Naruto - Clash of Ninja Revolution - Review

Naruto - Clash of Ninja Revolution

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Review
WII
15
Naruto Clash of Ninja Revolution
 
In unserer ersten Review zu einem Naruto-Spiel sprachen wir von einem Exoten. Schließlich war der Manga oder Anime hierzulande überhaupt nicht verbreitet. Mittlerweile haben sich die Zeiten aber deutlich geändert. Es reicht schon nachmittags den Fernseher anzuschalten. Nicht selten erwischt man dabei Naruto, wie er auf RTL 2 sein Unwesen treibt. Es gibt viele Fans der Serie, in der die Geschichte des kleinen Waisenjungen aus dem Dorf Konoha erzählt wird. Wie es nun mal für solche erfolgreichen Serien üblich ist, gibt es auch eine große Anzahl an passender Videospielsoftware. Die Palette an Naruto-Videospielen ist in den letzten Tagen um einen Titel reicher geworden. Naruto Clash of Ninja Revolution ist die Premiere auf Nintendos Wii. Ob sich dieser Titel den Zusatz Revolution nun wirklich verdient hat und sogar Spieler, die die Serie überhaupt nicht kennen überzeugen kann, wollen wir in diesem Artikel feststellen.
 
Die Geschichte um Naruto wurde mittlerweile oft erzählt. Daher wollen wir auch nur ganz kurz darauf eingehen. Naruto Clash of Ninja Revolution spielt noch in den ersten Staffeln der Serie. Das Heimatdorf Narutos wurde vor einigen Jahren vom Kyuubi angegriffen. Kyuubi ist ein neunschwänziges Fuchsungeheuer und konnte nur vom Dorfoberhaupt, dem Hokage besiegt werden. Er musste im Kampf sein Leben opfern und versiegelte den Kyuubi im Körper eines Neugeborenen. Dieses Kind war Naruto. Alle Bewohner des Dorfes verachteten den kleinen Jungen, obwohl dieser ja für die schrecklichen Taten des Monsters nicht verantwortlich gemacht werden kann. Um Beachtung und Liebe zu erfahren hat es sich Naruto zum Ziel gemacht selber einmal das Dorfoberhaupt zu werden und den Titel des Hokage zu erlangen.
 
Dattebayo!
 
Echte Naruto-Freaks dürften bereits ihre Erfahrung mit Clash of Ninja auf dem Gamecube gemacht haben. Genau auf diesem Spiel basiert der neue Teil. Allerdings soll er laut dem Titel nun eine "Revolution" erlebt haben. Doch bröseln wir alles Punkt für Punkt einmal auf. Sowohl in Sachen Mechanik, Gameplay und Präsentation hat man sich dem zweiten Teil der Serie bedient (der hier als erster Teil veröffentlicht wurde).
 
Den größten Reiz im Spiel besitzt der Story-Modus. In diesem werden einzelne Teile aus der Serie nachgespielt. Die Geschichte setzt zu der Zeit der Chunin-Prüfungen an. Dabei hat fast jede bekannte Charaktere einen Auftritt. Insgesamt bekommt man es mit 20 spielbaren Figuren zu tun (die Anzahl der Charaktere wurde aufgestockt). Man darf selber entscheiden in wessen Rolle man schlüpfen will und man sich profilieren möchte. Wie es für alle gängigen Lizenzspiele so üblich ist, dürften Spieler, die sich nie mit der Thematik beschäftigt haben, etwas verloren vorkommen. Fans der Serie wissen aber zu jedem Zeitpunkt Bescheid und können schon im Vorfeld sagen, welcher Kampf wohl als nächstes ansteht. Clash of Ninja Revolution lebt einfach vom Naruto-Flair und dürfte die Fans in Verzückung geraten lassen. Für alle anderen ist es einfach ein überdurchschnittliches Beat'em'Up im Comic-Look.
 
Revolution?
 
Den Zusatz Revolution will sich die Serie aufgrund der neuen Steuerung mit der Wii-Mote geben. Insgesamt stellt man aber schnell fest, dass sich an der eigentlichen Mechanik nur wenig geändert hat. In verschiedensten Arealen, die Schauplätze der Serie nachempfunden worden sind, bekriegen sich die Kämpfer. Jeder besitzt eine Palette an Combos, die jederzeit in den Menüs eingesehen werden können. Neben der üblichen Lebensanzeige ist besonders die Chakra-Leiste von größter Bedeutung. Nur mit Hilfe dieser speziellen Kraft ist es möglich die effektiven Spezialangriffe auszuführen. Während sich die Kämpfer mit allen möglichen Moves bekriegen kommt es nicht selten vor, dass es plötzliche Szenenwechsel gibt. Dazu muss man seinen Gegner nur an bestimmten Stellen der Areale in die Ecke drängen oder klassisch aus dem Bild hauen. Der Wechsel wurde sehr schön inszeniert und bringt richtig Dynamik in das Spielgeschehen. Große Neuerungen sind aber insgesamt kaum auszumachen. Der Survival-Modus darf in Clash of Ninja Revolution zu zweit in Angriff genommen werden. Das macht diesen Modus zwar sicherlich interessanter, aber verändert ihn nicht großartig. Wer keine würdigen Gegner in seinem Umfeld hat, der wird sich nicht lange mit dem Titel beschäftigen könnten. Die gebotenen Herausforderungen dürften innerhalb weniger Stunden erledigt und somit auch alle Bonuseinlagen freigeschaltet sein.
 
Doch kommen wir zur Wii-Steuerung, die wohl die größte Veränderung mit sich bringt. Um es kurz zu machen: Der Einsatz der Wii-Steuerung nicht sonderlich originell, aber dennoch passabel. Nicht mehr und nicht weniger. Geht es im Spiel richtig zur Sache, da wünschte man sich aber schnell die klassische Steuerung zurück, da in all der Hektik die Präzision auf der Strecke bleibt. Sehr vorbildlich ist die reine Anzahl an Steuerungsmethoden. Man kann nur mit der Wii-Mote, zwei verschiedenen Nunckmethoden, dem Classic- oder Gamecube-Controller spielen. Mit der letzten Variante fühlt man sich echt um eine Konsolengeneration zurückversetzt. Man hat also reichlich Auswahl und kann selber entscheiden, wie man nun spielen möchte.
 
Spielt man nur mit der Wii-Fernbedinung, so nimmt man diese waagerecht in die Hand. Mit dem Steuerkreuz bewegt man seine Charaktere, während man mit der 1- und 2-Knopf seine Angriffe ausführt. Die Kombination aus Nunchuck und Wii-Mote ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, denn hier führt man die Angriffe mittels einer Bewegung der Wii-Mote aus. Dafür können die Bewegungen, die man während des Einsatzes eines Jutus ausführen muss gefallen. Es werden Bewegungsabläufe eingeblendet und wenn diese richtig ausgeführt werden, so steigt die Effektivität der Moves. Wer keinen Wert auf solche Spielerrein legt, der greift dann halt zum GC- oder Classic-Controller, womit das Spiel immer noch am besten funktioniert.
 
Die Fans von Naruto werden auch mit Revolution glücklich. Das Spiel ist nach wie vor sehr dynamisch und schön inszeniert. Leider hat das Spiel aber insgesamt zu wenige Neuerungen, als das es bedenkenlos empfohlen werden kann. Besonders, wenn man bereits eines der Clash of Ninja Spiele zu Hause im Regal hat. Solo-Spieler werden sich nicht lange mit dem Titel aufhalten, denn die KI (die sich in den Optionen einstellen lässt) ist auch in der höchsten Stufe nicht sehr fordernd. Viel spannender wird es hingegen mit echten Mitspielern. Hier macht Clash of Ninja am meisten Spaß. Außerdem bietet sich ja die Möglichkeit gemeinsam mit einem Freund den Survival-Modus zu spielen. Die Anzahl der Spielmodi klingt aufgelistet ganz gut (Einzelspieler, Multiplayer, Mission Mode, Training, Mini-Game, Extras, Einstellungen) bieten aber auf lange Sicht einfach zu wenig Einstellungsmöglichkeiten und somit auch Dauerspaß. Was dem Spiel sicherlich sehr gut getan hätte, wäre ein Online-Modus.
 
Kommen wir noch zu einem abschließenden Technik-Check. Das erste, was einem ganz groß ins Auge fällt sind die Schatten, die von allen Charakteren geworfen werden. Diese sind unglaublich grob. Wüsste man es nicht besser, so könnte man denken, man sieht Schatten von irgendwelchen Lego-Figuren. Es hat sich also nur wenig getan im direkten Vergleich zum Vorgänger. Trotzdem besitzt die Cel-Shading Grafik nach wie vor seinen besonderen Reiz und passt hervorragend zu Naruto und seinen Freunden. Highlights (aus grafischer Sicht) gibt es nur sehr wenig auszumachen. Die Effekte bei den Spezialattacken dürften aber zu diesen gehören. Diese stechen durch gekonnte Inszenierung besonders hervor. Beim Sound gibt es auch nicht viel zu berichten. Man bekommt die üblichen Naruto-Melodien zu hören. Wichtig ist aber, dass man es mit der US-Fassung der Serie zu tun bekommt. Die wenigen Sprachsamples im Spiel stammen also aus dieser Version der Serie. Optional lässt sich dies leider nicht ändern.
Beim Sound erwarten einen dieselben altbekannten Naruto-Melodien, die man schon seit Jahren zu hören bekommt. Es gibt einiges an Sprachausgabe zu hören, diese basiert aber auf der US-Fassung der Serie. Bekannterweise ist die englische Synchronisation sehr gewöhnungsbedürftig und schlecht, dies wurde auch bei den Sprachsamples nicht verbessert.
 
Positiv:
 
+ 20 Kämpfer aus dem Naruto-Universum
+ schön und dynamisch inszenierte Kämpfe
+ viele Steuerungsmöglichkeiten (Wii-Mote, GC, CC)
 
Negativ:
 
- kaum Verbesserungen zum Vorgänger
- Wii-Mote Steuerung nicht besonders originell
- keine große Herausforderung
 
VOID

Fazit

Pro
 
Contra
 
Becks
Naruto Clash of Ninja Revolution ist nach wie vor ein wunderbares Beat'em'Up. Eine Revolution der Serie ist es aber noch lange nicht. Dazu bedarf es deutlich mehr. Wer als Besitzer von Clash of Ninja für den Gamecube darüber nachdenkt sich dieses Spiel zu kaufen, dem sollte abgeraten werden (es sei denn er ist ein echter Naruto-Maniac). Die Änderungen sind einfach zu gering ausgefallen. Die Wii-Steuerung ist zwar nett, doch trotzdem spielt man diesen Titel lieber mit dem Gamecube-Controller. Dabei fühlt man sich auch schnell wieder in den ersten Teil zurückversetzt. Technisch gibt es keine nennenswerten Verbesserungen. Lassen wir den Entwicklern dieses Spiel noch als erste schnelle Umsetzung für Wii durchgehen. Beim nächsten Titel erwarten wir deutlich mehr.

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