Naruto: Ninja Destiny - Review

Naruto: Ninja Destiny

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Review
NDS
5
Naruto Ninja Destiny Review
 
Naruto ist einfach überall. Ob nun in Form eines Mangas oder nachmittags im Fernsehen auf RTL 2. Genauso handhabt es der kleine Ninja aus Konoha bei den Videospielen. Auf jeder gängigen Plattform gibt es Spiele mit Naruto und seinen Freunden. Hier in Europa beglückt er uns beispielsweise mit Ultimate Ninja auf der PlayStation 2, während sein Abenteuer auf der Xbox 360 den Titel Rise of a Ninja trägt. Auf dem Nintendo DS haben wir es bereits mit Ninja Council zu tun gehabt. Leider aber, ließ dieser Titel die Qualität der anderen Spiele vermissen. Ninja Council war in jeder Hinsicht ein einfaches Spiel. Ob nun die Grafik, die Gameplaytiefe oder der Schwierigkeitsgrad. All dies will nun das neue Ninja Destiny besser machen. Alleine auf dem ersten Blick erkennt man dieses Vorhaben anhand der gebotenen 3D Grafik. Während sich Ninja Council noch der 2D Grafik bediente, wirkt Ninja Destiny schon deutlich zeitgemäßer. Da so ein erster Blick aber oft täuschen kann, haben wir uns immer wieder in den Kampf gestürzt, um herauszufinden, ob wir nun ein anspruchsvolles Beat'em'Up für den Nintendo DS bekommen haben.
 
Von geheimen Jutsus und Ninjatechniken
 
Naruto Ninja Destiny will alles das bieten, was man aus dem Anime kennt: Combos, Jutsu- und Ninjatechniken. In der Rolle von Naruto, Sasuke, Sakura und weiteren Charakteren aus dem gleichnamigen Manga steht man vor der Wahl von mehreren Spieloptionen. Im Story-Modus bietet sich die Möglichkeit die Geschichte der Naruto-Serie nachzuempfinden. Die Story beginnt in der zweiten Phase der Chunin Auswahlprüfung (Naruto-Kenner dürften wissen, was gemeint ist). Dieser Modus ist sehr simpel aufgebaut. Vor und nach jedem Kampf werden die Protagonisten dargestellt, die sich in kurzen Dialogen unterhalten. Man wechselt zwischen den Rollen und spielt mit vielen verschiedenen Charakteren. So hangelt man sich von Kampf zu Kampf, bis man schließlich das Ende erreicht hat. Besonders lange hält man sich mit diesem Modus eigentlich nicht auf. Die nächste Möglichkeit in Ninja Destiny bildet der Kampf-Modus. Hier offenbaren sich wiederum zwei Optionen. Bei Spieler vs. Computer wählt man aus der vorhandenen Palette seinen Kämpfern. Im Anschluss bestimmt man seinen Gegner. Die zweite Option lautet Einzelspieler. Hier wählt man nur seine Spielfigur und kämpft fortwährend gegen Gegner, welche vom Computer ausgewählt werden. Die klassische Art ein Beat’em’Up durchzuspielen. Durch das Meistern des Story-Modus oder durch einen Sieg im abschließenden Kampf des Einzelspieler-Modus lassen sich neue Spielfiguren freischalten. Insgesamt kommt man so auf die Anzahl von 15 Kämpfern.
 
Zu guter Letzt haben wir es beim Drahtlosen Kampf-Modus mit dem Multiplayer des Spiels zu tun. Im Prinzip gibt es nicht viel zu dieser Option zu sagen. Jeder der beiden Mitspieler sucht sich seinen Favoriten aus und beginnt den Kampf. Vorher darf man noch bestimmen, in welchem Areal diese Schlacht stattfinden soll. Für den Multiplayer in Ninja Destiny werden zwei Module benötigt.
 
Das Kampfsystem in Naruto Ninja Destiny
 
Wir mussten uns nicht wirklich lange mit allen Modi aus Naruto Ninja Destiny aufhalten. Das Spiel bietet nur die minimalen Anforderungen, die man bei einem Beat'em'Up hat und kann keine großen Überraschungen bieten. Genauso sieht es leider auch beim Kampfsystem des Spiels aus. Ohne das komplette Spiel bereits jetzt abzuschreiben wollen wir einfach damit sagen, dass es sehr simpel aufgebaut ist. Mit Hilfe des Steuerkreuzes bewegt man seine Spielfigur. Will man laufen, so hält man das Steuerkreuz in eine Richtung gedrückt. Durch einen Doppeldruck nach vorne beginnt euer Kämpfer an zu rennen. Betätigt man das Steuerkreuz allerdings zweimal nach hinten, so führt man eine defensive Rückwärtsrolle aus. Durch die Darstellung in 3D hat man nicht nur die Möglichkeit sich nach links und rechts zu bewegen, sondern man darf sich auch Richtung Hintergrund oder Vordergrund bewegen. Für die Angriffe sind lediglich zwei Tasten von Wichtigkeit. Mit der B-Taste führt man schwache und mit der Y-Taste starke Angriffe aus. Gesprungen wird außerdem mit der X-Taste. Zusätzlichen Anspruch in Sachen Gameplay eröffnet sich durch den Einsatz der Schultertasten. Mit L kann man sich teleportieren. Fängt man gerade eine Reihe von Schlägen ein, so kann man unter Nutzen seines Chakras, einer Kraft neben der normalen Lebensenergie, sich aus dem Angriff seines Gegners befreien und sich hinter ihm platzieren. Dies bildet auch die wunderbare Gelegenheit für einen Konterangriff. Mit der R-Taste verteidigt man sich ganz einfach.
 
Soviel zur einfachen Tastaturbelegung. Im Kampf selber merkt man aber schnell, dass man sich einfachen Kampfmustern hingibt. Das soll bedeutet, dass man nach nur wenigen Kämpfen das Spiel durchschaut und sich eine Taktik zu recht legt, die in der Regel für jeden noch so harten Kampf ausreicht. Alleine das Teleportieren gestaltet das Spiel so einfach. Wird man angegriffen, so muss man sich einfach nur rechtzeitig dieser Methode bedienen. Sollte der Gegner aber etwas hartnäckiger sein und sich wehren (wer hätte das bei einem Kampfspiel erwartet!?), so beginnt man einfach sich um seinen Gegner herum zu bewegen. Schnell bietet sich euch eine offene Angriffsfläche, die zum Schlag einlädt. Bei den ganz schweren Fällen hilft ständiges Draufhauen. Ja, auch wenn der Gegner sich wehrt, denn schließlich füllt sich so die Chakra-Leiste. Ist diese gefüllt, so setzt man mit Hilfe der A-Taste seine Spezialtechnik ein. Da sich die Leiste sehr schnell füllt, können Kämpfe auch sehr schnell entschieden werden. Der Vollständigkeit halber wollen wir noch erwähnen, dass jede Spielfigur über Kombinationstechniken verfügt. Beim Einsatz der schwachen und starken Schläge muss man bestimmten Mustern folgen, um diese einzusetzen.
 
Die Einbindung des Touchscreens als Feature wurde auch recht einfach gelöst. Hier stehen euch zahlreiche Gegenstände zur Verfügung, die den Schwierigkeitsgrad des Spiels nochmals nach unten schrauben. Man bekommt vor jedem Kampf automatisch sechs Gegenstände zugesprochen. Diese wendet man durch einen einfachen Druck auf den Touchscreen an. Zu den Gegenständen zählen so hilfreiche Dinge wie Engergie- oder Chakrafüller. Mit etwas Glück bekommt man sogar eine zeitweise Unverwundbarkeit. Zwar bietet Naruto Ninja Destiny unter den Optionen zwei Schwierigkeitsstufen, doch werden diese von erfahrenen Spielern schnell gemeistert. Nicht zuletzt aufgrund der Gegenstände, die man im Kampf einsetzen darf.
 
Die Technik der Ninja
 
Für ein 3D Beat'em'Up auf dem Nintendo DS sieht Naruto Ninja Destiny insgesamt sehr solide aus. Die 3D-Figuren bilden das Highlight im Kampf. Diese werden zwar nicht sehr detailliert, dafür aber sauber dargestellt. Mit einer deutlich dicken Outline könnten sich glatt einem Comic entsprungen sein. Gut, dass gerade diese Figuren das Augenmerk auf sich lenken, den der Hintergrund im Spiel ist immer eher langweilig. Die Kämpfer bewegen sich auf einem sehr grob aufgelösten Boden, während im Hintergrund eine in der Regel langweilige Landschaft sich mit bewegt. Lediglich die Spezialattacken können noch etwas hervorstechen. Man wird zwar nicht völlig enttäuscht beim Spielen von Ninja Destiny sein, aber die "verfälschten" Youtube-Videos haben irgendwie mehr erwarten lassen. Insgesamt sieht das Spiel für DS-Verhältnisse durchaus gut aus und zeigt einfach, dass man nicht auf eine 2D Darstellung angewiesen ist.
Beim Sound zeigt sich das Spiel deutlich schwächer. Keine Melodie will sich beim Hörer festsetzen. Wenn doch, dann dürfte es sich dabei um Laute handeln, die einfach nerven. Erstaunlich ist dabei einfach, dass die Sounds und Effekte direkt aus einem Spiel für den GameBoy Advance hätten stammen können. Da haben wir schon bessere Sachen auf dem Nintendo DS gehört. Zwischen den Kämpfen gibt es übrigens einen Ladebildschirm. Dieser ist zwar nur sehr kurz, aber auf dem Nintendo DS ist so was immer noch eher die Endeckung einer Nadel im Heuhaufen.
 
Positiv:
 
+ Naruto Lizenz
+ ordentliche Darstellung
 
Negativ:
 
- schwaches Kampfsystem
- nerviger Sound
- wenige Spielmodi
 
 
VOID

Fazit

Pro
 
Contra
 
Becks
Naruto Ninja Destiny ist besser als Naruto Ninja Council. Zugegebenermaßen, war diese Hürde aber auch nicht wirklich schwer zu nehmen. Allerdings kommt dieser Titel nicht viel weiter. Die Darstellung in 3D ist gelungen, aber dafür wurde an vielen anderen Enden gespart. Der Sound und das einfache Kampfsystem sind nur zwei Beispiele. Ninja Destiny kann man innerhalb weniger Stunden komplett durchspielen. Dabei verwendet man schnell immer wieder die selben Techniken, die zum schnellen Erfolg führen. Wer auf der Suche nach einem anspruchsvollem Beat'em'Up für den DS ist, der sollte lieber weitersuchen. Fans der Serie und Neulinge im Genre bietet es aber einen guten Einstieg.

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