MX vs. ATV: Untamed - Review

MX vs. ATV: Untamed

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Review
360
11
 
 
erlebt in HDTV (samsung le 40m61b), unterstützt durch Dolby Digital 5.1 Teufel Sound
 
[u]"Im Dreck spielen"[/u]
 
Mit knatternden Motorrädern über matschige Hügel springen, sich mit kleinen aber schnellen Quads durch den Schlamm wühlen und am Steuer von Monster Trucks einfach mal die Sau rauslassen. Ist das nicht ein uralter Männertraum? Jeder der das so sieht, kann sich mit MX vs. ATV jetzt zumindest die Atmosphäre und einen Teil des Feelings nach Hause holen. Vor allem zu Beginn geht das Konzept auf und begeistert euch mit launigen Sprüngen, wilden Duellen mit der Konkurrenz und ihr könnt sogar Fahrer und Fahrzeug tunen. Doch irgendwie gibt es zu viele kleine Makel, die dem Spiel über kurz oder lang das Genick brechen. Die Runden sind zu lang, die KI ist zu beschränkt, die Menüführung ist wirr und unschön. Auch technisch ist MX alles andere als ein Meilenstein. Spielt also vorher Probe und findet heraus, ob euch Dreck und Staub gefallen.
 
 
[u]Optik_[/u]
 
Die Grafik hat ihre Höhen und Tiefen, das mal vorweg. Das Spiel aus dem Hause Rainbow Studios kommt übrigens nicht knallbunt wie ein Regenbogen daher, sondern eher trist. Kein Wunder, immerhin heizt ihr hauptsächlich über staubige Pisten, zieht tiefe Furchen in Matsch und Schlamm, düst über Dreck und brettert über sandige Sprungschanzen. Nur selten ist das spektakulär, auch wenn MX vs. ATV definitiv ein paar schöne Momente hat. Wenn man mit irrer Geschwindigkeit bergab saust oder sich euer Bike majestätisch in die Lüfte erhebt, macht das Laune und sorgt für gute Atmosphäre. Die herrscht auch zu Beginn im dichten Fahrerfeld, wenn die Konkurrenz an euch vorbeispringt oder in der Kurve aus dem Sattel fliegt.
 
Die Qualität der Texturen ist dabei durchwachsen. Schlamm sieht beispielsweise ganz gut aus, auch die Pisten sind gelungen. Es fehlt aber nicht nur an Abwechslung, sondern auch am nötigen Schuss Qualität. Der Vergleich zu Motorstorm drängt sich dabei fast schon auf - und da verliert MX vs. ATV in jedem Bereich. Es gibt einfach zu wenig Highlights und wenn man die erste Stunde hinter sich hat, gibt es nicht mehr viel zu entdecken.
 
 
[u]Akustik_[/u]
 
Typisch für ein Spiel dieser Art, was es aber nicht besser macht: Leider ist die Akustik nämlich sehr laut und wild, dabei aber belanglos und nicht wirklich aufs Spiel abgestimmt. Ihr bekommt mitunter sehr aggressive Rock- und Metalsounds, ab und an präsentiert von ein paar Bands die man kennt. Trotzdem entsteht kaum Atmosphäre, es läuft viel mehr nebenher. Die Effekte sind zwar nicht schlecht, leider hat man sich aber sehr schnell sattgehört. Das ewige Brummen eurer Bikes und Quads, dazu ganz selten mal ein paar Fans. Um genau zu sein: Wechselt die Hintergrundmusik, hört ihr nichts außer dem Knattern eures Gefährts. Keine Umgebungsgeräusche oder Details. Stimmung kommt deshalb nur im Pulk mit anderen Fahrern auf, ansonsten hätte man hier ein wenig mehr Liebe zur Atmosphäre erwarten dürfen.
 
[u]Ladezeiten_[/u]
 
Während das Spiel lädt, dürft ihr in einem kleinen Parcours schonmal mit dem Vehikel eurer Wahl rumdüsen. Da gibt es Schanzen und Hügel und man kann sich gut die Zeit vertreiben. Das ist aber auch bitter nötig, denn ATV braucht unheimlich lang um zu Potte zu kommen.
 
[u]Extras_[/u]
 
Keine
 
[u]Suchtfaktor & Spielgefühl_[/u]
 
Eins muss man dem Spiel ja lassen: Es gibt haufenweise unterschiedliche Flitzer. Neben den ATVs und den MX Crossbikes, die dem Titel den Namen verleihen, könnt ihr noch in Monster Trucks, Buggys, Pocket Bikes und ein paar anderen Offroad Fahrzeugen rumheizen. Das tut ihr auf hügeligen Pisten und staubigen Strecken, meterhoch fliegt ihr durch die Lüfte, drängt Konkurrenten ab und schwingt euch nach einem schweren Sturz wieder aufs Gefährt.
 
Leider geht dem Spiel nach relativ kurzer Zeit trotzdem die Luft aus. Das liegt an der etwas seltsamen Menüführung, langen Runden und beschränkten Optionen, außerdem vielen kleinen Makeln im Detail. Mit denen möchten wir aber nicht beginnen, sondern mit den Möglichkeiten, die ihr im Hauptmenü habt. Das wäre, nachdem man sich für den Singleplayer entschieden hat, unter anderem das X-Cross Event, außerdem natürlich Einzelrennen und Turniermodi. Im X-Cross Event sind alle Spielvarianten und Fahrzeuge abgedeckt, in einem dichten Fahrerfeld stürmt ihr hier die Spitze der Tabelle und schaltet so nach und nach weitere Events frei. Meist zählt nur der Sieg, ab und an müssen auch Stunt-Punkte gesammelt werden.
 
Der Einstieg in das Spiel ist wegen der Menüführung ein wenig holprig. Man erkennt auf den ersten Blick nicht alle Optionen die man hat, kann ein Rennen nach einem misslungenen Start nicht einfach neu starten und Leute ohne Englischkenntnisse müssen ab und an auch mal raten, wie man denn den gewünschten Modus einstellt. Dabei hat das Spiel, gerade was den Umfang angeht, nicht wenig zu bieten. Ihr könnt in einem Shop neue Teile kaufen oder euer Bike aufmotzen, sogar den Fahrer und dessen Outfit könnt ihr editieren. Außerdem gibt es sehr viele Strecken, die entweder Indoor ihr zu Hause haben oder euch in der freien Natur begrüßen. Leider kann man den Schwierigkeitsgrad und die Rundenzahl nur teilweise einstellen und irgendwie kommt es einem zu Beginn so vor, als führe man unheimlich lang in einem Areal. Und selbst ohne Qualifying, müssen viele Events zweimal hintereinander gespielt werden.
 
Das nervt, ebenso wie das etwas seltsame Stunt Feature. Es scheint nicht dazu gemacht worden zu sein viele Tricks aneinander zu hängen. Dabei will das Spiel genau das von euch und mit dem Stick und dem B Knopf lehnt sich euer Fahrer dann mal vornüber oder spreizt die Beine. Vielfalt und Abwechslung vermisst man jedenfalls schon nach kurzer Zeit. Das zweite Problem ist es, diese Tricks überhaupt zu landen. Es ist ein verdammt schmaler Grat zwischen brutalem Sturz und gekonnter Landung, weshalb man manchmal unfreiwillig mit der Schnauze im Dreck landet. Wer den Dreh raushat, fährt einige Hügel etwas langsamer an, weil sie euch stellenweise wirklich viele Meter durch die Luft katapultieren. Das wiederum, ist ein großer Reiz des Titels. Mit dem Bike oder Quad durch die Luft zu segeln, vorbei an Publikum und Konkurrenz, das macht Laune und viel Spaß. Auch wenn es mal bergab geht und ihr stetig schneller werdet, fühlt sich das echt gut an. Rutscht euer Gefährt euch ausversehen mal von der Fahrbahn, zählt euch ein Counter an und wer innerhalb von drei Sekunden wieder die "Rennstrecke" betritt, fährt ohne Zeitverlust weiter. Schafft ihr es nicht, wird euer Vehikel zurückgesetzt. Absurderweise erkennt das System viel zu oft nicht, dass ihr wieder auf der Strecke seid. So wollten die Rainbow Studios wahrscheinlich hemmungsloses Abkürzen verhindern (was wir gut finden), frustrieren damit aber häufig auch Spieler, die völlig regelkonform fahren.
 
 
Auch bei der KI gibt es kein durchweg grünes Licht. Nervig ist vor allem der Fakt, dass verschiedene Rennklassen unterschiedlich schwer zu handhaben sind. Quads sind auch für Anfänger ganz nett, während man in den Monster Buggy schon deutlich mehr Übung und Können benötigt. Ansonsten könnt ihr den Schwierigkeitsgrad selber einstellen und müsst nur beim X-Cross Event mit einer langsam besser fahrenden KI leben. Ist die euch mal davon gezogen, habt ihr ab dem normalen Schwierigkeitsgrad kaum mehr eine Chance sie einzuholen. Wer das schaffen will braucht absolute Streckenkenntnis, ein wenig Glück bei den Sprüngen und muss das Fahrzeug voll im Griff haben. Aufpassen müsst ihr auch nach kleineren Hopsern. Landet ein Konkurrent in eurem Nacken fallt ihr vom Fahrzeug, während der Übeltäter sorglos weiter fährt.
 
MX vs. ATV ist insgesamt relativ schwer zu beurteilen. Die vielen Fahrzeugklassen und der gute Umfang können euch lange beschäftigen und wer die Materie ohnehin mag, erfreut sich an jedem Sprung und jeder noch so kleinen Buckelpiste. Anderen ist das Design, bzw. die Aufmachung mitunter zu oberflächlich und der Spielspaß mit seinen vielen Höhen und Tiefen zu wankelmütig. Trotzdem: Wer gerne im Dreck spielt darf mal reinschauen!
 
[u]Mehrspieler_[/u]
 
Auch im Mehrspieler lebt ihr mit der unglücklichen Menüführung und könnt ansonsten natürlich mit allen Fahrzeugen gegen bis zu 12 Gegner antreten. Während sich die Spieler sammeln, können alle Teilnehmer wieder in der "Trainingshalle" rumdüsen, bis das Spiel schließlich startet. Auffällig ist, wie wenig Leute überhaupt Online zocken und wie hoch die Quote derer ist, die das Spiel vorzeitig beenden. Wirklich Laune macht MX im Multiplayer also leider nicht.
 
[u]Erfolgschancen_[/u]
 
Der Anfang ist sehr zäh und es dauert eine ganze Weile, bis man bei ATV mal ein paar Punkte beisammen hat. Hinzu kommt der Fakt, dass man alle Events bestehen und gewinnen muss. Das macht irgendwie nicht so viel Spaß, hauptsächlich weil die Motivation fehlt.
 
 
VOID

Fazit

Pro
 
Contra
 
shadowman
Meine anfängliche Begeisterung wich recht schnell einer unschönen Ernüchterung. Vor allem vom "Singleplayer" hatte ich mir ein wenig mehr erhofft. Trotzdem ist es ultimativ spaßig mit Vollgas über eine Schanze zu heizen, den Sturz locker wegzustecken und danach schon wieder mit irrem Speed durch eine Steilkurve zu brettern...

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