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cw Comment #1: ENDGEGNER

...das Böse in seiner reinsten Form...

Donnerstag, 29. Juni 2006 um 15:24 von shadowman


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cw Comment

Willkommen! Willkommen beim cw Comment, einer neuen Rubrik, die euch verschiedene Blickwinkel zu einem bestimmten Thema näher bringt. In regelmäßigen Abständen präsentieren wir euch ein Stichwort, zu dem wir uns Gedanken gemacht haben. Auf den nun folgenden Seiten lest ihr, was die Einzelnen Crewmitglieder zu dem jeweiligen Thema zu sagen haben.
Heute:

ENDGEGNER

Über Kommentare jeder Art freuen wir uns und wünschen euch nun viel Spaß,
die Crew




ACHTUNG:
Beachtet bitte, dass fast alle Texte gewaltige Spoiler beinhalten. Wer die Spiele nicht gezockt hat, liest bitte vorsichtig!

Sharky81




Endgegner – der digital gewordene Albtraum eines jeden Gamers. Was haben wir uns nicht ungewollt die Nächte um die Ohren geschlagen, nur um noch diesen speziellen Einen zu besiegen. Nirgendwo sonst liegen triumphaler Sieg oder bittere Niederlage, Lust oder Frust so nahe beieinander wie in den unzählig geführten Endgegnerkämpfen eines Zockerlebens. Wüsste man es nicht besser könnte man meinen, einige von ihnen haben einen persönlichen Hass gegen einen entwickelt. Ich zumindest hab einige Kämpfe sehr persönlich genommen, und bei Vernachlässigung von Leib und Seele geschworen, nicht eher zu ruhen bis dieser Eine besiegt ist.

Doch warum zocken wir eigentlich: genau, um etwas zu vollenden, den Oberschurken vor die Nase gesetzt zu bekommen und ihm mal so richtig schön den Hintern zu versohlen. Der Pulsschlag steigt an wie bei einem hundert Meter – Sprint, die Hände werden feucht und auf der Stirn bilden sich die ersten Schweißtropfen. So muss ein guter Endgegnerkampf aussehen. Aber auch der ein oder andere Controller oder das dem Fernseher am nächsten stehende Einrichtungsobjekt mussten schon einmal mit dem Leben bezahlen. Aber Aufgeben ist nicht. Einige dieser, mitunter monumentalen, Kämpfe sind mir sehr in Erinnerung geblieben, wovon ich euch gern berichten möchte.

Spoiler-Warnung: für alle die eines der folgenden Spiele noch spielen möchten und sich nicht die Überraschung nehmen lassen wollen heißt es: überlesen.


Ninja Gaiden (Xbox)

Eines der schwierigsten und besten Spiele aller Zeiten darf natürlich auch bei End- und Zwischengegner nicht kleckern, sonder klotzen. Mal abgesehen von der unendlich langen Endgegneranzahl am Ende des Spiels (ich glaube man bekommt noch einmal alle im Spiel erlegten Gegner vorgesetzt) ist mir besonders der Kampf gegen die geflügelte Dämonendame in der Kirchenkapelle gegen Mitte des Spieles im Gedächtnis geblieben. Nach ca. 3 Milliarden versuchen habe ich es schließlich geschafft. Besonders fies war die Attacke, in der man hochgehoben und mit Wumms wieder in den Boden gerammt wird. Diesem konnte ich so gut wie nie ausweichen. Auch die entgegengeschleuderten Pfeile werden mir immer in Erinnerung bleiben.

Motivationsfaktor: 5 von 5 Punkten
Trotz der unzähligen Versuche hatte man immer das Gefühl, im nächsten Anlauf alles zu meistern. Von daher habe ich Stunden mit diesem Kampf verbracht, ohne es zu merken. Auch die allgemeine Meinung der Presse, eines der schwierigsten Spiele vor mir zu haben, hat mich ordentlich angespornt.

Zerstörungsfaktor: 2 von 5 Punkten
Lediglich ein Controller musste in einem „spontanen Positionswechsel“ an der Wand sein Leben lassen. Glücklicherweise habe ich nicht den Fernseher getroffen.


Banjo-Kazooie (N64)

Rare´s Geniestreich ist meiner Meinung nach bis heute eines der besten Jump´n Runs und eines der wenigen, bei dem ich alle versteckten Gimmicks gefunden habe. Lediglich der Endgegner, die Hexe Gruntilda, hat mir den letzten Nerv gekostet. Auf einem Turm machte sie mir das Leben auf Ihrem Besen schwer, flog ständig über mich rüber und hat mich mit (ich glaube Eiern, ist schon lang her) beworfen. Aufgrund der etwas schwammigen Steuerung hat es ewig gedauert bis ich den Kniff raus hatte.

Motivationsfaktor: 3 von 5 Punkten
Der Kampf war eher Qual als Genuss. Lediglich der Wunsch das Spiel endlich zu beenden und die Ferien haben mir den finalen Sieg ermöglicht.

Zerstörungsfaktor: 5 von 5 Punkten
Oh man, was habe ich da geflucht. Bei diesem Spiel sind definitiv die meisten Sachen zu Bruch gegangen. Neben einer Beuteltasche (was nicht wirklich tragisch ist) 3 Controller und ein fetter Kratzer auf meinem N64 (von einem Controller).




God of War (PS2)

Wie kann man dieses Spiel vergessen. Eines der besten aller Zeiten. Was der Titel im Verlauf des Abenteuers an Zwischen- und Endgegner eingespart hat, hat er beim Endgegner Ares wieder gnadenlos draufgepackt. Der Anfang als Titan im Meer ist mir als frustrierendster aller Zeiten in Erinnerung geblieben. Mit seinen Tentakeln hatte mich Ares immer erwischt bevor ich meinen Angriff starten konnte. Ich war soweit, dem Spiel spontan den Titel „spaßig, aber nicht zu beenden“ zu geben. Auch die Runde, in der man gegen mehrere Kratos´ kämpfen musste war für mich der absolute Horror. Das Spiel in die Konsole zu legen hat mich mehr Überwindung gekostet als bei 180 Sachen auf der Autobahn die Fahrertür zu öffnen. Wie ich es schließlich geschafft habe weiß ich auch nicht mehr.

Motivationsfaktor: 3 von 5 Punkten
Lediglich der Pure Wille zu erfahren, was aus Kratos nach seinem Sieg über Ares wird hat mich vorangetrieben. Der Kampf selbst war die pure Hölle. Dafür war der finale Sieg umso schöner.

Zerstörungsfaktor: 2 von 5 Punkten
Ein Controller hat den Boden genauer kennengelernt, ist aber heil geblieben. Seitdem klappert es aber verdächtig im Gehäuse.


Metroid Prime (Gamecube)

Ebenfalls eines der besten Spiele aller Zeiten. Die Endgegner im Spiel gehören zu den ausgefallensten und motivierendsten die ich je besiegt habe. Lediglich der Finale Metroid hat mir einiges abverlangt. Der ständige Wechsel zwischen den unterschiedlichen Waffen war sehr genial.

Motivationsfaktor: 5 von 5 Punkten
Einer der Gegner die mir richtig Spaß gemacht haben. Der Kampf hat sich nahtlos an das vorherige Spielgeschehen eingefügt und mich nicht mehr losgelassen.

Zerstörungsfaktor: 0 von 5 Punkten
Bei diesem Spiel ist nichts, aber auch gar nichts zu Bruch gegangen.


Es gibt natürlich noch wesentlich mehr Endgegnerkämpfe die mir in Erinnerung geblieben sind. Trotz manchem Frust oder Wutanfall ist es aber immer das schönste, ein Spiel auf diese Weise vollendet zu haben und die Zockerehre gerettet wurde.

Stike




Hallo liebe Leser!
Heute bringe ich euch einen kleinen Exkurs in der Videospielgeschichte, und zwar zum Thema "Endgegner". Auch "Obermotz" oder "Boss" genannt, (wobei man da seit MGS3 vorsichtig sein muss) ist diese Erscheinung jedoch viel älter, als man es sich als geneigter Zocker denken mag. Grundlage dafür ist eigentlich die klassische Dramaturgie, die zu Lebzeiten von Legenden wie Sophokles, Euripides und Aristoteles in der Antike bereits begründet wurde. Wer im Deutschunterricht beim Stichwort Spannungsbogen nicht eingeschlafen ist, wird sich wohl noch an gewisse Aspekte erinnern!
Der Protagonist, unser Held, nennen wir ihn mal Mario, hat natürlich einen steinigen Pfad vor sich, bevor er in der Lage ist, nur mal so als Beispiel, die entführte Prinzessin zu befreien! Die Lehre von der Dramatik besagt allerdings, dass die Geschichte zum Höhepunkt hin immer spannender werden muss, damit sie die Zuschauer fesselt und nicht langweilt. Dieses Konzept hat sich so sehr in unserer Kultur verankert, dass es selbst bei den ersten simplen Videospielen Verwendung fand. Doch wie drückt sich das im eigentlichen Spiel aus? Man erhöht einfach die Spannung des Spielers, indem man das Spiel schwieriger gestaltet. Je näher man dem Ziel kommt, umso größer ist die Herausforderung. Doch nicht nur das, nein, der Erzbösewicht muss natürlich auch dran glauben. Damals war das vielleicht noch ein Zyklop, oder ein Minotaur zu den Zeiten von Homer (wie schön, dass auch diese Gegner wieder bei God of War Verwendung fanden), heutzutage sind es schleimige Monster, lustige grüne Drachen, riesige Roboter oder aber alte Männer in Rollstühlen, die mit der Flinte im Gebüsch auf der Lauer liegen. Man geht eben mit der Zeit.



Hier ist eine Auswahl an besonderen Endgegnern, die es in die Hall of Fame der Videospielgeschichte geschafft haben:
- Das Alien aus R-Type Level 1
- R-Type Level 3
- Pyramid Head, der Unbesiegbare
- Psycho Mantis
- Das Ende ;)
- "The Machine" (Turrican)
- Die Schnecke aus Xenon II
- Sephi ^^
- Adam Crowley (Nightmare Creatures)
und und und...

Tja, wie man sieht, haben diese Charaktere in mehrfacher Hinsicht eine wichtige Funktion, sowohl für das Gameplay, als auch für unsere Schweißdrüsen. Jetzt fehlt für mich nur noch ein Endgegner bei Singstar, dann bin ich glücklich...

tkx




Da standen wir nun, erschöpft und ausgelaugt im Nordkrater um den Einschlag des Meteoriten zu verhindern, J-E-N-O-V-A den garaus zu machen und Sephiroth dorthin zu jagen, wo noch kein Mensch zuvor gewesen ist. Die Kälte des Nordkraters ging in unser Mark, und überall konnten wir sehen, wie das Mako aus dem Kern des Planeten entwich, um eine natürliche Schutzbarriere gegen den drohenden Einschlag des Meteors aufzubauen.
Mit jedem bischen, dass wir weiter abstiegen in den Krater, wurden die Attacken der degenerierten Kreaturen immer heftiger, aber wir liessen nicht locker. Welle um Welle zerstörten wir ihre abnormalen, von Pein zerfressenen Hüllen und näherten uns langsam J-E-N-O-V-A. Der Kampf mit J-E-N-O-V-A erwies sich am Anfang als schwer, aber nachdem wir ihre Methoden des Angriffs verstanden hatten, war ihr Schicksal sehr schnell besiegelt und wir konnten in kürzester Zeit ihr die letzte Ölung bieten. Nach dem Kampf hatten wir nur eine kurze Verschnaufpause und meine Gedanken glitten wieder ab..ich dachte an Aeris.. wie sie in meinen Armen lag, ihr Körper durchbohrt von Sephiroths Masamune, ihr Blut über meine Unterarme laufend. Meine Trauer um sie wich einer nie dagewesenen Wut und alles in mir kochte hoch.. "Sephirooooooooooooooooooooooooooth!" schrie ich in die nicht endenden Abgründe des Kraters in der Hoffnung, dass er es hören würde, und sich aus seinem feigen Versteck hervortun würde.



In der Tat erschien er.. aber er war es nicht wirklich, oder war er es doch? Sephiroth, in einer pervers-bizarren Abart seiner selbst schoss aus dem Abgrund empor und setzte sich auf den Felsen vor uns fest. "Du hast es wohl immer noch nicht verstanden, Cloud, oder?", sagte er in einer verzerrten Stimme, die uns wie ein kalter Schauer den Rücken runterlief. "Es ist mir vollkommen gleich, Deine Gründe kannst Du für Dich behalten! Ich will Dich tot sehen Sephiroth!!!". "Du bist kein würdiger Gegner für mich. Lächerlich. Bringst auch noch Verstärkung in Form dieser Diebin und dem Bruchpiloten mit. Hahahaha.", sagte er und begann uns anzugreifen. Der Kampf gegen diese bizarre Sephirothprojektion war sehr viel anstrengender als der Kampf zuvor, aber Yuffie, Cid und ich wussten, was zu tun war und es dauerte nicht lange, dass wir ihm die Arme abschlugen und den Kampf für uns entschieden. Wie schon vermutet, war es nicht der Meister selbst, die Körperteile verschwanden und gaben den Weg zum Inneren der Höhle frei. Wir rasteten und stärkten uns kurz, denn ich spürte, dass er selbst sich immer noch dort unten befand und wir ihm sehr bald entgegentreten würden. Inzwischen waren wir so weit unten, dass der Himmel oben nicht mehr zu sehen wqr. Ich spürte die Energie des Planeten und das Mako war in feinen Schwaden greifbar. Ich streckte meine Hand aus und es glitt wie ein Nebeltau durch meine Finger, dabei spürte ich die Lebensenergie, die dieser Dunst in sich hatte. Für einen kurzen Moment glaubte ich sie in dem Mako zu spüren... Nie hätte ich es geglaubt, dass wir alle selbst ein Teil des Planeten und im Endeffekt selbst Mako sind.. erst nachdem Bugenhagen mir die Funktionsweise erklärte, verstand ich welch eine Vernichtung Shin-Ra mit ihren Makoreaktoren betrieben.

Wir gingen weiter und kurz darauf standen wir vor ihm. Vor Sephiroth. Er hatte sich verändert. Er hatte sich in einen engelsähnlichen Chimären verwandelt und sein blosser Anblick versetzte uns ein Gefühl der Faszination und des Schauders. Nicht nur, dass er sich verwandelt hatte, er schien inzwischen auch mehr Macht als bisher zu besitzen und seine Kraft konzentrierte sich in einem Vortex voller Energie hinter ihm. Ich konnte es nicht leugnen, aber der Anblick war bewegend. Wenn ich es nicht besser wüsste, hätte ich ihn für einen Engel gehalten, aber dass war er nicht. Er war derjenige, der Aeris getötet hatte. Er musste bezahlen.
Sephiroth liess nicht lange fackeln, und begann sofort, uns die Leviten zu lesen. Seine Angriffe glichen göttlicher Pein, aber wir hielten uns tapfer und wacker und gerade in dem Moment, als wir dachten wir hätten ihn bezwungen, begann er sanft und langsam mit seinem menschlichen Arm einen Halbkreis abzuziehen und unsere Körper erstarrten. Wir sahen in unserem geistigen Auge die Erschaffung eines Meteoriten, der unweigerlich, so spürten wir es, den Kurs in Richung unseres Sonnensystems aufnahm. Er passierte die äußeren Grenzen des Sonnensystems, zerstörte durch seine Wucht erst Jupiter und dann Saturn.. Wir sahen es kommen.. der Meteor stürzte in die Sonne, er verursachte eine gewaltige Explosion, die unsere Sonne in Mitleidenschaft zog und sie in eine Supernova verwandelt.. und er, Sephiroth, vor der explodierenden Sonne auf uns zureitend, besiegelte unser aller Schicksal mit dem Tod!

Wir starben, unser Bewusstsein verschmolz, und für einen kurzen Moment waren Cid, Yuffie und ich geistig vereint.. Und ich konnte auch Aeris spüren. Sie war da. Sie lebte als Teil des Planeten weiter. Wir spürten aber auch die Persönlichkeit des Planeten, ein unvorstellbares, grosses Un-bewusstsein, in dem sich die Bewusstseine aller verstorbenen befanden. Der Begriff des Sterbens wurde irrelevant. Es war ja kein Tod, kein Ende unserer Existenz - wir hatten nur unsere Existenzform gewechselt. Wir spürten wie der Planet unser Mako nach oben trieb und nach einem kurzen Moment konnte ich wieder meinen Körper spüre. Wir waren wieder in der phsyischen Welt und standen am oberen Ende des Nordkraters. Ich schaute mich um, und auf Cids und Yuffies Gesicht waren Verwunderung und Erleichterung zu sehen. "Nun wissen wir, womit wir es zu tun haben. Der Planet hat uns wiederbelebt. Wir werden ihn dieses mal schlagen!", schrie ich und wir begannen unseren Abstieg in den Nordkrater von neuem.

shadowman




Früher war alles besser. Ein Spiel ohne Endgegner? War nicht denkbar. Außerdem hatten die Könige des letzten Levels sehr viel mehr zu bieten als heutige Vertreter der Zunft. Ja, mittlerweile verzichten sogar viele Top Spiele auf diese gigantischen Brocken… Warum? Naja, Realismus wird jetzt groß geschrieben, außerdem dürfen die Schurken nicht mehr so stark sein, die breite Masse könnte verschreckt werden.
Gottseidank gibt es Ausnahmen und Inkarnationen früherer Spiele. So spart Castlevania auch heute nicht mit Endbossen, während auch ein Gradius noch immer randvoll mit fiesen Endgegnerkämpfen ist. Überhaupt sind Shooter die absoluten Könige dieser Disziplin. Egal ob R- Type, Ikaruga, Gradius oder meinetwegen auch Contra und Metal Slug, all diese Titel vereinen sowohl riesige, als auch beinharte Endgegner, bei denen man in den Kämpfen absolutes Können benötigt. Hier stirbt man gut und gerne dutzende Tode, während viele heutige Endgegner schon im ersten Versuch vernichtet werden können. Jaja, so langsam geht es zu Ende mit den fiesesten aller Fiesen… Wobei, für einige – Bowser – ist die Zeit auch endlich mal gekommen.



Die Shooter Endbosse gehören zu meinen Lieblingsfeinden, aber auch das RPG Genre hat in diesem Bereich einiges zu bieten. Meist mit ellenlangen Dialogen oder Zwischensequenzen vorbereitet, ist oft schon die letzte Stunde des Spiels nur noch ein Showdown bis zum finalen Kampf. Und jetzt hält man die Luft an. Man checkt seine Items durch, kontrolliert die Gesundheit. Die Tür wird abgeschlossen, das Telefon ausgesteckt. Jetzt werden sich alle Geheimnisse lüften, jetzt darf man den Feind, den man meist seit über 30 Stunden gejagt hat, endlich in die Knie zwingen. Der Pulsschlag erhöht sich, der Fernseher wird noch einen Tick lauter gemacht und schon kann es losgehen. RPG’s besitzen immer noch die Kunst uns viele Endgegner zu bringen, selbige aber trotzdem Abwechslungsreich und bärenstark zu gestalten. Oft reicht eine gezielte Attacke des Bösewichts um unvorbereitete Kämpfer zu töten. Besonders zu schätzen weiß ich die Dauer der Kämpfe. 45 Minuten sind keine Seltenheit und danach weiß man das Geleistete noch mehr zu schätzen.
Gute 45 Minuten hing ich aber auch an Metroid Prime. Ein wahrhaft fieses Viech, aber genau nach meinem Geschmack. Schade das viele Action Titel mittlerweile von Endgegner absehen. Ich mag es nicht so gern gegen „Genauso groß wie ich“ Obermotze zu kämpfen. Deshalb liebe ich Ninja Gaiden auch so sehr, ein Freudenfest für Endgegnerliebhaber. Dann wäre wohl auch Viewtiful Joe zu nennen, ein Spiel der alten Schule. Hier gibt’s nämlich statt einem Endgegner, einfach alle noch mal – hintereinander! Damit schockte mich schon Double Dragon auf dem GameBoy.



Irgendwie sind die Endgegner doch das Salz in der Spielesuppe! Man braucht dieses letzte aufbäumen, braucht den Schub und nimmt sich für diese Kämpfe oft viel Zeit. Entwickler müssen die richtige Mischung aus Taktik und Action finden und den Kampf zwar sehr schwer, aber niemals unfair gestalten. Das ist die Kunst. Zu schätzen weiß ich deshalb Rare: Kameo bot fiese Endgegner, aber vor allem Conker und ganz besonders Jet Force Gemini konnten mich mit den Endfights auf ganzer Linie begeistern. Zelda wäre da auch unbedingt zu nennen. Die Bosse gehören zu den besten der Videospielgeschichte. Wobei die charismatischten Feinde wohl bei Metal Gear Solid anzutreffen sind. Virtuos in Szene gesetzte und exzellent präsentierte Endgegner warten hier auf euch. Weniger gern und meist ein wenig schlechter konstruiert sind hingegen die letzten Bösewichte bei Beat `em Ups. Eigentlich die einzigen Endgegner die ich nicht so mag.



Was kann man noch sagen? Beim schreiben bemächtigt sich das Gefühl, als hätte man noch lange nicht alles gesagt, als wären da noch dutzende offene Fragen. Natürlich bleiben unzählige geniale Kämpfe unerwähnt, das Thema ist einfach viel zu komplex und faszinierend. Es gibt zu viele geniale Bosskämpfe, zu faszinierende Feindbilder. Einige Spiele protzen mit schier unendlich gepanzerten Raumschiffen, andere mit singenden Scheisshaufen, wieder andere lassen einem das Blut in den Adern gefrieren und gigantische, mit Klauen ausgestatte Alienmonster lassen uns vor Ehrfurcht erschaudern. Jeder von euch hat sicherlich schon zahlreiche dieser Biester vernichtet, diejenigen getötet die den Abspann bewachen. Erinnert euch an diese Kämpfe. Und so seltsam das auch klingen mag: Einige davon werdet ihr niemals vergessen…

twix




Endgegner... eine Sache für sich. Es liegt oft an ihnen, welchen Nachgeschmack ein Spiel hinterlässt, wie hoch die Motivation ist, den Titel noch einmal zu beenden. Ich werfen mal "Shadow of the Colossus" in den Raum. Auch wenn das Spiel oberflächlich gesehen aus nichts anderem besteht, so ist doch jeder der Giganten auf seine Art einzigartig und wurde so noch in keinem anderen Spiel umgesetzt. Ich erinnere mich an den relativ "kleinen" Vogel, und natürlich an den sechzehnten Koloss (Die Musik ist wahnsinnig gut). Eine der vielen Besonderheiten an diesem Titel ist, dass ein Gefühl beim Spieler erzeugt wird, das nur sehr schwer zu erreichen ist. Immer wieder taucht es auf, drängt sich vor den nur wenig befriedigenden Sieg über einen der eigentlich friedlichen Giganten.
Die typische Erleichterung, einen Endgegner besiegt zu haben, erfährt man hier nicht. Viel mehr ist es ein seltsames Gefühl der Reue, so viele imposante Lebewesen zu töten, um dafür ein einziges Leben zurückzugewinnen.



Aber auch die einfache Einteilung in Gut und Böse hat seinen Reiz. Wer erinnert sich nicht an den furchteinflößenden Ganon aus "Ocarina of Time"? Wo wir gerade bei sind: Ein kleines Tribut an die "Sexy Thermo Hexi" aus dem Wüstentempel. Selten habe ich einen lustigeren Abgang gesehen - mehr davon!

Auch grafisch beeindruckten mich wenige Bosse. Einen schöneren Schauplatz als für den Endkampf in "MGS3: Snake Eater" kann man sich kaum vorstellen. Hängengeblieben ist aber vor allem der letzte Virus in REZ, eine perfektere Symbiose aus Musik, Grafik und Atmosphäre ist bis dato noch unerreicht.

Was mich hingegen oft geärgert hat, sind Bosse mit übertrieben hoher Schwierigkeit. Wenn die Schwierigkeitskurve das ganze Spiel über relativ konstant bleibt und aus unerfindlichen Gründen gegen Ende rapide ansteigt, sorgt das eher für Ärger als Spaß.

TM




Achtung der nachfolgende Text enthält leichte Storyspoiler und große Endkampfspoiler zum Spiel Fire Emblem 7 fürn GBA.



Als Fire Emblem Fanatiker hab ich erst mit FE7 fürn GBA begonnen, das Spiel faszinierte mich irgendwie so sehr das ich es kaufen musste mehr als andere Topspiele und große Marken. Der Umfang beeindruckte mich enorm, genauso sehr wie mich die Geschichte fesselt aber die größte Überraschung folgte am Ende, es war nicht einfach ein Kampf wo es darum geht nur den Endgegner zu besiegen. Das Feld bestand aus 6 verschlossenen Räumen in denen jeweils 1 General(Bosse aus früheren Kapitel die in der "Black Fang" waren, eigendlich für gute Zwecke jedoch von Nergal und seinen Kumpanen ausgenutzt wurde)zu finden war. Jede Runde öffnete sich ein Raum, man musste also taktisch vorgehen und im Vorraus planen, da jeder der Generäle andere Fähigkeiten hatte. Im letzten Raum waren sogar 2 Generäle drin. Die 6 Generäle wurden im Laufe des Spiels besiegt, Nergal verwertete ihre Körper um Eliwood und seine Truppe aufzuhalten. Zusätzlich sorgten auch normale Gegner für Wirbel da ein gegnerischer Magier einen Berserkerstab hatte und so jede Runde versuchte wenn man aufm Weg zu Nergal war einen der Charas zu verwirren. Nach einigen Runden tauchten von hinten wo man das Kapitel begann weitere Gegner auf, die das Kapitel noch spannender machten. Nergal war der Oberbösewicht im Spiel und hat sich gegen Ende des Spiels zum Kopf der "Black Fang" gemacht: Ein unspektakulärer aber gut inszenierter Kampf folgte. Ich dachte eigendlich das wärs habs geschafft. Zu aller Überraschung ging das letzte Kapitel weiter und der große Drache stand umzingelt von gegnerischen Magiern die sich außer Reichweite, mit Langstrecken Magie ausgestatten waren, aufhielten.
Der große Drache der den Weg des Drachenportals öffnete war riesig und überraschend da ich zu dem Zeitpunkt nicht mit einem großen Drachen als Endgegner gerechnet hatte. Beim großen Drachen standen Fragezeichen bei der Energielieste, so dass man nicht wusste wie stark der Drache wirklich ist.
Man kämpfte sozusagen blind gegen ihn, mit heiligen Waffen und heiliger Magie ausgestattet ging der Kampf weiter. Ich hatte eine ziemlich sichere Strategie gewählt da ich Angst drum hatte in dem letzten Kapitel noch einen Chara zu verlieren da freute ich mich umsomehr als ich den Drachen besiegte und das Ende erschien. Es war ein erlösendes Ende passend zu dem Kapitel Titel "Letztes Kapitel : Licht", nach dem schönen und zugleich traurigem Epilog stand für mich fest das ich wohl nie wieder so einen schönen Endgegnerkampf erleben würde da konnten auch die nachfolgenden Fire Emblem nicht mithalten.
Seitdem hat sich das letzte Kapitel "Licht" in mir eingebrannt und dafür bin ich Intelligent Systems dankbar und wurde großer Fire Emblem Fanatiker, der auch heutzutage noch gern den Soundtrack zu Fire Emblem Thracia 776 und besonders das Lied "Wind" von Juliana Schano hört

Becks




Hier kommt der Endgegner!

Wow, endlich habe ich es geschafft! Der Orgasmus des Videospielers. Helden sind zwar eine feine Sache, doch wirkliche Größe erlangen sie durch das Böse gegenüber. Umso gefährlicher, größer und gerissener sie sind, umso mehr Ansehen gewinnen die Vollstrecker.

In meiner Karriere als Held habe ich bereits einige spannende Kämpfe hinter mir, von denen es einige sogar geschafft haben einen Platz in meinem ansonsten recht wirren Gedächtnis einzunehmen.

Here we go...

Psycho Mantis - Metal Gear Solid: The Twin Snakes


Der ultimative WTF!?-Gegner. Sowohl auf dem GameCube als auch auf der PlayStation hat Konami gezeigt, dass einzig eine kreative Idee ausreicht, um einen die Kinnlade herunterklappen zu lassen. "Leg den Controller auf den Tisch! Ich werde ihn nun mit meiner Gedankenkraft bewegen!" Ach du heilige Mutter…ich bin im Spiel! Die Drecksau konnte sogar die Spielstände auf der Memory Card lesen und euch sagen, ob es nun für euch ein Klacks war sich bis zu diesem Kampf vorzukämpfen. Die einzige Möglichkeit sich den telepathischen Kräften von Psycho Mantis zu entziehen war es den Controller in den zweiten Port zu stöpseln. Absolute Oberklasse in Sachen Endgegner.

The Boss - Metal Gear Solid III: Snake Eater

Ja, noch eine Runde Metal Gear Solid. Wenn Kojima etwas drauf hat, dann ist es die Inszenierung großer Kämpfe. Schüler gegen Lehrer. Dieser Kampf war ein Erlebnis. Die Musik, das Szenario…alles stimmte. Absolute Gänsehautstimmung. Zwischen den Blumen konnte man außerdem die Schlangen „Snake“, „Liquid“ und „Solidus“ finden.

Biokinton / Tatanga – Super Mario Land

Herrlich. Im kleinen Flugzeug und mit der gefährlichen Schusswaffe bewaffnet ging es zum ultimativen Showkampf. Zunächst musste man Biokinton (der seine wahre Fratze hinter eine Wolke versteckte) besiegen. Hatte man erst einmal den Dreh raus, konnte nach Herzenslust geballert werden. Man bekam diesen stumpfen Sound zu hören, der einem irgendwie ein gutes Gefühl vermittelte.
Eine Spur gefährlicher war dann aber Weltraummonster Tatanga. Beim ersten Mal kamen einen seine Schüsse besonders gefährlich vor, da sich diese immer gesplittert haben. Nach ein wenig Übung war aber auch das ein Witz. Das erste Mal war aber trotzdem schön und unvergesslich.

Ganon – Ocarina of Time


Die Vorfreude auf dieses Spiel war nahezu unendlich. Und ich als Zelda-Maniac konnte mich nur sehr ungern mit dem Namen Ganondorf anfreunden. Der Endkampf war gigantisch, doch ich brauchte die Schweinebacke. Die Flucht aus dem einstürzenden Turm ließ mein Herz nur so pochen. Geht’s noch geiler!? Doch dann kam er. Die olle Sau, erwacht aus den Trümmern und mit der Macht des Triforce. Ein lautes ‚jaaaaaaaaaaa!!!’ verließ meine Kehle und ich machte mich bereit für den Kampf meines Lebens (in der Hinsicht bin ich echt ein Freak). Während Ganon auf dem geliebten Super Nintendo noch wirklich süß wirkte, stand man hier einer wahren Bestie gegenüber. Genau der Typ von Endgegner, dem man mal so richtig in den Arsch treten möchte. Auch Gameplay und Musik waren dem ganzen gewachsen. Ocarina of Time wird für immer einen ganz besondern Status für mich haben.

Mad Angels – Shenmue

Mädchen retten und ein paar Typen aufn Sack hauen, yeps das ist genau mein Ding. Das gesamte Spiel ist ja der Hit, aber hier konnte man mal wieder so richtig drauf dreschen. Alleine gegen eine Gang. Go!Go!Go!

M.Bison – Street Fighter II


Für mich persönlich ist und bleibt Street Fighter die ultimative Beat’em’Up Reihe. Diese hat neben dem wegweisenden Gameplay auch die geilsten Charaktere gehabt. Und mit M.Bison hatte die Serie den absoluten Killer am Start. Aber alle vier Großmeister waren derbe. Und derbe war das Gefühl diese in der höchsten Stufe in die Schranken zu weisen. Nie fühlte es sich besser an, den klassischen Super Nintendo Controller mit Button-Smashing zu splattern.

The Great Mighty Poo - Conker's Bad Fur Day


Was soll man dazu sagen!? That’s the shit! Ein Geniestreich. Total dämlich und doch genial. Die Gesangeinlagen waren einfach einmalig. Hier wollte man und musste man sogar immer abkacken…ich hab mich schlapp gelacht. Ganz große Videospielgeschichte.

Weitere fiese Typen...

Sephiroth - Final Fantasy VII
Bowser und seine Kids – Super Mario Bros.
Dracula - Super Castlevania IV
Die 16 Kolosse – Shadow of Colossus



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