Soul Calibur Legends - Review

Soul Calibur Legends

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Review
WII
31
Soul Calibur Legends Review
 
Soul Calibur ist bereits seit dem ersten Teil ein Kampfspiel der besonderen Art. Der Titel verbirgt eine spannende Saga, in der es sich um zwei ganz magische Schwerter dreht. Ein böses Schwert (Soul Edge) und ein gutes Schwert (Soul Calibur) halten das Gleichgewicht auf der Welt und bilden den gegenseitigen Pol zueinander. In jedem neuen Teil der Soul Calibur Reihe wurde immer wieder der Kampf zwischen Gut und Böse erzählt. Viele Geschehnisse, die weit vor der Story der Beat'em'Up Serie angesiedelt sind, wurden zu einer Legende. Genau hier schlägt nun Soul Calibur Legends für Wii ein. Namco hat sich dazu entschlossen mit dieser Episode den Fans den Beginn der Saga näher zu bringen und alle Frage zu beantworten.
 
Die Wii als Plattform, hat die Entwickler dazu beflügelt etwas völlig Neues zu wagen. Anstatt ein ganz klassisches Beat'em' Up zu erschaffen, nutzt man die Möglichkeiten, die sich mit der Wii-Steuerung bieten. Das Konzept hinter "Legends" klingt sehr verheißungsvoll. In der Rolle des jungen Siegfried erlebt man in einem Action-Adventure die Geschichte rund um die mächtigen Schwerter. Ihm zur Seite stehen die beliebtesten Charaktere der Serie. Eine etablierte Serie so zu verändern, ist ein hoher Einsatz, bei dem man hoch gewinnen, aber auch hoch verlieren kann.
 
Eine Legende
 
In der Rolle des noch sehr jungen Siegfried startet man den Quest-Modus, der auch gleichzeitig den Hauptbestandteil des Spiels darstellt. Wie in allen Episoden der Serie stehen die zwei gegensätzlichen Schwert Soul Edge und Soul Calibur im Mittelpunkt des Geschehens. Soul Calibur wird zu Beginn der Quest als Werkzeug eines bösen Herrschers genutzt, um die Welt zu unterwerfen. Es liegt nun an Siegfried mit Hilfe des Schwertes der bösen Seele, diesen Feind aufzuhalten. Allerdings ist Soul Edge nicht im Besitz seiner vollen Macht. Es gilt nun nun sich auf den Weg in alle Himmelsrichtungen zu begeben, um die verschollenen Fragmente der dunklen Waffe ausfindig zu machen und dem Schwert seine große Macht wieder zu verleihen.
 
Ein sehr stilvoll gestaltetes Intro begrüßt euch zum Spiel. In einer wunderbaren Zeichentrick-Animation wird bereits vor dem Spiel eine richtig gute Stimmung erzeugt, die gerade Fans der Serie besonders zu schätzen wissen. Danach geht es direkt zum Titelbildschirm, welcher mit nüchternen drei Optionen aufwarten kann. Hier hätten wir den bereits erwähnten Quest-Modus, einen Multiplayer und die allgemeinen Optionen für verschiedene Spieleinstellungen.
 
Das große Abenteuer erwartet euch hinter dem Quest-Modus. Bekanntermaßen kämpft man in Soul Calibur mit Waffen und diese bilden in der Wii-Version natürlich Nunchuck und Wii-Mote. Grundsätzlich gibt es im Quest-Modus nur wenige Regeln. Die wichtigste lautet "Draufhauen". Die Bewegungserkennung in diesem Spiel funktioniert prinzipiell sehr gut. Mit der Wii-Mote schwingt man sein Schwert. Eine horizontale Bewegung, hat auch einen horizontalen Hieb zur Folge. Stiche und Schläge funktionieren ebenfalls sehr präzise. Die B-Taste der Wii-Mote nutzt man zum Springen. Im Sprung können auch Bewegungen mit der Wii-Mote ausgeführt werden, so dass Siegfried beispielsweise einen vernichtenden Schlag aus der Luft ausführen kann. Mit dem Analog-Stick des Nunchuck bewegt man seine Figur. Allerdings nutzt Soul Calibur Legends auch die Bewegungssensoren des kleinen Nunchucks. Durch Bewegungen in alle Richtungen kann eure Figur gegnerischen Angriffen mit kleinen Sidesteps ausweichen. Ein wichtiger Bestandteil des Soul Calibur Legends- Kampfsystems verbirgt sich noch hinter der C-Taste des Nunchucks. Im Spiel besitzt man eine Lebensgeist-Anzeige. Ist diese gefüllt, so ist man im Stande mit Hilfe der C-Taste Lebensgeist-Angriffe zu aktivieren. Diese Attacken sind deutlich kraftvoller. Übrigens kann man diese Angriffe auch variieren. Hier ist die Bewegung der Wii-Mote ausschlaggebend.
 
Nimm das Schwert selbst in die Hand
 
Eine präzise Steuerung und die damit verbundenen Möglichkeiten fruchten aber nur in großen Spielspaß, wenn die Gegner mitspielen. Leider aber sind diese sehr einfach gestrickt und können dem recht komplexen Gameplay nicht gerecht werden. Es macht also keinen großen Unterschied, ob man die Möglichkeiten mit den verschiedenen Angriffen und Ausweichmöglichkeiten nutzt oder einfach durch wilde Bewegungen der Wii-Mote und des Nunchucks unwillkürlich drauf haut. Gekonntes Timing und Ausweichmanöver werden bei der schwachen KI einfach nicht gefordert. Erschwerend kommt hinzu, dass die schlecht agierenden Gegner sich auch ständig wiederholen und in ihren Angriffsmustern kaum unterscheiden. Gefühlt gibt es tatsächlich nur eine handvoll verschiedener Gegnertypen. Egal in welchem Teil der Welt man sich aufhält, man begegnet immer wieder den selben Figuren. Dadurch stellt sich auch schnell die Ernüchterung ein. Man kommt mit den immer selben Bewegungen schnell zum Ziel. Diese monotone Spielweise macht sich dann auch schnell körperlich bemerkbar. Zwar reichen auch ganz leichte Bewegungen mit der Wii-Mote, doch eine lange Soul Calibur Legends-Session macht die Arme müde.
 
Passend zur Spielsteuerung gestaltet sich auch das komplette Leveldesign. Der Spielablauf ist schlicht und ergreifend langweilig und bietet kaum Abwechslung. Eine Mission in Soul Calibur Legends hat immer den selben Aufbau, lediglich das Szenario wechselt. Durchschnittlich dauert eine Mission in Soul Calibur Legends rund zehn Minuten. Zwar darf man sich innerhalb der Welten frei bewegen, doch leider sind euch überall Grenzen auferlegt. In engen Korridoren bleibt dem Spieler nur der Weg nach vorne. Es gibt also praktisch keine Möglichkeit sich zu verlaufen. Die gradlinigen Wege sind darüber hinaus auch optisch sehr dröge. Alle Flure und Wege gleichen sich und sind nur mit detailarmen und schwammigen Texturen versehen. Insgesamt gibt es neun verschiedene Szenarien im Quest-Modus. Diese muss man immer wieder aufsuchen und neue "Missionen" erledigen. In jeder neuen Mission gibt es neue Abschnitte. Aufgrund der bereits aufgeführten Gründe bekommt man beim Spielen aber nie das Gefühl einen neuen Bereich aufzusuchen.
 
Ist man dem Spiel wohlgesinnt, so könnte man das Leveldesign als klassisch bezeichnen. Wie in einem typischen Beat'em'Up a la Golden Axe oder Double Dragon bewegt man sich ein Stückchen vor, muss eine Horde Gegner besiegen und darf dann seinen Weg fortsetzten. Abwechslung gibt es nur in Form von nervigen Fallen. Beispielsweise bewegt man sich in den Bergen der Pyrenäen durch enge Gänge, die sonderbarerweise heiße Dämpfe ausspucken. Diese sind nicht nur optisch schwach, sondern erwarten euch immer wieder als böses Highlight des Levels. Aus dem Boden kommen Spieße und aus der Wand werden Pfeile auf den Spieler gefeuert. Besonders einfallsreich waren die Entwickler hier wirklich nicht. Richtig absurd wird es, wenn aus dem Nichts plötzlich riesige Steinkugeln auf euch zukommen. Zwar ist es im Prinzip leicht diesen auszuweichen, doch leider schaltet sich da die zähe Kamera ins Spiel. Diese richtet sich generell hinter der Spielfigur aus. Tritt man in neue Bereiche, so kann man gar nicht erkennen, was euch hinter der nächsten Ecke erwartet. Die gebotenen Rätsel des Spiels sind eigentlich keine Erwähnung wert. Der Vollständigkeit halber sei aber gesagt, dass diese sich auf dem niedrigsten Niveau befinden. Man löst beispielsweise einen Schalter aus, der an anderer Stelle einen Weg öffnet.
 
Vor einer jeden Mission darf man zwischen den Charakteren, die sich im Laufe der Reise euch anschließen, wählen. Insgesamt kann man in der Regel immer zwei Personen mitnehmen. Als großes Highlight der Charaktere erwartet euch Lloyd aus Tales of Symphonia in einer Gastrolle. Leider hat er aber alle Gemeinsamkeiten seiner Soul Calibur Figuren übernommen. Es macht kaum einen Unterschied mit welcher Figur man sich in die Mission begibt. Spielerisch fühlt sich alles gleich an. Man darf übrigens durch Drücken der B- und C-Taste zu jedem Zeitpunkt zwischen seinen Figuren wechseln.
 
Der Multiplayer war schon immer die große Stärke Soul Caliburs...
 
Leider trifft diese Teilüberschrift aber nicht auf Soul Calibur Legends zu. Im Singleplayer schaltet man neue Charaktere und neue Waffen frei. Mit dem Fortschritt im Quest-Modus, eröffnen sich gleichzeitig mehr Möglichkeiten im Multiplayer. Die bereits absolvierten Abenteuer, können dann auch im Co-Op zu zweit gespielt werden. Der Bildschirm wird dabei vertikal geteilt (was übrigens bei jedem Modus im Mulitplayer passiert). Der Vorteil zu zweit die Kampagnen zu erledigen liegt einfach darin, dass man die Massen an ständig wiederholenden Gegnern schneller beseitigen kann. Ein langweiliges Spiel kann dadurch aber leider nicht besonders aufgewertet werden. Die zweite Variante des Multiplayers lautet "Wettkampf". In diesem Modus spielen zwei Spieler ebenfalls eine Quest. Allerdings stehen sie hier in Konkurrenz. Es geht um Punkte, Zeit und ähnliche Faktoren. Besonders viel Spaß macht das Ganze nicht, da es wie das gesamte Spiel aufgebaut ist und keine großen Veränderungen mit sich bringt. Gleiches gilt auch für den dritten und letzten Modus: Gegen. Hier kann man einfache Kämpfe mit einem menschlichen Mitspieler abhalten. Wer hier ein Soul Calibur in bester Tradition erwartet, wird spätestens bei der Splittscreen-Darstellung erkennen, dass es sich doch nur um die Legends-Variante handelt.
 
Positiv:
 
+ gute Bewegungserkennung
+ Llyod aus Tales of Symphonia in einer Gastrolle
+ simple und schnell erlernbare Steuerung
+ Zwei-Spieler Modus
 
Negativ:
 
- langweiliges Leveldesign
- schwache Story
- immer wieder die selben langweiligen Gegner
- kaum Abwechslung
 
 
VOID

Fazit

Pro
 
Contra
 
Becks
Soul Calibur Legends geht in die Geschichte als große Legende ein. Leider aber als negatives Beispiel für schlechtes Leveldesign und liebloses Gameplay. Man wiederholt immer wieder die selben Abläufe, begibt sich in immer gleich wirkende Szenarien und schwingt bis zur Ermüdung die Wii-Mote. Wirklich schade, denn das eigentliche Konzept hinter Soul Calibur Legends klang bei der Ankündigung sehr gut. Die hohe Qualität, die alle Soul Calibur Spiele eigentlich besitzen, ist bei diesem Spiel aber völlig vorbeigegangen.

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