Viking: Battle For Asgard - Review

Viking: Battle For Asgard

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Review
360
14
 
erlebt in HDTV (samsung le 40m61b), unterstützt durch Dolby Digital 5.1 Teufel Sound
 
[u]"In der Mitte zerteilt"[/u]
 
Wer schon immer mal einen Recken erschlagen wollte oder darauf steht, unzählige Gegner niederzumähen, der sollte sich Segas Viking vielleicht mal genauer anschauen. Das Action Spiel, das mit einem Stück Verspätung nun doch in Deutschland erscheint, bringt euch in die Rolle von Skarin, dessen Klingen eure Widersacher problemlos zerteilen. Das ist aber genau einer der vielen Reize des Titels, bei dem ihr nach und nach eure treuen Freunde befreit und ganze Landstriche wieder in Sonnenschein hüllt. Doch nach ein paar Stunden erkennt auch der blutrünstigste Spieler, dass das fade Missionsdesign, die immer gleich bleibenden Kämpfe und die wirre Kameraführung "Battle for Asgard" weit zurück in durchschnittliche Regionen drückt. Viking krankt also an den gleichen Problemen wie die Konkurrenz, sieht aber besser aus. Dass man außerdem nicht immer auf festen Pfaden wandelt, steht dem Titel ebenfalls gut zu Gesicht. Genrefans dürfen also ruhig zugreifen, alle anderen lesen weiter und spielen im Idealfall kurz Probe.
 
 
[u]Handlung_[/u]
 
Skarin heißt euer Wikinger, der sich muskelbepackt und mit Tierfellen bedeckt seinen Weg durch das Land bahnt. Freya, die Göttin des Lichts, hat sich eurer angenommen und es liegt nun an euch, die Armeen der dunklen Gegenseite wieder zurück in die Hölle zu schicken. Dabei trefft ihr auf zahlreiche freundlich gesinnte Brüder im Geiste, die euch meist treu ergeben sind. Zwischendurch wird der Held immer wieder von Visionen heimgesucht und in bunt gezeichneten Zwischensequenzen kommen immer mehr Details zur Geschichte ans Tageslicht. Wirklich zu fesseln vermag die Story aber nicht. Das ist ein wenig schade, denn aus der Thematik hätte sich sicher ein wenig mehr rausholen lassen können.
 
[u]Optik_[/u]
 
Saftige Wiesen, alte Ruinen und felsige Landschaften, gehen mit den von Holzhütten geprägten kleinen Siedlungen einher. Die Atmosphäre stimmt, egal ob ihr unter einer düsteren Wolkendecke kämpft, oder ihr das goldene Tageslicht bereits wieder zurückgebracht habt. Auch die Gegner können sich sehen lassen: Wuchtige Krieger und absurde Bestien, die sich auf Dauer aber genau so ähnlich sehen, wie eure Wikinger Freunde. Gut, das wundert bei großen Massenschlachten niemanden mehr, ebenso wie die stets gleichen Animationen. Genau deshalb verliert Viking aber mit jeder Spielstunde an Reiz. Die detaillierten Landschaften und die herrlich blutigen Finisher sind schön, aber wegen mangelnder Abwechslung irgendwann keine Attraktion mehr.
 
Immer wieder ansehnlich sind die finalen Schlachten, bei denen massenhaft Freunde und Feinde aufeinander losstürmen und sich wild beharken. Das Chaos, das durch viel Blut und haufenweise wuselnde Krieger wirklich unübersichtlich wird, ist aber auch die einzige Abwechslung die ihr bekommt. So schick die Landschaften und Höhlen auch sind, sie gleichen sich zu sehr. Dafür ist Viking ruckelfrei, man bemerkt kein hässliches Tearing und die Atmosphäre stimmt.
 
 
[u]Akustik_[/u]
 
Etwas zu idyllisch möchten wir fast sagen. Denn wenn auf dem Schirm keine Schlacht tobt, läuft Skarin durch eine sehr friedliche Welt, die man deshalb fast überhört. Keine epischen Melodien oder Hymnen begleiten euch, nur selten setzt die Musik ein, die dann zum Thema passt, aber nicht übermäßig genial erscheint. Die Effekte machen das schon ein wenig besser. Neben dem gerade erwähnten Vogelgezwitscher gibt es krachige Waffensounds und berstende Knochen. Auch hier darf man aber die Wucht des Dargebotenen kritisieren, denn wirklich brachial oder imposant ist es nicht. Gleiches Spiel auch bei der englischen Sprachausgabe, die hervorragend klingt, aber ohne rechte Leidenschaft eingesprochen wurde.
 
[u]Ladezeiten_[/u]
 
Der Ladebildschirm ist nicht wirklich hübsch anzuschauen. Genau deshalb fallen die Unterbrechungen auch noch deutlicher auf.
 
[u]Extras_[/u]
 
Keine
 
[u]Suchtfaktor & Spielgefühl_[/u]
 
Viking ist auf der Xbox 360 nicht allein. Die direkten Konkurrenten heißen Conan und Beowulf, beide Spiele haben einen CW Test erhalten und allem Anschein nach macht sich Viking auf, die Krone des Genres zu gewinnen. Dabei ist das Spielprinzip so simpel wie schon bei den Kollegen. Ihr bewegt euch durch die Landschaft und nehmt es problemlos auch mit ganzen Hundertschaften von Gegnern auf. Die werden recht brutal ins Jenseits befördert, ein bisschen Magie mischt sich mit rein und fertig ist das unkomplizierte, aber durchaus launige Action Spiel.
 
Sega hat sich aber schon noch ein paar mehr Sachen bei dem Titel gedacht. So müsst ihr hier nicht festen Pfaden folgen, sondern könnt euch auf der großen Karte völlig frei bewegen. Unterwegs entdeckt ihr neue Ortschaften und Aufgaben, geheime Höhlen und natürlich jede Menge feindliche Legionssoldaten. Die gilt es zu erledigen und die gefangenen Wikinger aus ihren Klauen zu befreien. Deren Hilfe braucht ihr für die besonders großen Finalschlachten. Denn auch wenn ihr euch frei entscheiden könnt wohin ihr gehen möchtet, gibt es immer wieder Ortschaften die man alleine nicht überfallen kann. Eure einst kampfunfähigen Recken werden sich also sammeln und zu einer Armee formieren, mit deren Hilfe sich auch die größte feindliche Stellung aushebeln lässt. Das Spielprinzip ist gelungen, für jede große Schlacht muss man nämlich nicht nur die verbündeten Wikinger retten, sondern auch Drachen herbeirufen oder mystische Objekte bergen. Die Karte in eurem Hauptmenü gibt euch stets Auskunft über den aktuellen Status.
 
Im Mittelpunkt stehen aber trotzdem die vielen Auseinandersetzungen. Mit A und X setzt ihr euch mit euren Klingen zur Wehr und könnt mit einer Kombination aus R und B auch noch ein wenig Magie ins Spiel bringen. Die entfaltet ihre Qualitäten aber nicht so recht, das Zaubersystem hätte ein wenig ausgereifter sein können. Die Kämpfe machen handwerklich hingegen alles richtig. Egal ob ihr die feindlichen Attacken blockt oder selber austeilt, es kommt vor allem aus Timing an. Habt ihr den Feinden ausreichend Schaden zugefügt, könnt ihr sie mit der X Taste hinrichten. Das sieht gut aus, gewinnt dank einer automatisch aktivierten Zeitlupe zeitweise an Style und vernichtet den Gegner natürlich völlig - oft ist nicht mehr viel von ihm da. Wer allerdings Conan gespielt hat, vermisst ein wenig Abwechslung und Vielfalt bei den Schnetzeleien, auch wenn Held Skarin gerne mal zum Meuchelmörder wird oder mit scharfen Äxten um sich wirft.
 
 
Genau jene mangelnde Abwechslung, bricht dem Titel auf Dauer das Genick. Es gibt zu wenig Kombos, zu wenig Magie und wer eine Schlacht gefochten hat, weiß wie er auch die nächste gewinnen kann. Viking ist für viele mit Sicherheit auch zu simpel was den Spielablauf angeht. Das ist allerdings bei dem Genre fast immer so und kann dem Spiel nicht negativ angerechnet werden. Doch Viking hat auch noch mit ein paar anderen Problemen zu kämpfen. Da wäre zunächst mal die etwas wirre Kamera. Ständig müsst ihr nachjustieren und drehen, vor allem bei Kämpfen mit einer Gegnerüberzahl wird das zum nervigen Vewirrspiel, das stellenweise auch für Frust sorgen kann. Neben dem bereits beschriebenen Mangel an Vielfalt und Abwechslung ist das aber fast der einzige Kritikpunkt. Der restliche Teil des Teufels steckt dann eher im Detail: Warum kann man nur drei Feuerkrüge und zehn Wurfäxte ausrüsten? Warum sind diese Gegenstände weg, wenn man stirbt, während die Gegner noch da sind? Und warum zur Hölle macht es Spaß gegen sechs Gegner zu kämpfen, während es ab sieben Gegnern zum frustigen Glücksspiel wird? Das alles sind kleine Makel, die man als Freund des Genres aber wegstecken kann. Denn Battle for Asgard ist unkompliziert und launig, sieht außerdem gut aus und bietet trotz etwas lahmer Geschichte viel Atmosphäre. Es macht Spaß sich langsam durch eine feindliche Höhle zu metzeln und obwohl es kaum Finishing Moves gibt, sieht man ihnen auch nach vielen Stunden noch gerne zu. Übrigens: Der Umfang ist eher durchschnittlich, nach etwa zehn Stündchen sollte jeder den Abspann gesehen haben. Zu erwähnen sind sicherlich nocht die nervigen und teilweise komplett auf Zufall basierenden Schleicheinlagen. So kommt Vikings mit 07 Punkten davon und setzt sich vor die direkte Konkurrenz.
 
[u]Erfolgschancen_[/u]
 
Wer auch nur in die Nähe der vollen Punktzahl kommen möchte, muss das Wikinger-Abenteuer komplett durchspielen, dabei zahlreiche Gegner erschlagen und sogar einen Recken zu Fall bringen, ohne dabei einen Treffer abzubekommen. Nebenbei wollen Schädel aufgespürt werden und das alles natürlich auf dem härtesten Schwierigkeitsgrad. Ein wenig Zeit braucht man also schon, unmöglich ist aber nichts.
 
 
VOID

Fazit

Pro
 
Contra
 
shadowman
Also ich fand das Spiel vor allem zu Beginn sehr spannend und wild. Leider lässt das dann irgendwann nach und wird durch stellenweise frustige Abschnitte weiter nach unten gezogen. Wer auf ein wenig unkomplizierte und blutige Action steht, kommt dennoch auf seine Kosten.

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