The Last of Us - Review

The Last of Us

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Review
PS3
123
Joel: "Bist du OK?" Ellie: "Was verstehst du unter OK?" "Atmest du noch?" "Gilt panisches Keuchen als Atmen?" "Ja!" "Dann..., bin ich OK!"
 
Der Untergang der Welt ist eine in der Menschheitsgeschichte allumfassende und tiefverwurzelte Angst. Es gibt keine Kultur oder Religion die sich mit diesem Thema nicht befasst hätte. Besonders die westliche Welt beschäftigt sich schon seit Jahrhunderten mit diesem Szenario und einzig der vorherrschende Konsens über die Art und Weise ändert sich über die Zeiten. Im Mittelalter war stets die biblische Apokalypse das beherrschende Thema. Mit dem Fortschritt der Technik und der zunehmenden Aufklärung der Gesellschaft änderten sich die Ängsten und Fantasien der Menschen. Anfang des 20. Jahrhunderts sahen viele das Ende in großen Weltkriegen und im späteren Verlauf in einem allesvernichtenden Atomkrieg. Heute aber sind es andere Dinge die die Gesellschaft unruhig schlafen lässt. Durch die zunehmende Bevölkerung nehmen Krankheiten und Epidemien zu. Alles ausrottende Viren und für den Menschen tödliche Bakterien sind derzeit populäre Panikmacher. In den vorherrschenden Dystopien finden wir nur noch menschenleere Landzüge, verlassene und verrottete Städte, in den seit Jahrzehnten kein Mensch mehr Fuß gefasst hat. Die Film- und Bücherliteratur hat diese Szenarien sogar schon sehr genau beschrieben: Wenn die Menschheit nur noch um ihr Leben kämpft und die derzeitige Gesellschaftsform durch eine Regierung nicht mehr gehalten werden kann, stürzt das System ins Chaos und jeder ist sich selbst der Nächste. Menschen rotten sich zu Mobs zusammen und plündern um zu überleben. Menschenleben ist nichts mehr wert und nur der Stärkste besteht. Das Verhalten der Zivilisation fällt zurück in die Steinzeit und der Mensch beschränkt sich nur noch auf seine Instinkte und nutzt seine Intelligenz ausschließlich dazu, den Überlebenstrieb zu fokussieren.
Die Videospielindustrie hat sich diesem Thema stets gerne gewidmet, aber immer mit einem Augenzwinkern. Die "Fallout"-Serie spielte mit dem 50er-Flair um seine Variante der Zukunft zu interpretieren. Andere Endzeitspiele beschäftigen sich mit dem gängigen und beliebten Thema "Zombie". Irgendwie bekam der Spieler auf Dauer den Eindruck, dass sich hier alles ein wenig im Kreis drehte, doch vor etwa zwei Jahren kündigte der Entwickler Naughty Dog eine realistische Dystopie in einem glaubwürdigem Szenario an. Die ersten Bilder der Kulisse waren atemberaubend und die Gamerszene war begeistert. Heute nun ist es endlich erschienen und "The Last of Us" ist wohl eines der meisterwarteten Games dieser Konsolengeneration. Eines vorweg, uns wurde nichts, aber auch gar nichts zu viel versprochen.
 

Inhalt

Hauptprotagonist und alleinerziehender Vater Joel muss mit ansehen, wie die Menschheit mit einem Schlag zugrunde geht. Nicht nur alles Materielle wird fast völlig vernichtet, auch die Menschlichkeit wird durch eine Pilzinfektion in den Abgrund gerissen. Menschen verwandeln sich in geistlose Zombies und ziehen mordend durch die Straßen. Amerika versinkt in heilloses Chaos und jeder ist sich selbst der Nächste. Es existiert nur noch das Militär die in Quarantänezonen versuchen Überlebende von Infizierten auszufiltern und die wenigen gesunden Menschen vor Zombies und marodierenden Mobs zu beschützen. Das diktatorische und brutale Vorgehen der Armee ruft aber Widerstand bei der Bevölkerung auf den Plan. 20 Jahre sind nun seit Ausbruch der Epidemien vergangen und Joel hat überlebt. Doch das kostete ihm seine Menschlichkeit und so steht für ihn nur noch seine eigene Sicherheit und das Überleben im Vordergrund. Er ist abgehärtet, kampferprobt und intelligent, doch seine Geist ist durch viele Schicksalsschläge gebrochen. Erst als ein geplatzter Waffendeal ihn zur 14-jährigen Ellie führt ändert sich durch das kesse und charismatische Mädchen seine Sicht auf das Leben.
"The Last of Us" stellt philosophische Grundfragen des Lebens und des Überlebens. Was ist Recht und was ist Unrecht, wenn es darum geht zu Überleben oder zu Beschützen. Ist es Recht einen Menschen zu töten der selber überleben will und dabei selbst tötet? Eine paradoxe Frage und das ist noch nicht alles. Schnell ertappen wir uns dabei unser Handeln zu rechtfertigen, das Andere aber zu verurteilen. Gerade Ellie verschärft diese Grundsatzfragen durch ihr junges Alter ungemein. Sie wird der nackten Gewalt dieses Endzeitszenarios ausgesetzt und wir stehen im Zwiespalt gegenüber der gesellschaftlichen Normen und des eigenen Überlebenswillens. Macht es Sinn einer Minderjährigen das Schießen auf Menschen beizubringen, oder vor ihr rabiate Gewalt auszuüben um sie zu beschützen? Naughty Dog beschäftigt uns hier nicht nur mit Gameplay, sondern mit tiefgreifenden moralischen Grundsätzen. Der Realismus mit dem diese Welt dargestellt wird ist erschreckend, aber zu keiner Zeit unglaubwürdig. Rohe Gewalt dient hier als Tragsäule des Szenarios, nicht als bloßer Eyecatcher. Plünderer nehmen keine Rücksicht auf Kinder und erschießen diese genauso kaltblütig wie Erwachsene. Ellie und Joel sind voneinander abhängig. Sie braucht ihn um zu überleben, er braucht sie um einen Grund zu haben weiterzuleben. Der grandiose Plot ist da fast nebensächlich, denn die eigentliche Geschichte erzählen die beiden Hauptprotagonisten und diese fesselt bis zum letzten Atemzug. Selten erlebt der Spieler eine so gut in das Spiel integrierte Handlung. Das gewohnte Action-Zwischensequenz-Action Procedere ist hier außer Kraft gesetzt. Während wir zwischen Ruinen und Trümmern nach Brauchbarem suchen, unterhalten sich die Ellie und Joel immer wieder, interagieren mit der Umgebung und kooperieren gerne, indem Sie den Spieler auf Gegenstände oder mögliche Pfade hinweisen. Gerade in den Dialogen bleibt man gerne stehen und schaut zu wie Ellie zum Beispiel versucht pfeifen zu lernen. Das Eigenleben der NPCs ist erstaunlich realistisch und bindet das Erzählerische ins Gameplay perfekt ein. Selten wachsen uns Charaktere so ans Herz wie es hier der Fall ist. Die ruhige Erzählweise weiß zu begeistern und regt selbst wenn die Konsole aus ist, zum Grübeln und Nachdenken an.
 

Grafik und Akustik

In vielen Filmen werden Endzeit-Szenarien stets in einen deprimierenden Grauschleier gehalten, um die Aussichtslosigkeit dieser Welt bildlich darstellen zu können. "The Last of Us" setzt hier ganz bewusst einen anderen Hebel an. Es passiert nicht selten, dass der Spieler in einer ruhigen Minute stehen bleibt und sein Auge und die Kamera um die Runde schweifen lässt. Was wir hier sehen kann wohl als Zenit unserer jetzigen Konsolengeneration angesehen werden. Naughty Dog zeigt uns eine farbenfrohe Welt mit tiefen Kontrasten und teils wunderschönen lichtdurchfluteten Kulissen. Atemberaubend ist hier kein greifbares Wort um die Schönheit der Bilder beschreiben zu können. Nicht nur die extreme Tiefenschärfe, die uns auffällt wenn wir den Blick über die zerstörten Städte schweifen lassen beeindruckt, auch das Zerstörung in solch romantischen Bildern dargestellt werden kann ist unglaublich. "The Last of Us" kann aber auch anders und erst dieser Cut zeigt deutlich wozu die Entwickler fähig sind: In dunklen und schmutzigen Kellergewölben, in denen man die Hand vor Augen nicht sieht, weil diese von Pollen verseucht wurden, werden graue und furchteinflößende Räume dargestellt, die durch den Verfall gepeinigt und verzehrt wurden. Manchmal fühlt sich der Spieler nach Silent Hill oder Racoon City zurückversetzt, wenn der dunkeldüstere Score leise im Hintergrund wummert und der Herzschlag sich erhöht. Wir atmen auf als hätten wir mit Joel unter der Gasmaske gesteckt, wenn wir endlich wieder ans Tageslicht kommen und die frische Luft atmen dürfen. Die gestochen scharfen Texturen und glasklaren Farben sind in allen Varianten zu bewundern. Sei es am Tag oder in der Nacht, in der Sonne oder im Regen, im Sommer oder im Winter. Da ist es fast verziehen, dass wir in unserer Bewegung doch sehr eingeengt werden, denn die Wege und Areale sind selten frei begehbar. Besonders federführend sind die Mimiken und Gestiken der Figuren welche inzwischen einen Grad erreicht haben, indem man zweimal hinschauen muss, ob hier echte Schauspieler oder animierte Gesichter zu sehen sind. Wenn wir uns vorstellen, dass mit der neuen Konsolengeneration ein weiterer Sprung zu erwarten ist, dann freuen wir uns jetzt schon auf Naughty Dog Produktionen.
Die Lokalisierung ist ebenfalls auf hohem Niveau, wobei uns einige Probleme mit der Lippensynchronisation auffielen. Trotzdem, die Stimmen passen zu den Charakteren und wirken motiviert. Der perfekt kalibrierte Surround-Sound findet gerade in den hektischen Anfangsminuten seine volle Geltung. Der Spieler bekommt geradezu drückend vermittelt, dass er sich mitten im Chaos befindet. Der Soundtrack fügt sich auch hier nahtlos in die hohe Qualität ein und wird immer richtig dosiert und von romantischen Geigenklängen bis wummernden Bass treffend inszeniert.
 

Gameplay und Steuerung

Der Überlebenskampf verfolgt selten eine Strategie. Kommt es zum Kampf, dann zählt nur noch die rohe Gewalt. Das Benutzen verschiedenster Waffen muss gut durchdacht sein. Setze ich das Jagdgewehr für Gegner auf Distanz ein oder werfe doch lieber einen Molotov-Cocktail in die Menge. Schieße ich mit der Schrotflinte oder greife ich doch lieber mit meinen Baseballschläger im Nahkampf an. Geht es in den Zweikampf wird es schon mal ruppig. Hier gilt es nicht den Gegner stilvoll zu besiegen, sondern einfach nur zu töten, egal wie gewalttätig. Das Kämpfen ist allerdings nicht sonderlich schwierig zu steuern. Dies benötigt ausschließlich eine Taste und ab und zu eine Zweite um Schläge per Quicktime abzuwehren oder zu kontern. Echten Einfluss durch Kombinieren oder Blocken nimmt der Spieler leider nicht. Durch das automatische Einbinden von Requisiten wirken die Kämpfe oft sehr brutal und enden meist blutig.
Doch es geht natürlich auch anders. Schleichen ist in diesem Spiel nicht nur eine weitere Option, es stellt den Hauptteil des Gameplays dar. Oft ist es auch einfach nötig um Passagen zu bewältigen. Bewaffnet mit Flaschen und Steinen kann man die Gegner von seiner eigenen Position ablenken und so unbemerkt vorbeischleichen. Auch das Lauschen mit R2 ist eine interessante Möglichkeit Gegner in der Nähe zu orten und erinnert uns ein wenig an "Splinter Cell". Ist ein Gegner in der Nähe unaufmerksam, kann dieser von hinten gepackt und auf leise Art durch einen Messerstich oder Erwürgen getötet werden. Besonders bei nichtmenschlichen Gegnern ist der leise Gang wichtig, denn die sogenannten "Clicker", stark pilzbefallene Menschen, töten den Protagonisten sofort, sobald sie ihn gepackt haben. Auch die Flucht ist ein akzeptables Mittel und sollte nicht außer Acht gelassen werden. Spätestens wenn man von Feinden umringt ist und die Munition zu Ende geht, ist die L2-Taste dein bester Freund. Gelingt es dem Spieler sich zu verstecken, hat man vielleicht Glück und der Gegner gibt die Suche nach dir auf.
Während seiner Reise finden wir diverse Gegenstände die sich im späteren Verlauf zu allerlei nützlichen Waffen zusammenbasteln lassen. Nagelbomben sind besonders effektiv, da sie sich zum Einen als Minen oder Granaten einsetzen lassen. An bestimmten Orten gibt es Werkbänke, an denen wir dann unsere Waffen mit entsprechend gefundenen Bauteilen aufrüsten können. Die Komplexität des Herumbastelns hält sich allerdings in Grenzen und so muss der Spieler im Prinzip nur darüber grübeln welcher Waffe man den Vorzug gönnt. Einzig die Tatsache, dass dies alles in Echtzeit passiert gibt einen gewissen Reiz, denn in der Hektik des Gefechts mal schnell einen nagelbesetzten Baseballschläger zusammenzubauen kann oft zu viel Zeit kosten.
Die KI bei Freunden und Feinden ist eine durchwachsene Sache. Gegner stellen durchaus fähige Bedrohungen dar und suchen taktisch klug ein Weg dich festzunageln oder sie umgehen die Flanken und fallen dir so in den Rücken. Andersherum aber stürmen sie dann wieder ohne mit der Wimper zu zucken die Schusslinie. Diese Zwiespältigkeit wird bei Ellie und den anderen Kampfgenossen noch deutlicher. Ellie versucht zwar so gut wie möglich Schritt zu halten, kriecht auch oft schutzsuchend unter die Arme von Joel, doch ein anderes Mal turnt sie dem Gegner vor der Nase herum. Obwohl unlogisch, ist man als Spieler dann froh, dass sie nicht gesehen wird und so zählt ausschließlich nur Joel als "Persona non grata", was die Präsenz angeht. Im Kampf aber ist Ellie oft ganz hilfreich und wirft dem Gegner Steine an den Kopf oder schießt auf sie, was uns ein wenig Luft verschafft. Allerdings reagieren dann auch die Gegner auf sie und nun gilt es ein Auge auf Ellie zu haben. Ein wenig mehr Einflussnahme durch Zuruf oder ähnlichem wäre somit ganz hilfreich gewesen.
 

Multiplayer

Die Multiplayer von Action-Adventures sind oft eine einseitige Sache. Meist verlieren sie sich in belanglose Standardszenarien, die wir nun schon zu Dutzenden aus anderen Spielen kennen. Spielen, Erfahrung sammeln, neue Waffen freischalten, weiter spielen.
Auch "The Last of Us" wagt sich einen Multiplayer anzubieten und schon nach dem ersten Login bemerken wir eine grundsätzliche Änderung zum üblichen Brei. Die Kämpfe hier werden in einer Story eingebettet und als eine Kampagne eingebunden. Zu Beginn wählen wir eine Partei der wir zunächst dauerhaft angehören werden. Wir gründen ein Überlebendenlager und unsere Aufgabe ist es nun 12 Wochen lang Vorräte heranzuschaffen um mehr Überlebende aufnehmen zu können und die bereits Vorhandenen zu ernähren. Die Kampfrunden selbst sind eine bekannte Version von Deathmatch und Sudden Death. Jede dieser Spielrunden gelten als ein Tag im Lager und am Ende einer Kampfrunde werden Erfolge und Punkte in Vorräte umgerechnet. Um so größer das Lager wird, um so mehr Vorräte benötigst du, was bedeutet, dass man als Spieler auch immer erfolgreicher spielen muss um seine Truppe zu ernähren. Am Ende einer Woche, also nach jedem siebten Spiel, bekommt man eine zusätzliche Aufgabe um sein Lager auf Angriffe von Außen vorzubereiten und die darauf folgenden Verluste zu minimieren. Zum Beispiel sollen wir sechs Wiederbelebungen in den nächsten drei Spielrunden durchführen, um anschließend keinen unserer Lagerinsassen durch Zombieangriffe zu verlieren. Erreichen wir dieses Ziel nicht, verlieren wir je nach Erfüllungsgrad mehr oder weniger Personal. Das Einbinden einer kleinen Kampagne in den herkömmlichen Multiplayerverlauf ist clever und vor allem motivierend. Hier gibt es keine Erfahrungsstufen, sondern wir erkennen anhand der Größe des Überlebendenlagers wie gut der Gegner ist. Natürlich kann man mit Fortschreiten der Kampagne weitere Waffen freischalten und auch entsprechende Klassen wählen, doch hier liegt wirklich das Sammeln von Vorräten im Vordergrund. Die Spiele selbst bieten zusätzliche Spannung durch extreme Munitionsknappheit und nicht selten enden Gefechte im Nahkampf. Auch hier kann während des Gefechts gebastelt werden um spezielle Waffen verwenden zu können, die nicht zu Beginn zur Verfügung stehen. Alles im Allem zeigt dieser Multiplayer vom Umfang her keine Battlefield-Ambitionen, doch die Idee mit dem Lager ist genial und ist an Langzeitmotivation nicht zu überbieten.
 
 
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VOID

Fazit

Pro
+ einfühlsame Story mit sympathischen Charakteren
+ atmosphärische Wechselspiele von Thriller, Drama und Idylle
+ tiefgreifende moralische Botschaft mit drastischer Darstellung
+ interagierende Protagonisten die Spiel und Story perfekt verschmelzen
+ unbeschreiblich schöne Bilder in einer fantastischen Kulisse gepackt
+ grafisch das wohl beste Spiel dieser Konsolengeneration
+ gute deutsche Lokalisation
+ Gänsehaut-Soundtrack und fantastische Surround-Akustik
+ variable Lösungsmöglichkeiten
+ innovative Einbindung einer Kampagne im Multiplayer
Contra

ab und zu fehlende Lippensynchronisation -
Nahkämpfe beschränken sich auf Buttonsmashing -
diverse Aussetzer der sonst guten K.I. -[/head]
KingK
Was Naughty Dog uns hier präsentiert kann schlicht und einfach als der Zenit der heutigen Gamerkultur bezeichnet werden. "The Last of Us" ist in gleich mehreren Dingen eine echte Referenz. Grafisch befindet sich das Spiel auf dem Höhepunkt der PS3-Leistungsfähigkeit und beweist dies durch ein fantastisches Design mit kontrastreichen Farben und bildschönen Kulissen. Besonders die Fähigkeit sich stetig selbst neu zu definieren, in dem das Spiel in der Lage ist durch Wechsel der Szenarien jederzeit schlagartig die Stimmung zu verändern, beweist die Kraft der Bilder. Charaktere und Mimiken befinden sich auf einem Level, dass der Realität absolut nahe kommt.
Doch das ist nur eine der tragenden Säulen die dieses Spiel in den Olymp heben. Neben der atmosphärisch stark aufgeladenen Story, liegt der Hauptaugenmerk aber auf die unglaublich gut inszenierten Charaktere, zu dem der Spieler eine selten empfundene Nähe aufbauen kann. Joel und Ellie tragen die Seele des Spiels in sich und der Spieler ist ein Teil davon. Wann passiert es schon einmal, dass die Konsole aus ist und der Spieler sich trotzdem so tiefgreifend mit den moralischen Aspekten die dieses Spiel aufwirft, beschäftigt? Ja, die Gewaltdarstellung ist drastisch und teils unappetitlich. Doch im Gegensatz zu anderen Spielen, die Gewalt ausschließlich zur simplen Zurschaustellung nutzen, ist sie hier eine tragende Kraft, die die Aussichtslosigkeit des Szenarios vermittelt. Die Ängste und Bedürfnisse die die Protagonisten verspüren, kann der Spieler absolut nachempfinden und mündet in einer selten erreichten Spieltiefe.
"The Last of Us" ist mehr als nur ein Spiel. Es ist eine Botschaft an die Gesellschaft und eine Ode an die Menschlichkeit.

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