In Deutschland war es insbesondere in den Jahren 1999 und 2006 ein populistischer Trend, Killerspiele für Amokläufe an Schulen verantwortlich zu machen - wobei die Aussage bei Spielen wie Final Fantasy 7 oder World of Warcraft auch in der Breite für Unverständnis sorgte. Offenbar ist der Ping in die USA etwas länger, denn über 25 Jahre später wird das Thema von den Populisten in den USA aufgegriffen.
So behauptete der US-Gesundheitsminister bei einer Sitzung der "Make America Healthy Again", Videospiele könnten eine mögliche Ursache für Amokläufe sein. Es gäbe eine zeitliche Korrelation zwischen der Zunahme von Amokläufen in den USA und der Zunahme von brutalen Killerspielen. Aber auch die "Abhängigkeit von psychiatrischen Medikamenten" könnten ein Grund sein. Die National Institutes of Health (NIH) werden diese Zusammenhänge untersuchen.
Die Debatte findet dabei zu einem ungünstigen Zeitpunkt statt: Die Überschneidung mit den aktuell medienwirksamen Amokläufen in den USA sind dabei sicherlich Zufall, aber gestern jährte sich auch der 11. September zum 24. Mal.
In Deutschland ist diese Debatte bereits beendet: Mehrere Studien widerlegten diese Theorie. In Deutschland taugen "brutale Killerspiele" deshalb höchstens noch als Meme-Material.
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