Der Serienschöpfer Cliff Bleszinski hat seine ursprüngliche Vision für Gears of War 4 und die darauffolgenden Sequels detailliert enthüllt. Nach den Ereignissen von Gears 3 sah sein Konzept vor, dass die Lambent zu Staub zerfallen und die verbleibenden Locust in kristallinen Kokons in einen Dornröschenschlaf verfallen würden.
Während die Menschheit sich in stark gesicherte Schutzstädte zurückzieht, um die Kokons unter die Erde zu bringen, sollte sich die Bedrohung im vierten Teil drastisch verändern, um eine simple Wiederholung des Locust-Konflikts zu vermeiden.
Bleszinskis Pläne sahen eine stärkere Fokussierung auf menschliche Gegner vor, wobei es intern aufgrund moralischer Bedenken bezüglich der Protagonisten zu Widerstand kam. Der Schöpfer schlug stattdessen kannibalistische Fraktionen, die von Mad Max und Firefly inspiriert sind, sowie eine neue Gefahr durch eine fiktive Droge vor. Diese Substanz, hergestellt aus dem Staub der Lambent, sollte Konsumenten in unaufhaltsame Kampfmaschinen verwandeln. Als zentraler Story-Twist war geplant, dass Marcus Fenix' Sohn JD heimlich mit dieser Sucht kämpft, während er versucht, dem Erbe seines Vaters gerecht zu werden.
Der größte spielerische und narrative Umbruch war jedoch für die spätere Rückkehr der Locust vorgesehen. Die Kreaturen sollten aus ihren Kokons in einer mutierten "finalen Form" mit Flügeln schlüpfen. Den passenden Marketing-Slogan hatte Bleszinski bereits parat: "Before, they came from below. Now, they come from above."
Die in Gears 4 eingeführten DeeBee-Roboter sind erst nach seinem Abschied entstanden, weil das Team nach einem unverfänglichen Gegnertyp gesucht hat.
Abschließend betonte Bleszinski seine Vorfreude auf das kommende Gears of War: E-Day von The Coalition, trauere der Idee der geflügelten Locust aber weiterhin etwas nach.