Phantasy Star Universe - Ambition of Illuminas - Review

Phantasy Star Universe - Ambition of Illuminas

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Review
PS2
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Phantasy Star Universe – Ambition of the Illuminus Review
 
Sega ist ein wichtiger Bestandteil der großen Videospielwelt. Für viele heute vielleicht gar nicht mehr so im Fokus der Aufmerksamkeit, waren es gerade diese japanischen Entwickler, die das digitale Unterhaltungsmedium immer wieder auf neue Ebenen gebracht haben. Schließlich war Sega auch lange Zeit einer der ganz großen Player im Konsolenmarkt. Die zahlreichen Klassiker wie Sonic, Shenmue, Golden Axe werden sogar heute noch gespielt. Immer wieder hat Sega es verstanden dem Markt neue Impulse zu geben und dabei war man immer sehr mutig. Dass Mut nicht immer ausgezahlt wird, wissen wir unter anderem dadurch, dass wir heute keine Sega-Konsole auf dem Markt vorfinden können.
 
Eines dieser mutigen und innovativen Produkte ist beispielsweise Phantasy Star Online, das wohlgemerkt das erste onlinefähige Rollenspiel auf einer Konsole war. Am 21.Dezember erschien die erste Version für Segas Dreamcast in Japan. Einige Jahre später wollte man der Serie neues Leben einhauchen und einen indirekten Nachfolger schaffen, der aber dem selben Prinzip folgt. Phantasy Star Universe sah Ende 2006 das Licht der Videospielwelt und wurde für Xbox 360 und PlayStation 2 auf den Markt gebracht.
Fünf Monate nach dem Start von PSU (Phantasy Star Universe) kündigte Sega bereits eine erste große Erweiterung für das Spiel an, welches schließlich Ende 2007 für alle Xbox Live Nutzer zum Download bereitstand. Für 1.600 MS-Points kann man sich auf dem Xbox Live Marktplatz die Erweiterung Ambition of the Illuminus zulegen. Spieler der PlayStation 2 Version aber verfügen nicht über solche Möglichkeiten. Daher hat Sega sich entschlossen die PS2-Erweiterung auf einer eigenen Disk zu veröffentlichen, die völlig unabhängig vom eigentlichen Titel gespielt werden kann. Zu Beginn des Spiels kann man aber seine Daten aus PSU auf Ambition of the Illuminus übertragen.
 
Ambition of the Illuminus
 
Phantasy Star Universe: Ambition of the Illuminus setzt die fesselnde Geschichte des Action-Rollenspiels Phantasy Star Universe fort und bietet zusätzlich noch neue Abenteuer, Gegnertypen und Schauplätze im Gurhal-Sternensystem. Eine neue Bewegung menschlicher Fundamentalisten, bekannt als Illuminus, stört den Frieden im Gurhal-System und verbreitet Chaos in der Gurhal-Regierung. Mit einem selbst erstellten Guardian erkundet man neue Level wie die Ruinen von Old Rozenom City und die unterirdischen Granigs-Minen, wo man auf mächtigere Feinde und Endgegner trifft. In der Version für PS2 können die Spieler zudem eine Reihe von Einzelspieler-Missionen bestreiten, in denen man altbekannten Charakteren wie Ethan Waber aus dem ersten Teil und neuen Gesichtern wie der Guardian-Ausbilderin Laia Martinez begegnet.
 
Bei der Erstellung des eigenen Charakters hat man zahlreiche Variationsmöglichkeiten. Gesichtszüge, Frisuren, Kleidung, Fähigkeiten, Klassen und sogar die Stimmlage kann individuell gestaltet werden. Ist man mit der Figur zufrieden öffnet sich die große Pforte in das Phantasy Star Universum. Hier hat man die Wahl zwischen dem Online-Abenteuer für bis zu sechs Spielern oder aber man erkundet im Offline-Spiel die Kapitel der Originalgeschichte. Hier agiert man als neuer Rekrut der Friedenstruppe GUARDIANS und muss zahlreiche Missionen bestehen. In der Regel haben die Missionen im Gurhal-System immer etwas mit den feindlichen Aliens SEED zu tun. Man bekämpft sie direkt oder man vernichtet von SEED-verseuchte Monster. Ständig interagiert man bei den Missionen mit Figuren wie der GUARDIANS-Ausbilderin Laia Martinez oder dem Helden Ethan Waber aus der ersten Episode. Als wären die SEED nicht genug, treiben wie bereits erwähnt zu allem Überfluss noch die störenden Human Fundamentalist Group Illuminus ihr Unwesen im Universum.
Ähnlich wie in der Legend of Zelda-Reihe bleibt die eigene Figur still und kann so kaum Impulse für die Geschichte setzten. Diesen Part übernehmen aber gerne die anderen Figuren im Spiel, die immer wieder nachhaltig der Story auf die Sprünge helfen. Im Story-Modus wird auch eines sehr deutlich. Ein sehr wichtiger Grundsatz im Spiel ist der Kooperationsgedanke. Innerhalb der Missionen in den verschiedensten Regionen übernehmen die Gefährten die Rolle der menschlichen Online-Partner. Sie geben grobe Befehle und unterstützen euch im Kampf. Dies ist eine wunderbare Möglichkeit sich in die Welt von Phantasy Star Universe einzufinden. Selbst wenn Ambition of the Illuminus der erste Versuch ist, sich mit diesem Spiel vertraut zu machen, so helfen zahlreiche Tutorials bei den ersten Schritten. Man lernt alles über den Lobby-Komplex und was es alles zu beachten gilt. Wie gelangt man an neue Missionen, wo gibt es die besten Kaufmöglichkeiten und wie läuft ein Kampf in PSU ab? Erfahrene Spieler dürfen diesen Part auch gleich überspringen.
 
On- und Off
 
In Phantasy Star Universe spielte man als Ethan Waber, der das Gurhal-Universum vor den bösartigen SEED beschützt. In Ambition of Illuminus sieht die Sache aber ganz anders aus. Der einstige Held wird als Verräter deklariert, der versucht hat einen Anschlag auf den Präsidenten auszuführen. Parallel bekommt es Gurhal mit den Illuminus, einer rassistischen Gruppe, die alle nicht-menschlichen Rassen vernichten möchte, zu tun. Gemeinsam mit der Ausbilderin Laia Martinez beginnt die Suche nach Ethan Waber. Nach und nach deckt man alle Geheimnisse um den Illuminus auf.
 
Zur Erstellung des eigenen Egos wählt eine der Rassen Humans, Newman, Beasts und Casts (die jeweils über individuelle Stärken und Schwächen verfügen) und begibt sich ins Abenteuer. Gesteuert wird die Figur mit Hilfe des Analogsticks die aus der 3rd-Person Sicht dargestellt wird. Es gibt auch eine Ego-Perspektive im Spiel, die aber nur zum Schießen genutzt werden sollte. Die generelle Steuerung im Spiel ist sehr einfach und man kann sehr schnell auf die einzelnen Komponenten im Menü zurückgreifen. Sobald viele Gegner sich um euch tummeln, verliert man allerdings schnell die Übersicht. Durch den rechten Analog-Stick lässt sich aber die Kamera frei drehen, so dass man dieses Manko schnell selber ausgleichen kann.
 
Generell gilt es in Phantasy Star Universe gemeinsam mit anderen Mitspielern Gegner zu besiegen. Dazu stehen euch verschiedene Waffen und Kombinationen zur Verfügung. Neben dem normalen Einsatz der Waffen gibt es noch die Photon-Künste. Spezifisch für jeden Waffentyp können diese erlernt und angewendet werden. Phonton-Künste sind spezielle Techniken, die dabei helfen Gegner noch effektiver zu besiegen oder auch unterstützend heilen. Um überhaupt neue Künste zu lernen benötigt man Scheiben-Objekte, die man im Spiel findet oder kauft. Setzt man die Künste wiederholt ein, so steigen sie und werden stärker. Jeder Einsatz verbraucht Phonton-Punkte. Diese regenerieren sich aber im Spiel allmählich von alleine. Wie in jedem Rollenspiel üblich wachsen die Stärken des Charakters aber auch durch Erfahrungspunkte.
Im direkten Vergleich mit Phantasy Star Universe (also dem eigentlichen Hauptspiel) wurden im Addon neue Waffen, Kampfstile und Moves integriert. Diese passen sehr gut im Spiel. Aus technischer Sicht hat sich aber kaum etwas getan. Dafür bietet Ambition of the Illuminus neue (gelungene) Schauplätze und Effekte. Hier passt eigentlich alles und dürfte gerade den Fans gefallen. Das Spiel kitzelt sicherlich nicht alle Resourcen aus der guten alten PlayStation 2 heraus, was aber im Online-Modus der generellen Geschwindigkeit zu Gute kommen dürfte.
Der Sound des Spiels ist zweischneidig. Einerseits gibt es zahlreiche und gelungen Musikstücke zu hören, die eure Streifzüge durch die Welten deutlich angenehmer gestalten, auf der anderen Seite vermisst man etwas Sprachausgabe im Spiel. In der Regel bekommt man nur einfache Kampflaute zu hören, während die Dialoge in Textform gehalten sind. Zwar sind die Texte auf Deutsch, aber wenn gesprochen wird, dann geschieht dies nur auf Englisch. Wie gesagt: Die Musikstücke sind sehr schön und nerven zu keinem Zeitpunkt. Die Effekte hingegen und die wenige Sprachausgabe kann man aber bemängeln.
 
Zwar haben wir es in Phantasy Star Universe mit einem deutlich besseren Off-Line Modus zu tun, als noch bei Phantasy Star Online, trotzdem merkt man sehr schnell, dass die eigentliche Faszination am Spiel im Online-Modus steckt. Der generelle Aufbau des Spiels ähnelt sehr stark dem Offline-Modus, allerdings besteht der ganz große Unterschied darin, dass man mit menschlichen Gefährten seine Streifzüge durch die Welt von Phantasy Star Universe unternimmt. Man sollte also erstmal sich mit dem Offline-Modus vertraut machen und so herausfinden, ob das Spiel einem persönlich zusagt, Danach kann man sich via PC bei Sega anmelden und sich für 10 Euro monatlich für die Online-Welt registrieren. Als neuer Rekrut der GUARDIANS hat man dann die Möglichkeit Geschichten zu spielen, die so im Story-Modus nicht vorhanden sind. In Teams, die aus maximal sechs Spielern bestehen, kann man nun losziehen und Missionen für die Schutztruppe erfüllen.
 
Um überhaupt an menschliche Mitspieler zu gelangen stehen zahlreiche Lobbys zur Verfügung. Hier kann man absprechen welche Missionen anstehen und wen man begleiten will. Schnell findet man neue Freunde und durch Partnerkarten können diese beim erneuten Online-Spiel sehr schnell wieder ausfindig gemacht werden. Gerade in diesem Bereich hat Sega einige Verbesserungen durchgeführt. In den Lobbys kann man nun gemeinsam mit Freunden Gesellschaftsspiele abhalten und ins Spielcasino gehen. Phantasy Star Universe ist sehr darauf bedacht viele actionreiche Kämpfe zu bieten. Dies macht in Begleitung von Freunden deutlich mehr Spaß als alleine. Im Gegensatz zu anderen Online-Rollenspielen macht es auch Spaß PSU für wenige Stunden zu spielen und vielleicht nur eine gemeinsame Mission zu erledigen. Man hat Spaß und kommt voran, ohne den ganzen Tag einem MMORPG hingeben zu müssen.
Besonders nett (und ein weiterer Ausgleich zum ausgeprägten Action-Gameplay) sind auch die Möglichkeiten das eigene Quatier zu gestalten. Man kann seine eigenen vier Wände ganz individuell gestalten und dekorieren. Besondere Highlights hier sind Statuen großer Sega-Figuren wie Sonic.
 
Neues Universum?
 
Ein MMORPG wie Phantasy Star Universe ist einfach zu komplex, um es in einer einfachen Review genügend umschreiben zu können. Das ist aber auch nicht der Sinn dahinter. Vielmehr soll es einen Eindruck zum Spiel vermitteln. Was erwartet den Spieler und was bietet es? Eine solche wichtige Frage zu Phantasy Star Universe Ambition of the Illuminus ist sicherlich, was es für Veränderungen gegenüber dem Hauptspiel gibt. Hier versuchen wir mal alle wichtigen Dinge kurz aufzuzählen.
Der erweiterte Lobby-Bereich führt die Spieler beispielsweise ins Casino und außerdem lässt sich das eigene Quartier umfangreicher gestalten. Aber auch im Spiel sind die Paletten an neuen Typen, Rüstungen, Photon Arts und Kleidungsstücken wesentlich umfangreicher. Techniken können weitergegeben werden und außerdem feiern die Musik Disks aus PSO ein Revivial. Hat mal alle Kapitel aus Episode 2 gespielt, so kann man sich an Episode 3 wagen. Die Figuren im Spiel können jetzt bis Level 120 trainiert werden.
 
Positiv:
 
+ spannende Story
+ gute Tutorials
+ gelungene Neuerungen
+ Treffen mit Charakteren aus der ersten Episode
+ gute Musik
 
Negativ:
 
- sehr wenig Sprachausgabe
- Einsteiger werden sich schwer tun
- Einfache KI
 
VOID

Fazit

Pro
 
Contra
 
Becks
Phantasy Star Universe Ambition of the Illuminus bedarf in Augen vieler PSU-Spieler sicherlich keiner Review, das Spiel wird einfach gekauft. Genau für diese große Feingemeinde eignet sich das Spiel hervorragend. Wer mit der Serie aber noch gar keinen Kontakt hatte, der sollte sich erstmal mit dem Hauptspiel vertraut machen. Sicherlich bietet Ambition of the Illuminus genügend Hilfen, doch ein Einstieg in diese Serie sollte man mit dem ersten Teil gestalten. So läuft man auch nicht Gefahr wichtige Informationen zur Story und der ganzen Welt von PSU zu verpassen.
PSU ist ein Rollenspiel, das viel auf Action setzt und noch mehr auf den Online-Part wert legt. Der Offline-Modus ist im Prinzip nur ein netter Einstieg, richtig Spaß macht das Spiel aber nur Online (hierzu muss man sich via PC anmelden und einen monatlichen Beitrag zahlen). Technisch bewegt sich Ambition of the Illuminus auf dem selben Niveau wie PSU. Da die Anzahl an MMORPGs auf Konsolen recht übersichtlich ist, sollte jeder geneigte Spieler einen Blick riskieren.
PSU Fans wissen sicherlich, dass die Spieler der PC- und PS2-Version miteinander auf denselben Servern unterwegs sind. Die 360-Gemeinde spielt für sich. Das ist bei Ambition of the Illuminus nicht anders.

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