Die angekündigten Preiserhöhungen von Sony haben in den USA zu einem kurzfristigen Verkaufsschub geführt. Laut Marktforscher Circana erreichten die wöchentlichen Stück- und Umsatzzahlen der PlayStation 5 in der Woche vor dem 4. April ihre Jahreshöchststände – offenbar kauften viele Verbraucher noch schnell zur alten Preisbasis.
Sony hatte Ende März bestätigt, die Preise für alle PS5-Modelle um mindestens 100 Dollar anzuheben. Die PS5 Pro verteuert sich sogar um 150 Dollar auf nun 900 Dollar. Hintergrund sind gestiegene Speicherkosten und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Die US-Hardwareausgaben für Videospiele hätten sich in jener Woche im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu verdoppelt, so Circana-Direktor Mat Piscatella.
Konsolenmarkt wird zunehmend exklusiver
Anders als in früheren Zyklen sinken die Preise im Laufe einer Konsolengeneration nicht mehr. Die günstigste digitale PS5 kostet mittlerweile 50 Prozent mehr als zum Launch 2020.
Piscatella sieht darin eine problematische Entwicklung: "Ein immer größerer Teil des Marktes geht an wohlhabendere Menschen mit höherem Einkommen." Einkommensschwächere Käufergruppen würden zunehmend ausgeschlossen – und stattdessen auf Free-to-Play-Titel wie Fortnite, Minecraft oder Roblox verwiesen.