Dark Sector - Review

Dark Sector

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Review
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erlebt in HDTV (samsung le 40m61b), unterstützt durch Dolby Digital 5.1 Teufel Sound
 
[u]"Die Lotusblüte"[/u]
 
Was man anfangs aufgrund des schlanken Protagonisten gar nicht denkt: Bei Dark Sector stand Epics mächtiges Gears of War wohl als Vorbild bereit. Zwar mit jeder Menge eigenständigen Ideen und einer teuflisch scharfen Wurfklinge ausgestattet, erinnern aber vor allem das Deckungssystem und die Steuerung an den indizierten 3rd Person Shooter. Dark Sector erschien übrigens ebenfalls nicht in Deutschland, dabei ist das Spiel kein schlechtes. Schicke Grafik, netter Sound und launiges Gameplay, durch das sich leider ein roter Faden aus Mängeln zieht. Dazu erfahrt ihr mehr im Testbericht.
 
 
[u]Handlung_[/u]
 
Hayden Tenno ist auf einer geheimen militärischen Mission. Heimlich, still und leise infiltriert er ein Militärcamp und schafft es tatsächlich sein Ziel zu eliminieren. Doch genau jetzt beginnt das Spiel erst, immerhin muss ein weiterer Schurke dingfest gemacht werden. Der nennt sich Mezner und hat eine Art Virus auf die Menschen losgelassen, der sie in tumbe Zombies verwandelt. Obwohl Hayden sogar einen feindlichen Hubschrauber vom Himmel holt und sich weiter durch das Camp schlägt, wird er am Ende von einem Monster aus Metall niedergestreckt und während Mezner ihm die Meinung geigt, wird Hayden infiziert. Fortan geht es nicht mehr nur um eine Zielperson, sondern ums eigene Überleben, weshalb Hayden die Unterstützung eines "Schläfers" braucht.
 
Das Spiel ist spannender gemacht als es sich jetzt anhört, erfindet das Rad aber nicht neu. Dafür sind die Charaktere zu oberflächlich und platt, die Geschichte zu abgenutzt. Dank einigen Zwischensequenzen und der hübschen Nadia kann man aber auch nicht meckern.
 
[u]Optik_[/u]
 
Licht und Schatten gibt es fast bei jedem Spiel dieser Welt, wobei die schattigen Seiten bei Dark Sector, jedenfalls im wörtlichen Sinne, überwiegen. Denn der Shooter ist zu weiten Teilen sehr, sehr dunkel und düster, teilweise sogar ein wenig zu sehr. Da erkennt man dann nicht mal mehr alles und ist genötigt, sich sehr vorsichtig weiter vorwärts zu bewegen. Doch auch in der Dunkelheit weiß man die grafischen Qualitäten des Spiels zu schätzen: Tolle Texturen, viele nette Effekte und ein insgesamt sehr reifer Look, der für absolut gelungene Atmosphäre sorgt.
 
Die Animationen sind hingegen nicht immer so galant. Egal ob sich der Held schnell dreht (was aufgrund der Kamera sehr steif wirkt) oder ihr abgehackt eine Leiter rauf- und runtermarschiert. Wo wir gerade beim Protagonisten sind: Der sieht irgendwie ziemlich behämmert aus. Das zeigt sich aber nur in den schick gemachten Zwischensequenzen und ansonsten entführt euch Dark Sector in zerstörte Häuser, Abwasserkanäle und Hinterhöfe, die zwar nicht für frischen Wind im Genre sorgen, aber liebevoll eingefangen wurden. Blutige Finisher, Tiefenunschärfe bei der Kurskorrektur und ein paar größere Gegner machen das Spiel also optisch sehr reizvoll.
 
 
[u]Akustik_[/u]
 
Düstere Musik, schreiende Gegner und wuchtige Feuereffekte. Dark Sector lässt es bisweilen ordentlich krachen, auch wenn die einzelnen Waffen durchaus etwas mehr Bass hätten vertragen können. Die deutsche Sprachausgabe wirkt ebenfalls nicht ganz perfekt, sondern teilweise etwas aufgesetzt. Außerdem sind die Lippenbewegungen alles andere als synchron. Das sind zwar alles keine guten Nachrichten und eine Top-Wertung gibt es nicht für den Sound, dafür stimmt die Atmosphäre. Wenn man sich durch die bunkerartigen Level schleicht, in einem verlassenenen Hinterhof ein Feuergefecht austrägt oder ein fetter Endboss euch mit großen Steinklumpen bewirft, dann klingt das sehr gut und versetzt euch vor dem Schirm in die richtige Stimmung. Operation erfolgreich!
 
[u]Ladezeiten_[/u]
 
Für ein Spiel mit so einem hübschen Logo ist der Ladebildschirm etwas arg hässlich geraten. Wenigstens unterbricht er euch nicht wirklich lang.
 
[u]Extras_[/u]
 
Keine
 
[u]Suchtfaktor & Spielgefühl_[/u]
 
Wie eingangs bereits erwähnt, stand Gears of War mit Sicherheit Pate für Dark Sector, das über die Jahre hinweg viele Veränderungen durchgemacht hat. Vom anfänglichen Trailer, hoch oben in einer Raumstation, ist nicht viel übrig geblieben. Stattdessen ballert ihr euch blutig durch eine triste Welt voller Mutanten und zerlegt die Widersacher buchstäblich in ihre Einzelteile.
 
Der Singleplayer von Dark Sector umfasst zehn Missionen, die zwar unterschiedlich lang sind, euch aber trotzdem nur etwa 7 Stunden ans Gamepad binden. Danach steht ein neuer Schwierigkeitsgrad zur Verfügung, der zwar machbar ist, euch aber trotzdem den Schweiß auf die Stirn zu treiben weiß. Doch beginnen wir mal nicht mit dem Ende, sondern mit dem Anfang. Ihr folgt Protagonist Hayden in der 3rd Person Perspektive auf Schritt und Tritt und steuert euer Fadenkreuz dabei so wie bei jedem gängigen Ego Shooter. Mit L visiert man die Feinde an und kann dann auf sie feuern. Leider ist die Kamera aber zu Beginn nicht euer Freund. Viel zu oft ist man überrascht von der Sensibilität der X-Achse, guckt also zu hastig von links nach rechts oder umgekehrt. Bis man sich also an das mal zu langsame, mal zu schnelle Treiben gewöhnt hat, ziehen schon ein paar Minuten ins Land.
 
Das Gameplay ist hingegen recht unkompliziert. Sobald ihr ein paar Gegner erblickt, geht ihr Sicherheitshalber in Deckung. Auf Knopfdruck hechtet Hayden hinter kleine Mauern, Fahrzeuge oder lehnt sich eng an die schützende Backsteinmauer. Jetzt kann man um die Ecke spähen und den Feind mit Sperrfeuer eindecken, eine gezielte Granate durch die Luft schleudern oder sich seiner Klinge bedienen. Das im Testbericht bislang nicht erwähnte Mordwerkzeug ist direkt mit eurer Hand verbunden und kann nach Belieben weggeschleudert werden, da es, einem Bumerang gleich, stets wieder zurückkommt. Mit dieser Klinge lassen sich bei Dark Sector viele Dinge anstellen, sogar für viele Puzzles braucht ihr die Waffe. Dank vielen kleinen Tricks, wie der Kurskorrektur, bei der ihr den wirbelnden Tod haarklein steuern könnt, oder der Eigenschaft Feuer zu fangen, werden nicht nur die Gegner aufs brutalste hingerichtet, auch aktiviert ihr so Schalter oder verätzt vom Feind versiegelte Türen. Selbst im Nahkampf ist das Schwert, wie es bei den Achievements genannt wird, ein echter Freund und Helfer. Doch kommen wir mal zurück zur oben beschriebenen Situation, bei der ihr noch immer hinter der Backsteinmauer steht. Meist entdecken euch die Feinde ebenfalls direkt und kommen in kleinen Schüben auch noch auf euch zu gestürmt. Allzu lange solltet ihr also nicht warten und könnt mit eurer Pistole oder irgendeinem anderen aufgehobenen Gewehr mächtig Unruhe stiften. Doch die MGs und Schrotflinten der feindlichen Söldner machen nur kurz Spaß, ein Sensor registriert eure Infektion und leitet eine Art Selbstzerstörung ein. Mächtige Schießprügel hat man also immer nur kurz in der Hand.
 
Die Feinde sind ihrerseits relativ zielsicher und machen euch vor allem an einem stationären Geschütz das Leben schwer. Da ist es schön, dass die eigenen Waffen in einem Schwarzmarkt aufgebessert werden können und fortan mit mehr Munition oder höherer Präzision gesegnet sind. Die Kämpfe sind ansonsten nichts wirklich Neues, für spannende und heftige Stellungsgefechte ist aber gesorgt! Doch es ist nicht alles Gold was glänzt, denn unnötigerweise hat Digital Extremes ein paar unschöne Makel nicht beseitigt. So ist die Kollisionsabfrage in den Nahkämpfen teilweise haarsträubend ungenau, vor allem gegen die ohnehin schon deplatzierten Gegner mit Schild. Außerdem kann man nicht hinter jedem Objekt in Deckung gehen, was dann natürlich postwendend mit dem eigenen Tod bestraft wird. Dazu gesellen sich teilweise Unmengen an nachspawnenden Gegnern - zumeist Mutanten - deren Beseitigung nur in der ersten Minute Spaß macht. Hat man dann etwa vierzig Mann umgenietet, reisst der Strom tatsächlich mal ab. Nicht selten wird man außerdem "überrascht" von Gegnern, die unfairerweise hinter einem auftauchen. Doch all diesen Mängeln zum Trotz: Dark Sector macht Spaß. Wenn man die tödliche Klinge fast schon in Zeitlupe auf die Gegner zurasen sieht, sie schreiend in Flammen aufgehen oder ihnen im Nahkampf die Arme abschlägt, dann freut sich der Spieler.
 
 
Habt ihr mal nicht mit den vielen Gegnern zu tun, die gerne auch mal etwas größer sind und ganze Gebäude einreissen, könnt ihr euch mit den im Spiel verteilten Puzzles verdingen. Vor allem die Kurskorrektur, also das manuelle nachjustieren eures abgeworfenen Geschosses, wird gerne genutzt. Doch auch die Kraft von Feuer und Strom wird benötigt um Türen zu öffnen, mehrere Gegner gleichzeitig zu grillen oder neue Wege zu schaffen.
 
Dark Sector ist ein guter Action Titel, bei dem man am liebsten selber die kleinen Mängel korrigieren würde. Durch die lasche Kamera fühlt sich der Titel bisweilen fast schon belanglos an (was durch die Nahkämpfe verstärkt wird), dann kämpft man auf einmal gegen einen wuchtigen Kampfroboter, köpft mit einem gezielten Wurf gleich zwei Gegner und freut sich, dass man sich Waffen und Gesundheit auch aus der Distanz heranangeln kann. Auch wenn das Spiel also lange in der Entwicklung war, hätten ein paar Monate mehr sicher nicht geschadet, damit Dark Sector unterm Strich ein wenig "runder" dasteht. Trotzdem ist der brutale Action Titel eine lohnende Investition, vor allem wenn ihr ihn für den halben Preis beim Online-Händler ergattern könnt. Wir vergeben deshalb eine gnädige 09 Punkte.
 
[u]Mehrspieler_[/u]
 
Jawoll, so ist das heutzutage: Jedes Spiel bekommt einen Mehrspieler verpasst. Wozu das führt sieht man ganz hervorragend bei Dark Sector, dessen leergefegte Lobbys es euch nicht gerade einfach machen ein Spiel zu finden oder zu eröffnen. Ansonsten geht es mit bis zu zehn Leuten in zwei Spielmodi zur Sache. Witzigerweise ähnelt die Lobby ebenfalls der von Gears of War, die Spielmodi sind hingegen andere. Epidemie und Infektion heißen sie und es stehen sich immer zwei Parteien gegenüber. Im Epidemiemodus werden beide Teams von einem starken Protagonisten angeführt und eigentlich geht es primär darum, welches Team eben jenen Anführer zuerst ausschalten kann. Beim Infektionsmodus gibt es ebenfalls einen Hayden, der allerdings diesmal gegen alle anderen antreten muss. In der Haut eines Soldaten müsst ihr den mit allen Fähigkeiten, wie z.B. dem Schild, ausgestatteten Helden im Kampf besiegen. Die Modi sind zwar witzig und optional lassen sich sogar Bots zuschalten, dafür fehlen reale Mitspieler, weitere Modi und fünf Karten sind auch nicht das Wahre.
 
[u]Erfolgschancen_[/u]
 
Die meisten Erfolge bekommt man schon beim regulären Durchspielen von Dark Sector. So hat man beim Abspann bereits 190 Punkte auf dem Konto. Dazu gesellen sich aber zahlreiche, ebenfalls nebenbei erspielte "Tötungs-Achievements". Wer mit Kurskorrektur, Strom oder Nachkampfangriff durch die Level wütet, stockt das Punktekonto nochmal satt auf. Leider muss man das Spiel zweimal durchspielen (nämlich zusätzlich auf brutal), außerdem sind die Mehrspieler Erfolge doch sehr nervig. Ansonsten Kompliment, man bekommt reichlich Punkte.
 
 
VOID

Fazit

Pro
 
Contra
 
shadowman
09 Punkte von CW, bekommt das gute, aber nicht spektakuläre Dark Sector. Wenn ein paar mehr Leute das Spiel hätten und vor allem dann noch ab und an mal Online zocken würden, wäre vor allem der Mehrspieler interessanter.

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