Bullet Witch - Review

Bullet Witch

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Review
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erlebt in HDTV (samsung le 40m61b), unterstützt durch Dolby Digital 5.1 Teufel Sound
 
[u]"Heiße Hexe"[/u]
 
Ja, irgendwas haben sie, diese Spiele in denen man keine Munition benötigt. Nicht umsonst bekommt Bullet Witch bei uns eine beeindruckende 06 von 15. Beeindruckend deshalb, weil es sich um einen Nachtest handelt, das Spiel aus dem Hause Atari außerdem hässlich, stumpf und relativ beschränkt ist. Das ist zwar eine vernichtende Beleidigung, aber Spaß hat man mit dem Action Spiel trotzdem. Hexe Alicia bringt euch nämlich gnadenlos viel Action auf den Schirm, spendiert euch fette Zauber und pures Ballervergnügen. Wer also gerne mal den Kopf ausschaltet und in einer leicht bizarren Welt auf untote Soldaten feuern möchte, kann hier seinen Traum wahr machen.
 
 
[u]Handlung_[/u]
 
Wenn die Welt im Chaos versinkt, untote Soldaten für Furcht und Schrecken sorgen und riesige, pulsierende Hirne Autos durch die Gegend wirbeln, gibt es nur eine Person die man sich zur Rettung wünscht! Alicia, eine knapp bekleidete und gut gebaute Hexe mit einem riesigen Ballermann in den Händen. Ganz ernst nimmt sich Bullet Witch dabei nicht, denn genau das ist die Handlung und zusammen mit einer mysteriösen Stimme zieht ihr in die Schlacht gegen untotes Feindvolk und große Dämonen. Das ist natürlich nicht spannend oder überrascht euch zu irgendeinem Zeitpunkt, bringt aber anständige Unterhaltung ins Wohnzimmer. Und das ist ja das Wichtigste.
 
[u]Optik_[/u]
 
Zugegeben, so ein "Nachtest" kann in Sachen Optik selten fair ausfallen. Etwas über ein Jahr nach dem offiziellen Release ist Bullet Witch ein durchweg fast schon hässlicher Titel, bei dem es an jeder Ecke an Qualität zu fehlen scheint. Tatsächlich sah das Action Spiel aber schon zum Release nicht wirklich beeindruckend aus, was vor allem an der unruhigen Grafik liegt. Die Schatten pixeln oft grob auf, es ruckelt sehr stark und die steifen und fast immer gleich aussehenden Gegner machen kaum Stimmung. Die verschiedenen Level an sich sind gut gelungen, was Texturen oder Details angeht wird man hingegen enttäuscht. Plumpe Objekte mit vielen Ecken und Kanten, dazu simple Effekte und Clipping Fehler. Nein, ein Hingucker ist Bullet Witch tatsächlich nicht. Und doch schafft es das Spiel, euch dank gigantischen Explosionen, abgefahrenen Zaubern und Waffen eine gute Atmosphäre nach Haus zu bringen.
 
 
[u]Akustik_[/u]
 
Die Dialoge mögen unsagbar trashig sein, die englische Synchro geht aber in Ordnung. Meistens jedenfalls, denn ab und an, vor allem wenn mehrere Figuren zu hören sind, wirkt Bullet Witch etwas schwach auf der Brust. Das ist ansonsten nur teilweise der Fall, wuchtige Explosionen und jede Menge ratternde Maschinengewehre beherrschen nämlich das Bild. Die Effekte gehen also vollkommen in Ordnung, auch die Musik ist zu ertragen. Erwartet hier bitte keinen nachhaltig beeindruckenden Soundtrack, man stört sich aber auch nicht daran.
 
[u]Ladezeiten_[/u]
 
Man bemerkt sie, störend fallen sie euch aber nicht auf.
 
[u]Extras_[/u]
 
Keine
 
[u]Suchtfaktor & Spielgefühl_[/u]
 
Die heiße Hexe ist kein Fast Food mehr, Nein sie ist gekommen um unsere Welt von Dämonen und Unheil zu befreien. Alicia, eure Hauptfigur bei Bullet Witch, hat ein paar fette Knarren in der Hand und hat in diesem recht trashigen Action Spiel nicht viel mehr zu tun, als auf alles zu Ballern was sich bewegt.
 
Tatsächlich ist das Spiel aus dem Hause Atari eines jener Games, bei denen man den Verstand mal getrost ausschalten kann und sich ganz dem Moment hingibt. Keine ausladende Geschichte, keine komplizierte Steuerung und kein anspruchsvolles Gameplay. Im Gegenteil, wer nach fünf Minuten die Steuerung beherrscht und nach knapp 25 Minuten das erste Level beendet hat, weiß auch was man in den nächsten fünf Missionen zu tun hat. Die Kugelhexe hat ein riesiges MG parat, eure Gegner sind große Dämonen, Geister, aber hauptsächlich untote Soldaten. Die verstecken sich gerne mal in Ecken, warten ansonsten aber nur darauf von euch abgeschlachtet zu werden. Künstliche Intelligenz sucht man jedenfalls vergeblich, sämtliche Widersacher sind strunzdumm und stehen oft einfach in der Gegend herum. Hat das untote Volk euch entdeckt, muss man mit der L Taste Ausweichsprünge hinlegen, sich eine Deckung suchen oder einen Zauber aktivieren. Das passiert mit RB und in dem übersichtlichen Menü könnt ihr dann Kräfte wie Telekinese aufrufen, oder eine Mauer erschaffen und euch so eine Verschnaufpause gönnen. Später folgen dann gigantische Angriffszauber und das Magiesystem ist launig und sinnvoll. Nach jedem Level kann man außerdem neue Waffen oder Zauber erwerben, bzw. verstärken. Wer die Schnauze voll hat vom MG, kauft sich hier noch eine Gatling Gun, ein Scharfschützengewehr oder eine Art Schrotflinte. Problemlos schaltet ihr im Spiel zwischen den Waffen hin und her, schießt hier auf Feinde, springt in Deckung und erledigt weitere Soldaten die hinter euch aufgetaucht sind.
 
Bullet Witch ist ein Arcade Game, ausgelegt auf mehrfaches durchspielen. Der erste Durchgang ist nach etwa 5 Stunden, vielleicht sogar weniger, beendet, mit gestärkten Waffen probiert man sich aber gerne an den höheren Schwierigkeitsgraden. Denn auch wenn die Feuergefechte sehr stumpf sind und fast immer gleich ablaufen, macht es irgendwie Spaß. Es ist simpel, kompromisslos und man muss nicht groß nachdenken. Ihr habt unendlich Munition in der Kanonen, Magiepunkte und Energie laden sich von allein wieder auf und wer die Spielmechanik erst einmal begriffen hat, bekommt relativ unbeschwerten Spielgenuss.
 
 
Was kann man denn sonst noch so tun bei Bullet Witch? Gar nichts. Ihr bekommt keinerlei Rätsel, die Handlung bekommt man auch mit nur einem Ohr mit und nur wenige Gegner brauchen eine bestimmte Strategie. Ist das Spiel nun also was für euch? Nun, wenn ihr auf recht schnelle Spiele steht, bei denen man das Muster einiger Feinde lernt, nur um teilweise möglichst rasant vom Anfang zum Ende zu gelangen, dann dürft ihr reinschnuppern. Trashige Arcade Unterhaltung bietet Bullet Witch in jedem Fall, dank den aufrüstbaren Waffen probiert man sich dann auch gerne an den höheren Schwierigkeitsgraden. Für alle Fans von qualitativer und gut durchdachter Action, ist das Spiel allerdings nicht geeignet. Beim ersten Durchlauf sucht man ständig nach den Walnußköpfen, irrt also im Level umher, es fehlt Tiefgang und auch die KI. Außerdem hat man eben nicht viel zu tun und wer ein Spiel nicht gern mehrfach durchspielt, ist nach den eben erwähnten 5 Stunden natürlich enttäuscht.
 
[u]Erfolgschancen_[/u]
 
Viele Spieler werden die Entwickler wahrscheinlich verwünschen, aber mit viel Ironie ist man auch an die Erfolge gegangen. Wobei, eigentlich nur an einen. Denn was bekommt ihr, wenn ihr euch auf dem ultra harten Schwierigkeitsgrad bis zum Ende durchballert? Einen ganzen Punkt. Ganz recht, es gibt nur einen einzigen Gamerscore dafür, ohne den ihr mit 999 Punkten oder weniger dasteht. Jeder Spieler mit ein bisschen Engagement kann aber auf 400 bis 500 Punkte bekommen, da man allein für 15 Stunden Spielzeit 99 Punkte bekommt, und für jeden bewältigten Schwierigkeitsgrad zwischen 50 und 200 Punkten.
 
VOID

Fazit

Pro
 
Contra
 
shadowman
Alicia hat nicht den hübschen Po, den ich mir erhofft hatte. Trotzdem macht es Spaß mit der alten Kugelhexe durch die Gegend zu toben, wenngleich die Grafik mittlerweile nicht mehr ansehnlich und das Gameplay unterirdisch simpel ist. Aber wie ich in einem Blogeintrag einst schrieb: Love your trash! Und Bullet Witch ist genau eines jener Games...

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