Bereits letzte Woche berichteten wir in einem Sushi, dass Microsoft den chinesischen und koreanischen Markt nicht durchdringen konnte und stattdessen häufig Sony den exklusiven Zuschlag für größere Spiele aus diesen Ländern erhält. Damit sind nicht nur große Blockbuster wie Lies of P und Stellar Blade gemeint, sondern auch Indie-Hits im kleineren Maßstab wie Dave the Diver und Sanabi. Sony ist einer der wenigen bekannten, großen Publisher, die stärker in diese Märkte investieren.
Der ehemalige Sony Interactive Entertainment-Manager Shuhei Yoshida erzählte in einem kürzlichen Interview mit 4Gamer darüber, wie wenige Publisher bei größeren koreanischen Events wie dem Busan Indie Connect (BIC) Festival anwesend waren, verglichen mit der wachsenden Zahl qualitativ hochwertiger koreanischer Indie-Spiele, die auf dem Event gezeigt wurden. Die meisten Publisher waren koreanisch, mit Ausnahme von Devolver Digital, dem einzigen anwesenden ausländischen Indie-Publisher.
Laut Yoshida wächst zwar auch die Indie-Szene in Korea langsam, doch sie hat noch nicht dieses Maß an Bekanntheit bei den Verbrauchern erreicht wie etwa die japanische. Er gibt ihr noch zwei bis drei Jahre, bevor sie wirklich durchstartet und sowohl lokale als auch internationale Zielgruppen mehr Aufmerksamkeit schenken.