Rainbow Six Vegas 2 - Review

Rainbow Six Vegas 2

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Review
360
25
 
erlebt in HDTV (samsung le 40m61b), unterstützt durch Dolby Digital 5.1 Teufel Sound
 
[u]"Komm wir tanzen, Tango"[/u]
 
Moment, die Überschrift kommt euch bekannt vor? Tja, wir machen es da wie Ubisoft und präsentieren euch nur bedingt Neues. Denn auch wenn Rainbow Six zweifelsfrei ein gnadenlos guter Ego Shooter ist, wird der ein oder andere doch enttäuscht "Das kenn ich doch alles schon" ausrufen. Vom Hauptmenü bis hin zur Steuerung, von Stücken des Soundtracks bis hin zum Gameplay und in weiten Teilen leider auch der Optik, hat sich bei Vegas unterm Strich einfach zu wenig getan. Natürlich sind die Gefechte spannend, treiben euch an und fesseln ans Pad, natürlich ist der Mehrspieler durchdacht, komplex und begeistert auch nach vielen Stunden... aber das wars? Der tolle 4er Coop Modus wurde gestrichen und in den Missionen tut man fast das gleiche wie damals bei Teil 1. Trotzdem funktioniert das Spiel: Ihr sucht euch Deckung, manövriert euer Team mit einfachsten Befehlen durch die Landschaft und bahnt euch so den intensiven Weg ans Levelende. Warum allerdings die vielen kleinen Bugs und Fehlerchen nicht ausgemerzt wurden, ist uns nicht ganz klar.
 
 
[u]Handlung_[/u]
 
Zwar ist die Ausgangssituation der Rainbow Elite Einheit die gleiche, trotzdem steuert ihr eine andere Figur und ein anderes Team. Las Vegas ist nach wie vor der Schauplatz und geschickt erlebt ihr Momente vor, während und nach der Handlung von Teil 1. In Kontakt mit Logan und Co. tretet ihr dabei allerdings nicht.
 
Wie üblich geht es um die Bedrohung durch Terroristen, schmutzige Bomben und jede Menge Geiseln. Die Atmosphäre ist dabei stets sehr spannend und intensiv, hält euch mit Funksprüchen, schreienden Terroristen und abgeklärtem Team-Talk bei der Stange. Eigentlich gibt es bei der Handlung keine Überraschungen, ein typisches Tom Clancy Spiel könnte man fast sagen. Allerdings mit ordentlicher Atmosphäre und sehr unterhaltsam.
 
[u]Optik_[/u]
 
Wir haben es eingangs bereits erwähnt, leider bedeutet ein völlig unverändertes Spiel auch die gleiche Qualität bei der Grafik. Die ist bei Rainbow Six zwar überzeugend, gut in Szene gesetzt und macht von vorne bis hinten Spaß, in die obersten optischen Regionen stößt Ubisofts Ego Shooter aber wirklich nicht vor. Die Figuren sehen großartig aus, auch die Action kommt immer gut zur Geltung, allerdings kommt es häufiger mal zu Einbrüchen bei der Framerate und schwankender Qualität bei den Texturen. Gekrönt wird das von stellenweise hässlichem Tearing und gerne auch mal grob wirkender Architektur.
 
Doch so sehr man sich auch über die Optik ärgern kann, Rainbow Six sieht insgesamt ziemlich gut aus. Die realistischen Umgebungen und Level geben euch genug Möglichkeiten in Deckung zu gehen, wirken dabei dennoch authentisch. Außerdem schafft es Ubisoft erneut, viel Action ins Spiel einzubauen. Die Granaten lassen Scheiben zerbersten, ständig fliegen euch Kugeln um die Ohren und wenn man sich um die Ecke lehnt und die Umgebung sondiert, sieht das richtig gut aus. Die Optik ist also schwer zu bewerten. Fans von Teil 1 müssen sich damit abfinden, dass Vegas sich kaum verbessert hat, müssen aber im Gegenzug auch akzeptieren, dass es nach wie vor ein hübsches und atmosphärisches Spiel ist.
 
 
[u]Akustik_[/u]
 
Leider wurden viele Teile des alten Soundtracks übernommen und die markante Hymnen oder Melodien erkennt der geübte Spieler sofort wieder. Allerdings war der Sound schon damals absolut Klasse, weshalb man auch bei Vegas 2 die Surround Anlage einschalten sollte, um Effekte, Musik und Sprachausgabe zu genießen. Die Waffen klingen so intensiv, direkt und brachial, dass man Rainbow Six dafür nur die volle Punktzahl geben kann. Die Feuergefechte scheinen direkt in eurem Zimmer stattzufinden und der hervorragende, treibende Soundtrack untermalt die unterschiedlichen Szenarien ziemlich perfekt.
Ebenfalls auf hohem Niveau rangiert die Sprachausgabe, die eure Heldenriege erst wirklich zum Leben erweckt. Dass sich einige Befehle nach einer gewissen Zeit wiederholen ist klar, allerdings kommuniziert so eine Special Force Einsatztruppe ja auch im echten Leben nicht gerade rege. Also aufdrehen und zurücklehnen, selbst wenn man auch hier nur wenig Neues entdeckt.
 
[u]Ladezeiten_[/u]
 
Nach wie vor kann man sich im Mehrspieler während der Ladezeiten nicht unterhalten, was aber verschmerzbar ist. Denn lange warten lässt euch Vegas nicht. Vor allem wenn man schnell einen Neustart anordnet, reagiert das Spiel prompt und ohne lästige Pause. Im Singleplayer gibt es nur zu Beginn eine etwas längere Wartezeit, danach fallen die Unterbrechungen kaum mehr ins Gewicht.
 
[u]Extras_[/u]
 
Auf Freunde und Kollegen schießen und dabei trotzdem Spaß haben? Das geht, denn mit der Xbox Live Vision Cam könnt ihr auch bei Teil 2 wieder euer eigenes Gesicht "einscannen" und als Textur benutzten. Leider ist das Gerät bei etwas längeren Haaren erneut sehr störrisch, zumal der Vorgang wieder mal einige Minuten dauert. Ansonsten ist die Idee natürlich gut und sorgt vor allem Online für absurde Szenen, wenn sich die Leute still gegenüberstehen und gegenseitig ins Gesicht starren.
"Warum steht Vegas denn bei Saturn nicht im Regal?" mag sich der ein oder andere kopfkratzend fragen. Die Antwort ist leicht: Die USK hat dem Spiel die Freigabe verwährt. Der Grund ist aber weder spritzendes Blut, noch übermäßige Gewalt, sondern der einfache Fakt, dass bestimmte Tötungen "belohnt" werden. Ihr bekommt also für einen Kill durch eine Deckung, oder auch einen Kopfschuss, mehr Erfahrungspunkte. Wie immer sind wir der USK natürlich mehr als dankbar, dass solche Schweinereien in Deutschland verboten werden. Volljährige Zocker könnten von derlei untragbaren Spielmechanismen aufs übelste verderben... Deshalb verschiebt sich Ubisofts Ego Shooter auf unbestimmte Zeit und wird erst im Mai erwartet. Mit abgeänderten Erfolgen und einem wahrscheinlich völlig neuen A.C.E.S. System.
 
[u]Suchtfaktor & Spielgefühl_[/u]
 
Trotz knapp 1 1/2 Jahren Zeit und mit Sicherheit vielen neuen Ideen oder Vorschlägen, hat Ubisoft das "Winning Team" nahezu unverändert ins Rennen geschickt. Genau deshalb könnte der Ersteindruck möglicherweise ernüchternd und langweilig sein. Gleiches Hauptmenü, spärlich verbesserte Grafik, gleicher Soundtrack, gleiches Gameplay und gleiche Steuerung. Wer jedoch schon den ersten Teil mochte, wird dem Spiel unweigerlich wieder erliegen. Denn trotz frechem Recycling dauert es nicht lange, bis ihr erneut die Qualität von Rainbow Six verspürt und bei unheimlich intensiven Feuergefechten in der Couch versinkt.
 
Die exakte und nach wie vor ziemlich geniale Steuerung, bringt euch schon nach wenigen Minuten direkt ins Spiel. Erneut seid ihr der Kopf einer drei Mann starken Eliteeinheit, die Geiseln befreien soll und Terroristen das Handwerk legt. Dabei entschärft ihr Bomben, verfolgt die Drahtzieher und schlagt jede Menge spannende Feuergefechte. Doch Vegas ist kein gewöhnlicher Ego Shooter, denn in die gnadenlose Action mischt sich eine große Portion Taktik. Ihr müsst eure Kollegen dirigieren, die Vorgehensweise häufig überdenken und die Lage sondieren. Übereiltes Eindringen in feindbevölkerte Räume wird stets mit dem Tod bestraft, der euch in beiden Schwierigkeitsgraden schnell und häufig ereilen wird. Denn die Gegner sind kein dummes Kanonenfutter. Sie verschanzen sich klever, rufen Verstärkung und haben ordentlich Zielwasser getrunken. Man spielt Vegas erneut sehr langsam, sucht sich sorgsam eine Deckung, schielt vorsichtig um Ecken und nutzt die Snake Cam um hinter verschlossene Türen zu blicken. Nur wer diese Dinge beherzigt hat am Ende Erfolg und kommt mit heiler Haut davon.
 
Ubisoft hat wenig verändert, weshalb die Mischung erneut gut getroffen wurde. Jede Menge Action trifft auf schnelle und unkomplizierte Taktik. Beides vermischt sich und sorgt so für ein intensives Spielerlebnis. Problemlos gebt ihr eurem Team den Befehl einen Raum zu stürmen, schleudert eine Granate quer durch einen langen Flur und befindet euch schon Sekunden später an der Außenwand einer Fassade, nur um kopfüber an einem Seil hängend ein paar Kopfschüsse zu verteilen. Genau das ist die Stärke des Ego Shooters, der sich zwar gemächlich spielt, gerne aber auch dramatisch zuspitzt und euch auf ganzer Linie fordert.
 
 
Nach etwa 12 Stunden findet der zweite Teil von Vegas ein Ende. Mit gemischten Gefühlen legt man dann das Gamepad bei Seite. Warum hat sich so wenig verändert? Weil Teil 1 so gut war? Das ist es wohl, wobei man sich über jeden Fehler, die fast alle ebenfalls drin geblieben sind, tierisch ärgert. Rainbow Six ist in Deutschland übrigens noch nicht zu haben. Denn eine Hand voll Neuerungen gibt es dann doch. Ihr bekommt nämlich auch im Singleplayer "Erfahrungspunkte". Durch Kills jeglicher Art, steigt ihr nach und nach im Rang auf. Das ist der USK natürlich ein Dorn im Auge, da Kopfschüsse und Co. euch quasi "belohnen". Eng daran gekoppelt ist das A.C.E.S. System, das sich in drei Unterkategorien einteilt: Nahkampf, Sturm und Meisterschütze. Für verschiedene Tötungen, zum Beispiel mit Granaten oder auf große Distanz, bekommt ihr Punkte. Obwohl das zwar nur eure Erfahrung raufschraubt und ein paar Waffen und Gegenstände freischaltet, motiviert das System.
 
Doch wie lautet nun das Fazit? Lohnt sich der zweite Teil? Ja und Nein. Man erlebt fast durchweg einen Déjà-vu-Effekt, stört sich an nicht verbessertem Gameplay und häufig dem gleichen Spielablauf. Doch dann sieht man auf die Uhr und merkt, wie einen die tollen Stellungskämpfe und das taktische Vorgehen ans Pad gefesselt haben. Und dabei wollte man eigentlich noch ein paar Terroristen jagen. Es ist also schwer zu beurteilen, denn auch wenn Vegas 2 auch 1.5 hätte heißen können, fasziniert es genauso wie der erste Teil - und der war insgesamt ein verdammt gutes Spiel. Entscheidet also selber, ob ihr nach 1 ½ Jahren wieder eine Dosis Terror vertragen könnt, oder steigt neu in die Serie ein. Hochwertiges Gameplay, das euch eine ganze Weile beschäftigt, bekommt ihr auf jeden Fall. Wer allerdings keine Lust auf eine etwas lieblose Fortsetzung hat, lässt trotz guter Wertung die Finger vom Spiel.
 
[u]Mehrspieler_[/u]
 
Der Mehrspieler bei Rainbow Six ist nicht nur eine Dreingabe, er ist eine wahre Alternative. Wochen nachdem der Singleplayer schon durchgespielt ist, kann man sich noch in spannenden Multiplayer Gefechten duellieren, Bomben entschärfen und feindliche Spieler aufs Korn nehmen. Doch der mit reichlich Optionen, Karten und Spielmodi gesegnete "Deathmatch" Modus ist nicht die einzige Möglichkeit die ihr habt. Wer mehr Lust auf den Storymodus hat, lädt kurzerhand ein paar Freunde dazu ein und mit zwei Kollegen spielt ihr die komplette Geschichte durch. Auch die Terroristenjagd spielt sich mit drei Mann deutlich besser, wer noch einen vierten Kumpel auftreiben kann, hats direkt noch ein wenig leichter. Das Gameplay bleibt gewohnt gut, findet die richtige Mischung aus Action und Taktik und wer fleißig spielt schaltet neue Waffen und Ausrüstungsgegenstände frei. Natürlich kann man sich eine eigene Spielfigur erschaffen, diese entsprechend ausrüsten oder sogar mit dem eigenen Gesicht versehen.
 
Rainbow Six verdient sich die 11 Punkte relativ locker. Ihr könnt mit vielen Leuten zocken, die Lobbys sind prall gefüllt und es gibt einiges zu tun. Das Rangsystem motiviert erneut und es ist nur ein bisschen unfair, dass echte Profis auch noch die besten Waffen bekommen. Aber damit musste man auch bei Call of Duty leben. Nach wie vor ist Vegas aber kein Spiel für Leute, die nur mal eben eine Runde zocken wollen. Dazu ist der Multiplayer zu komplex und kann seinen Reiz dann nicht vollends entfalten. Ein wenig Zeit und Leidenschaft sollte man also auf jeden Fall mitbringen.
 
[u]Erfolgschancen_[/u]
 
Selbstverständlich will der Singleplayer von oben bis unten durchgespielt werden - am besten auf dem realistischen Schwierigkeitsgrad. Wer das geschafft hat kann sich natürlich noch in den Terroristenjagden austoben, bei denen ihr gegen eine kleine KI Übermacht antretet. Das ist auf dem härtesten Schwierigkeitsgrad absolut kein leichter Job, genau wie die zahlreichen Mehrspielergefechte die ihr schlagen müsst. Dazu müssen auch noch immer mindestens sechs Spieler in der Lobby sein, so dass man nicht einfach mit einem Kumpel durch die Gegend rennt. Auch wenn kein Achievement unmöglich erscheint, dauert es doch recht lange eine stattliche Summe zusammen zu sammeln - vor allem Online.
 
VOID

Fazit

Pro
 
Contra
 
shadowman
Ich find Rainbow Six nach wie vor einfach nur super. Viel Action, die richtige Prise Taktik und auch im Mehrspieler jede Menge Spaß. Es ist einfach eine explosive Mischung. Wenn man allerdings kein Freund von halbgaren Fortsetzungen ist, wird man mit "Teil 2" nicht unbedingt warm...

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