Harvest Moon: Magical Melody - Review

Harvest Moon: Magical Melody

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Review
WII
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Harvest Moon Magical Melodie Review
 
Landwirt müsste man sein. Morgens in aller Frühe aufstehen und sich mit der Natur in Einklang bringen. Dann in den Stall die Kühe melken und auf dem Felde die Hühner füttern. Durch die Erträge gewinnt man nicht nur Geld und kann sich sein Leben finanzieren, es ist sogar gewährleistet, dass man immer etwas Frisches auf dem Tisch hat. Im weiteren Verlauf des Tages pflügt und säht Samen auf dem eigenen Felde. War man fleißig, so steht einem eine reichhaltige Ernte bevor. In Harvest Moon geht die Sache aber bekanntermaßen noch viel weiter. Dafür muss man sich aber nicht mit EU-Subventionen oder aktuellen Weltmarktpreisen herumärgern.
 
Raus aufs Feld
 
Harvest Moon ist mittlerweile eine etablierte Serie, die es schon auf zahlreiche Konsolen geschafft hat und überall seine Fans finden konnte. Im Jahre 1996 erschien das erste Werk (als eines der letzten Hits) auf dem Super Nintendo Entertainment System. Rund zwölf Jahre später schafft es das Spiel nun auf die Wii. Dabei muss aber noch erwähnt werden, dass der neuste Ableger Magical Melodie bereits lange erhältlich ist. Das Spiel ist eigentlich ein GameCube-Titel. Es hat aber nie den Weg zu uns geschafft. Jetzt aber hat es den Umweg über Wii gefunden und kann von unseren heimischen Hobby-Landwirten gekauft werden.
 
Hat man sich nun für das Leben als Landwirt entschieden beginnt Harvest Moon Magical Melodie mit dem üblichen Prozedere. Dem Spieler wird die kleine Hintergrundgeschichte erklärt und mit InGame-Grafikszenen präsentiert. Sie ist ähnlich belanglos wie schon in den anderen Ablegern und fühlt sich gerade zu Beginn, wo man endlich selber Hand anlegen möchte, ziemlich lang an. Nach den vielen Klicks auf die A-Taste kann es aber nun endlich losgehen.
Erprobte Harvest Moon-Fans werden sich sofort heimisch fühlen. Auf der Rückseite der Verpackung wird das anspruchsvollste Harvest Moon aller Zeiten versprochen. Im Grunde aber, fühlt es sich an wie jedes andere. Das generelle Gameplay-Design hat sich kaum verändert. Generell geht es darum die eigene Bauernhof-Wirtschaft zu betreiben. Im Vergleich zu den Handheld-Versionen wurden alle Punkte, die dafür wichtig sind, erweitert. Beispielsweise startet man nicht einfach irgendwo. Man hat die Wahl zwischen drei Feldern. Jedes Feld hat seine individuellen Vor- und Nachteile. Während ein Feld an der Meeresküste sich für die Viehzucht eignet, glänzt ein Feld in der Dorfmitte durch die Nähe zur Stadt. Dadurch ergeben sich viele Einkaufsmöglichkeiten. Aber keine Bange. Wer im Verlauf des Spiels merkt, aufs falsche Feld gesetzt zu haben, der kann später noch sich sein Traumfeld kaufen. Ohnehin ist es ein großes Ziel im Spiel zu expandieren und weitere Felder zu bewirtschaften.
 
Die Aufgaben eines Bauers
 
Bei der Vorstellung, was ein Bauer so alles zu tun hat, denkt man an die typischen Arbeiten. Bei Harvest Moon geht das Ganze aber ein Stückchen weiter. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten in diesem Spiel an das begehrte Geld zu gelangen. Haupteinnahmequelle ist der Anbau von Obst und Gemüse. Auf fruchtbaren Boden gedeiht euer Kapital am besten. Dazu benötigt man neben viel Zeit und der richtigen Pflege halt auch die richtigen Utensilien. Mit der Spitzhacke pflügt man das Feld und mit der Gieskanne müssen die Samen begossen werden. Dies sind Arbeiten, die euch keiner abnimmt. Man muss schon selber raus aufs Feld.
Wenn man dann die ersten Kohlen eingesackt hat, errichtet man am besten ein Stall auf seinem Grundstück. Dadurch eröffnet sich ein weiterer Zweig für eure Bauern-Wirtschaft: Die Viehzucht. Hier muss man auch ständig am Ball bleiben. Schafe, Kühe, Pferde und Hühner zu halten ist nämlich kein Kinderspiel. Das Halten dieser Tiere erfordert vor allem viel Geld. Diese Investition lohnt sich aber, denn die Erträge aus den der Tiere gelieferten Produkte sind hoch. Da die Tiere ständig Nahrung brauchen, muss man schon einen großen Vorrat an Futter anlegen. Dies kauft man am besten auf der Ranch. Auf lange Sicht ist es übrigens ratsam auch eigenes Gras anzubauen und sogar eine eigene Windmühle in Betrieb zu nehmen. Alles geht aber nur Schritt für Schritt. Das ist es auch, was die Faszination von Harvest Moon ausmacht. Es gibt viele Dinge im Spiel zu beachten. Beispielsweise können die Tiere auch krank werden. Das passiert, wenn man seine Tiere nicht abends wieder in den Stall schickt.
 
Ein weiteres Beispiel für den Wirtschaftskreislauf in Harvest Moon zeigt sich bei Betrachtung der Milch auf. Zunächst baut man einen Stall, um Kühe halten zu können. Diese werden mit dem selbstangebauten Rasen gefüttert. Dadurch sind sie glücklich und bringen viel Milch ein. Mit Milch kann man viel Geld machen. Besser ist es dieses Geld dann zu sparen und in eine Buttermaschine zu investieren. Klar ist ein solches Gerät teuer, aber man wird schnell feststellen, dass man mit Butter noch mehr Gewinn macht und sich die Investition gelohnt hat.
 
Weitere Möglichkeiten an Geld zu kommen bieten sich durchs Angeln oder der Suche nach Mineralien in den Mienen. Es gibt also viele, viele Möglichkeiten Geld in diesem Spiel zu verdienen. Einzig die Zeit und die eigene Erschöpfung lassen es nicht zu sich zu verausgaben. Als Spieler besitzt man eine Energieleiste. Diese wird sehr schnell kleiner, wenn man draußen auf dem Feld seiner Arbeit nachgeht. Daher ist es sehr wichtig auch regelmäßig etwas zu essen. Entweder man kocht in der Küche oder man macht ein gemütliches Lagerfeuer. Dazu muss man aber vorher in einen großen Rucksack und Streichhölzern investieren. Wie im wahren Leben kostet auch in Harvest Moon alles Geld.
 
In Harvest Moon Magical Melody läuft ständig die Uhr mit. Morgens um sechs Uhr geht es raus aus den Federn. Von diesem Zeitpunkt verläuft der Tag ziemlich schnell. Daher ist es sehr wichtig, dass man ein geplanten Arbeitsablauf hat und keine Zeit unnötig verschwendet. Zu so einem geregelten Arbeitsablauf gehört auch gute Organisation. Am besten man hält immer den Kalender im Auge, schließlich gibt es im Dorf immer wieder spannende Events, die man nicht verpassen sollte. Hier wird beispielsweise in Minigames ermittelt, welcher Bauer die glücklichste Kuh hat oder man tritt im sportlichen Wettkampf mit den anderen Bewohnern an. Der soziale Kontakt spielt ohnehin eine große Rolle. Wer der richtigen Frau zum richtigen Zeitpunkt ein Geschenk macht, der kann früher oder später damit rechnen auch zu heiraten.
 
Des Bauers Werkzeug: Wii-Mote
 
Etwas ist bei Harvest Moon Magical Melody ganz klar. Man merkt dem Spiel einfach an, dass es ursprünglich ein Nintendo Gamecube-Titel war. Die Entwickler haben einfach alle Aktionen, die man im Spiel ausführen muss nur leicht abgeändert. Statt einer Bestätigung mittels A-Taste, bewegt man nun die Wii-Mote um zum Beispiel die Hacke zu schlagen. Die Steuerung von Harvest Moon ist ohnehin sehr simpel. Alle Elemente lassen sich durch einfache Menüs auswählen. Auch im Sound und bei der Grafik haben die Entwickler von Marvelous Interactiv sich lieber etwas zurückgelehnt und das einfache Landleben genossen. Es gibt keinerlei großen Optimierungen für Wii. Hier wurde einfach nichts in das Spiel investiert. Spielt man im gängigen 16:9 Format, so wird das Bild einfach gestreckt. Was aber auch sehr komisch sein kann, denn die ohnehin großen Köpfe wirken dadurch noch witziger. Ob das nun ein Vorteil ist, lassen wir mal so offen...
Übrigens gibt es in den Menüs viele Eintragungen in englischer Sprache. Das Spiel wurde also nur teilweise übersetzt.
 
Positiv:
 
+ das typische Harvest Moon-Prinzip
+ viel zu tun
+ Abwechslung durch Events und Extraziele
 
Negativ:
 
- schwache Technik
- schlechte Portierung (Bildanpassung)
- Wii-Eigenschaften nur "aufgezwungen"
 
 
VOID

Fazit

Pro
 
Contra
 
Becks
Harvest Moon Magical Melody ist ein nettes Spiel und dürfte gerade den Fans der Serie gefallen. Diese dürfen aber nicht zuviel erwarten. Eine Revolution durch die Wii-Mote erfährt die Serie hier nicht. Die Technik ist wirklich altbacken und wäre in dieser Form nicht auf der Wii nötig gewesen. Aber irgendwie kann man dem Spiel nicht böse sein. Es hat nun mal seinen eigenen Charme und das typische Harvest Moon-Prinzip, das immer wieder gefallen kann.

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