Nachdem sich über die Entlassungen bei Microsoft etwas der Rauch gelegt hat, haben wir nun ein paar Stimmen dazu, wie der Xbox Game Pass intern bei den Entwicklerstudios gesehen wird. Laut Jason Schreier und Jez Corden, die sich auf jeweils eigene Quellen berufen, ist der Game Pass unbeliebt. So sehen einige Xbox-Studiochefs im Game Pass eine Entwertung der teilnehmenden Spiele, da man diese im Rahmen des eigenen Abos erhält und nicht mehr den Vollpreis dafür zahlt. Dies wirkt sich laut ihnen sogar auf andere Spiele aus, sodass Videospielen an sich nur noch ein geringer Wert zugerechnet wird.
Corden führt weiter aus, dass für Xbox-Studiochefs schwer geworden ist, den Erfolg ihrer Spiele zu festzustellen. Schließlich fehlen durch den Xbox Game Pass viele konkrete Verkaufszahlen. Microsoft versuchen dies intern durch Engagement-Metriken zu quantifizieren, welche aber undurchsichtig bleiben. Schreier spekuliert deshalb sogar, dass Microsoft sich eines Tages vom Game Pass verabschieden könnte und die Herausnahme von Call of Duty nur der erste Schritt in diese Richtung war. Corden vermutet hingegen, dass Spieler in Zukunft sich ihren Game Pass personalisieren und dann sogar Abos für World of Warcraft oder Minecraft enthalten sein könnten.
Wahrscheinlich wird die Entwicklung des Xbox Game Pass von den kommenden Hardware-Preisen abhängig sein. So ist es durchaus denkbar, dass wir in Zukunft hauptsächlich in der Cloud spielen, sofern sich die Speicherpreise nicht wieder normalisieren. Zumindest hierfür würden sich Game Pass oder andere Spieleabos anbieten, wodurch wir dahin zurückkommen, dass eben doch alles eine Xbox ist.