Ubisoft hatte - wie viele große westliche Entwicklerteams und Publisher - in den letzten Jahren mit starken finanziellen Problemen zu kämpfen. Ein Investor wurde unter anderem mit Tencent schnell gefunden - und mit der drittgrößten Videospielefirma der Welt möchte man jetzt die Zusammenarbeit intensivieren. Bereits im März kündigte Ubisoft an, eine von Tencent unterstützte Tochterfirma zu gründen, die sich auf die größten Franchises konzentriert: Assassin's Creed, Far Cry und Rainbow Six.
Am ersten Oktober ging diese Tochterfirma offiziell in Betrieb, ihr Name: Vantage Studios.
Die Vantage Studios werden Ubisofts bisherigen Büros in Montréal, Québec, Sherbrooke, Saguenay, Barcelona und Sofia umfassen und insgesamt 2.300 Mitarbeiter beschäftigen. Die neue Abteilung spiegelt Ubisofts zuvor geäußerte Absicht wider, sich etwas weniger zentral aufzustellen wie bisher, sondern die Marken in jeweilige kreative Einheiten einzuteilen. Ziel ist, diesen "Creative Houses" mehr Kontrolle über ihre Geschäftspläne und kreative Richtung zu geben.
Tencent hält 25% Anteile Vantage Studios als Folge einer Kapitalspritze von 1,16 Milliarden Euro (1,25 Milliarden US-Dollar) durch das chinesische Unternehmen. Nach Abschluss des Deals mit Tencent ist Ubisoft nach den Einschätzungen von Brancheninsidern "raus aus den Schulden".
Tencent wird den Vantage Studios beratend zur Seite stehen, aber die endgültigen Entscheidungen der Tochterfirma liegen bei den Co-CEOs Christophe Derennes und Charlie Guillemot.