Sony überlegt einem Medienbericht zufolge, die Veröffentlichung der PlayStation 6 deutlich nach hinten zu verschieben. Wie Bloomberg unter Berufung auf mit der Strategie vertraute Personen berichtet, denkt der Konzern über einen Launch in den Jahren 2028 oder sogar 2029 nach. Hintergrund sind die drastisch gestiegenen Preise für Arbeitsspeicher (RAM) und Festplattenspeicher, die die gesamte Technologiebranche betreffen.
Die sogenannte "RAMmageddon"-Situation wird durch den enormen Bedarf von KI-Rechenzentren verursacht, die große Mengen an Speicher aufkaufen und dadurch den Markt leerfegen. Experten zufolge handelt es sich nicht um ein kurzfristiges Problem, sondern um eine strukturelle Verschiebung von Angebot und Nachfrage, die noch Jahre anhalten könnte.
Dabei wäre Sony nicht der einzige Hardware-Hersteller, der auf geänderte Rahmenbedingungen reagieren muss. Laut dem Bericht prüft Nintendo eine Preiserhöhung für die Switch 2 im Laufe dieses Jahres. Nintendo-Präsident Shuntaro Furukawa hatte zwar kürzlich betont, dass es derzeit keine Pläne für eine Preisanpassung gebe, dies jedoch von der weiteren Entwicklung abhängig gemacht.
Sowohl Sony als auch Nintendo haben auf Anfragen von Bloomberg nicht reagiert. Sollte sich der Trend fortsetzen, könnte dies weitreichende Folgen für die kommende Konsolengeneration haben; nicht nur für den Zeitplan, sondern auch bei der Preisgestaltung. Reale Konsequenzen hatte dies bereits bei Valve, welche die Veröffentlichung ihrer Steam Machine nach hinten verschoben haben.