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Review

Riddled Corpses EX

Das Twin-Stick-Shooter-Genre war schon immer recht beliebt: Jede Generation hat mindestens zwei Hände voll an Games, die das Genre bedienen und den Fans schnelle Fingerbewegungen sowie noch schnellere Reaktionszeiten abverlangen. NeuroVoider, PixelJunk Shooter, Alienation, Super Stardust oder auch RUINER sind da nur ein paar Beispiele.

Mit Riddled Corpses EX hat sich der französische Entwickler Fabrice Breton die Aufgabe gestellt, das von Entwicklerstudio Diabolical Mind zuvor PC-exklusive Game Riddled Corpses auf verschiedene Plattformen samt einiger Verbesserungen und neuer Funktionen zu bringen. Ob das in 8/16 Bit-Arcade Grafikstil gehaltene Game seine Fans finden wird, soll dieses Review zeigen.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Zombies und Untote machen Jagd auf Menschen und die Welt steht kurz vor den Abgrund. Als Polizist befinden wir uns inmitten der Katastrophe und versuchen am Leben zu bleiben. Besonders spannend oder vielschichtig ist die Geschichte nicht, sie passt aber zum Setting: Man ballert auf alles, was sich bewegt, schaltet dann bessere Fertigkeiten sowie weitere Charaktere frei und ballert sich erneut durch die selben Level-Abschnitte - ein klassisches "Twin-Stick-Shooter"-Game in seiner reinsten Form. Neben Goldeinheiten lassen abgeschossene Gegner bereits zu Anfang Verbandskästen zur Lebensregeneration, Taschenuhren zum kurzen Anhalten aller Gegnerbewegungen oder auch Dynamitstangen liegen. Letzteres ermöglichen per Tastendruck eine größere Anzahl an Gegnern wegzusprengen und schaffen wortwörtlich Platz zum Durchatmen. Die gewonnenen Goldeinheiten können aber auch für die Freischaltung neue Charaktere eingesetzt werden, die wiederum unterschiedliche Stärken sowie Schwächen haben und in den jeweiligen Modi eingesetzt werden.



Der Kampf gegen die Monsterscharen bleibt so spannend und, je nach erspielten Fertigkeiten, abwechslungsreich. Das Design der Monsterscharen ist recht gelungen und beinhaltet einige witzige Gestalten: Beispielswiese einen NFL-Football Zombies, der bei Anblick eurer Spielfigur sofort einen Sprint hinlegt, oder Hasen und andere kleinere Tiere, die euch an die Pelle rücken wollen.

Für Abwechslung hat Fabrice Breton auch in Sachen Modi reichlich gesorgt: Es gibt einen Arcade-, Survival- und auch einen Story-Modus. Inhaltlich sind diese eher schlicht und einfach ausgestattet, sind aber sehr gut ins Spiel integriert. Der Story-Modus beinhaltet, wie der Name bereits vermuten lässt, die Hauptstory, welche mit kleinen Zwischensequenzen im Pixelart-Grafikstil aufgelockert wird. Nichts weltbewegendes, dennoch nett und schick umgesetzt. Wer eine aufgestylte Geschichte mit Wendungen erwartet, ist eindeutig fehl am Platz.

Kleiner Tipp für den Anfang: Ihr solltet unbedingt zunächst den Story-Modus durchspielen. Um die neuen Charaktere auch im Arcade- und Survival-Modus verwenden zu können, müssen diese nämlich erst im Story-Modus freigeschaltet werden - vice versa gilt dabei nicht. Fortschritte im Arcade- und Survival-Modus werden nicht im Story-Modus übertragen.



Um aber im Story-Modus weiter zu kommen, sind einige Stunden Spielzeit notwendig; soll heißen: Man muss etliche Male die gleichen Level-Abschnitte absolvieren. Auch wenn ihr mit drei Leben ausgestattet seid, ohne Upgrades ist das einfache Durchspielen nicht machbar; schon der erste Abschnitt ist nahezu unmöglich schwierig gestaltet. Hat man erstmal eine stärkere Waffe eingekauft, ist zwar der erste Level-Abschnitt machbar, doch ist man jetzt im zweiten Level-Abschnitt benachteiligt. Die Game Over-Einblendung wird euer ständiger Begleiter sein. Während die einen Spieler diese grundlegende Gameplay-Entscheidung als Herausforderung ansehen, ärgern sich andere zu Recht und beenden das Game eher, als erneut einen Anlauf zu starten. Glücklicherweise bleibt euch das eingesammelte Gold nach dem Bildschirmtod erhalten und geht nicht verloren.

Während man im Arcade-Modus alle 6 Levels nach und nach durchspielt, dabei die benötigten besseren Waffen und Fertigkeiten aufsammelt und direkt einsetzt (keine Goldeinheiten erforderlich), funktioniert der Survival-Modus eher als eine Art Endlos-Modus. Hier müsst ihr Monsterwelle nach Monsterwelle überleben, bis ihr zwangsweise das Zeitliche segnet - Highscore-Jagd par excellence! Eine Seltenheit heutzutage: Riddled Corpses EX bietet einen lokalen Zweispieler-Modus an. Der zweite Spieler kann direkt per Tastendruck ins Game einsteigen und hilft ungemein im Kampf gegen die Zombies und Untoten. Ein Online-Modus wird hingegen nicht unterstützt. Der Soundtrack passt zum Geschehen, nervt nicht und erinnert an alte Bit-Arcade-Games. Auch grafisch erinnert das Game an vergangene Zeiten: Die Pixelart-Grafik strahlt mit kräftigen und hellen Farben ins Auge. Technisch läuft das Game auf der Playstation Vita einwandfrei, weder Abstürze noch andere Probleme technischer Natur sind zu vermelden.

Das Game wurde mir per Reviewcode von Entwickler Fabrice Breton zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Pro:

+ Spielumgebung in Pixelart-Optik liebevoll gestaltet
+ Drei unterschiedliche Modi 
+ Lokaler Co-op Modus 
+ Läuft technisch einwandfrei mit flüssigen 60fps
+ Perfekt für eine Runde zwischendurch

Contra:

- Notwendiges Grinden kann am Anfang stark nerven
- Gelegentlich unfaire Momente
- Repetitiver Gameplayloop

Mobile Version > Stationäre Version

Riddled Corpses EX wird leider auf Dauer sehr schnell wiederholend in Sachen Gameplay. Der Story-Modus ist nett aufgebaut, doch wahre Fortschritte sind erst nach vielen Spielstunden spürbar - Stichwort Grinding. Die Stärke von Riddled Corpses EX liegt darin, sich kurz im Arcade- oder Survival-Modus auszutoben und Unmengen an Zombies in die Hölle zu befördern. Grade auch deshalb, weil hier der Fokus voll auf den Rogue-Lite-Aspekt gesetzt wurde: Kurzweilige Spieleinheiten oder alternativ eine Highscore-Jagd für eine etwas längere Bahnfahrt. Daher ist auch eher die mobile Version in Form der Nintendo Switch- oder Playstation Vita-Version (Cross-Buy wird unterstützt!) zu empfehlen, als die Xbox One- oder die PS4-Version. Für Fans solcher Games gibt es also eine klare Kaufempfehlung. Wer aber nach mehr Gameplay-Tiefe verlangt, wird schnell enttäuscht werden.

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