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Vorschaubericht: Lightning Returns - Final Fantasy XIII

Der Abschluss der Final Fantasy XIII-Trilogie erscheint schon im Frühjahr 2014 - Lohnt es sich das Ende mit zu erleben? Wir konnten schon einen Blick auf das Spiel werfen und klären, was alles dahinter steckt.

Montag, 28. Oktober 2013 um 17:23 von HatWolf

Dass jedes Final Fantasy eine eigene und von anderen Spielen der Reihe unabhängige Geschichte erzählt, hat durchaus seine Vorteile. Immerhin können so Neueinsteiger in den 13. Teil kommen, ohne davor die anderen zwölf umfangreichen Rollenspiele kennen zu müssen. Das heißt aber nicht, dass dennoch nicht bestimmte Spiele aufeinander aufbauen können. Schon bei Final Fantasy X führte man das JRPG einfach weiter - Final Fantasy X-2 war das Ergebnis davon. Nun spitzt sich Final Fantasy XIII erstmalig sogar zu einer Trilogie zu. Nach Final Fantasy XIII und Final Fantasy XIII-2 erscheint nun mit „Lightning Returns: Final Fantasy XIII“ der Abschluss der sogenannten Fabula Nova Crystallis-Geschichte. Aber hier fällt schon auf, dass Square Enix den dritten Teil nicht einfach „Final Fantasy XIII-3“ nennt, sondern den Fokus auf die Hauptfigur Lightning legt, denn auch für sie bedeutet der neue Ableger das Ende ihrer eigenen Geschichte. Wir konnten uns in Hamburg selbst davon überzeugen, ob die Rückkehr der rosahaarigen Kampfamazone das Potenzial zum krönenden Abschluss hat oder ob Final Fantasy XIII eine Duo hätte bleiben sollen.

In genau 13 Tagen geht die Welt unter. Da wacht Lightning vielleicht doch etwas zu spät aus ihrem 500 jährigen Schlaf auf, trotzdem muss sie im Auftrag einer Gottheit die Seelen der neu zusammengeschmolzenen Welt Nova Chrysalia retten, bevor es zu spät ist. Wie es dazu kam ist eine lange Geschichte, die irgendwo zwischen falschen Gottheiten, Zeitreisen und Weltzerstörungen ganze Final Fantasy-Wiki Seiten füllen könnte. In ihrer Abwesenheit ist jedenfalls allerhand passiert. Da hier die Zeit anders funktioniert, sind ihre alten Freunde nicht gealtert, doch trotzdem hat die vergangene Zeit ihre Spuren an ihnen hinterlassen, sodass manche kaum wieder zu erkennen sind. Doch wer ist noch ihr Verbündeter und wer mittlerweile ein Feind? Eine Prophezeiung, nach der Lightning selbst den Untergang der Welt bringen wird, ist jedenfalls nicht sonderlich hilfreich, um noch viel Sympathie zu sammeln. Nicht aber nur die Welt hat sich in 500 Jahren verändern, sondern auch offenbar das Gameplay von Final Fantasy XIII. Spielbar ist nämlich in der Tat nur noch Lighting selbst, was dem traditionellen Rundensystem eine neue Action-Komponente hinzufügt. Mit der direkten Kontrolle über eine einzige Figur ist der Spieler fortan in der Lage sie zum Ausweichen über das Schlachtfeld zu scheuchen, sie per Knopfdruck Angreifen oder Blocken zu lassen oder natürlich ihre Fähigkeiten in Echtzeit zu aktivieren. Um ihr aber trotzdem die Vielseitigkeit einer ganzen Truppe zu geben, die man ja sonst in den meisten Rollenspielen unter Aufsicht gestellt bekommt, führt man einen Trick ein, der Fans von Final Fantasy X-2 bekannt vorkommen sollte. In der Tat kehren nämlich die „Dressphere“ zurück, in Final Fantasy XIII aber „Schema“ genannt. Kurz und knapp gesagt: Lightning kann im Kampf ihre Kleidung wechseln. Das hat aber nichts mit modischer Ästhetik zu tun, sondern damit, dass mit einem Schema nicht nur Klamotten, sondern auch Fähigkeiten gewechselt wird. Jedes Outfit steht also praktisch für eine Klasse wie Drachenritter, Feuermagier oder Heiler. Das Austauschen eines Schemata gibt Lightning direkt neue Angriffs- und Verteidigungsmöglichkeiten und ist abhängig vom bekämpften Gegner auch taktisch sinnvoll.

Wie zuvor sind Feinde anfälliger oder widerstandsfähiger gegen bestimme Angriffsarten, wer also seine Ausrüstung zusammenstellt, sollte bedenken möglichst unterschiedliche und aufeinander abgestimmte Fähigkeiten zu besitzen. Davon unabhängig lässt sich jedes Schema nur eine Weile verwenden, bevor die Fähigkeiten aufgeladen werden müssen - ein ständiger Wechsel überbrückt dafür eben die Wartezeit. Kombiniert mit dem action-orientieren Kampfsystem ist das gar keine schlechte Sache, immerhin lassen sich so fast wie in einem Beat‘em Up Komboangriffe aneinander reihen. Das ist gilt besonders für die Kämpfe mit den größeren Monstern, für die reines Draufkloppen nicht ausreichen wird. Schwächen ausnutzen oder bestimmte Körperteile angreifen ist hier tatsächlich das A und O. In der einstündigen Demo ließ sich das bei einem besonders mies gelaunten, aber dafür besonders großen Gegner gut demonstrieren. Im reinen Nahkampf war es uns deutlich überlegen, also schickten wir Lightning direkt in das Gewandt eines Zauberers und ließen Blitze aus sicherer Entfernung regnen. Das zahlt sich aus, denn der Feind fällt so für kurze Zeit in eine Schockstarre. Sofort geht Lightning in eine Nahkampfklasse über, um den Koloss mit einem gezielten Hieb zu Fall zu bringen. Sobald das erledigt war und unser Feind für einige Minuten wehrlos bleibt, kann die Heldin in Drachenritterklasse direkt mit Hieben massiven Schaden an ihm anrichten und mit jedem Treffer unsere eigenen Lebenspunkte aufstocken. Diese Möglichkeiten sind aber schlussendlich leider begrenzt, denn Lightning kann nur drei Schemata gleichzeitig aktiv haben. Dafür soll man so über 20 verschiedene Klassen entdecken können und dann seine Auswahl wohl überlegt zusammen stellen können. Abhängig davon wie anspruchsvoll der fliegende Wechsel im Kampf tatsächlich wird, ist es wohlmöglich ein reizvolles System flexibel die Skill-Sets austauschen zu können.

Aber nicht nur bei der Auswahl dieser drei Schemata gibt es die Möglichkeit zur Auswahl, auch gibt es pro Outfit Waffen, Schilde und Ausrüstungsgegenstände, welche mit einem Klassenwechsel im Kampf auch ausgetauscht werden. Auch die Fähigkeiten pro Schema sind nicht in Stein gemeißelt: Wer neue Fähigkeiten lernt, kann seine Knopfbelegung nach Belieben austauschen und anpassen. Wenn man darüber hinaus nun auch noch modisch aktiv werden will, so lässt sich jede Kleidungsart auch noch farblich abstimmen. Man will ja nicht nur gut kämpfen, sondern dabei auch gut aussehen. In den letzten Tagen einer sterbenden Will sei aber auch gut überlegt, wie man seine Zeit investiert. Hier schneidet sich Final Fantasy XIII eine Scheibe von The Legend of Zelda: Majora‘s Mask ab. Die Welt um Lightning herum wird nämlich autonom, also ohne ihr Zutun ablaufen. So werden bestimmte Figuren, sowie Aufgaben nur zu einer vorgesehenen Zeit überhaupt auffindbar sein, was bei einem Open World-Spiel bedeutet, dass man in seinem ersten oder zweiten Spieldurchlauf durchaus nicht alles entdecken wird. Genauso wie aber in Zelda auch, ist es dem Spieler erlaubt die Zeit zu beeinflussen, sie beispielsweise für eine Weile anzuhalten. Das kann nicht nur dabei helfen eine aktuelle Aufgabe noch vor Ende des Tages zu erledigen, sondern auch um Feinde auf dem Schlachtfeld einzufrieren. Die Verwendung solcher Fähigkeiten ist aber limitiert, ihr Einsatz ist also keine einfache Entscheidung. Wie viel Zeit dem Spieler bis zum Ende der Welt übrig bleibt, lässt sich ebenfalls beeinflussen. Das Spiel startet mit sieben Tagen, kann aber durch Aufgaben und andere Aktionen auf bis zu dreizehn erweitert werden. Fürs Erledigen von Quests gibt es nämlich Eradia, welches am Ende eines Tages für mehr Zeit eingetauscht werden kann. Aber auch Entscheidungen in dem Handlungsverlauf kann die Zeit beeinflussen, sowohl negativ als auch positiv. Eine Person zu retten, könnte die tickende Uhr zurücksetzen, während andere Aktionen den Timer vorstellen. Aber keine Sorge: Obwohl es einen konstanten Zeitdruck gibt, will Final Fantasy den Spieler nicht unnötig nervös machen. Solang man sich in Kämpfen oder in Gesprächen befindet, wird nichts von der wertvollen Zeit abgerechnet.

Fazit:

Lightning Returns hebt sich angenehm von den vorherigen Spielen der Reihe ab, ist somit also nicht einfach nur das selbe Spiel in neuer Verpackung. Das neue Kampfsystem, das 13-Tage System und die offene Welt ist jedenfalls sehr frisch im Final Fantasy-Universum und sicher deshalb auch nicht verkehrt. Aber nach gut einer Stunde Spielzeit, lässt sich nur schwer sagen, ob sich der dritte Teil der Final Fantasy XIII-Reihe als motivierender Dauerbrenner oder als nervtötender Zeitdruck entpuppt. Gameplaytechnisch gibt es allerdings bisher wenig zu meckern. Die Kämpfe gehen gut von der Hand, die Ausrüstung- und Fähigkeitenanpassungen sind übersichtlich und die Open World lädt zum Erkunden ein. Insgesamt gibt es also durchaus das Potenzial die Fabula Nova Crystallis-Reihe mit einem Highlight abzuschließen. Das wird sich aber erst spätestens im Februar 2014 zeigen - dann soll nämlich Lightning Returns: Final Fantasy XIII erscheinen.


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