Naruto: The Broken Bond - Review

Naruto: The Broken Bond

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Review
360
28
 
erlebt in HDTV (samsung le 40m61b), unterstützt durch Dolby Digital 5.1 Teufel Sound
 
[u]"Endlich wieder Sexy Jutsu"[/u]
 
Wer Rise of a Ninja gespielt hat, weiß ziemlich genau wie der Hase läuft. Denn auch wenn Broken Bond mehr spielbare Charaktere, Minigames und dezent bessere Optik bietet, ist es eher die Handlung die sich vom Vorgänger unterscheidet - nicht das Gameplay. Als Naruto oder einer seiner Kameraden rast ihr durch Konoha Gakure und nehmt einen Auftrag nach dem anderen an. Dabei mischen sich wilde Beat 'em Up Einlagen mit Jump & Run Elementen und kleineren Denkaufgaben und Suchspielchen. Eigentlich eine tolle Mischung - und für Fans ohnehin zu empfehlen - fehlt vielen Spielern auf Dauer ein wenig die Motivation. Die Spielelemente sind nicht abwechslungsreich genug und wirken stellenweise nicht konsequent zu Ende gedacht. Trotzdem bleibt the Broken Bond ein nettes Action Adventure, dem Fans mindestens einen Punkt mehr zusprechen dürfen - und dann ist es schon ein Top Game.
 
 
[u]Handlung_[/u]
 
Lange vergessen sind die Geschehnisse aus dem ersten Teil, in dem Naruto noch ein verstoßenes kleines Kind war. Er und seine Freunde sind gereift und haben schon häufig ihre Ninja Fähigkeiten unter Beweis gestellt. Das Spiel beginnt sehr intensiv und zieht euch sofort in seinen Bann. Naruto Anfänger dürfen definitiv nicht Hand ans Game legen, da euch sonst wichtige Elemente der Serie gespoilert werden. Wie schon im ersten Teil, orientiert sich Broken Bond haargenau am Anime und schafft es euch richtig für die Serie zu begeistern. Ihr durchlebt persönliche Probleme, spürt den Zorn und den Drang der Veränderung einiger Figuren. Naruto überzeugt sogar Einsteiger und macht wirklich Lust, alles über die Serie zu erfahren. Ihr begegnet sehr vielen Charakteren, löst nicht nur eigene sondern auch größere Probleme für das ganze Dorf und werdet von Anfang bis Ende gut unterhalten. Übrigens: Genau hier ist die Handlung am intensivsten. In der Mitte des Spiels flacht alles deutlich ab und man verspürt sogar die Gefahr, den roten Faden zu verlieren. Trotzdem punktet Naruto in Sachen Story - wenn man was mit guten Animes anfangen kann.
 
[u]Optik_[/u]
 
Wer den Direktvergleich nicht wagt, könnte denken, dass sich nicht viel an Naruto verändert hat. Der Vorgänger hatte den gleichen Stil, bot viele Schauplätze schon damals und hatte sehr ähnliche Effekte. Tatsächlich unterscheiden sich die beiden Games nicht sonderlich stark voneinander, was aber kein Grund zur Kritik ist. Der Stil ist mehr oder weniger zeitlos und steht dem Titel erneut hervorragend zu Gesicht. Ihr bekommt eine idyllisch bunte Cel Shading Welt, die die Anime Vorlage gut einfängt. Während viele Objekte in der Nahaufnahme etwas grob und einfach aussehen, entsteht aus der Distanz ein traumhaftes Ambiente, egal ob man sich jetzt mit netten und rasanten Kombos durch den Ring prügelt oder mit Vollgas über grasbewachsene Landschaften düst. Der Stil der Serie wird gewahrt und die Atmosphäre ist ebenfalls vollends gelungen. Auf Dauer fehlt - wie beim Vorgänger - aber etwas Abwechslung und stellenweise wirken die Areale ein wenig leer oder einfach. Trotzdem erfreuen sich Fans und Einsteiger am hübschen Look des Spiels.
 
 
[u]Akustik_[/u]
 
Nicht nur die Optik kommt euch bekannt vor, auch der Sound lässt Erinnerungen an Rise of a Ninja wach werden. Viele Tracks und auch die meisten Effekte gab es schon im Vorgänger auf die Ohren. Das ist keine schlechte Sache, da andere Effekte auch keinen Sinn gemacht hätten. Alte Schwächen wurden aber leider auch übernommen. So gibt es Passagen mit recht kurzen Soundschleifen, die euch dann rasch auf die Nerven gehen. Ansonsten ist die Musik stets passend und atmosphärisch. Diesmal direkt mit an Bord, ist die japanische Sprachausgabe, was Fans natürlich riesig freuen dürfte. Ansonsten lauscht ihr den ebenfalls ganz guten englischen Sprechern.
 
[u]Ladezeiten_[/u]
 
Durchschnitt
 
[u]Extras_[/u]
 
Keine
 
[u]Spielgefühl_[/u]
 
Naruto ist ein wahres Multitalent: Er rennt, springt, klettert, kämpft und rätselt sich durchs Leben und hat schon bei Rise of a Ninja - das war der direkte Xbox 360 Vorgänger - gezeigt was in ihm steckt. Auch etwa ein Jahr später ist Naruto der Hauptdarsteller eines wild gemixten Spiels, da sich Jump & Run, Beat 'em Up und Suchaufgaben tatsächlich abwechseln und euch bei der Stange halten wollen. Leider ist das Spiel dafür erneut einen Hauch zu einfach und hat mittendrin ein paar Motivationshänger. Ubisoft hat aber auch viele Neuerungen mit ins Spiel eingebaut, die insgesamt dafür sorgen, dass the Broken Bond seinen Vorgänger mit einem ganzen Punkt übertrumpft.
 
Das Siel beginnt zwar mit einem Tutorial, allerdings einem ziemlich intensiven. Verraten worum genau es geht wollen wir euch an dieser Stelle nicht, der komplette Auftakt ist aber ziemlich beeindruckend und man kann sagen, dass Naruto quasi mit einem großen Knall beginnt. Vielleicht erklärt das auch die spätere Motivationsflaute. Aber soweit sind wir noch nicht. Während ihr euch noch in Erinnerung ruft, welche Taste zum Angreifen und welche zum Abwehren da war, drescht euer Gegenüber kräftig auf euch ein und raubt euch große Teile der Energieleiste. Die Kämpfe, die genau so ablaufen wie bei allen gängigen Beat 'em Ups, nehmen einen Großteil des Spiels ein. Egal ob Bosskampf, ein Duell unter Freunden oder der tägliche Fight gegen Diebe und gegnerische Clans, die Zweikämpfe machen Laune. Mit unkomplizierten Tastenkombinationen verpasst ihr dem Gegner schwere Treffer, ladet damit eure Wutanzeige auf und bereitet euch auf den Einsatz eurer Jutsus vor. Ihr könnt Schläge natürlich abwehren, mit guten Reflexen aber auch ausweichen und dem Widersacher ins Kreuz fallen. Die Jutsus sind eure Spezialfähigkeiten, von denen jede Figur ganz eigene hat. Naruto ruft seine Schattendoppelgänger oder verwirrt den Feind mit einem sexy Jutsu, Choji wird zum rollenden Fleischpanzer und Neji zeigt euch die Kraft seiner 64 Hände. Die Jutsus sind das Sahnehäubchen der Kämpfe, man perfektioniert seine Angriffe, braucht genügend Zeit und jedes Jutsu wird anders ausgeführt. Erwischt ein fliehendes Ziel, hämmert auf verschiedene Tasten, merkt euch eine eigens ausgedachte Tastenkombi und erlebt dann, wir dem Feind die Lebenslichter ausgeblasen werden. Leider sind die Kämpfe trotzdem nicht so spaßig wie man jetzt vielleicht denken mag. Der Schwierigkeitsgrad macht das Kampfgeschehen entweder zu langweilig und einfach, oder aber ziemlich schwer und frustrierend.
 
 
Wenn Naruto und seine Freunde nicht in der Arena sind, laufen Sie durch verschiedene Dörfer und deren Umgebung. Diesmal schlüpft ihr sehr oft in die Haut anderer Figuren, wie Neji, Shikamaru oder Sasuke. Alle Figuren können auch bei der Erkundung der Umgebung ihre Jutsus anwenden, wobei diese natürlich an speziellen Stellen benötigt werden. Fehlt die Brücke? Naruto schafft Abhilfe. Muss ein geheimer Schalter aktiviert werden? Die Schattenhand hilft euch. Und wenn man Fallen im Weg sind, aktiviert Kiba einfach seine tierischen Instinkte. Das Zusammenspiel ist sinnvoll und klever, überzeugt aber trotzdem nicht auf Dauer. Es ist einfach zu simpel gehalten, die Umgebung ist nicht komplex genug und schnell weiß man was zu tun ist. Selten muss man sein Team auch aufteilen, dann aktiviert man Druckplatten und Schalter. Warum übrigens zwischen den Dörfern so viele Fallen platziert wurden, haben wir nicht verstanden. Vielerorts schnellen Messer und Klingen aus dem Boden nach oben, während direkt dahinter seelenruhig ein Arbeiter Holz hackt. Wer den Boden verlassen will, kommt bei den Ninja-Baum-Sequenzen voll auf seine Kosten. Hier springt ihr von Ast zu Ast, achtet dabei auf Timing, Reflexe und gefährliche Sprünge. Kennt man auch aus dem Vorgänger, macht aber erneut viel Spaß - auch wenn man sich richtig ärgert, sollte man mal die falsche Astsequenz erwischt haben.
 
Neu hinzugekommen sind Minispiele die ihr in Tanzaku spielen könnt. Werft Ninja Sterne oder erschlagt Schlangen und tobt euch ein wenig aus. Das alles fügt sich toll in das Gesamtbild des Action Adventures ein. Naruto: the Broken Bond ist einfach ein sehr gutes Spiel. Aber trotzdem fehlt etwas, ohne das wir mit dem Finger darauf zeigen könnten. Ihr könnt Gegenstände kaufen, beim Angeln den dicksten Fisch fangen, Naruto im Spielverlauf upgraden und verbessern, seid lange auf der Suche nach Goldmünzen oder macht eure Mitmenschen auf andere Art und Weise glücklich. Trotzdem ist das Spiel noch immer kein Superhit. Sollte noch ein dritter Teil kommen, wird dieser unter Garantie weiter verbessert. Naruto ist jedenfalls auf allerbestem Wege zu einem Spitzenspiel zu reifen. Für richtige Fans ist der Titel, wie schon der Vorgänger, ein Pflichtkauf.
 
[u]Mehrspieler_[/u]
 
Das Spiel besteht zum großen Teil aus Kampfeinlagen und Duellen, weshalb sich ein Multiplayer selbstverständlich anbietet. Egal ob On- oder Offline, mit Naruto, Choji und Co. lasst ihr die Fäuste fliegen, weicht gefährlichen Jutsus aus und stellt fest, dass man wirklich Übung und vor allem einen Lieblingscharakter braucht. Wer die Jutsus und Kombos nicht im Schlaf beherrscht, wird meist überraschend konsequent aus dem Ring gefegt. Besonders bei den Turnieren (was Ranglistenspielen entspricht), kennen die Gegner oft keine Gnade, zumal euch das Spiel oft gegen deutlich bessere Widersacher in den Kampf schickt. Naruto macht trotzdem Laune, zumal man verschiedene Ränge "freispielt" und vom Schüler zu Ge-Nin werden kann. Wirklich vieler Worte bedarf der Mehrspieler aber nicht.
 
[u]Erfolgschancen_[/u]
 
Ubisoft hat gut daran getan, nicht mehr ganz so viele Online Erfolge einzubauen. Zwar müsst ihr immer noch massig viele Spiele gewinnen um den höchsten Rang zu erreichen, auch Solospieler kommen mit ein bisschen Mühe aber über 500 Punkte. Viele davon bekommt man erst gegen Ende des Spiels, worüber man sich dann aber fast doppelt freut. Erneut müsst ihr Wettrennen gewinnen, Dorfbewohner glücklich machen und vor allem Münzen aufspüren. Über 1500 Stück sind in der Landschaft versteckt, was trotz Karte zum etwas nervigen Suchspiel mutiert. Investieren muss man auf jeden Fall wesentlich mehr Zeit, als man zum eigentlichen Durchspielen benötigt und sollte wenigstens 20 Stunden seiner Zeit einplanen.
 
 
VOID

Fazit

Pro
 
Contra
 
shadowman
Mir macht Naruto wieder viel Spaß. Schon der erste Teil hat mir gut gefallen und die Fortsetzung ist im Detail sinnvoll verbessert worden. Wie im Test bereits erwähnt, fehlt aber irgendetwas, was euch wirklich ins Staunen versetzt. Fans sollten ja ohnehin bereits zugeschlagen haben, ansonsten ist das hier euer perfektes Weihnachtsgeschenk.

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