Marvel: Ultimate Alliance - Review

Marvel: Ultimate Alliance

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Review
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erlebt in HDTV (samsung le 40m61b), unterstützt durch Dolby Digital 5.1 Teufel Sound
 
[u]"Zusammen sind wir stark"[/u]
 
Das geniale Intro zeigt euch direkt wo es bei Marvel lang geht. Wenn Captain America, Spiderman, Wolverine und der mächtige Thor zusammen in den Kampf ziehen, dann hat das etwas Faszinierendes an sich. Für die ultimative Allianz tun sich sämtliche Helden der Marvel Comics zusammen und kämpfen gegen den ebenfalls frisch aufgestellten Verbund des Bösen. So genial wie das Intro ist das Spiel dann aber leider nicht. Mit bis zu drei Freunden stürmt ihr aus der Vogelperspektive durch mit Gegnern vollgestopfte Dungeons und stoppt nach und nach die fiesen Finsterlinge. Dabei sammelt ihr Erfahrung, Gold, schaltet neue Helden frei, besiegt End- und Zwischengegner, jede Menge Feindvolk und hämmert wie verrückt auf euer Gamepad. Tatsächlich könnte man dem Spiel einen gewissen Stumpfsinn nachsagen, was aber auf viele Hack & Slays zutrifft. Wer also weiß auf was er sich einlässt, kann mit dem einfachen und nicht durchweg überzeugenden Spiel, das in Deutschland nie erschienen ist, trotzdem seinen Spaß haben - vor allem als Marvel-Fan.
 
 
[u]Handlung_[/u]
 
Dr. Doom ist zurück! Mit einem Angriff auf den Raumgleiter von Nick Fury startet er einen Krieg, der das Leben aller Menschen bedroht. Der Bösewicht hat sämtliche Schurken mit Rang und Namen zusammengetrommelt und daraus die Masters of Evil gemacht. Klingt zwar kitschig, ist leider aber auch extrem gefährlich. Doch die Schurken haben die Rechnung ohne die üppige Heldenriege dieser Welt gemacht. Spiderman, Blade, Nightcrawler, Dr. Strange, Thor, Wolverine, Ghostrider und Ms. Marvel, um nur mal einige zu nennen, sehen nämlich nicht tatenlos zu wie die Welt versklavt werden soll. Erfreulicherweise gibt es viele toll gemachte Zwischensequenzen und einen ganzen Batzen Dialoge. Die sind vor allem für Marvel Fans interessant, ins Spiel passen sie ohnehin ausgezeichnet.
 
[u]Optik_[/u]
 
Wie bereits erwähnt, haben euch die Zwischensequenzen schon einiges zu bieten. Schick und qualitativ, vor allem aber stimmig. Das kann man vom Rest des Spiels nicht zu jeder Zeit behaupten. Leider ruckelt es sehr, sehr häufig und dann auch über längere Zeit, einige Level passen außerdem nicht recht ins Spiel. Dafür gibt es wenigstens viel Abwechslung: Interplanetarische Raumfrachter, Eislandschaften ein abgedrehter Vergnügungspark oder Waldlevel, die Bösewichte locken euch in die unterschiedlichsten Welten, was wie gesagt nicht immer wirklich passt, aber trotzdem Laune macht.
Aus der Vogelperspektive schlachtet ihr euch nun mittelprächtig animiert durch Gegnerhorden und bekommt dabei immerhin ein paar nette Effekte zu sehen. Auch die Texturen sehen zu weiten Teilen wirklich gut aus, selbst wenn man näher ans Spielgeschehen heranzoomt. Alles in allem beschreiben die Screenshots das Spiel schon ziemlich gut, jeder wird wohl in etwa einschätzen können, was einen bei Marvel: Ultimate Alliance erwartet - der Durchschnitt.
 
 
[u]Akustik_[/u]
 
Da der Titel in Deutschland gar nicht auf den Markt gekommen ist, gibt es natürlich nur englische Sprachausgabe. Die klingt wie erwartet: Etwas überzogen, aber durchaus spaßig. Wenn Spiderman ironische Sprüche klopft oder Nick Fury euch mit tiefer Stimme (immerhin hat er eine Zigarre im Mund) in die anstehende Mission einweist, dann hört man gerne zu. Die Musik ist durchwachsen, meist fällt sie kaum auf, dann auf einmal bemerkt man aber tolle Melodien und stimmige Tracks, die von den Effekten dann wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden. Tatsächlich gibt es einige Feinde, die dank stets gleicher Attacken, recht schnell zu nerven beginnen. Das alles fügt sich zu einer, ihr ahnt es schon, durchschnittlichen Soundkulisse zusammen, die euch gut unterhält, aber nicht unbedingt dazu bringt das 5.1 System zu bemühen.
 
[u]Ladezeiten_[/u]
 
Ja, die Unterbrechungen sind weder schick verpackt, noch sind sie besonders schnell vorbei. Wie bei der gesamten Technik bekommen sie deshalb das Prädikat: Durchschnitt.
 
[u]Extras_[/u]
 
Haltet die Augen offen und findet so unter anderem Sketch-Books, mit denen ihr Bonusinhalte freischalten könnt. An sogenannten "Review-Terminals" könnt ihr das Bonusmaterial jetzt durschtöbern, was Freunden der bunten Heldentruppe am meisten Freude bereitet. Weitere Besonderheiten? Ultimate Alliance erschien nie in Deutschland, ist überall sonst aber sogar in einer Gold-Edition zu haben, bei der die Downloadbaren Inhalte bereits mit an Bord sind.
 
[u]Spielgefühl_[/u]
 
Was haben klebrige Spinnenfasern, ein patriotischer Muskelprotz, Wolverine und ein mächtiger Hammer gemeinsam? Richtig, sie kämpfen für das Gute. Für den ultimativen Kampf von Licht gegen Schatten, tun sich kurzerhand alle Superhelden der Marvel Comics zusammen, stehen aber einer Armada aus Superschurken gegenüber, die wild entschlossen in den Kampf zieht. Allein das dürfte für viele ein großer Anreiz sein und tatsächlich zeigen sich auch Leute begeistert, die sich nicht unbedingt mit den Abenteuern von DareDevil oder Ghostrider auskennen. Von Anfang an haftet dem Spiel eine besondere Atmosphäre an, so als würde man quasi fühlen wie groß die böse Übermacht ist, so dass sich selbst der zickige Spiderman der Heldenriege anschließt.
 
Die Marvel Krieger dürft ihr übrigens die gesamte Zeit über aus der Vogelperspektive beobachten. Denn das Videospiel ist ein Hack & Slay der klassischen Variante, bei dem ihr euch, wild auf die Knöpfchen drückend, durch verschiedene Dungeons schlagt und am Ende einen Obermotz aus dem Weg räumt. Die Feinde sind folglich strunzdumm, greifen euch aber immer in großen Mengen an und haben es am liebsten wenn ihr umzingelt seid. Doch weit gefehlt, kräftig teilt ihr eurerseits Hiebe und Tritte aus und aktiviert, je nach Held, auch noch eure Spezialfähigkeiten. Ob die Invisible Woman nun ihrem Namen alle Ehre macht, Wolverine mit ein paar derben Slashes den Feind auseinandernimmt oder der Hulk sein Tier im Manne rauslässt. Das alles passt gut ins Spiel und alleine fühlt man sich auch nicht. An eurer Seite sind stets drei CPU Kämpfer, die alles in allem häufiger im Weg rumstehen als Probleme zu lösen, aber trotzdem gut ins Game passen. Habt ihr mal Zeit die Umgebung ein wenig zu sondieren, entdeckt ihr Upgrades und Geheimnisse. Eure Figuren steigen natürlich im Level auf, ihr könnt verschiedene Fähigkeiten verbessern und erweitern, ihnen außerdem andere Klamotten anziehen. Das alles bringt, wie bei jedem Spiel mit RPG Elementen, Vor- und Nachteile mit sich. Jeder etwas größere Zwischengegner hinterlässt euch außerdem bestimmte Items, die ebenfalls eure Angriffskraft steigern können oder eure Gesundheit schneller regenerieren lassen. Leider ist aber auch das größte Heldeninventar irgendwann voll.
 
Müssen wir euch überhaupt noch weitere Details zum Gameplay geben? Wer einmal ein Hack & Slay gespielt hat, kann sich wirklich ziemlich genau vorstellen was man bei Ultimate Alliance zu tun hat. Allerdings sind die Level oft eher eng und geradlinig, dann aber wieder verwirrend und unübersichtlich. Viele Türen erkennt man nicht auf den ersten Blick, manchmal zeigt einem die Karte den richtigen Weg, manchmal nicht. Trotz der Abwechslung innerhalb der Level, langweilt sich man ab einem gewissen Zeitpunkt. Die Kombos sind schnell nichts Neues mehr, das Herumwerfen der Gegner macht nur bedingt Laune und der Ablauf ist immer gleich. Trotzdem gibt es hin und wieder kleinere Überraschungen, wie der hervorragend gelungene Vergnügungspark oder andere Spielereien. Rätsel werden euch selten serviert, meist geht es um Kisten oder Schalter.
 
 
Bevor ihr denkt das wars jetzt schon, verweisen wir nochmal auf den Mehrspieler, für den das Spiel offensichtlich auch gedacht ist. Außerdem können Marvel Fans in einem sehr trocken präsentierten Quiz zeigen, ob sie wirklich viel Ahnung haben. Netter Bonus, ebenso wie die Comic Missionen, bei denen man gegen knallharte Gegner kämpft, ein Zeitlimit vor Augen hat und bestimmte Aufgaben erfüllen muss. Schaltet neue Gegenstände und Goldmedaillen frei. Beschäftigt ist man schon eine Zeit lang mit dem Game. Fans spielen die Level freudig erneut und Leveln sich auf, schalten die anfangs gesperrten Figuren frei oder probieren sich am harten Schwierigkeitsgrad. Speichern kann man bei Ultimate Alliance an sogenannten Extract-Points. Dort könnt ihr auch jederzeit das Team wechseln, euch also neue Kräfte an Bord holen, oder Kameraden wiederbeleben. Nach ihrem virtuellen Ableben dauert es aber immer ein paar Minuten bis sie wieder verfügbar sind. Alles in allem ist Ultimate Alliance ein Spiel mit grundsätzlich toller Atmosphäre, ein heißer Kandidat für Marvel- und Mehrspieler Fans, bietet unterm Strich aber nicht genug um euch fürstlich zu unterhalten. Fans dürfen für das umfangreiche Rahmenprogramm und die unvergleichliche Marvel Atmosphäre übrigens mindestens einen Punkt addieren.
 
[u]Mehrspieler_[/u]
 
Ein Mehrspieler drängt sich bei derlei Spielen natürlich mehr als auf. Schon im Einzelspieler hat man drei CPU gesteuerte Figuren an seiner Seite, die sich natürlich ausgezeichnet durch menschliche Mitspieler ersetzen lassen. Egal ob Online oder Offline! Leider sind die Lobbys mittlerweile ziemlich leergefegt und man muss schon in Internetforen nach Spielpartnern suchen. Dann ist das Spielvergnügen allerdings ungetrübt und gemeinsam sammelt man Gold, besiegt Horden aus Gegnern und meistert auch den hohen Schwierigkeitsgrad. Obwohl dieser Textabschnitt jetzt auch schon zu Ende ist, ist Ultimate Alliance natürlich für mehrere Spieler gedacht, am Gameplay ändert sich trotzdem nichts.
 
[u]Erfolgschancen_[/u]
 
Werfen, Prügeln, Spielen! Beherzigt diesen Ratschlag und füllt nach einigen Stunden euer Gamerscore Konto auf. Allein für das Besiegen sämtlicher Zwischen- und Endgegner gibt es reichlich Erfolge, dazu gesellen sich noch einige Achievements für angewendete Finishing Moves, dass Freischalten weiterer Helden und natürlich das Besiegen von insgesamt satten 4000 Gegnern. Klingt alles ganz gut, wären die Boni nicht so gut versteckt, die Online-Lobbys so leer (man muss alles mit mindestens einer Person gespielt haben!) und die Comic-Missionen nicht so schwer. Dadurch rutscht der Titel ins Mittelfeld was die Schwierigkeit und den Funfaktor betrifft. Wer sich die neuen Inhalte saugt (oder die Gold-Edition besitzt), kann übrigens 1250 Punkte erreichen, muss dafür einige witzige Sachen tun und die Helden neu einkleiden.
 
VOID

Fazit

Pro
 
Contra
 
shadowman
Da hat Activision doch glatt vergessen, das gute Ultimate Alliance bei der USK prüfen zu lassen. Genau deshalb muss man auch das EU-Umland belangen um an Hack & Slay Spielchen zu kommen. Die Mühe lohnt sich vor allem für Marvel Fans, jeder Liebhaber von recht einfachem Gameplay darf sich den Titel aber mal näher anschauen.

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