PlayStation-Veteran Shuhei Yoshida sagt in einem Interview mit 4gamer.net, dass japanische Studios wahrscheinlich nicht die Produktionsgröße und -geschwindigkeit chinesischer AAA-Spiele erreichen werden. Dabei fallen vor allem die Namen großer Titel wie Genshin Impact und Varsapura des chinesischen Studios miHoYo.
Der ehemalige Sony-Manager und Branchenveteran Shuhei Yoshida konnte dabei im Rahmen des China Hero Programms von Sony an der WePlay Expo 2025 teilnehmen, wo er Gespräche mit chinesischen Studios führen konnte.
„Die Entwicklungsgeschwindigkeit in China ist erstaunlich. Auch bei Personalwechseln sind sie schnell, und die gesamte Spieleentwicklung läuft sehr zügig ab“, meinte Yoshida. Der große Produktionsmaßstab chinesischer Spiele ist unter japanischen Entwicklern ein viel diskutiertes Thema. Selbst erfahrene Branchenveteranen wie Yoshida geben zu, dass chinesische Studios etwa bei den Animationen den japanischen inzwischen überlegen sind. Japanische Entwicklerteams hätten noch einen weiten Weg vor sich, um mit dem Umfang und Tempo chinesischer Entwicklungen mitzuhalten.
„Ich frage mich, ob es bestimmte Aspekte [des Entwicklungsprozesses] gibt, die japanische Spieleentwickler einfach nicht nachahmen können. Ein Grund, warum chinesische Spiele so stark sind, liegt darin, dass sie in einem Umfeld entstehen, das es ermöglicht, viele Mitarbeiter einzustellen, die lange Arbeitszeiten leisten können.“
Im vergangenen Monat kündigte HoYoverse Varsapura an, ihren neuen Titel, der in der Unreal Engine 5 entwickelt wird. Yoshida lobte die Arbeit des Unternehmens. Es sei ein „High-End“-Spiel. „Andere chinesische und sogar koreanische Entwickler veröffentlichen inzwischen ‘miHoYo-ähnliche Spiele’, aber es scheint, als wolle miHoYo ihnen stets einen Schritt voraus sein.“
Bildquelle: Hoyoverse PR, Spiel: Varsapura