Der Shadowdrop von God of War: Sons of Sparta bei der jüngsten State of Play hat die Community in Aufruhr versetzt. Das 2D-Metroidvania-Prequel, welches den jungen Kratos und seinen Bruder Deimos in das brutale Sparta der griechischen Mythologie versetzt, polarisiert wie selten ein God of War-Titel zuvor.
Während Lore-Fans den tiefen Einblick in die Serienvergangenheit feiern, sind Hardcore-Enthusiasten vom Spiel enttäuscht; die Abkehr von epischer Action und Gore hin zu Genre-Klischees ist für sie ein Fehltritt der Reihe. Metroidvania-Puristen schätzen zwar die Progression und das Erkunden mythischer Ruinen, das an Hollow Knight angelehnt wirkt. Über den Genrestandard geht das Spielgefühl aber nicht hinaus.
Die Kritik am Spiel ist vielfältig: Auf Metacritic liegt das Spiel momentan bei 66% und auf OpenCritic bei 67%, wodurch es das schwächste Spiel der Reihe ist. Kämpfe fühlen sich floaty und unbefriedigend an, Animationen unsauber, die Gegner repetitiv. Das Voice Acting klingt amateurhaft, selbst wenn TC Carson, der Kratos-Sprecher der Original-Trilogie, als Erzähler dabei ist. Schärfster Kritiker des Spiels ist David Jaffe, Schöpfer der Original-Trilogie. Das Spiel sei „Generic und dull – eine Beleidigung für Fans.“ Dazu kommen Gamebreaking-Bugs wie Save-Glitches und Performance-Stottern, die mittlerweile zum Teil behoben wurden.
Bei einem 30-Euro-Preis haben Fans mehr erwartet, nicht nur weil eine große Sony-Marke dahinter steht und die Santa Monica Studios am Titel beteiligt waren. Kritiker sehen insgesamt einen „sicher gespielten, aber uninspirierten“ Versuch, der weder Metroidvania- noch GOW-Standards trifft.
Sons of Sparta (entwickelt von Mega Cat Studios in Zusammenarbeit mit Santa Monica) markiert einen Paradigmenwechsel für die Marke: Weg von Action-Epen hin zu kompaktem 2D. Zumindest für Experimentierfreudige ist es eine solide Erfahrung, welche die Marke erweitert; ähnlich wie Roguelite-DLC Valhalla für Ragnarök.
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