Gears of War - Review

Gears of War

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Review
360
146
erlebt in HDTV (samsung le 40m61b), unterstützt durch Dolby Digital 5.1 Teufel Sound
 
[u]"Führ die Säge durch das Fleisch"[/u]
 
Egal ob ihr an Gott glaubt, an Mohammed oder nur an den allmächtigen Dollar, egal an was ihr glaubt: Glaubt nicht an den Hype. Das tun wir auch nicht und servieren euch einen objektiven Test, ohne von Gerüchten voreingenommen zu sein oder der Wahrheit nicht ins Auge blicken zu wollen.
 
Gears of War ist ein "brachial" gutes Spiel. Wie ihr seht suchen wir nach einem passenden Adjektiv, welches das Spiel beschreibt und einen positiven Unterton hat. "Brachial" ist unserer Auffassung nach genau richtig, denn Gears of War lässt es krachen: Bombastische Grafik, tolle Schauplätze und dazu ein herrlicher Soundtrack mit wuchtigen Effekten. Die Technik braut eine geniale Atmosphäre zusammen, die vom actiongeladenden Gameplay vollends bekräftigt wird. Spielerisch machen wir deshalb auf den ersten Blick wenig Abstriche, wobei es sowohl im Single-, als auch im Multiplayer kleine Macken gibt. Das Fehlen einer Handlung und die Kürze des Spiels wirken sich dabei am negativsten auf die Wertung aus. Achso und falls das jetzt nicht so rüberkam: Gears of War muss man haben!
 
 
[u]Handlung_[/u]
 
Wenn missgestaltete Kreaturen aus Erdlöchern kriechen, gigantische Säer ihre Brut abwerfen und blinde Berserkerinnen in alten Gemäuern selbst dicke Steinsäulen mühelos zu Bruch rennen, dann stimmt was nicht. Und tatsächlich tobt ein grausamer Krieg auf der Erdoberfläche des Planeten Sera, der schon fast jede Stadt in Trümmer und Asche gelegt hat. Die Locust sind unser erklärter Todfeind und nur wenige Menschen sind in der Lage sich gegen diese Monster zur Wehr zu setzen. Einer davon ist Marcus Fenix, dessen Kontrolle ihr übernehmt und schwer bewaffnet mit euren Kameraden über die Schlachtfelder marschiert.
Soweit so gut, nur leider hat sich die Story damit auch erledigt. Was episch aussieht und episch klingt, muss noch lange nicht episch sein. Es gibt kein Intro und auch keinen klärenden Abspann, ihr tappt also absolut im Dunkeln was sämtliche Hintergründe angeht. Nur das Artbook (in der Limited Edition enthalten) gibt euch Storydetails preis und klärt euch über viele Dinge auf. Für ein Spiel dieses Kalibers ist es recht mager, so gar nichts zu zeigen und die nicht vorhandene Story wirkt sich auf jeden Fall auf die Gesamtwertung aus. Zur Verteidigung des Spiels muss man aber sagen: Die Atmosphäre stimmt trotzdem. Euer muskulöser Trupp redet ohnehin nicht viel und das Spiel funktioniert auch, wenn ihr nur euer nächstes Missionsziel vor Augen habt.
 
[u]Optik_[/u]
 
Fünf von Fünf... Reicht euch das nicht? Müssen wir echt erst ins schwärmen geraten? Na gut, ihr habt es so gewollt. Gears of War ist eines der absolut ansehnlichsten Games, die jemals in einer Konsole rotierten. Warum? Dafür gibt es zahlreiche Gründe, fangen wir doch einfach mal mit dem Design an.
Es gibt nur fünf Akte bei GoW, in diesen fünf Akten bekommt ihr aber jede Menge Abwechslung geboten. Die gezeigten Szenarien strotzen nur so vor Atmosphäre und vermitteln euch ein tolles Endzeit Gefühl, ohne dabei zu stark von der Realität abzudriften. Eingestürzte Hörsäale, vom Krieg geschundene Häuser, verkommene Fabrikanlagen oder monströse Locust Tunnel faszinieren durch ihre optische Erscheinung. Dabei ist das qualitativ so genial eingefangen worden, dass man fast schon mit einem Lächeln auf den Lippen durch die Level rennt. Die Texturen sind verschwenderisch detailliert, hoch aufgelöst und absolut bombastisch. Egal ob das alte Wände sind bei denen der Putz abbröckelt, von Rost zerfressenes Metall oder ob sich zaghaft ein paar Pflänzchen durch große Steinwände in den Ruinen bohren, es sieht schlichtweg atemberaubend aus! Und die Spielewelt wirkt nicht etwa statisch, andauernd rieselt irgendwo Staub von der Decke, ihr könnt die Einrichtung zerschießen und dank geschicktem Spiel mit Licht und Schatten, wird die Gears of War zum Leben erweckt. Nicht zuletzt auch durch die tolle Kamera. Eure Spielfigur ist stets sichtbar, verdeckt dank kleverer Platzierung aber niemals den Bildausschnitt. Ihr könnt frei rotieren, was absolut flüssig läuft und keine Probleme macht, stattdessen gibt es noch ein Highlight: Den geduckten Lauf. Ihr werdet Augen machen, lasst euch das gesagt sein!
Die Animationen der Figuren sind geschmeidig, außerdem sind deren Texturen und Erscheinung ebenfalls tadellos umgesetzt worden. Ihr könnt ja schon auf den Screenshots erkennen, dieses Spiel sieht einfach fantastisch aus. Einziges Problem sind ein paar Objekte, deren Texturen zu spät ins Bild ploppen. Doch wenn man dagegen die Seite der Pro Argumente betrachtet? Allein die genialen Nachladeanimationen, dass Hitzeflimmern der Waffen oder der atmosphärisch prasselnde Regen nebst fantastischen Spiegeleffekten in Pfützen… herrlich!
Den Abschluss unseres Optik Fazits machen die Zwischensequenzen. Schnell und spannend geschnitten sorgen sie, auch wenn ihr nicht spielt, für ein absolutes "Mittendrin" Gefühl. Weil währenddessen aber Daten streamen, kann es zu Grafikrucklern kommen. Übrigens: Gears of War ist nicht zu Unrecht nur aus dem europäischen Umland zu bekommen. Blut am Bildschirm (es sieht genial aus!), zerteilte Körper und jede Menge Gewalt sollten euch davon abhalten, eurem "kleinen" Bruder mal was vorzuführen!
 
 
[u]Akustik_[/u]
 
Ach du heiliges Kanonenrohr... Gears of War verfeinert euer Spielerlebnis mit einem der besten Soundtracks der letzten Jahre. Wuchtige Effekte, tolle Surround Abmischung, grandiose Musik und gelungene Sprachausgabe vermischen sich zu einem phänomenalen Ganzen, das vor Atmosphäre überzugehen scheint.
Der Regen prasselt auf den brüchigen Asphalt. Weit im Hintergrund rumort eine Maschine, deren Zweck wir nicht kennen. Ab und an erschüttert ein lauter Donner das Szenario. Plötzlich und wie aus dem Nichts stürzen sich furchterregend schreiende Kriecher von der Decke und greifen uns an. Schwer stapfend rennen wir ein paar Schritte und hechten mit einem Sprung in Deckung. Mit einem bedrohlichen Rattern werfen wir die Kettensäge an, hören den Gegner hinter uns, drehen uns um und zerfleischen den Feind mit einem fiesen Spratzen. Ohja, die Soundkulisse hat es wahrhaft in sich. Die Effekte sind einzigartig und markant, außerdem klingt jedes Gewehr glaubwürdig und bedrohlich - wobei die Feinde den Angstfaktor deutlich übertreffen. Wenn ein Boomer um die Ecke biegt wummert der Subwoofer, um schließlich vom brachialen Einschlag der Rakete aufgeweckt zu werden. Die Surround Abmischung lässt übrigens keine Wünsche offen!
Die Sprachausgabe, wir nutzten die Deutsche, kann sich auch hören lassen. Zwar schwören viele auf die Original Stimmen, da die Dialoge aber nicht ausladend und tiefgründig sind, sondern meist das Wort "Scheisse" beinhalten, ist die Synchro absolut ausreichend. Zumal die Charaktere durchaus gut vertont wurden. Die Funksprüche und Unterhaltungen sind glaubwürdig, relativ kurz und halten sich nicht mit unwesentlichen Dingen auf, passen außerdem ideal zum Spiel. Zum Abschluss noch ein Wort zu der tollen Hintergrundmusik. Die macht ihrem Hersteller nämlich alle Ehre und klingt wahrhaft episch. Sie setzt im richtigen Moment ein und macht viele Schusswechsel zum audiovisuellen Highlight, ist stellenweise durchaus in der Lage, euch eine Gänsehaut auf die Haut zu zaubern. Fazit? Lauter machen!
 
[u]Ladezeiten_[/u]
 
Es gibt keine. Ja, tatsächlich, Epic hat es geschafft das Spiel weitestgehend Ladezeiten frei zu halten - jedenfalls gibt es keinen Ladescreen. In den Zwischensequenzen merkt man an Bild- und Tonrucklern, dass genau dann gestreamt wird. Auch im Startmenü muss man sich ein wenig gedulden. Automatischer Speicherung sei Dank, ist der Shooter Epos aber auch in Sachen Ladezeiten mehr als vorbildlich - wer hätte das gedacht!
 
[u]Extras_[/u]
 
Die normale Kaufversion muss leider ohne Extras auskommen, dafür hat die Limited Edition umso mehr parat. Ein tolles Artbook zum Beispiel, in dem man tatsächlich auch mal erklärt bekommt, was die epische Schlacht überhaupt zu bedeuten hat. Außerdem beinhaltet die schicke Tin Box noch eine Bonus DVD mit zahlreichen Boni. Insgesamt also ein tolles Paket, Schade nur, dass Normalzocker davon gar nichts zu Gesicht bekommen...
 
[u]Suchtfaktor & Spielgefühl_[/u]
 
Wir haben Anfangs erwähnt, dass ihr nicht dem Hype glauben sollt. Fakt ist, dass die überwältigende Mehrheit Gears of War liebt - auch wir! Dennoch hören wir auch auf die kritische Stimme in uns, die uns nur allzu gern auf die Unzulänglichkeiten des Spiels hinweist. Denn, es wird die wenigsten überraschen, Gears of War ist nur ein Shooter. Ja, nur ein Shooter, der jedoch sämtliche Spielelemente eines Shooters zu einem fantastischen Ganzen zusammenfügt und nur selten gelingt es diesem Genre euch so gefangen zu nehmen und euch mit dem Gameplay vollstens zufrienden zu stellen. "Nur" ein Shooter sollte man also mit Vorsicht genießen, denn auch wenn es an Innovationen mangelt, Standardware ist Gears of War sicher nicht.
Das Beginnt schon mit der Steuerung. Anstatt das altbekannte Ego / 3rd Person Konzept zu nutzen, variieren einige Tasten bei Gow, die Waffe wechselt man beispielsweise per Digi Kreuz. Am interessantesten ist aber das Nachladen. Geht euch die Munition aus, drückt ihr R1, wartet eine ganze Weile und könnt weiterschießen. Da das mitunter zu lange dauert, könnt ihr mit richtigem Timing das "aktive Nachladen" auslösen, was euch enorm schnell neue Munition beschert. Klappt das Timing nicht, müsst ihr wegen einer Ladehemmung besonders lange warten. Dieses kleine Feature ist genial integriert und macht so manchen Mehrspielerkampf ein gutes Stück spannender. Einziges Manko der ansonsten so tadellosen Steuerung ist der A Knopf. Mit drei wichtigen Funktionen ist er dezent überbelegt und beim "in Deckung gehen" und "springen" kommt es auch mal zu Verwechslungen.
 
 
Jetzt aber rein ins Vergnügen! Als Marcus Fenix stapft ihr zu Beginn in einem Gefängnis umher, lernt die Feinheiten des Spiels kennen und habt schon bald die ersten Gegner vor der Flinte. Wer jetzt stehen bleibt verliert. In Windeseile solltet ihr hinter die nächste Deckung hechten, wenn möglich massiver Stein. Spätere Deckungen wie Sofas und Schränke gehen nämlich bei Feindbeschuss zu Bruch. Doch sowas gibt es im Knast nicht. In sicherer Position könnt ihr nun mit der Kamera die Umgebung anschauen. Und siehe da, ein Locust hockt nur ein paar Felsbrocken weiter. Peilt seine Position also an und gebt im Bedarfsfall ein wenig Sperrfeuer ab. Ihr könnt einfach eure Waffe hochhalten und ins Nichts feuern. Bringt nur leider nicht viel, besser ist es die Deckung kurz zu verlassen, mit dem Fadenkreuz Maß zu nehmen und dem fiesen Gegner dann zu zeigen wer der Chef im Ring ist. Und so funktionieren fast alle Kämpfe bei Gears of War. Die Locust warten meist gut verschanzt auf euch, ihr arbeitet euch von Deckung zu Deckung, werft eine Granate, bearbeitet die Gegner mit dem Maschinengewehr und wer zu Nah kommt, wird von eurer Schrotflinte in Stücke gerissen. Das Konzept geht auf: Epic ist es gelungen eine unglaubliche Intensität in die Gefechte zu bringen. Man hockt nicht einfach hinter einem Stein und drückt wiederholt die gleichen Knöpfe, Nein, Gears of War ist intelligent! Die Feinde sind extrem angriffslustig, stürmen auf euch zu, belegen euch ihrerseits mit gut gezieltem Sperrfeuer und versuchen euch mit der schieren Übermacht in die Knie zu zwingen. Die Locust stecken ziemlich viel ein, sind agil und anfangs ist man vor allem im Nahkampf dem sicheren Tod geweiht. Die Kettensäge an eurer Waffe kann das Blatt wenden. Das "Baby" von Entwickler Cliffy B. zerschnetzelt mit einem lauten aufheulen eure Gegner und macht sie nicht einfach kampfunfähig, ihr zertrennt sie in mehrere Teile. Wer den Umgang mit den Waffen also ein wenig geübt habt, erlebt wirklich packende Gefechte. Die kleveren Locust handeln in keinem Kampf auf die gleiche Art und Weise, auch schon mal gespielte Passagen können beim nächsten mal komplett anders sein.
Gears of War ist kein leichtes Game. Obwohl Epic drei verschiedene Härtegrade eingebaut hat, ist man selbst auf "Lässig" niemals sicher und wer nicht wirklich auf der Hut ist, stirbt auch hier schon viele Digi Tode. So bahnt ihr euch den Weg durch verschiedene Gebiete, könnt die Gegner mal gut, mal weniger gut unter Beschuss nehmen, bemannt stationäre Geschütze und snipert feindliche Scharfschützen aus deren Stellungen. Werdet ihr getroffen, was häufig passiert, solltet ihr besser in Deckung bleiben. Nach einer Weile erholt sich eure Hauptfigur und ihr könnt in alter Frische weiterkämpfen. Alleine seid ihr übrigens zu keiner Zeit. Meist marschieren sogar drei bullige Soldaten an eurer Seite. Sie agieren ähnlich aggressiv wie die Locust, sind nicht immer ganz klever, aber trotzdem eine mächtige Unterstützung. Fallen sie im Kampf könnt ihr sie wiederbeleben und ein paar rudimentäre Befehle könnt ihr ihnen auch zuteilen. Vom atmosphärischen Gehalt ist der Spielablauf jedenfalls nicht zu überbieten. Die markigen Sprüche leiten Gefechte ein, die manchmal mehrere Minuten dauern. Ihr sucht Munition, wehrt einen Gegner ab, verharrt in einer vermeintlich sicheren Position und versucht die Übermacht abzuwehren. Das Szenario ist einfach realistisch, ihr seid mittendrin, eingekesselt und ballert euch mit aller Gewalt trotzdem den Weg heraus. Ja, es ist nur ein Shooter… aber was für einer!
 
Ohne Makel geht aber auch Gears of War nicht vom Platz. Größter Patzer ist unserem Erachten nach die Spielzeit. Es ist zwar gelungen, dass der Spannungsbogen erhalten bleibt und sich die Ereignisse nicht ständig wiederholen, dennoch ist bei den meisten schon nach knapp 8 Stunden Schluss. Hätte Epic uns noch eine lange Mission draufgepackt, die Wertung wäre bestimmt besser ausgefallen. Der Mangel an Innovationen ist nach den ersten Spielminuten vergessen, Leute die nicht auf Action Shooter stehen, könnten dem Spiel aber eine gewisse Geradlinigkeit vorwerfen. Sicher, man geht seinen Weg - der sehr linear ist - und versucht immer wieder feindliche Stellungen auszuhebeln. Das Spiel versucht aber gar nicht erst euch Rätsel oder Suchaufgaben unterzujubeln, was wir sehr befürworten. Stattdessen tauchen hin und wieder neue Gegnerarten auf, eine neue Waffe kommt ins Spiel und man besiegt einen fetten Endboss.
Nicht so gut gefallen uns explodierende Gegner, da das doch schnell nervig werden kann, dafür sind die Level und das Stellungsspiel tadellos designt, irgendwie kommt man immer voran. Das geniale an Gears of War ist einfach: Es macht jede Menge Spaß. Es gibt fast niemanden der es auf Lässig durchgespielt hat und sich danach nicht sofort an Hardcore ranwagt. Trotz der Mängel und der scheinbaren Eintönigkeit packt euch das Spiel und lässt euch das Pad für viele Stunden festhalten - sehr fest...
 
[u]Mehrspieler_[/u]
 
Der Multiplayer hat euch einiges zu bieten, sowohl in Sachen Umfang, als auch in Sachen Spielspaß. Fangen wir zuerst mal mit dem Coop Modus an. Egal ob ihr an einer Konsole oder per Xbox Live zockt, es macht tierisch viel Laune das Spiel mit einem Freund zu durchqueren. Dank der lagfreien Headset Kommunikation besprecht ihr Taktiken, eilt euch zu Hilfe und ballert zusammen bis die Läufe glühen. Wie gesagt, kein Ruckeln, keine längeren Ladezeiten und quasi ein perfekter Coop Modus.
Abseits davon gibt es noch den "normalen" Multiplayer, der zwar verschiedene Spielmodi bietet, wobei sich aber alle auf das Töten des feindlichen Teams beschränken. Nichts besonderes also, selbst Standardvarianten wie Capture the Flag sucht man vergebens. Und jetzt heißt es: Vier gegen Vier. Eine Partei übernimmt die Rolle der Locust, die andere steuert die menschlichen Soldaten, wobei sich die Rassen nur optisch unterscheiden. Ein klassisches "Jeder gegen Jeden" gibt es bei Gears of War leider nicht. Wobei das wohl auch in einem heillosen Kettensägen Geschnetzel geendet wäre. Stattdessen solltet ihr euer Headset aufsetzen, weil Kommunikation durchaus wichtig ist. Auf einer Karte spielt man Runde für Runde, bis ein Team komplett ausgelöscht ist. Scheidet man vorher aus, muss man seinen Teamkameraden beim Kämpfen zusehen. Und jetzt hat das Spiel zwei Gesichter: Während man mit Freunden stundenlang fightet, sich untereinander austauscht, lacht und jede Menge Spaß hat, verkommt Gears of War in gewerteten Spielen zu einem Krampf. Die Leute stürmen sofort los zu den besten Waffen, und gehen sehr verbissen an die Sache. Die Erfolge schaltet man leider nur in "Ranked Matches" frei, was die Aggressivität eventuell erklärt. Jedenfalls sind die Online Matches oft verkrampft und wenig spaßig, sobald ein sehr starker Spieler dabei ist, hat man schlechte Karten. Auch misslungen: Durch eine Art Bug können gewiefte Zocker ihre Freunde doch in ein gewertetes Spiel holen. Wenn ein Clan sich eurer annimmt hat man als Anfänger gewiss keinen Spaß. Ohnehin sollte man das Spiel ein wenig draufhaben, sonst geht euch der Spielspaß relativ schnell verloren.
 
 
Ansonsten ist der Mehrspieler absolut bombastisch. Die vielen verschiedenen Level sehen schlichtweg atemberaubend aus (keine runtergeschraubte Optik also), bieten verschiedene Angriffswege und wer richtig taktisch spielt, hat definitiv höhere Chancen auf den Sieg. Man gerät schnell in Patt Situationen mit extrem packenden Feuergefechten, verteidigt seine Stellung nach hinten und versucht den Gegner geschickt aus seiner Deckung zu locken um ihm die Lebenslichter auszublasen. Und doch ist auch hier nicht alles Gold was glänzt. Die Kettensäge ist insgesamt gesehen deutlich zu stark, außerdem streckt sich das Spiel selten. Der Nahkampf entscheidet die meisten Spiele, wobei es schon sehr sehr stimmig ist sich langsam an seine Feinde ranzuschleichen und sie dann mit der Schrotflinte zu zerfetzen. Größtes Problem des Multiplayers ist aber der A Knopf. Auf der Flucht vor dem Feind schmiegt sich euer Alter Ego also gerne mal an eine Wand, anstatt wegzuhechten. Kommt im Mehrspieler wesentlich öfter vor als im Solomodus und kann wirklich nerven! Ein eher technisches Problem taucht mit dem Soundbug auf. Wenn 8 Leute zocken, einer geht und ihr einen neuen Freund einladet, kann der leider nicht mit euch kommunizieren. Deshalb muss der Host das Spiel beenden und ein komplett neues eröffnen. Auch wenn wir Patches absolut nicht befürworten, hier darf sich gerne bald was tun!
Und noch ein großes Problem gibt es, den Suchtfaktor! Ja, denn allen Mängeln zum Trotz habt ihr mit Gears of War eine Multiplayer Granate in der Konsole. Ihr werdet stundenlang zocken, Taktiken besprechen und spannende Schusswechsel erleben. Außerdem sind immer haufenweise Leute Online und zum spielen ist immer jemand da. Die cw Horde läd euch gerne ein! Wer also vom Singleplayer genug hat, der hat noch lange nicht genug von Gears of War, das Gesamtpaket macht Laune und unterhält euch viele viele Stunden.
 
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Fazit

Pro
 
Contra
 
shadowman
Das bisher beste 360 Spiel!
Zwar nicht ohne Makel, aber wer ist das schon? Freu mich schon euch im Multiplayer wieder zu zeigen was ne Harke ist... wobei, so gut bin ich nun auch nicht. Jedenfalls rockt das Game!

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