Robert Ludlum’s: Das Bourne Komplott - Review

Robert Ludlum’s: Das Bourne Komplott

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Review
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erlebt in HDTV (samsung le 40m61b), unterstützt durch Dolby Digital 5.1 Teufel Sound
 
[u]"Bourne to be Wild"[/u]
 
Eine menschliche Waffe sein... wer träumt nicht davon? Beim Bourne Komplott könnte dieser Traum wahr werden, immerhin schlüpft ihr in die Rolle von Jason Bourne, einem trainierten Super-Söldner, den ihr bei der Ausführung verschiedener Aufträge begleitet. Während auf der Kinoleinwand mittlerweile ganze drei Filme zu sehen waren, geht es im Videospiel nur um das Erstlingswerk und ein paar Aufträge, die noch weiter in der Vergangenheit liegen. Ihr liefert euch heftige Schussgefechte mit Schrotflinten und MGs, prügelt zahllosen Gegnern die Seele aus dem Leib. Dabei durchlauft ihr viele Stationen des Films, könnt die Widersacher mit genial inszenierten Takedowns ausknocken und habt richtig viel Spaß mit dem Action Titel. Leider ist der Wiederspielwert nicht immens hoch und einige Ideen hätten ein wenig durchdachter sein können. Trotzdem ist das Komplott irgendwie fast schon eine Art Geheimtipp.
 
 
[u]Handlung_[/u]
 
In drei Filmen verkörperte Matt Damon den Söldner Jason Bourne, dem er für das Spiel leider nicht sein Gesicht geliehen hat. Dafür aber die Story, die sich zwar eher an den Büchern von Robert Ludlum orientiert, an vielen Stellen im Spiel aber vor allem an den ersten Teil des Films erinnert. Es gibt ein Treffen mit Marie Kreutz, den Treadstone "Kollegen" und an Bord eines wendigen Mini brettert ihr durch Paris. Das schöne am Bourne Komplott ist, dass es viele Rückblicke gibt und man so auch etwas von Bourne erfährt, wie er früher war. Da die meisten Zwischensequenzen recht kurz sind, geht die Handlung zügig weiter, wird aber stets gut, spannend und motivierend präsentiert. Für Fans der Actionfilme ist der Plot sowieso empfehlenswert, auch alle anderen werden aber ihren Spaß mit Bourne haben.
 
[u]Optik_[/u]
 
Warum zum Geier, sehen die Zwischensequenzen so schlecht aus? Grieselig, unscharf und grob. So kommt keine Filmatmosphäre auf. Zum Glück bleibt die restliche Optik von derlei Problemen verschont und zaubert euch ein nettes, aber nicht übermäßig spektakuläres Actionspiel auf den Schirm. Denn genau darauf liegt der Fokus, was man an den toll animierten Kämpfen merkt. Das Spiel, eigentlich ein 3rd Person Titel, wechselt dann in eine eher seitliche Beat 'em Up Ansicht, in der ihr Fäuste und Füße fliegen lasst. Die Gegner bluten, man erkennt Verletzungen und gerne wird auch mal die Umgebung mit einbezogen, was sich wirklich sehen lassen kann. Glas splittert erst, geht dann zu Bruch, Geländer verformen sich und Stromkästen gehen in Flammen auf. Leider merkt man im weiteren Spielverlauf, dass die Kämpfe sich trotz der "dynamischen" Kamera oft gleichen und man häufig nur dasselbe macht. Erfrischende Hilfsmittel, wie Kugelschreiber, Feuerlöscher und Co. gibt es dabei zu selten. Die Level selbst führen euch von dunklen Bootsstegen in hübsche Museen, durch ein Flughafenterminal oder ein Parkhaus. Ihr bekommt viele Schauplätze und alles ist glaubwürdig, ausreichend detailliert und hübsch anzusehen. Hin und wieder stolpert man über besonders hübsche Texturen und Kinderkrankheiten gibt es auch nicht. Da Bourne aber nicht immer so strahlt und manchmal auch etwas klobig daherkommt, spendieren wir knappe 4 Punkte für die Optik.
 
 
[u]Akustik_[/u]
 
Obwohl man die Gesichter der Figuren nicht richtig darstellen durfte, hat man scheinbar die Lizenz für deren Stimmen bekommen. Denn Jason Bourne erkennt man ganz klar als Matt Damon. Von diesem schönen Fakt mal abgesehen, kann sie dich deutsche Sprachausgabe auch hören lassen. Leider geben die Feinde oft das Gleiche von sich und überraschen nicht wirklich mit Hingabe und Einsatz, der Rest geht aber voll in Ordnung. Musik und Effekte überzeugen da schon mehr: Markante Geräusche und wirklich spannende, zum Spiel passende Musik (vor allem bei den Bosskämpfen) machen Laune und wissen zu gefallen. Während die Kämpfe richtig satt und brutal klingen, es gehen ja auch Knochen kaputt, sind die Feuergefechte oft ein wenig schwach auf der Brust. Viele Waffen, egal wie groß, tönen eher wie Spielzeugpistolen, nicht wie richtige Gewehre.
 
[u]Ladezeiten_[/u]
 
Immer wieder sehen wir Jason Bourne auf dem Wasser treiben. Leider sind die Unterbrechungen auch nicht gerade schnell vorüber.
 
[u]Extras_[/u]
 
Keine
 
[u]Suchtfaktor & Spielgefühl_[/u]
 
Immer mitten in die Fresse rein! Jason Bourne schwingt die Fäuste und lässt es in seinem ersten Spiel so richtig krachen. Die deftigen Faustkämpfe stehen im Mittelpunkt des Actiontitels, doch auch mit Waffen kann der Agent umgehen und so ist das Bourne Komplott, ganz im Sinne der Filme, ein rasantes Spektakel mit Explosionen, Knochenbrüchen und sogar einer Verfolgungsjagd durch Paris.
 
Doch soweit sind wir noch nicht, denn das Spiel beginnt in Marseille auf einer großen Straße, wo sich normale Leute in Cafés rumtreiben. An denen hat Bourne jedoch kein Interesse, mit Y aktiviert ihr euren sechsten Sinn und erkennt markante Objekte oder Ziele direkt. Ein nettes Feature, dass man jedoch zu keiner Zeit wirklich braucht, es sei dann man findet mal nicht auf Anhieb die richtige Tür. Das kommt bei dem geradlinigen Spiel selten vor und bevor man Zeit hat sich darüber Gedanken zu machen, stürmt der erste Gegner auf euch zu und knallt euch gehörig was vor den Latz. Immer wenn es zu einem Duell kommt, verändert sich die Position der Kamera und zeigt das Geschehen gerne von der Seite. Fast wie bei einem richtigen Beat 'em Up, nur ohne Energieleisten und Countdown. Mit zwei Angriffstasten teilt ihr jetzt Schläge und Tritte aus und verbindet beides bitte zu kräftigen Kombos. Nur wer die nämlich benutzt, schwächt den Gegner wirklich, der schon nach kurzer Zeit sichtbare Rötungen und Wunden aufweist. Faust, Faust, Tritt, danach kurz geblockt und wieder angegriffen. Es macht tatsächlich tierisch Spaß in den brachialen Kämpfen seinen Mann zu stehen und wer dem Gegner fleißig aufs Maul gibt, füllt seine Adrenalin-Anzeige. Die ist in drei Teile geteilt und sobald sich einer gefüllt hat, könnt ihr einen Takedown starten. Das sind besonders heftige Manöver, mit denen der Feind sofort ausgeknockt wird. Brecht ihm die Arme und die Beine, knallt sie mit dem Kopf gegen Treppengeländer und andere Objekte, schnappt euch Stühle, Feuerlöscher oder Bücher und erledigt euren Gegenüber ein für alle mal. Blut braucht das Bourne Komplott trotzdem nicht übermäßig viel, auch die Gewaltdarstellung geht in Ordnung. Es ist also nicht brutal, aber trotzdem unglaublich wuchtig inszeniert und macht deshalb viel Freude. Endgegner stecken übrigens besonders viel weg und man benötigt einige Takedowns um sie endgültig zu besiegen. Achso, da Bourne oft von mehreren Feinden gleichzeitig umringt wird, lohnt es sich die Adrenalin-Anzeige komplett aufzuladen. Jetzt kann der Agent mit einem Takedown direkt mehrere Gegner ausschalten, wofür ihr zusätzlich aber noch ein Quick-Time Event bestehen müsst.
 
Diese Quick-Time Events gibt es nicht nur in den Kämpfen, sondern auch hin und wieder völlig überraschend in einer scheinbaren Zwischensequenz, wenn Bourne vor einem Hubschrauber flieht, einem Zug hinterher sprintet oder einem Scharfschützen ausweicht. Nicht sonderlich einfallsreich, aber trotzdem die beste Möglichkeit das Filmfeeling aufrecht zu erhalten, obendrein meist ganz gut platziert und nicht omnipräsent. Wenn ihr eure Knöchel mal schonen wollt und gerade zufällig eine Waffe zur Hand habt, könnt ihr euch auch bei einer Schießerei beweisen. Jason flieht per Knopfdruck hinter eine Deckung, sei das nun eine Wand, eine große Kiste oder ein Auto. Wie schon bei Gears oder Rainbow Six, könnt ihr nun die Deckung verlassen, um ein paar Schüsse auf die Feinde abzugeben. Solide Spielmechanik die gut zu Bourne passt und nur anfangs etwas hakelig erscheint. Man gewöhnt sich aber daran und verteilt später zielsicher Kopfschüsse oder streckt die Feinde mit schicken Schuss-Takedowns nieder. Die Feinde selbst erscheinen zu keiner Zeit besonders intelligent, treiben euch aber je nach Schwierigkeitsgrad den Schweiß auf die Stirn. Erleben sollte man das Bourne Komplott auf der mittleren Stufe. Leicht ist zu leicht und maximal zum Einsammeln der fehlenden Pässe zu gebrauchen, auf der höchsten Stufe fragt man sich hingegen, was man mit dem Gegner noch alles machen soll, bevor er schlussendlich aufgibt.
 
 
Aufgelockert wird das Spiel nicht nur durch die Quick-Time Events, sondern auch durch die wilde Autofahrt durch Paris. Am Steuer eines Minis brettert ihr vorbei an Straßensperren und durch Cafés und fragt euch nachher, ob das jetzt Spaß gemacht hat oder nicht. Nein, der Reiz von Bourne liegt nicht unbedingt an der Autofahrt, sondern am rasanten Gameplay. Ihr könnt mitten in einem Feuergefecht auf den Feind zustürmen, ihm automatisch die Waffe aus der Hand treten und ihn daraufhin windelweich schlagen. Das macht man immer wieder gerne, lässt sich diesbezüglich auch vom Spiel führen, verschanzt sich, nutzt einen Multitakedown und markiert einfach den Helden.
Ohne Abstriche kommt aber auch das Actionspiel nicht bei uns durch. Nicht selten lässt euch die Steuerung, vor allem wenn man in Deckung gehen will, im Stich, auch kam es ein paar mal vor, dass Bourne dem Feind eben nicht die Waffe weggeschlagen hat. So steht man dann im schlimmsten Fall neben einem Gegner, mit dem man sich prügelt, während der andere einem seelenruhig in den Kopf schießt - bis man Tod ist. Leider ist das Bourne Abenteuer relativ schnell vorbei und denkt dabei nicht alle Ideen konsequent zu Ende. Ans Scharfschützengewehr darf man selber beispielsweise nicht, auch hier übernimmt ein Quick-Time Event die Aufgabe für euch. Insgesamt sind wir aber trotzdem positiv überrascht vom Gesamtbild des überzeugenden Jason Bourne, der euch in dem Action Titel viel Freude machen wird. Nochmal zur Erinnerung: In Deutschland stark geschnitten. Die Mängel krallen sich aber an die angedachte 10 Punkte Wertung und ziehen das Spiel insgesamt auf eine gute 9 Punkte herunter - quasi ein Geheimtipp.
 
[u]Erfolgschancen_[/u]
 
Die Erfolge sind alles in allem ziemlich genial. Aber nur weil das Spiel viel Laune macht. Denn wer auch nur in die Nähe der 1000 Punkte kommen will, muss das Spiel in jedem Fall zwei mal durchspielen. Ihr müsst jede Menge Gegner mit Takedowns aus dem Weg räumen, ihnen ohne Hilfsmittel die Knochen brechen, eure Umwelt nutzen um sie auszuschalten und nebenbei auch noch alle im Spiel versteckten Reisepässe finden. Einfach und schnell geht das alles nicht (vor allem nicht auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad), trotzdem werden die meisten wohl am Ende etwa 700 Punkte für sich verbuchen können - und das ist doch was.
 
 
VOID

Fazit

Pro
 
Contra
 
shadowman
Eine strenge Wertung, aber man hält sich mit dem Spiel einfach nicht ewig auf. Trotzdem hat man eine gute Zeit und irgendwie ist das Game um Jason Bourne deshalb fast schon ein Geheimtipp. Also einfach importieren und ein paar Gesichter zertrümmern!

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