Family Ski - Review

Family Ski

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Review
WII
22
 
Family Ski Review
 
Skiurlaub mitten im Sommer? Ja das geht. Dank Family Ski auf Wii. Bei diesem Titel handelt sich um den ersten Ableger der neuen Family-Reihe, die von Bandai Namco ins Leben gerufen wurde. Wie der Name bereits erahnen lässt, geht es hier um Spielspaß für die gesamte Familie. Der größte zusätzliche Kaufreiz des Titels besteht übrigens darin, dass es das erste Third-Party Titel ist, der Nutzen vom Wii Balance Board macht. Nachdem WiiFit bereits im April auf den Markt gekommen ist, gab es eine kleine Durststrecke. Kein weiterer Titel für die neue Nintendo Hardware war in den Regalen der Videospielhändler vorzufinden. BandaiNamco schafft also Abhilfe. Allerdings lässt sich das Spiel auch komplett ohne Balance Board steuern. Wii-Mote und Nunchuck bilden eure Skistöcke für den Besuch im Happy Ski Resort.
 
Ab auf die Piste!
 
Nun mal langsam mit den jungen Pferden. Bevor es auf die viel befahrene Piste geht, müssen wir uns zunächst mit einigen Trockenübungen einstimmen. Die erste besteht darin sein virtuelles Ich in das Spiel einzuladen. Zur Auswahl stehen eigene Family Ski-Charaktere oder aber die Nutzung der eigenen Miis. Gerade bei so einem Spiel macht die Nutzung dieses Features viel Sinn. Die Family-Ski Figuren haben übrigens einen sehr ähnlichen Stil. Aber egal für welche Variante man sich entscheidet, in beiden Fällen geht es mit der Wahl des Outfits weiter. Die Auswahl zwischen Skijacken, Skiern, Stöcken und den passenden Farben ist groß. Die Anzahl steigt sogar immer weiter. Dazu müssen aber erst bestimmte Aufgaben im Spiel erfüllt werden. Zu jedem Zeitpunkt kann man in das Hauptmenü des Spiels wechseln und seine Klamotten den eignen Bedürfnissen anpassen.
 
Nach der kleinen Modenshow kann es auch schon endlich auf das herbei gesehnte Weiß gehen. Ratsam ist es zunächst die Skischule zu besuchen. Hier wird man mit freundlicher Unterstützung Schritt für Schritt im Skisport und vor allem in der Steuerung mit Wii-Mote + Nunchuck unterrichtet. In einzelnen Lektionen muss man kleine Aufgaben erledigen. Zuvor wird euch genau erklärt, was anliegt und in einer kleinen Vorführung vom Skilehrer demonstriert. Danach darf man sich selbst probieren. Wie macht man Wenden, wie wird Gebremst und wie kann man coole Stunts hinlegen. All diese Fragen werden hier geklärt und nach kurzer Spielzeit dürfte auch jeder die ersten Erfolgserlebnisse feiern. Übrigens gibt es auch hier einige Outfits als Belohnung. Daher ist es doppelt ratsam hier ordentlich mitzumachen.
 
Ein toller Tag zum Skifahren
 
Family Ski besitzt einen sehr gelungen Spielaufbau. Kernstück des Titels ist der Freestyle-Modus. Hier darf man sich komplett frei bewegen und alle vorhandenen Pisten des Spiels erkunden. Das Happy Ski Resort ist auf einem Gebirge angesiedelt, der wie ein echtes Skigebiet unterteilt ist. Es gibt vier verschiedene Kategorien der Pisten. Die grünen Strecken eigenen sich für Anfänger, die blauen werden von Fortgeschrittenen bevorzugt und die roten sind für echte Profis. Eine gelbe wartet mit etlichen Sprungchancen auf den Waghalsigen. Jede Strecke lässt sich via Lift aufsuchen. Überall im Park stehen sie und so kann man sich von Piste zu Piste bewegen. Die Fahrt mit dem Lift kann man für den schönen Ausblick nutzen, oder ganz einfach mittels A-Taste überspringen. Wer sich so zwischen allen Pistengebieten bewegt, der hat auch die größten Chancen wirklich jedes Geheimnis des Happy Ski Resorts zu finden. Wer hingegen etwas faul ist, der ruft mittels +-Taste die Steckenkarte auf. Hier kann man sich zu jeder Strecke "beamen" lassen, was oftmals uns in vielen Fällen doch sehr entgegen kommt.
 
Auf den Pisten ist man aber niemals alleine. Es herrscht wahres Leben auf dem Happy Ski Resort. Der Großteil der Fahrer sind normale Urlauber, die einfach die Herrlichkeit des Skifahrens genießen. Der andere Teil sind Angestellte des Parks, Herausforderer oder einfach Fahrer mit einer Bitte an euch. Jede Strecke hat beispielsweise einen Manager. Ob nun die Hasenbahn, der Adlerblick oder der Elefantenhang. An jedem Anfang einer Strecke steht ein solcher Manager und verrät die Eigenarten seiner Strecke. Diese Information ist für euren ersten Ablauf recht hilfreich. Schließlich kann man für jede Abfahrt auf den insgesamt 13 Strecken eine Wertung einfahren. Diese richtet sich danach, wie schnell ihr wart, ob ihr einen guten Skistil besitzt, keine Unfälle gemacht habt und ob ihr ein paar gelungene Sprünge hinlegen konntet. Den Großteil des Spiels machen aber die Skifahrer mit den Sprechblasen über den Kopf aus. Diese geben euch die Aufgaben im Spiel. Für jede erfolgreiche Aufgabe winkt ein Sternenpunkt. Insgesamt gibt es 160. Schon von weiten kann man sie erkennen, denn schließlich sind die Symbole in den Sprechblasen sehr deutlich. Die meisten befinden sich immer am Anfang einer Strecke, doch viele Sternenpunkte sind in versteckten Gebieten zu finden. Ein wenige Expedition im reich der Schneelandschaften ist also gewünscht.
Wer übrigens die einzelnen Herausforderungen und Aufgaben noch einmal erledigen möchte, der kann einen netten Typen im Tal aufsuchen. Er protokolliert alle Aufgaben und lässt euch alles (bei Bedarf) wiederholen.
 
Neben dem Freestyle-Modus gibt es noch zwei Punkte im Hauptmenü, die euch noch etwas Aufmerksamkeit abverlangen. Zum einen wäre da das Skirennen. Anstatt sich auf dem Skigebiet von Strecke zu Strecke zu bewegen, kann man hier ganz einfach Rennen bestreiten. Ob nun Event-, Slalom oder Buckelpistenrennen. Hier dürfen natürlich auch weitere menschliche Mitspieler teilnehmen. Nur der Einsatz des Balanceboards ist auf einen Spieler begrenzt. Bei mehreren Spielern können nur Wii-Mote und Nunchuck genutzt werden.
Der zweite Punkt wäre dann noch "Fotos und Album". Gerade den "Urlaubserinnerungen" wurde in diesem Spiel eine große Aufmerksamkeit zuteil. Im Freestyle-Modus begegnet man immer wieder Fotografen, die euer Können auf einem Bild festhalten. Diese Fotos lassen sich dann im Album nachschlagen. Man kann hier aber auch ein Fotoshooting so abhalten und seine Freunde (in Form von Miis oder Family Ski-Charakteren) zu einem gemeinsamen Bild einladen. Kurz bevor der Fotograf sein Bild knipst, darf man auf 50 verschiedenen Posen wählen. Diese Bilder können dann auch auf die Wii-Pinnwand übertragen und an Freunden weiterverschickt werden.
 
Skkkkkiiiiii-Fun!
 
Die Steuerung in Family Ski klingt zunächst etwas gewöhnungsbedürftig. Wer aber das Training aufmerksam absolviert und erste Erkundungstouren im Freestyle-Modus in Angriff nimmt, der merkt, dass das Ganze wirklich sehr schön funktioniert. Im Spiel mit Wii-Fernbedienung und Nunchuck müssen verschiedene Bewegungen ausgeführt und Haltungen eingenommen werden. Um an Tempo zu gewinnen muss man sich mit seinen Skistöcken abstoßen. Das macht man ganz einfach, in dem man Wii-Mote und Nunchuck nach unten bewegt. Ganz einfache Bewegungen reichen hier völlig aus. Um zusätzliches Tempo zu bekommen, geht man in die Hocke. Dazu muss man die beiden Steuereinheiten einfach nach innen neigen, als würde man tatsächlich zwei Skistöcke an den Körper pressen. Wer in dieser Haltung etwas seine Neigung nach links oder rechts neigt, der kann sich auch gleichzeitig sehr geschmeidig über die Piste bewegen. Nutzer eines Balanceboards machen das Ganze mit dem Körpergewicht. Die Bewegungssensoren arbeiten bei diesem Spiel äußerst präzise, so dass es wirklich nur selten vorkommt, dass das Spiel eure Bewegungen falsch interpretiert. Ob nun im Zick-Zack über die Piste sausen oder ein schnelles Anhalten mittels Anlogstick – alles funktioniert nach nur etwas Training ganz wunderbar. Erstaunlich, dass sich hinter so einem unscheinbaren Titel eine solch gelungenes Gameplay verbirgt.
 
Technisch ist Family Ski, ob bei Tag oder Nacht (was man wählen darf) ein ordentlicher Titel. Er kombiniert eine Comic-Grafik (die Figuren im Spiel) mit realistischen Elementen (die Skipisten). Überall auf der Strecke herrscht ein reger Betrieb. An jeder Ecke unterhalten sich die netten Figürchen oder stehen euch auf der Strecke im Wege. Auch bei dem Wagnis die schweren Strecken zu fahren, entwickelt das Spiel ein gutes Geschwindigkeitsgefühl. Kurzum: Family Ski ist niedlich und für den angepeilten Zweck (ein Spiel für die gesamte Familie) absolut treffend. Genauso verhält es sich mit der Hintergrundmusik. Sie ist zwar etwas dezent, aber durchaus passend.
 
Positiv:
 
+ gelungenes Gameplay
+ BalanceBoard-Unterstützung
+ Mii-Einbindung
+ schöner Spielaufbau
 
Negativ:
 
- wenige Modi
- ständig gleiche Aufgaben
- keine große Herausforderung
 
VOID

Fazit

Pro
 
Contra
 
Becks
Family Ski ist banal genial. Dieser unscheinbare Titel verbirgt ein sehr gutes Gameplay. Macht euch ruhig zum Affen und wedelt mit der Wii-Mote und dem Nunchuck, denn es macht wirklich viel Spaß. Der generelle Aufbau des Spiels ist sehr gelungen. Man darf ein gesamten Skipark erkunden und sich an 13 Strecken mit unterschiedlichen Gegebenheiten probieren. Mittels Skilift geht es hoch auf den Berg und dabei genießt man die Weitsicht. Fast wie Urlaub. In Kombination mit dem Balanceboard macht das Ganze sogar noch mehr Spaß.
Die größte Schwäche des Spiels besteht darin, dass es für Profis keine große Herausforderung darstellt und die gestellten Aufgaben sich wiederholen. Trotzdem eignet sich Family Ski ganz hervorragend dazu, einfach mal entspannt die Piste runter zu sausen. Wie ein kleiner Winterurlaub im Sommer eben.
 
Für einen Nachfolger könnte man sich noch so vieles wünschen. Besonders klasse wäre ein Wi-Fi Connection Modus, in dem jeder Fahrer auf der Skipiste von einem echten Spieler gesteuert wird: Ein MMOSki-Spiel.
 

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