Die überraschende Schließung des renommierten Studios Bluepoint Games durch Sony erfolgte aufgrund eines "zunehmend herausfordernden Branchenumfelds". Das geht aus einem internen Memo von Hermen Hulst hervor, das nun teilweise an die Öffentlichkeit gelangte.
Der PlayStation-Studios-CEO führte demnach "steigende Entwicklungskosten, verlangsamtes Branchenwachstum, sich veränderndes Spielerverhalten und breitere wirtschaftliche Gegenwinde" als Hauptgründe an.
Live-Service-Ambitionen als Stolperstein
Besonders brisant: Die 2021 von Sony übernommene Kult-Schmiede wurde geschlossen, ohne als Tochterunternehmen ein eigenes Spiel veröffentlicht zu haben. Insiderberichten zufolge hatte das Studio an einem Live-Service-Titel zu God of War gearbeitet, der bereits im Januar 2025 eingestellt wurde. Die anschließenden Monate verbrachte das Team damit, vergeblich alternative Projekte zu pitchen.
Personelle Konsequenzen
Laut dem Memo will Sony versuchen, einen Teil der betroffenen Mitarbeiter anderweitig im Konzern unterzubringen. Wie viele Stellen tatsächlich gerettet werden können, ließ Hulst offen. Über ein Dutzend aktuelle Bluepoint-Mitarbeiter gaben auf LinkedIn an, nach neuen Möglichkeiten zu suchen; darunter Art Director, Lead Concept Artist sowie mehrere Senior Artists. Dies repräsentiert mehr als 20 Prozent der zuletzt bekannten Belegschaft von über 70 Personen.
Die Schließung reiht sich ein in eine Serie von Sparmaßnahmen bei Sony: Seit 2024 wurden bereits das Mobile-Studio Neon Koi und die "Concord"-Schmiede Firewalk dichtgemacht. Die Schließung von Bluepoint soll im März 2026 formell abgeschlossen sein.