Dragon Ball Z: Burst Limit - Review

Dragon Ball Z: Burst Limit

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Review
360
22
 
erlebt in HDTV (samsung le 40m61b), unterstützt durch Dolby Digital 5.1 Teufel Sound
 
[u]"Kamehameha"[/u]
 
Dragonball Z: Burst Limit ist ein 3D Prügler. Allerdings einer, der euch fast schon nebenbei tief in das spannende Universum von Son Goku und Co. einweiht. Prunkstück des Spiels ist der Singleplayer, der sich Z Chronicles nennt und euch die epischen Kämpfe des Anime Stück für Stück nachspielen lässt. Burst Limit sieht gut aus, hat viele Effekte und schnelle Kämpfe, klingt ansprechend und macht mit seinen 21 Kämpfern im Mehrspieler natürlich einen Hauch mehr Spaß. Dragonball Fans können dem Spiel gewiss mehr abgewinnen als "Normalzocker", doch auch wenn man Freeza, Piccolo und Son Gohan ausklammert, machen die Kämpfe hoch oben am Himmel viel Laune. Leider geht dem Titel aufgrund fehlender Komplexität und Spieltiefe nach einigen Stunden die Luft aus.
 
 
[u]Handlung_[/u]
 
Es passiert viel zu viel, um das hier in diesen kleinen Testbericht mit einzubauen. Aber wir möchten euch zumindest eine kurze Übersicht präsentieren. Bei Burst Limit spielt ihr im Singleplayer drei komplette Sagas durch. Wie auch bei der Serie, geht es meist um übermächtige Gegner die abgewehrt und vernichtet werden müssen. Im Endeffekt wird kurz gequatscht und dann regiert das Faustrecht. Dank etwa 60 "Episoden" seht ihr wie sich die Charaktere entwickeln und vor allem erlebt ihr fast alle Auseinandersetzungen sowohl aus der guten, als auch aus der bösen Perspektive. Ein interessanter Aspekt, der auch Anfängern Freude macht.
 
Allerdings verstehen jene Einsteiger nicht wirklich viel. Wer wen warum verkloppt geht aus den kurzen Intros und Outros nicht wirklich hervor, auch die Schauplätze werden nicht näher erläutert. Trotzdem sorgen die kurzen Dialoge für angenehme TV Atmosphäre.
 
[u]Optik_[/u]
 
Namco Bandai hat sich wirklich Mühe gegeben, den Stil der Zeichentrickserie einzufangen. Und selbst Akira Toriyama ist mit Sicherheit stolz auf das Ergebnis. Denn Burst Limit sieht gut aus und fängt die Atmosphäre von Dragonball ganz hervorragend ein. Selbstverständlich ist das Spiel sehr bunt und die kräftigen Farben paaren sich mit einem reifen Cel Shading Look.
 
Doch die vielen Farben täuschen, denn schon wenige Sekunden später fliegen die Fetzen und gekrönt von wilden Effekten verwandelt ihr das Level in ein Schlachtfeld. Da wird eine galante Kombo nach der anderen ausgepackt, mit einem kräftigen Schlag segeln die Kontrahenten in den Himmel und die mächtigen Spezialattacken hüllen den kompletten Bildschirm in gleißendes Licht. Dank klever eingestreuten Drama Momenten kommt Burst Limit teilweise sehr nah an das TV Vorbild heran. Hinzu kommt, dass die Kämpfe sehr schnell sind und man sich wirklich mit viel Speed durch die Arenen tobt. Während Fans des Anime sich also aufgrund der wunderbaren Atmosphäre gar nicht sattsehen können, ist es für jeden normalen Spieler einfach nur ein hübsches Beat 'em Up.
 
 
[u]Akustik_[/u]
 
Was darfs denn sein? Zwar gibt es bei Burst Limit keine deutsche Synchro, was sehr schade ist, dafür hat es neben der englischen Sprachausgabe auch die original japanische Variante auf die DVD geschafft. Wir haben uns dennoch mit der englischen Version vergnügt und müssen sagen: Teilweise klingen sie ja schon leicht aufgesetzt, die tapferen Dragonball Recken. Und die Lippenbewegungen passen auch nur selten zum Gesprochenen. Doch damit genug der fiesen Kritik, denn auch wenn man sich irgendwann an der Vertonung satt gehört hat, lässt Burst Limit es bis dahin ordentlich krachen. Die schnelle Musik versucht euch anzutreiben und laute Effekte unterstreichen die flotten und wuchtigen Kämpfe und Spezialattacken auf dem Schirm. Insgesamt gesehen nicht übermäßig beeindruckend, allerdings auch in keinster Weise schlecht oder langweilig - die goldene Mitte also.
 
[u]Ladezeiten_[/u]
 
Während der Unterbrechungen, die euch durchschnittlich lange vom Spiel abhalten, könnt ihr ein paar Bälle springen lassen.
 
[u]Extras_[/u]
 
Keine
 
[u]Suchtfaktor & Spielgefühl_[/u]
 
Im Grunde genommen ist Burst Limit ein klassisches Prügelspiel. Zwei Charaktere stehen sich gegenüber, stürmen dann plötzlich aufeinander los und hauen sich so lange auf die Mütze, bis einer weint. Allerdings ist Burst Limit ein Dragonball Spiel und die bis gerade noch namenlosen Figuren werden ersetzt durch Son Goku, Piccolo, Freeza oder Vegeta. Wem diese Namen nichts sagen, der sollte sich zweimal überlegen ob er zugreift, für alle anderen geht mit dem neuesten Spiel der Dragonball Saga fast schon ein Traum in Erfüllung.
 
Denn die 21 Spielfiguren aus der Dragonball Welt toben durch die verschiedenen Arenen, lassen gewaltige Ki-Angriffe vom Stapel, schleudern sich hoch in den Himmel, rufen Freunde zur Hilfe und tänzeln den Angreifer aus. Doch so schnell geht das hier alles nicht, lassen wir unseren Blick doch erstmal über das Hauptmenü schweifen. Dort entdeckt ihr neben dem Mehrspieler und einigen Herausforderungen (Time Trial und Co.) auch noch den Z Chronicles Modus. Das ist das Herzstück und wer im Multiplayer nicht nur mit drei Kämpfern in den Krieg ziehen will, muss sich hier im Singleplayer mit der CPU messen. Die Z Chronicles sind in drei Sagas aufgeteilt und lassen euch die spektakulären Kämpfe der Serie nachspielen. Wer sich mit dem erfolgreichen Anime auskennt und dann plötzlich als Son Goku gegen seine Erzfeinde in die Schlacht zieht, für den ist die Atmosphäre am Limit. Doch auch alle Neulinge haben Spaß an den Kämpfen. Dank der sehr unkomplizierten Steuerung ist man schnell drin und dank sechs (!) Schwierigkeitsgraden, können auch Anfänger alle Figuren freischalten. Übrigens sind die Widersacher auf "sehr hart" und Co. alles andere als leicht zu besiegen. Oft legen sie vor allem gegen Ende einen wahnsinnigen Endspurt hin, teleportieren sich hinter euch und attackieren euch mit allem was sie haben. Attacken gibt es bei Burst Limit übrigens so einige. Während die meisten Tasten einfache Schläge und Tritte auslösen, die man zu rasanten Kombos verbindet, blockt man fast alle Angriffe mit der A-Taste und löst unter anderem mit B die Spezial-Angriffe aus. Am unteren Bildschirmrand findet ihr dazu euren Ki-Balken. Der lädt sich stetig auf und ermöglicht euch von Kamehameha und Super-Kamehameha, über die Höllenspirale und Vegetas Final Flash fast alle Spezialattacken die man aus dem Anime kennt. Die Moves sind herrlich inszeniert und können, richtig angewendet, natürlich den Ausgang des Kampfes bestimmen. Jede Figur hat andere Moves und während einige vor allem aus der Distanz agieren, nutzen andere den heftigen Infight um ihre Attacken anzubringen.
 
Mit jeder gemeisterten Episode schaltet ihr eine weitere frei und könnt in den etwa 60 Kapiteln am Ende mit allen 21 Figuren kämpfen. Die einen sagen jetzt, dass der Singleplayer recht kurz ist. Gut, ewig braucht man auch nicht um sich durch die Story zu prügeln. Allerdings haben nur wenige Beat 'em Ups überhaupt einen so detaillierten Einzelspieler, was man Burst Limit wieder zu Gute halten muss. Auch könnte man die Z Chronicles als atmosphärischen Anheizer verstehen, der euch obendrein neue Charaktere bringt. Angriffsfläche für Kritik bezüglich des Umfangs gibt es also nur, wenn man danach sucht. Durch den leichten Einstieg allerdings, den wir oben erwähnt haben, ist es tatsächlich so, dass man im Solo Modus nicht ewig Spaß mit dem Spiel hat. Dazu gibt es unterm Strich zu wenig Abwechslung, auch vermisst man komplexe Kombos, Spezialmoves und Co. Und das, obwohl es spektakuläre Ultimate Finisher gibt, man sich hoch oben am Himmelszelt auf die Rüber haut, Nahkampfangriffe anbringen kann und durch aufmerksames Kontern dem Gegner in den Rücken fällt.
 
Damit die Kämpfe im Spiel genau so rüberkommen wie in der Serie, werden die Prügeleien stets von kleineren Zwischensequenzen unterbrochen. Das sind die sogenannten Drama Moments, bei denen die Kämpfe zwar niemals eine entscheidende Wendung nehmen, euch aber durchaus überraschen können. So stürmen nicht selten ein paar Freunde zur Hilfe und befreien euch aus einer besonders brenzligen Situation. Oder sie spotten über euch, was natürlich den Ehrgeiz weckt und so beispielsweise für eine schnellere Regeneration der Ki-Leiste sorgt. Diese Drama Objekte spielt man nach und nach frei, kann sie dann natürlich auch im Mehrspieler anwenden und es ist immer hilfreich ein wenig Unterstützung zu erhalten.
 
 
Worum es bei Burst Limit geht hat man schnell verinnerlicht und ausgetragen werden die Duelle in rasantem Tempo. Trotz der kleinen "Unterbrechungen" geht es ohne Skrupel zur Sache, da werden Kombos aus dem Hut gezaubert, von einer Spezialattacke zum Abschluss gebracht und den Bruchteil einer Sekunde später hat sich der Widersacher schon hinter euch teleportiert, um euch mit einem fiesen Schlag in den Rücken wieder auf den Boden der Tatsachen zurück zu holen. Die Kämpfe lassen es krachen, teilweise wirken sie sehr wuchtig und brachial, vor allem wenn die Ultimate Attacken den Bildschirm in ein gleißendes Licht tauchen.
 
Das ist es was Burst Limit ausmacht, ein Spiel das man nur schwer bewerten kann. Es sieht gut aus und ist für Fans des Anime ein wahres Fest. Trotzdem vermisst man auf Dauer die Spieltiefe und auch die Dragonball Figuren sorgen nicht für ewige Motivation. Die ist für alle nicht-Fans ohnehin nur schwer ersichtlich, wer nämlich als Unwissender zum Beat 'em Up greift, verspürt keinerlei "Magie".
 
[u]Mehrspieler_[/u]
 
Wie es sich für ein anständiges Beat 'em Up gehört, könnt ihr natürlich direkt einen Freund verdreschen, der sich dann herrlich neben euch aufregen wird. Das funktioniert unkompliziert und flüssig und macht Dragonball-Freunden viel Spaß. Wer es gern ein wenig spektakulärer hat, der tritt in gewerteten und ungewerteten Spielen gegen den Rest der Welt an.
 
Das macht Spaß, ist gegen Leute von Übersee aber oftmals eine laggige Angelegenheit und viele Matches erinnern an eine Dia Show. Wer sich nur innerhalb europäischer Grenzen bewegt hat damit eigentlich nie ein Problem und erlebt teilweise sehr lange und unerwartet taktische Kämpfe. Zwar hat man immer mal wieder ein paar nervige Spieler dabei, die nur weglaufen und Distanzschüsse abfeuern, dafür kann man einen Gegner der gut gekämpft hat auch direkt nochmal herausfordern - leider nur in den ungewerteten Spielen. Nach dem Kampf gibt es dann eine Beurteilung und als Host kann man entscheiden ob die Drama Objects zum Zug kommen und Partner erwünscht sind. Keine Besonderheiten eigentlich, aber für Fans der Serie gibt es kaum was Besseres. Da durch den Mehrspieler die Motivation steigt, gibt es einen knappen Punkt mehr.
 
[u]Erfolgschancen_[/u]
 
Atari hat ein paar knallharte Achievements eingebaut, die relativ wenig Freude machen. Im Survival Modus 100 Gegner besiegen (Custom und Normal), wird zwar mit satten 200 Punkten entlohnt, sorgt aber auch für Frust und nötigt euch verdammt lange am Stück zu spielen. Der Storymodus alleine füttert euer Konto nur mit etwa 200 Punkten (die man sich leicht verdient), der Rest ist schon deutlich kniffliger und nur für Leute machbar, die auch am Ball bleiben.
 
 
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VOID

Fazit

Pro
 
Contra
 
shadowman
Also die 08 Punkte sind jetzt irgendwie ein Mittelweg. Ich selbst bin übrigens kein Kenner der Serie und damit irgendwie ein guter Testkandidat. Denn trotzdem macht mir das Spiel Spaß, hat viele gute Ansätze und beeindruckende Special-Moves. Wer allerdings keine Lust hat die Serie kennenzulernen, wird sich nur schwer mit dem Titel anfreunden können.

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