Gelegentlich wird man zu einem Playtest von einem Spiel eingeladen, dessen Charakter man nur schwer in Worte fassen kann und dies vom Entwickler auch so beabsichtigt ist. Pocket Spouse gehört zu dieser Art von Spiel, wobei die grafische Ausgestaltung der Spielwelt nur sehr rudimentär ist. Zumindest gibt dies Entwickler Seth Fesnacht genügend Raum, sich auf die Spielinhalte zu konzentrieren.
Im Kern ist Pocket Spouse eine Mix aus RPG und Farming Simulation, wobei vor allem der Farming-Anteil wenig ausgeprägt ist. So wählt der Spieler zu Beginn aus einer von acht Spouses und landet ohne weitere Erklärung in einer Fantasywelt. Hier gilt es zuerst, die Hühner zu füttern, Pflanzen zu gießen und am eigenen Markstand zu verkaufen. Mit dem so verdienten Geld wird die Ausrüstung erworben, welche zur Bekämpfung der nächtlichen Monster nötig ist.
Nach und nach werden weitere Bereiche der Spielwelt erkundet, wo man mit den Bewohnern ins Gespräch kommt und Quests erhält. Ein roter Faden, welcher einen durch die Geschichte trägt, ist nicht vorhanden. So muss sich vieles selbst zusammen gereimt werden, da die Hinweise in der Spielwelt und von Bewohnern im besten Fall nur vage sind.
Wer das Erkundungsprinzip mag, dürfte mit Pocket Spouse wohl einen soliden Vertreter haben und kann einige Zeit ins Spiel versenken, ausgehend von den ersten Spielstunden. Das Grinding sollte dabei nicht unterschätzt werden und entspricht dem von RPG-Klassikern. Zumindest lässt sich somit jede Herausforderung überwinden. Der DLC The Winterfields erweitert das Spiel mit einer winterlichen Gegend und neuen Herausforderungen.
Pocket Spouse ist auf Steam für PC erhältlich.
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