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EA steht offenbar vor Verkauf an saudi-arabischen (Staats-)fonds

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Ein Investment von 50 Milliarden USD

Electronic Arts (EA), steht offenbar in fortgeschrittenen Gesprächen, um bei einer Bewertung von rund 50 Milliarden US-Dollar von der Börse genommen zu werden. Das berichtet das Nachrichtenportal Reuters und das Wall Street Journal.

Die staatlich kontrollierte Investorengruppe, zu der die Private-Equity-Firma Silver Lake, der Saudi-Arabische Public Investment Fund und Jared Kushners Affinity Partners gehören, könnte den Deal schon nächste Woche bekanntgeben, sagten die Quellen am Freitag. Falls der Deal zustande kommt, wäre es der größte Leveraged Buyout der Geschichte.

Das Übernahmeangebot kommt für EA zu einem entscheidenden Zeitpunkt: Das Unternehmen setzt stark auf seine Kerntitel im Bereich Sport und Action-Shooter, um den derzeit schwachen Videospielmarkt zu überstehen, da Gamer immer wählerischer bei ihren Ausgaben werden. Die Hoffnungen von EA ruhen auf „Battlefield 6“  sowie auf dem Sporttitel „FC 26“.

Die Privatisierung von EA wäre ein weiterer Schritt der Konsolidierung in der Branche, nachdem Branchengrößen wie Activision Blizzard und Zynga von noch größeren Unternehmen übernommen wurden und immer weniger börsennotierte Videospielunternehmen übrig bleiben.

PIF ist der saudi-arabische Staatfsonds, der in den letzten Jahren vermehrt in westliche Medien inkl. Social Media investiert. Affinity Partners, gegründet von Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, wird von Fonds aus Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützt. Silver Lake ist bekannt für große Technologie-Übernahmen und gehört zu den größten Private-Equity-Firmen mit Technologiefokus. Diese Investitionen sind Teil der „Vision 2030“-Strategie Saudi-Arabiens, die Wirtschaft über das Ölgeschäft hinaus zu diversifizieren.

Analysten sehen das Interesse des PIF an EA vor allem im hochkarätigen Sport-Portfolio des Unternehmens begründet, zu dem die beliebte Fußballspielreihe FC gehört, die weltweit starken Umsatz generiert und attraktives Wachstumspotenzial bietet. „Für den PIF Saudi-Arabiens würde der Deal Videospiele als kulturelle Infrastruktur etablieren – als Vermögenswerte, die für den globalen Einfluss so entscheidend sind wie Sport oder Film“, sagte Joost van Dreunen, Games-Professor an der NYU Stern School of Business. Neben Videospielen investiert das Königreich auch massiv in Esports und kompetitives Gaming, mit Turnieren wie dem nationsbasierten Cup im kommenden Jahr – bei dem EA als Partner fungiert. 
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