Universe at War: Angriffsziel Erde - Review

Universe at War: Angriffsziel Erde

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Review
360
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erlebt in HDTV (samsung le 40m61b), unterstützt durch Dolby Digital 5.1 Teufel Sound
 
[u]"Einladung zum intergalaktischen Weltkrieg - auf unserem Planeten"[/u]
 
Das Genre der Echtzeitstrategie konnte sich trotz einigen guten Vertretern auf der Xbox 360 noch nicht wirklich auf Konsolen durchsetzen. Den Spielern fehlt die Maus, die Tastatur und Leute ohne HDTV können ab und an nicht mal alles erkennen. Zwar bringen Steuerung und Optik auch bei Universe at War einige Probleme mit sich, werden aber von interessanten Figuren und Einheiten ausgekontert. Wäre da nicht die holprige Framerate, die eher trashig inszenierte Story und andere kleine Stolpersteine, Earth Assault wäre ein echter C&C Konkurrent geworden. Zwar bleibt es ein lohnenswerter Ausflug ins RTS Genre, der aber leider nicht perfekt läuft.
 
 
[u]Handlung_[/u]
 
Unser Planet ist schön, unser Planet hat viel zu bieten. Allerdings haben einige Ausserirdische das wohl ein wenig falsch verstanden. Bei Earth Assault ist unsere Erde für die Aliens nämlich kein Urlaubsort, sondern ein Kriegsschauplatz. Drei Rassen landen auf unserem Erdenrund und während einige uns eiskalt ausbeuten wollen, nutzen die anderen genau das aus, um ihren Erzfeinden den Garaus zu machen. Eine solide menschliche Gegenwehr gibt es bei Earth Assault nicht, wir sind lediglich der Austragungsort.
 
Die drei Rassen bei Universe at War, die Novus, die Masari und die Hierarchy haben alle unterschiedliche Ziele. Die Hierarchy zieht von Planet zu Planet, vernichtet alles und jeden der sich ihnen in den Weg stellt und stiehlt sämtliche Ressourcen. Ihre Rivalen, das Maschinenvolk der Novus, folgt ihnen und will den Tod ihrer Schöpfer rächen. Die wurden von der Hierarchy ausgelöscht. Dritte Partei sind die Masari, denen die Hierarchy ihren technologischen Fortschritt zu verdanken haben. Lange mussten die sich nach der einst verlorenen Schlacht zurückziehen und auch sie sinnen nach Rache. Die Handlung wird in einigen Zwischensequenzen und mit vielen eher trashigen Dialogen vorangetrieben, was aber nicht so schlecht ist wie es sich anhört. Immerhin wird man unterhalten und darauf kommt es am Ende ja an.
 
[u]Optik_[/u]
 
Wie eingangs bereits erwähnt, krankt das Spiel an heftigem Ruckeln. Gerade in diesem Genre ist das ein fast tödliches Argument. Wenn sich Einheiten nur noch zuckend über den Schirm bewegen, die Karte zu langsam mitscrollt und Befehle aufgrunddessen ignoriert werden, macht das keinen Spaß und raubt einen Großteil des Spielspaßes. Dabei kann sich die restliche Optik durchaus sehen lassen: Schicke und interessante Einheiten bahnen sich ihren Weg über das mit vielen Effekten gespickte Schlachtfeld. Die Texturen machen dabei nicht immer eine gute Figur, der Gesamteindruck stimmt aber. Es ist Atmosphäre da und weil man viel zu sehen bekommt, sieht Universe at War eigentlich nicht schlecht aus. Eigentlich, denn auch die Kamera ist nicht perfekt und man ertappt sich oft dabei, wie man gerne noch ein wenig weiter weg zoomen würde, um die Übersicht nicht zu verlieren. Trotzdem, die netten Effekte und die gute Stimmung retten den Titel, der ohne den Grafik-Schluckauf mehr Punkte hätte einfahren können.
 
 
[u]Akustik_[/u]
 
Es gibt zwei Arten von Musik bei Universe at War. Während man in den Menüs oft ausserirdisch angehauchte Musik zu hören bekommt, geht es im Spiel gerne auch ein wenig rockiger zur Sache. Da es bei Earth Assault eigentlich nur um Aliens geht, gefällt uns erstere Variante natürlich besser.
 
Die Sprachausgabe ist nicht nur vom Inhalt her leicht trashig, auch die Sprecher machen keinen wirklich guten Eindruck. Dafür ist das Spiel komplett auf Deutsch und es gibt ein paar nett verzerrte Stimmen. Auf dem Schlachtfeld gibt es dann natürlich jede Menge Feuergefechte, gewaltige Läufer die mit ihren Kanonen auf euch schießen und saftige Explosionen. Die Zutaten sind also vorhanden und die Atmosphäre stimmt auch. Universe at War haut euch zwar nicht vom Hocker, sorgt aber für gute Unterhaltung.
 
[u]Ladezeiten_[/u]
 
Während das Spiel lädt, bekommt ihr entweder Tipps oder eine kurze Einweisung in die bevorstehende Version, weshalb die Ladepausen zwar auffallen, nicht aber als störend betrachtet werden.
 
[u]Extras_[/u]
 
Keine
 
[u]Suchtfaktor & Spielgefühl_[/u]
 
Wir möchten nicht weiter darüber spekulieren, ob Echtzeitstrategie für Konsolen geeignet ist oder nicht. Das muss jeder selber wissen und wir möchten euch deshalb viel lieber erläutern, ob Universe at War nun ein guter Vertreter seiner Art ist oder eben nicht.
 
Fakt ist, dass das Spiel aus dem Hause Petroglyph, welches übrigens direkt vom PC stammt, einige gute Ideen parat hat, sich aber oft selber ein Bein stellt. Wie bei jedem Strategiespiel, beginnt auch Universe at War mit einem recht umfassenden Tutorial, bei dem ihr lernt wie man Einheiten und Gebäude baut, sich für den Kampf rüstet und die eben noch gebauten Krieger anständig über die Karte navigiert. Das alles funktioniert bei Earth Assault ganz gut. Zwar braucht man ein paar Minuten um sich alle Kürzel zu merken, kurze Zeit später weiß man aber wie man Gebäude errichtet, Einheiten markiert und auch Spezialfähigkeiten nutzt. Meist navigiert ihr mit Hilfe eines Scrollrades, und durch gedrückt halten der Schultertasten öffnet ihr weitere Menüs. Klappt ganz gut, aber nicht so komfortabel wie es am PC wäre. Mit der rechten Schultertaste navigiert ihr euch in windeseile über die komplette Karte was hervorragend funktioniert. An Funktionen oder Komplexität mangelt es nicht, die Auswahl einzelner Figuren zum Beispiel, sorgt aber trotzdem für Schwierigkeiten. Meist sind derlei Probleme auf das heftige Ruckeln zurückzuführen, an das man sich zwar gewöhnen kann, das euch aber dennoch jedes mal aufs neue nervt. Außerdem ist die Kamera bei vielen Gefechten einfach zu nah dran am Geschehen. Man würde gern ein wenig weiter wegzoomen um die Übersicht zu behalten, vor allem bei den großen Walkern kommt einem häufiger der Gedanke. Fakt ist, man kann sich mit der Steuerung arrangieren und schlecht ist sie nicht, etwas mehr Komfort, grade wegen dem Ruckeln, hätte aber nicht geschadet.
 
In diesem Fall also, ist das 360 Pad gleichermaßen euer Freund und euer Feind. Wer sich mit jenen Widrigkeiten anfreunden kann beginnt den Storymodus mit den Novus. Alle Rassen sind im Einzelspiel sofort anwählbar, bei der Story sind sie nur nacheinander spielbar. Mit keiner Rasse übrigens, muss man sich Gedanken um Ressourcen machen. Eure Sammler agieren völlig selbstständig und Knappheit herrscht eigentlich zu keiner Zeit. Stattdessen widmet ihr euch lieber den ersten Gebäuden, was bei den Novus z.B. ein Stromgenerator wäre. Der versorgt all eure Gebäude mit Saft und macht so den Bau einer Armee erst möglich. Danach geht man zum Standard über, baut also Fabriken um Roboter und Krieger herzustellen, Flughäfen für den Luftangriff oder Wissenschaftliche Institute, um neue Fähigkeiten zu aktivieren. Alles relativ normal, aber nicht unspannend. Viele Einheiten haben nette Zweitfunktionen, dienen beispielsweise als mobiles Schild oder können sich in Systeme des Gegners hacken. Wer nach einer Weile auch mit den anderen Rassen in die Schlacht zieht, wird aber überrascht sein. Zwar gibt es bei allen RTS Games Unterschiede zwischen den einzelnen Völkern, hier sind sie aber so gravierend, dass man Earth Assault anfangs für fürchterlich unausbalanciert hält. Die Hierarchy baut beispielsweise gar keine Gebäude. Sie ruft die großen Walker vom Himmel, die dann weitere Soldaten produzieren können. Ihr könnt die Giganten beliebig aufmöbeln, ihnen mehr Schildenergie verpassen oder mit neuen Modulen weitere Einheiten bauen. Das ist ein sehr witziges Prinzip und man ist ziemlich mobil, hat allerdings auch ein großes Problem wenn so ein Läufer dann mal stirbt. Entscheidet man sich für die Masari, erlebt man nicht nur optisch ein völlig anderes Bild, auch muss man sich erstmal an die neuen Einheiten und Eigenheiten gewöhnen. Plötzlich gibt es zum Beispiel Jünger und in der ersten Mission ist man meist nicht mit dem Feind beschäftigt, sondern mit den Eigenheiten und Feinheiten der eigenen Figuren.
 
Das macht Universe at War ziemlich gut. Obwohl es anfangs nicht so scheint, sind die Rassen gut ausbalanciert und die Gefechte machen sehr viel Freude. Man muss sehr genau darauf achten wer gegen wen kämpfen kann, sonst hat man auf einmal eine große "Fußtrupp" Armee und wird von einem einzigen Derwisch niedergemäht. Leider kann man nur 90 Einheiten zeitgleich auf dem Schirm haben, erst wenn diese dann das Zeitliche segnen könnt ihr neue Figuren bauen. Drei Schwierigkeitsgrade treiben euch den Schweiß auf die Stirn, Einsteiger begnügen sich mit "leicht" und wirkliche Profis versuchen es auf "schwer".
 
 
Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten. Wie mittlerweile üblich, ändern sich eure Ziele und Aufträge auch sehr häufig während einer Mission und die einst sicher geglaubte Basis ist plötzlich Schauplatz einer großen Schlacht. Mal wollen hingegen feindliche Basen erobert und eingenommen werden, mal bestimmte Stützpunkte verteidigt und mal ein bestimmter Gegner erlegt werden. Bei Universe at War gibt es übrigens auch Helden. Die sind besonders stark, müssen bis zum Ende überleben und mit ihren Spezialfähigkeiten sind sie in der Lage, das Kampfgeschehen maßgeblich zu beeinflussen. Damit wären wir auch schon bei der Taktik, die ihr euch natürlich zurechtlegen müsst. Oft reicht zwar auch eine besonders große Streitmacht, aber die aggressiven Gegner fordern euch bisweilen und zwingen euch zum umdenken. Das alles sind aber keine Besonderheiten und so haben wir unterm Strich ein launiges und etwas "anderes" Strategiespiel, das mit seiner Thematik aber nicht jedem gefällt und aufgrund der Performance nicht auf ganzer Linie überzeugen kann. Interessant ist hingegen der Conquer the World Modus, bei dem ihr zuerst auf einer großen Weltkarte aktiv seid und in einzelnen Stellungskämpfen nach und nach den Gegner zurückdrängt. Eine gelungene Idee, die auch nach der Kampagne noch viel Spaß macht.
 
[u]Mehrspieler_[/u]
 
Leider sind nicht so viele Spieler online wie erhofft, wer allerdings ein paar Sekündchen Wartezeit mitbringt, erlebt trotzdem ein paar spannende Matches. Das Ruckel-Problem ist hier gar nicht so ausgeprägt wie im Singleplayer, außerdem gibt es dank menschlichen Gegnern ein wenig mehr Abwechslung, was natürlich auch gerne mal zu mehr Intensität führt. Petroglyph hat übrigens vor, euch auch als Xbox 360 Spieler gegen PC Zocker antreten zu lassen. Dieses Feature wird bald mit einem Patch nachgerüstet - so ist es jedenfalls geplant.
 
Drei Modi stehen euch Online zur Verfügung, die aber alle keiner weiteren Erklärung bedürfen. Conquer the World, Ranglisten und Nicht-Ranglisten Spiele. Wie auch im Singleplayer geht es stets um die Vormachtstellung im Level und Geschwindigkeit ist jetzt natürlich besonders gefragt. Jeder der mal ein Duell in dem Genre ausgetragen hat weiß, dass man entweder ziemlich schnell vom Schirm gefegt wird oder ein wirklich packendes Match erlebt. Für den kurzen Quickie ist Earth Assault natürlich nicht geeignet, wer sich aber längerfristig damit befasst, hat Spaß.
 
[u]Erfolgschancen_[/u]
 
Während einige Leute es sicher witzig finden, dürfte sich die Gamerscore-Gemeinde fragen, was das soll. Denn die 44 Erfolge von Universe at War ergeben unterm Strich 1005 Punkte. Das hatte bislang noch kein Spiel und sollte man tatsächlich so kühn sein alle Erfolge freizuschalten, sieht das im Profil irgendwie seltsam aus. Doch keine Sorge, leicht macht es euch Petroglyph nicht. Um alles zu erreichen müsst ihr sehr viele Mehrspielermatches (Rangliste) hinter euch bringen, das Spiel von oben bis unten durchzocken und dabei noch auf einige Details achten. Das kostet viel Zeit und Nerven und bis man überhaupt eine anständige Punktzahl hat, vergehen viele Stunden, die wahrscheinlich nicht jeder in das Game investieren möchte. Leider also überhaupt nicht motivierend.
 
 
VOID

Fazit

Pro
 
Contra
 
shadowman
Universe at War hat mich nicht vollends begeistern können. Am Anfang machen die komplett unterschiedlichen Einheiten noch Laune, hat man aber einmal seinen Favoriten gefunden, mag man die anderen nicht mehr so gern. Außerdem hätte ich gerne ein paar menschliche Atombomben gesehen. Wobei Schwarze Löcher auch was haben...

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