Advance Wars: Dark Conflict - Review

Advance Wars: Dark Conflict

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NDS
35
Advance Wars: Dark Conflict Review
 
Advance Wars: Dark Conflict stellt euch vor der Trümmern einer zerstörten Welt. Die Stimmung ist bedrückend. Die Welt steht nahe dem Weltuntergang. Hagel von Meteoriten. Die Welt zerstört von Feuerbrünsten, Erdbeben und Tsunamis. 90% der Weltbevölkerung ist verstorben und die übrigen 10% kämpfen um das nackte Überleben. Staubwolken verhüllen die Sonne. Die Welt ist in Dunkelheit gefallen. Einzig der Wille zu Überleben treibt die Verbliebenen an. Eines wird ganz klar: Advance Wars: Dark Conflict bildet den düstersten Teil der Serie.
 
Die Welt in Trümmern
 
Die zentrale Hauptrolle des Spiels übernimmt Ed. Er war kurz davor seine Ausbildung in der Militärakademie abzuschließen. Nach dem Meteoriteneinschlag findet er sich aber in einer völlig neuen Welt wieder. Ed überlebt als einziger und wacht völlig alleine in den Ruinen seiner Akademie auf. Ehe er sich versieht rücken Plünderer vor, die einzig darauf aus sind, alles Brauchbare wie Lebensmittel oder Waffen zu stehlen. Ed hat großes Glück und bekommt unerwartete Hilfe von Kommandant O'Brain. Alleine wäre er völlig aufgebracht, doch O'Brain und seine Strategin Lin kreuzen zufällig seinen Weg und können die fiesen Plünderer in die Flucht schlagen. Ed ist überaus dankbar und darf sich der Truppe O'Brains sogar anschließen. Bei all dem Schrecken, den die Welt zur Zeit widerfährt, bewahrt sich der Kommandant noch die Menschlichkeit. Er und seine Gefolgschaft kehren aus in die Welt und versuchen überall da zu helfen, wo Hilfe benötigt wird. Die Gefolgschaft des Kommandanten besteht aus ehemaligen laurentianischen Soldaten und diese haben sich zur so genannten "Unabhängigen Truppe" zusammengeschlossen. Genau auf diesen Streifzügen durch die Welt retten sie ein mysteriöses Mädchen. Sie hat ihr Gedächtnis verloren, weicht aber Ed, der sie in den Trümmern entdeckt hat, aus Dankbarkeit nicht mehr von der Seite. Das wirklich mysteriöse an dem Mädchen ist, dass sie in den entscheidenden Momenten Eingebungen erhält. Sie erinnert sich immer wieder an wichtige Informationen bezüglich versteckter Stützpunkte oder Schwächen der Feinde. Wer ist dieses Mädchen? Genau dieser Frage folgt man während des gesamten Spiels.
 
Im Vergleich zum Vorgänger Advance Wars: Dual Strike hat sich in Dark Conflict einiges verändert. Während man in Dual Strike wirklich sich nur um die Taktik gekümmert hat und man mehr oder weniger aus der Ferne via Funk Befehle gegeben hat, stürzt man sich in Dark Conflict mitten ins Geschehen. Die Kommandeure nehmen Platz in einem Gefährten und nehmen aktiv an den Schlachten teil. Sie haben die Möglichkeit Spezialfertigkeiten einzusetzen. Diese müssen taktisch und mit Bedacht eingesetzt werden. So steigert man gekonnt die Effektivität der eigenen Armee.
Die Einzelspielerkampagne wird auf einer Weltkarte dargestellt. Hier entscheidet man sich welche Mission als nächstes in Angriff genommen wird. Gewinnt man eine Schlacht, so eröffnet sich die nächste. Nach und nach bahnt man sich seinen Weg durch die dunkle Welt von Advance Wars: Dark Conflict. Die Geschichte wird fortlaufend erzählt. Vor, während und nach einer jeden Mission bekommt man zahlreiche Dialoge der Protagonisten zu lesen. Diese werden mit gelungenen Artworks dargestellt. Der eigentliche Spielverlauf ist klassisch im Advance Wars-Stil gehalten und erinnert an eine Art Brettspiel. Man bewegt seine Figuren oder startet einen Angriff. Hat man alle Figuren bewegt, so ist der Gegner an der Reihe. Das wichtigste Element eines Rundenstrategie-Spiels ist die Aktion des Gegners. Der Reiz wächst, wenn euch euer Gegenüber gewachsen ist. Und genau darin liegt die eigentliche Stärke von Adavance Wars, denn die KI des Computers ist gelungen. Man muss sich schon wirklich mit jeder Map und den Gegebenheiten vertraut machen, um effektiv einen Angriff zu starten bzw. seine eigenen Truppen zu positionieren. Dabei kommt es nicht selten vor, dass die computergesteuerte Truppe euch immer wieder ein Strich durch die Rechnung zieht. Man ist immer wieder erstaunt, wie geschickt auf eure Aktionen reagiert wird. Wildes Nachrüsten und Ballern ist also nicht drin. Als Spieler und Taktiker muss man sich immer wieder neu orientieren, flexibel bleiben und sich den neuen Gegebenheiten anpassen. Riskiert lieber einen zweiten Blick und überdenkt jeden Schachtzug genau. Gerade in den späteren Missionen sollte man eher Ruhe walten lassen, andernfalls kommt man nie zum Erfolg. Man muss auch des Öfteren eine Niederlage akzeptieren, denn gerade aus diesen lernt man am meisten. Es kommt also nur selten vor, dass man gleich im ersten Anlauf siegreich aus einer Schlacht hervorgeht. Trotz allem ist der gesamte Schwierigkeitsgrad sehr solide. Die ersten Missionen sind recht einfach und führen euch gekonnt in das Spielprinzip ein bzw. erfrischen eure Zellen mit der Advance Wars-Spielbarkeit. Im weiteren Spielverlauf steigt der Schwierigkeitsgrad und lässt euch keine Wahl. Man muss taktisch vorgehen und jeden Schachzug genau überlegen. Ein gefundenes Fressen für alle Taktiker, die auch keine Scheu haben sich lange und intensiv mit einem Spiel zu beschäftigen. Neulinge müssen sich durch zahlreiche Tutorials kämpfen und immer wieder Informationen aufrufen. Diese "Arbeit" lohnt sich, könnte gleichzeitig aber auch viele wieder verschrecken.
 
Advance Wars lädt nach!
 
Die meiste Zeit wird man sich mit der Kampagne beschäftigen. Es gibt jedoch noch weitere Möglichkeiten in Dark Conflict. Während man sich auf der Weltkarte von Mission zu Mission hangelt, werden zusätzliche Maps freigeschaltet. Diese nennen sich Kampfübungen und bilden eine willkommne Abwechslung. Hier werden, nach dem ersten Augenschein, simple Kampfareale geboten. Einfache Sachverhalte und typisch taktischen Kulissen. Sie tragen extrem zum Geiste Advance Wars bei. Man bekommt die Möglichkeit sich noch weiter mit dem Gameplay des Spiels zu beschäftigen, denn die Kampfübungen entpuppen sich als fesselnde Herausforderung. Auf der ersten Karte hat man eine bestimmte Anzahl an Truppen und sieht sich einer gleichwürdigen Armee gegenüber. Wer jetzt auf die Idee kommt einfach zu stürmen, der wird sein blaues Wunder erleben. Nutzt man aber die Tipps aus den Tutorials und bedient sich der Möglichkeiten, die Advance Wars bietet, so wird man siegreich vom Felde ziehen.
 
Hat man sich auch hier durchgekämpft bleiben einem noch die frei spielbaren Arcade-Duell Maps. Von diesen gibt es im Spiel eine ganze Menge und sollten auch die nicht mehr reichen, so versucht man sich am integrierten Mapeditor. Die hier erstellten Maps kann man dann nicht nur auf seinem eigenen Modul verewigen, sondern mittels Nintendo WiFi Connection mit der ganzen Welt austauschen. Da wir schon grad beim Thema sind, wollen wir mal einen genaueren Blick auf den Multiplayer des Spiels werfen. Mit Hilfe der WiFi Connection kann man ganz einfach mit Spielern aus der ganzen Welt in Verbindung treten. Man hat die Möglichkeit mit bis zu drei weiteren Spielern Schlachten zu schlagen. Während der Kämpfe auf den selbst erstellten oder vorgegebenen Karten, kann man sich per Voice-Chat unterhalten. Die Qualität ist beim Nintendo DS bekanntermaßen nicht so hoch, doch seinen Sinn erfüllt dieses Feature allemal. Stößt man auf gute Gegner, mit denen man gerne wieder eine Runde spielen möchte, so kann man sich deren Freundescodes in der eigenen Liste speichern.
 
Zurück aufs Schlachtfeld
 
Für alle, die sich noch nie mit Advance Wars beschäftigt haben, sei noch einmal kurz erklärt, wie das Spiel in seinen Grundzügen überhaupt abläuft. Mit Hilfe des Stylus oder des Steuerkreuzes (beide Varianten funktionieren wunderbar) navigiert man sich über eine Karte, die im Prinzip in viele kleine Felder unterteilt ist. In jeder Runde darf man mit jeder Einheit eine Aktion ausführen (Zug oder Angriff). Klickt man auf eine der Einheiten, so werden auf dem oberen Bildschirm genauere Informationen eingeblendet. Dazu zählen die Stärken der Einheit und die Beschaffenheit des Geländes. Beispielsweise verfügt eine Truppe, die sich in den Bergen befindet über eine höhere Verteidigungsstärke. Solche Dinge müssen taktisch genutzt werden. Neben den Informationen werden die Felder erleuchtet, in die die Truppe vorstoßen kann. Nicht jede Truppe kann den selben Weg mit einem Zug zurücklegen. Ob nun Wasser- oder Lufteinheiten, Artilleriegeschütze oder Spähereinheiten. Jede Kategorie verfügt über individuelle Stärken, Schwächen, Angriffreichweiten oder Laufwege.
Um genügend Ressourcen für die Produktion von neuen Einheiten einzunehmen, muss man Gebäude und Städte einnehmen. Mit diesem gewonnenen Geld kann man dann neue Einheiten in den Fabriken, Häfen und Flughäfen bauen. Eine hohe Priorität in den Missionen hat also die Eroberung von Gebäuden. Ist man der Verzweiflung nahe und findet kein Schlüssel zum Erfolg einer bestimmten Mission, so kann man sich in den Menüs einen strategischen Tipp einholen.
 
In Advance Wars: Dark Conflict darf man während der Missionen zu jedem Zeitpunkt seinen Spielstand speichern, was gerade Anfänger begrüßen dürften. Veteranen hingegen fällt auf, dass die Schlachten auf beiden Bildschirmen der Vergangenheit angehören. Auf dem Topscreen werden nur noch Informationen eingeblendet, während die eigentliche Action auf dem Touchscreen dargestellt wird. Dafür wurde aber die Komponente des Untergrundes eingebunden, der wie beschrieben, taktische Auswirkungen in sich birgt. Die Einheiten können übrigens innerhalb einer Mission an Kampfkraft hinzugewinnen. Besitz eine Truppe eine feindliche, so steigt sie im Rang.
 
Advance Wars: Dark Conflict wirkt grafisch im ersten Augenblick wie ein GBA-Spiel der oberen Kategorie. Allerdings holt es an manchen Stellen noch einiges raus. Die Grafik ist bewährte Advance Wars Kost und teilweise direkt aus den Vorgängern übernommen worden. Ein genauer Blick auf die einzelnen Einheiten zeigt, dass die kleinen Pixel-Truppen mit Animationen und Details ausgestattet sind. Man verfügt in Dark Conflict über zwei Zoom-Stufen, wobei die Weitsicht im Spiel empfehlenswerter ist. Zwar sieht man die Details nicht mehr so genau, aber diese sind während des Kriegs ohnehin nicht so wichtig, wie die gebotenen Übersicht. Leider wird die Story nur in Form von Texten wiedergegeben. Immerhin können die Artworks der Figuren ein wenig mehr Stimmung in das Spiel übertragen, als der reine Text. Eine Sprachausgabe wäre sicherlich wünschenswert gewesen, bleibt aber auf dem Nintendo DS wohl weiterhin nur die Ausnahme.
In punkto Sound hat Intelligent Systems genau da angesetzt, wo man mit der Story hinwollte. Erwachsener, ernster und düsterer. Die musikalische Untermalung besteht zum größten Teil aus rockigen Stücken, die zum Spiel passen. Auch die gebotenen Kampf- und Umgebungsgeräusche stehen Dark Conflict sehr gut.
 
Postiv:
 
+ gelungene Story und düstere Stimmung
+ sehr umfangreich
+ Wi-Fi mit Voice-Chat
+ abwechslungsreiche Missionen
+ neue Einheiten
 
Negativ:
 
- hohe Einarbeitungszeit für Neulinge
- schwache Grafik
- keine Advance Kampagne
 
VOID

Fazit

Pro
 
Contra
 
Becks
Advance Wars sieht von jeher sehr unscheinbar aus. Wer sich aber etwas mit dem Spiel beschäftigt, der weiß was sich für ein enormes Potential hinter dem Titel verbirgt. Es ist komplex und die gebotene KI fordert den Spieler einiges an taktisches Verständnis ab. Wer es mag sich mit Statistiken und durchdachten Angriffstrategien zu beschäftigen, der findet hier sein Paradies. Sehr gut ist es Intelligent Systems auch gelungen mit Dark Conflict einen neuen Weg zu gehen. In diesem Spiel geht es deutlich ernsthafter zu Sache, was der Serie irgendwie gut steht. Der gebotene Schwierigkeitsgrad dürfte Neulinge etwas abschrecken. Den Fans dürfte er aber zusagen.

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