch klar ist: Denn in dieser Zeitepoche, in der Raziel gelandet ist, gibt es noch Menschen im Überfluss und die Säulen Nosgoth’s sind noch nicht ganz so verfallen wie im ersten Teil.
Nicht nur grafisch überzeugt der Titel, auch vom Sound her hat der 2. Teil nicht nachgelassen. Athmosphärische Klänge und gute zum Spielgeschehen passende Themen verstärken das Gefühl, sich in Nosgoth zu befinden.
 
Das Spiel wirkt überaus Storylastiger als der erste Teil, denn so viel wie Raziel in diesem Teil mit Nebenfiguren spricht und interagiert, war im ersten Teil auf keine Fall vorhanden. Da hat man sich gefreut wenn es einen kurzen Dialog vor dem Schlagabtausch mit dem Sektionsboss gab. Crystal Dynamics hat sich die Mühe gemacht, die Story um Kain und Raziel komplett auszubauen und die Hintergründe des Verfalls von Nosgoths und der Vampire zu erklären. Dadurch wirken alle Spiele runder und abgeschlossener.
 
Die Rätsel beschränken sich in diesem Teil nicht mehr nur auf Kistenverschieben, sondern der Reaver, der jetzt ja untrennbar mit Raziel verbunden ist und auch immer aktiv ist, egal wie viel Energie man hat, kann verschiedene „Elementarformen“ annehmen und dadurch z.B verschiedenartig versiegelte Türen öffnen. In einem der ersten Rätsel muss man zum Beispiel Spiegel verschieben so das Licht auf einen Obelisken fällt (den man vorher natürlich in die richtige Position schieben muss). Dessen Schatten erzeugt dann eine Schattenbrücke, mit der man über einen Abgrund laufen kann. Manchmal wirken die Rätsel ziemlich schwer, da man nie auf Anhieb auf die Lösung kommt. Dann irrt man lange durch die Gänge herum und probiert dies und jenes bis dann doch etwas klappt. Geduld und Kombinationsgabe sollte man auf jeden Fall mitbringen, denn wird man zu schnell ungeduldig, dann kann einem das Spiel bei den Rätseln gehörig auf den Nerv gehen.
 
Ein Pluspunkt den man Crystal Dynamics anrechnen kann ist die „Dunkle Chronik“ in der alle bisherigen Dialoge aufgezeichnet werden, die von Raziel geführt wurden. Dadurch behält man nach einer längeren Spielpause natürlich den Überblick und weiß die Geschichte noch.
 
Fans der Serie sollten auf jeden Fall zugreifen und die Geschichte Raziel’s weiterverfolgen, andere die keinen Bock mehr auf Ego-Shooter oder Racer haben sollten auch zugreifen. Nur solche Spieler, bei denen die Geduld nicht gerade eine Stärke ist und darüber hinaus keine Lust haben Rätsel zu knacken, sollten das Spiel vorher antesten bevor sie es sich holen oder gänzlich darauf verzichten.
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