consolewars' Most Wanted: Die Plätze 10 bis 01

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Sushi

Das finale Ranking unserer am meist erwartetsten Spiele

 
 
[b]Willkommen zum zweiten und finalen Feature von consolewars' Most Wanted. Wir stellen Euch unsere zehn heißbegehrtesten Spiele vor. An dieser Stelle sei zunächst noch einmal auf die Plätze 20 bis 11 hingewiesen, welche ihr im folgenden Feature betrachten könnt:
 
 
Ein großes Danke an die Crew für ihr Engagement und ein extragroßes Dankeschön an Zelos, Devil und Calvin für das schriftstellerische Mitwirken! Nun aber wünscht consolewars seinen Lesern viel Spaß mit der Most Wanted #10-01![/b]
 
 
 
[b]#10
 
STAR WARS: KNIGHTS OF THE OLD REPUBLIC III[/b]
 
Star Wars begeistert Sci-Fi-Fans seit Generationen und schafft es dabei sich immer wieder neu zu erfinden. Für den Videospielableger Knights of the Old Republic für die Xbox gingen die Entwickler vom Zeitpunkt aus als Luke den alten Ben aufsucht ganze vier Jahrtausende in der Historie vom Krieg der Sterne zurück.
 
Während der Mandalorianischen Kriege verschwanden die Jedi-Ritter Revan und Malak zunächst spurlos, bis sie von selbst wieder auftauchten - allerdings bekehrt von der dunklen Seite der Macht: als Sith. Sie versuchen die Macht in der Republik an sich zu reißen, aber Revan wird von der Jedi Bastila Shan gestellt. Der Sith Malak kann mit der verbleibenden Flotte entkommen. Um auch ihn aufzuhalten, unterdrücken die Jedi mit Hilfe der Macht Revans ganze Erinnerungen um ihn ahnungslos auf die Suche nach Malak zu schicken.
 
Hier verschmelzen Handlung und Gameplay von BioWares genialem Star Wars-Rollenspiel: Der Spieler nimmt in der Rolle von Revan das weitere Spielgeschehen selbst in die Hand. Wird Revan wieder ein Jedi werden oder wird er erneut zu einem Sith? Die einzelnen kleinen Entscheidungen die letztlich zur hellen oder dunklen Seite der Macht führen und das Ende der Geschichte unterschiedlich ausfallen lassen werden jederzeit vom Spieler beeinflusst. Auch der Charakter des potentiellen Vorzeige-Jedis oder eben Siths wird zu Beginn festgelegt - ob Revan eine Frau oder ein Mann ist, wie die Figur aussieht und worin deren Talente liegen und ob sie als Soldat, Gauner oder Aufklärer fungieren soll, das alles kann frei eingestellt werden und auch schon mal vor dem Spiel einiges an Zeit kosten.
 
Und das tun Rollenspiele nun mal. Wer sich an den jüngsten sieben bis acht-Stunden-Quickies erfreuen kann, der muss hier wie z. B. bei Final Fantasy XIII oder Mass Effect 2 schon einiges mehr an Zeit mitbringen. In der derselben Spielzeit eines aktuellen Games kann es durchaus geschehen, dass man bei KotOR gerade einmal sein Team komplettiert hat.
 
Das Gameplay an sich kann als der Vorreiter des Gameplays von Jade Empire und Mass Effect bezeichnet werden. Auch bei KotOR steht die Zeit still, wenn die Waffen gezogen werden. In aller Ruhe kann man sich auf den Angriff vorbereiten. Allerdings wird der Angriff selbst von der Figur dann auch ausgeführt. Bei Mass Effect hat man hier wesentlich mehr Kontrolle - was eigentlich nach einem Vorteil für Mass Effect klingt, wurde allerdings teils kritisiert. Zu Action-lastig hieß es, KotOR verbreitere einen stimmigeren Hauch an Rollenspiel. Letztendlich wohl Geschmackssache.
 
Was das Design und die Musik des Spiels anbelangen, darüber lässt sich allerdings kaum streiten. Das Star Wars-Universum wurde prächtig eingefangen und der Score verzaubert regelrecht die Ohren. Es gibt viele Krieg der Sterne-Spiele in der weit weit entfernten Galaxie, aber Knights of the Old Republic gehört mit Sicherheit zu den ganz Großen! So ist es weit weit weniger verwunderlich, dass das Spiel 2003 mit Titeln von der Fachpresse überhäuft wurde. Der Nachfolger hat sich zur Freude und zugleich Enttäuschung der Fans nicht sehr stark weiterentwickelt, kann aber wie sein Vorgänger durch eine tolle Geschichte überzeugen. Und die ist es letztlich auch, die einen nach all den Jahren immer wieder dazu verleitet, diese genussvollen Spielepillen einzuwerfen und aufzuschreien, wenn es darum geht, sich eine Fortsetzung zu wünschen: Bitteschön, wir wollen Knights of the Old Republic III im Stile keines MMOs sehen!
 
 
[b]#9
 
F-ZERO WII[/b]
 
F-Zero oder WipEout? Wohl eine Glaubensfrage oder eben eine, welche Konsole man gerade zur Hand hat. WipEout HD konnte uns in jüngster Zeit verzaubern, das ist uns F-Zero Wii noch schuldig.
 
In F-Zero hat der Spieler ein düsengesteuertes Auto ohne Räder, wobei die Vehikel mehr einem Kleinraumschiff ähneln und nichts mit denen von Hi-Octane gemein haben. Es geht darum in einzelnen Disziplinen wie z. B. auf Rundkursen Gegner abzuhängen und die Zeit zu schlagen. Die Herausforderung und der Kick dabei sind - wer hätte es gedacht - der Speed.
 
Wir wünschen uns für F-Zeros Zukunft, dass die Waffen weiterhin auf der Sony-Konsole verbleiben, ein Onlinemodus aber zum Pflichtprogramm zählt.
 
 
 
[b]#8
 
DONKEY KONG COUNTRY 4[/b]
 
Der Ruf nach mehr Donkey Kong scheint zunächst ein paradoxer zu sein, wenn man betrachtet wie allgegenwärtig der beliebte Primat doch ohnehin schon zu sein scheint. In den letzten Jahren spielte Donkey Kong Tennis, fuhr Kart, prügelte sich mit den Nintendo All-Stars und entdeckte sein Rhythmusgefühl an Bongo-Trommeln. Kaum ein Jahr verging in dem man nicht die Möglichkeit gehabt hätte das charmante Affengesicht auf ein Neues auf dem heimischen oder portablen Bildschirm flimmern zu sehen. Und dennoch macht sich eine von Nostalgie geprägte Sehnsucht breit, wenn man an noch weiter zurückliegende Auftritte Donkey Kongs denkt. Die Rede ist natürlich von Donkey Kong Country.
 
Stolze 14 Jahre ist es mittlerweile her, dass das Zockervolk zuletzt mit einem Titel der von Rare für das SNES entwickelten Jump 'n' Run Reihe beglückt wurde. In insgesamt drei Teilen durften wir bislang in der Haut von Donkey, Diddy, Dixie und Kiddy Kong die bösartigen und bananenstehlenden Kremlinge vertreiben. Der Erstling setzte dabei im Jahre 1994 technisch neue Maßstäbe für 16-Bit-Konsolen und erlangte sehr schnell große Beliebtheit dank seines abwechslungsreichem Gameplays und der humorvollen Spielwelt. Multifunktionale Fässer, tierische Helfer, riesige Nintendo-Bananen und ein seniler Cranky Kong der den ständig belehrenden Besserwisser markierte sind nur einige Beispiele der sehr eigenen Spielinhalte von denen die Zockerwelt unbedingt mehr haben wollte. Doch nach Donkey Kong Country 3: Dixie Kong's Double Trouble war dann bis dato leider Schluss mit dem Affenspaß.
 
Aber in Zeiten von Spielen wie New Super Mario Bros oder auch Metroid: Other M, die sich zurück zu alten Spielkonzepten besinnen und diese konsequent weiterentwickeln, sollte man doch meinen, dass einem vierten Ableger dieser Erfolgsreihe nichts mehr im Wege stünde, oder etwa nicht? Leider stellt sich dieser naiven Idee jedoch ein größeres Problem in die Quere, welches ein etwaiges Donkey Kong Country 4 womöglich zu einem der Titel unserer Liste macht, die in naher Zukunft wohl eher nicht realisiert werden. Denn während Nintendo zwar noch die Markenrechte zu Donkey Kong innehat, arbeitet das Entwicklerstudio Rare mittlerweile jedoch nicht mehr für das Videospiel-Urgestein aus dem Land der aufgehenden Sonne, sondern für den Konkurrent aus dem Westen, Microsoft.
 
Ob sich Nintendo jemals dazu durchringen wird die Donkey Kong Country-Reihe in die Hände eines ihrer anderen hochqualifizierten Entwicklerstudios zu geben oder ob man den Klassiker für immer ruhen lassen wird, ist wohl nur von Nintendo selbst zu beantworten.
 
 
 
[b]#7
 
WAVE RACE WII[/b]
 
Neben WipEout und F-Zero könnte man noch Splashdown und Wave Race gegeneinander in den Ring schicken. Wobei wohl letztlich jeder nach einem neuen Wave Race schreien würde und so manchem Splashdown wohl noch nicht einmal mehr ein Begriff wäre.
 
Auch bei Wave Race geht es darum in Rundkursen seine Kontrahenten abzuhängen und die Zeit zu schlagen. Fordernd ist dabei allerdings nicht die Geschwindigkeit der Jet-Skis auf dem Wasser, sondern viel mehr die Bojen im Wasser, die bei unkorrektem Passieren ordentlich Strafzeit kosten. Spaß macht bei Waverace vor allem der Stuntmodus.
 
Ob auf dem Nintendo 64 oder dem GameCube, dieses Spiel verbindet man inzwischen fest mit dem Nintendo-Lineup. Schaut man sich die Familien-Marketing-Philosophie Nintendos an und denkt nur kurz über die Steuerung der Wiimote nach, dann fragt man sich zu recht, warum es noch kein Wave Race Wii gibt. Die Fans würden sich die Finger lecken - also Nintendo was ist los da?
 
 
[b]#6
 
FINAL FANTASY VII (Remake)[/b]
 
Es war eines der wichtigstens Jahre der Videospielgeschichte und eines der wichtigsten Jahre für alle Rollenspieler, denn im Jahre 1997 erschien der legendäre siebte Final Fantasy-Teil. Ein Rollenspiel welches den meisten Videospielern den Atem raubte und mit dem Square einen ganz großen Schlag landete, denn nicht umsonst wird Final Fantasy VII als eines der besten, wenn nicht sogar das Beste, Rollenspiel aller Zeiten betitelt.
Seit 1987 machte sich Final Fantasy, vorallem in Japan, ein großen Namen und erschien immer auf einer Nintendo Konsole. Als erstes Final Fantasy erschien jedoch Squares Geniestreich nicht auf einer Nintendo Konsole, sondern auf der PlayStation von Sony.
 
In Final Fantasy VII geht es um eine kleine Organisation namens Avalanche, die sich gegen den Konzern Shinra stellt, ein Konzert, welcher die Welt beherrscht und dem Planeten Gaia mit Maschinen die Lebensenergie aussaugt, was dazu führt, dass der Planet langsam stirbt. Und in dieser Welt ohne Hoffnung schließt sich Cloud, Hauptcharakter und ein ehemaliger Soldat Shinras, zu Beginn des Spiels Avalanche und deren Anführer Barret an. Im Laufe des Spiels begegnet man Rollenspieltypisch noch mehreren Charakteren, wie Clouds Kindergartenfreundin Tifa, dem sprechenden Wolf Red XIII und vorallem dem Blumenmädchen Aerith, welche von Shinra verfolgt wird und in der dunklen Welt, in der sich der Spieler wiederfindet, das wohl letzte Fünkchen Hoffnung ist und noch ein bisschen Fröhlichkeit ins Spiel bringt.
Näheres möchten wir hier nicht verraten, obwohl die Story den meisten wohl bekannt sein dürfte.
 
Rollenspieltypisch wird in Final Fantasy eine Oberwelt abgeklappert um zum nächsten Ziel zu kommen, während es dort nur so vor Zufallskämpfen wimmelt. Schön in alter Rollenspielmanier eben. Die Zufallskämpfe spielten in kleinen Arenen und liefen rundenbasiert ab.
In jedem Kampf durften bis zu 3 Charaktere in eure Party rein. In typischem Final Fantasy ATB-System, wo sich eine Leiste aufläd bis ihr angreifen könnte, fegte man nun die Gegner vom Bildschirm und sammelte Erfahrungspunkte mit denen man nicht nur seinen Charakter aufleveln konnte, sondern auch die Materia, welche ein Charakter mit sich mit trug und diesem spezielle Fertigkeiten wie Heil- oder Beschwörungszauber beibrachte.
Nachdem ihr in der Oberwelt euer nächstes Ziel gefunden habt, ging es in den Städten darum die Story vorran zu treiben, einzukaufen und mit NPCs zu reden, während ihr dann später in Dungeons geschickt werdet , in denen es ebenfalls von Zufallskämpfen wimmelt, um weitere Missionen zu erfüllen.
 
Von der technischen Seite kann Final Fantasy VII heute wohl die wenigstens Spieler hinter dem Ofern hervorlocken. Zwar war es das erste Final Fantasy, welches in einer 3D Optik erschien, doch die Charaktere wirkten recht plump, was auch dazu führte, dass die, nicht vorgerenderten, Zwischensequenzen recht plump wirkten und nie die Atmosphäre übermitteln konnte die sie verdient hatten. Einzig und allein die vorgerenderten Hintergründe sahen fantastisch aus.
Doch auch hier gibt es einen Gegenpol, der die Atmosphäre wieder einfängt und einen die schwache Grafik fast vergessen lässt. Natürlich reden wir hier vom Soundtrack, welcher von Nobuo Uematsu persönlich komponiert wurde. Ein Soundtrack mit einer eigenen Seele, die die Stimmung in Final Fantasy VII perfekt einfängt und einem eine Gänsehaut über den Rücken jagt.
 
Und nun stellen wir uns mal vor wie Final Fantasy VII wirken würde, wenn wir eine gute 3D Grafik hätten und der ohnehin schon grandiose Soundtrack von einem Orchester gespielt werden würde.
Man würde das wohl beste Rollenspiel aller Zeiten perfektionieren und dieser fantastischen Welt und Geschichte eine Präsentation schenken, die es verdient.
Und nach den ganzen Sequels und Prequels die es im Final Fantasy VII Universum schon gab fehlt nur noch ein Remake. Ein Remake welches sich Millionen von Spielern auf der Welt wünschen um den Entwicklern dieser Welt zu zeigen wie Rollenspiele aussehen müssen.
Und vielleicht findet dann sogar Square zu eigener Stärke zurück. Man darf ja noch träumen...
 
 
 
[b]#5
 
TERRANIGMA 2[/b]
 
1996 hatten Quintet und Enix zum Abschluss des SNES noch einmal ein richtiges Highlight im Programm, das nicht umsonst zu einem Klassiker avanciert ist und bis heute zu einem der beliebtesten Rollenspiele überhaupt gehört. Terranigma bildete den Abschluss der sogenannten Soul-Blazer-Trilogie, die aus Soul Blazer, Illusion of Gaia/Time und eben Terranigma bestand. Erstaunlicherweise hat es Terranigma (das im Japanischen Tenchi Sōzō, also Erschaffung von Himmel und Erde, hieß) nie in die USA geschafft. Die zahlreichen religiösen Anspielungen in dem Spiel sollen eine Veröffentlichung verhindert haben.
 
Ihr spielt den Jungen Ark, den man RPG-typisch aber auch anders benennen kann. Ark ist - ebenso Rollenspiel-typisch - ein junger Draufgänger, der nicht darüber nachdenkt, was für Folgen sein Handeln haben könnte. Er lebt in Krysta, einem kleinen Dorf in der Unterwelt. Eines Tages findet Ark im Keller des Hauses des Dorfältesten ein Truhe. Als er diese öffnet, befreit er nicht nur ein etwas merkwürdig aussehendes Wesen namens Fluffy, sondern lässt alle Bewohner des Dorfes zu Eis erstarren, darunter seine Angebetete Melina. Der Dorfälteste schickt euch los, um die Dorfbewohner aus ihrer Erstarrung zu erlösen. Dazu müsst ihr nichts Geringeres tun als die Oberwelt, die unsere Erde darstellt, neu zu erschaffen. Doch dabei wird es nicht bleiben. Nachdem Ark die Kontinente erschaffen hat, muss er auch Pflanzen, Tiere und Menschen wiedererwecken und die Entwicklung der Menschen von ihren Anfängen bis in die industrialisierte Neuzeit verfolgen. Dabei trifft er auf zahlreiche Figuren, die zum Teil realen Vorbildern nachempfunden sind, und auch auf eine Frau, die Melina zum Verwechseln ähnlich sieht, aber ganz anders ist als sie und ein dunkles Geheimnis birgt. Zum Schluss stellt sich Ark natürlich noch dem Kampf gegen das ultimative Böse. Belohnt werden die ganzen Mühen mit einem der schönsten und melancholischsten Enden der gesamten Spielegeschichte.
 
Das Besondere an Terranigma ist nicht nur die großartige Grafik, der tolle Soundtrack und die wunderschöne und zum Teil sehr traurige Geschichte. Vielmehr ist es die Verbindung verschiedener Elemente, die Terranigma einzigartig macht. So erinnert der gesamte Aufbau an ein Rollenspiel, während das Kampfsystem eher an ein Action-Adventure angelehnt ist. Hinzu kommen Elemente einer Wirtschaftssimulation. Ark kann Einfluss auf die Entwicklung von Städten nehmen. Ark hat zwar nicht viele Möglichkeiten der Einflussnahme, doch diese können große Auswirkungen haben. So können sich aus zunächst mittelalterlich anmutenden Städten doppelt so große Städte, die komplett aus Neubauten bestehen, entwickeln. Dieses Element hebt Terranigma von allen damals erhältlichen Rollenspielen ab.
 
Wem beim Lesen dieses Textes genauso das Herz aufgegangen ist wie uns beim Schreiben, der wird wohl ebenso nach einer Fortsetzung dürsten wie wir. Leider ist es um Quintet sehr ruhig geworden. Also muss wohl Square-Enix ran. Also los, wir wollen eine Fortsetzung von Terranigma! Aber bitte mit Städten!
 
 
 
[b]#4
 
SKIES OF ARCADIA 2[/b]
 
Am 5. Oktober 2000 erschien ein ganz besonderes Rollenspiel für den Sega Dreamcast. Dieses kleiner Meisterwerk nannte sich Skies of Arcadia und eroberte die Herzen der Rollenspielfans im Fluge.
 
In Skies of Arcadia geht es um Vyse, einen jungen Luftpiraten der sogenannten Blue Rogues. Er lebte Tag ein, Tag aus ein Recht unbekümmertes Leben, plünderte gemeinsam mit seiner Crew Schiffe jeglicher Art und genoss sein Leben. Eines Tages plünderte er gemeinsam mit seiner besten Freundin Aika ein Schiff der königlichen Armada von Valua, auf dem er ein Mädchen namens Fina fand, die letzte Überlebende eines uralten Volkes.
Später stellte sich heraus, dass das Königreich Valua Fina sucht um die Welt ins Chaos zu stürzen. Mehr möchten wir an dieser Stelle nicht verraten, da das Spiel hauptsächlich von seiner großartigen Story und den zugehörigen Wendungen besteht.
 
Die Grafik von Skies of Arcadia mag zwar nicht die Beste gewesen sein, doch sie erfüllte ihren Zweck. Trotz der etwas veralteten Technik strotzten die Dungeons und Städte nur so mit liebevollen Details und luden einen zum Erkunden ein. Im Kontrast zur etwas altbackenen Grafik stand der grandiose Soundtrack. Egal ob in Dungeons, in Städten oder in Kämpfen, die Lieder passten perfekt zu den Geschehnissen und luden einen zum mitsummen ein. Selbst ein Nobuo Uematsu müsste vor diesem OST den Hut ziehen.
Einen weiteren Pluspunkt bekommt Skies of Arcadia durch sein wunderbares Kampfsystem. Während ihr die Weltkarte mit eurem Luftschiff unsicher macht oder die Dungeons zu Fuß abklappert seid ihr nie sicher vor den Zufallskämpfen, welche in gewohnter Rollenspielmanier ablaufen. So wählt ihr runderbasiert eure Befehle aus und tretet euren Gegner in den Hintern.
Außerdem könnt ihr während des Kampfes das Attribut eurer Waffe ändern und aufleveln, womit ihr auch während den Kämpfen eure Taktik perfekt der Situation anpassen könnt.
 
All diese Dinge sind Grund dafür, weshalb wir uns einen zweiten Teil wünsche. Noch nie wurde das Leben eines Luftpiraten so schön und glaubhaft erzählt wie das von Vyse. Noch nie haben Schlachten mit Luftschiffen so viel Spaß gemacht und noch nie haben Kopfgeldjagten so sehr motiviert. Bitte Sega, wir wollen Skies of Arcadia 2!
 
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[b]#3
 
CONKER'S BAD FUR DAY 2[/b]
 
Immer wieder diese bunten niedlichen Nintendo-Spiele. Ja, diese Kritik gibt es nicht erst seitdem die Wii ihren Siegesfeldzug angetreten ist. Bereits zu den guten alten Nintendo 64-Zeiten musste sich Rare damit aufgrund seines neuen Titels Conker's Quest auseinandersetzen.
 
Doch anstatt auf seine bewährten Tugenden zu pochen, nahm man sich die Kritik bei Rare zu Herzen und präsentierte der Presse am Ende ein völlig anderes Spiel, mit dem so keiner gerechnet hatte: Aus der Not wurde noch eine weitere Tugend, für die wir Rare bis heute lieben: Conker's Quest wurde zu Conker's Bad Fur Day und der noch immer zweifellos bunte und niedliche Protagonist verhielt sich plötzlich alles andere als charmant: Das kleine Eichhörnchen auf Nintendos Heimkonsole hing plötzlich solange in Kneipen herum, bis es so vollgelaufen war, dass es den Heimweg nicht mehr fand.
 
Genau hier soll Rares Geschichte um Conker dann auch seinen Anfang finden: Weit entfernt vom trauten Heim begiebt sich Conker nach einer Kneipennacht aufgrund des Alkohols völlig orientierungslos auf den Heimweg. Was er nicht weiß: Inzwischen ist er das wohl meistegesuchte Eichhörnchen des Landes. Denn ein Tischbein ist im Königreich gebrochen und man empfahl dem König, das Bein durch eben ein rotes Eichhörnchen zu ersetzen. Was der Tischler, Meister seines Faches, empfiehlt befolgt der König sogleich und setzt seine Königsgarde auf den gar nicht hilflosen Conker an.
 
In einer Mischung aus Jump'n'Run und Action-Adventure begibt sich Conker auf seine abenteuerliche Heimreise voller verrückter Gegner, wie zum Beispiel einen singenden Scheißhaufen oder einem Bienenkönig, der in eine Sonnenblume mit üppigen Argumenten verknallt ist.
 
Als ob die Ideen Rares nicht so schon bereits urkomisch wären, baute das Team noch viele bekannte Szenen aus großen Kinofilmen ein: So werden u. a. der Pate, Terminator, der weiße Hai, Matrix oder der Soldat James Ryan mächtig aufs Korn genommen.
 
Einem zweiten Teil steht doch eigentlich nichts im Weg Rare?! Er würde sicherlich viel Beachtung und Anklang finden. An Kinoklassikern und Spielwilligen mangelt es jedenfalls nicht. Also lass mehr oder weniger durchschnittliche Jump'n'Run-Ideen wie Kameo hinter dir Rare und konzentriere dich auf die eine neu gewonnen Tugend von damals: Wir wollen Conker's Bad Fur Day 2!
 
 
 
[b]#2
 
HALF-LIFE 2: EPISODE THREE[/b]
 
1998 erschien der renommierte Ego-Shooter Half-Life, sechs lange Jahre danach im Jahre 2004 folgte der nicht weniger bejubelte zweite Teil Half-Life 2. Der verantwortliche Entwickler Valve zauberte weitere Episoden zu Half-Life 2 aus dem Hut: Episode One erschien 2006. Episode Two erschien zusammen mit dem Spiel Portal und Team Fortress 2 2007 in der Orange-Box.
 
Eine Episode Three lässt allerdings bis heute auf sich warten. Obwohl schon viel über den Inhalt des Add-Ons gemunkelt und spekuliert wurde. Doch erst vor kurzem kündigte man Portal 2 an. Damit springt Valve überraschend auf den Erfolgszug des innovativen Ego-Puzzle-Spiels auf. Dies heißt aber auch gleichzeitig, dass man im Hause Valve die Zeit für Episode Three nicht für reif hält. Oder gar überreif? Ist der Zug hier abgefahren? consolewars denkt auf keinen Fall und untermauert dies eindrucksvoll mit dem 2. Platz!
 
 
 
[b]#1
 
SHENMUE III[/b]
 
Zig Fanseiten, abertausende Forenzeilen, Petitionen, Bitten, Flehen und Gerüchte um Gerüchte. Segas Antwort? Shenmue Online, Yakuza, Yakuza 2, Yakuza Kenzan!, Yakuza 3, Yakuza 4, Yakuza PSP. Aber kein Shenmue III...
 
1999 und 2001 erschienen die kommerziell relativ erfolglosen und doch für viele Spieler besten Spieletitel aller Zeiten: Shenmue I & II. Zusammen bildet die Shenmue-Reihe eine Einheit, eine Geschichte. Der Haken an der Sache ist, an der Stelle wo andere Spiele von der Geschichte her abschließen oder zumindest abzuschließen scheinen, da ist Shenmue II völlig offen und vermittelt fast den Eindruck, dass es nun erst richtig losgeht mit dem Abenteuer. Man ist erstaunt, man ist gepusht, man will es in dem Moment wissen, darauf hat man hingearbeitet, gefiebert, geschwitzt und aberdutzende Stunden gekämpft, dafür ist man Gabelstapler gefahren, hat Kisten geschleppt und Stunden um Stunden im Dojo trainiert. Dafür hat | Schnitt. Abrupt. Gnadenlos. Kaltblütig.
 
16 Kapitel sah Yu Suzuki von Sega für sein persönliches Lebenswerk vor. Shemmue I stellt das erste Kapitel dar. Shenmue II das zweite bis fünfte Kapitel. Überdenkt man die Differenz, dann unterstützt sie die Theorie, dass das Abenteuer erst noch anfangen sollte. 70 Millionen US-Dollar hat alleine die Entwicklung von Shenmue I gekostet: Ohne Frage, Shenmue III wäre riskant. Zumindest, wenn Sega wieder so eine maue Werbearbeit (sowohl bei dem Spiel als auch bei der Dreamcast) wie vor zehn Jahren betreibt. An der Fangemeinschaft, an dem Spiel selbst und an der Fachpresse lag der kommerzielle Flopp zumindest nicht. Das Spiel wurde weltweit überhäuft von positiven Kritiken und Rezenionen. Die zeitlose Geschichte, die noch heute respekteinflößende Grafik, der vielfach ausgezeichnete Soundtrack und die völlig neue Gameplayerfahrung schufen einen Klassiker sondergleichen.
 
Shenmue spielt in den 80er Jahren Japans. Aus Rache an dem Mord seines Vaters, ermordert ein Mann namens Lan Di den Vater des Hauptprotagonistens Ryo Hazuki vor dessen eigenen Augen. Zudem ist Lan Di auf der Suche nach einem mysteriösen Drachen-Spiegel, den Ryo im Laufe der Geschichte findet und von dem er erfährt, dass es ein Gegenstück zu ihm gibt, den Phönix-Spiegel. Ryo setzt alles in seiner Macht stehende in Bewegung und tritt so die Reise ins entfernte China an, um wiederum den Tod seines Vaters zu rächen und Licht ins dunkle Geheimnis um den Spiegel zu bringen. Auf seiner langen Reise lernt Ryo viele Bekanntschaften und Freunde kennen, muss sich gegen viele Fallen und Feinde wehren und wächst täglich an neuen Heraufforderungen, Aufgaben und Rätseln, die ihm das Vagabundenleben, seine neuen Freunde und sein Ziel Lan Di zu finden stellen.
 
Yu Suzuki gestaltete das Spiel so realistisch wie möglich. Ryo ist ein normaler Junge, der Kampfsport betreibt. Er verwendet in Shenmue I & II weder Schuss- noch Zauberwaffen. Seine Kampfkünste sind nur begrenzt und erst mit der Zeit wächst er an Übungen die ihm verschiedene Lehrmeister beibringen. Dank ihnen ist er der Herausforderung im Kampf mit den Feinden gewachsen. Auch das Leben Ryos spielt sich realistisch ab. So muss er z. B. Nachts zwingend Schlafen und verliert dadurch auch richtige Zeit. Eine Nacht kann der Spielr nicht durchmachen, wenn es nicht so vergesehen ist. Die Viertel in den Städten, in denen das Spiel spielt, sind ebenso realistisch nachemfpunden. Sie gleich ihren originalen Vorbildern. Fotos um Fotos wurden an den echten Schauplätzen geschossen und zu Texturen verarbeitet. Ryo bewegt sich in unserer Welt. Er kann Kaugummis und Cola kaufen oder auch Videospiele spielen und Musik hören. Doch das alles kostet Geld - kostbares Geld. Echtes arbeiten, wie Kisten schleppen kann schon einmal frustierend werden - wie im Spiel so im echten Leben. Die Freude das Geld für die Überfahrt nach China zusammen zu haben ist dabei umso größer.
 
Die Enttäuschung nach so vielen Stunden der schweißtreibenden Arbeit nicht das Ende der Geschichte zu kennen auch. Shenmue III ist deshalb das von unserer Crew mit Abstand meiste herbeigesehnte Videospiel. Die jüngsten Gerüchte um ein Release auf dem Xbox Marketplace - mögen sie echt sein oder nicht - schüren Hoffnung. Im Gespräch ist das Spiel immer wieder. Und es ist noch immer Suzukis Lebenswerk, das er sicherlich sofort vollenden wollen würde, ließe man ihn. Fakt ist: Sega geht es finanziell wieder besser. Fakt ist auch: Je mehr Zeit verstreicht, desto näher rückt der Release des dritten Teils: The story goes on...
 
Ihr habt nun Appetit auf Shenmue bekommen? Lest auch unser großes zweiteiliges Shenmue-Spezial durch:
 
 
 
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