In Anbetracht der momentanen Diskussion über den Besitz digitaler Spiele, fügt die Geschichte von Reddit-Nutzer Ordo_Liberal aus Brasilien dem Ganzen eine neue Anekdote hinzu. So hat dieser vor 3 Monaten Zugang zu seinem Microsoft-Account mitsamt Xbox-Spielen verloren, nachdem dieser laut Support trotz 2-Faktor-Autorisierung gehackt wurde. Der Kontakt mit dem Support hat hierbei nicht geholfen, es wurde sogar vorgeschlagen, dass Ordo-Liberal die verlorenen Spiele erneut kaufen soll. Da der Zugang nicht wieder freigeschaltet wurde, hat sich Ordo_Liberal dazu entschieden, Microsoft zu verklagen.
Dabei sollte angemerkt werden, dass die brasilianischen Verbraucherschutzrechte sehr ausgeprägt sind und Ordo-Liberal dementsprechend gute Erfolgsaussichten vor Gericht hatte. Am 10. Juni diesen Jahres hat er sich diesbezüglich wieder gemeldet und bekannt gegeben, dass ihm Recht gegeben wurde und Microsoft den Account wiederherstellen muss. Microsoft hatte für die gerichtliche Auseinandersetzung sogar 12 Anwälte engagiert, um keinen Präzedenzfall zu schaffen, konnte sich aber nicht durchsetzen. Zusätzlich zur Wiederherstellung des Accounts wurde Microsoft noch angewiesen 400$ Schadenersatz an Ordo_Liberal zu zahlen.
Insgesamt kann man somit festhalten, dass ein starker Verbraucherschutz die Konsumentenrechte stärkt und vor der Willkür von Großkonzernen beschützen kann. In Anbetracht einer rein digitalen Konsolenzukunft, braucht es wohl auch hierzulande noch stärkere Verbraucherrechte, um solche Geschichten in Zukunft zu vermeiden, sei es bei Microsoft, Sony, Nintendo, Valve oder jedem anderen Eigentümer eines digitalen Marktplatzes.