Die National Diet Library (NDL) in Japan, eine der größten Bibliotheken der Welt, die gesetzlich dazu verpflichtet ist, alle inländischen Publikationen zu archivieren, wird Switch-2-Softwareschlüssel-Karten nicht in ihre Sammlung aufnehmen.
Seit dem Jahr 2000 gehören auch physische Videospiele, die in Form von Discs und Cartridges vorliegen, zum Pflichtdepot. Über 9.600 Spiele werden mittlerweile unter speziellen Archivbedingungen dort gelagert. Bei den neuen Softwareschlüssel-Karten der Switch 2 macht die NDL nun aber eine Ausnahme.
Laut einem Bericht von Famitsu erklärte die Bibliothek, dass "nur physische Medien, die die Inhalte selbst enthalten", archiviert werden können.
Laut einem Bericht von Famitsu erklärte die Bibliothek, dass "nur physische Medien, die die Inhalte selbst enthalten", archiviert werden können.
Da die Karten keine Spieldaten, sondern lediglich einen Freischaltcode zum Herunterladen bereitstellen, fallen sie nicht in den Zuständigkeitsbereich der NDL.
Nintendo positioniert die Softwareschlüssel-Karten als günstige Alternative zu vollwertigen Cartridges: Sie sind handel- und weiterverkaufbar und sparen Herstellkosten, da keine großen Speicherchips verbaut werden. Allerdings üben viele Spieler Kritik am Konzept, da die Karten ohne Nintendo-Server wertlos sind und somit langfristig kaum Bestand haben.
Eine kurzfristige Abschaltung der Server scheint zwar unrealistisch, aber es bleibt offen, wie es in Jahrzehnten um die Spielbarkeit dieser Titel steht. Damit droht der Videospielgeschichte ein dauerhaftes Archivierungsloch. Das Problem sprach Consolewars schon im April im Artikel: "Game-Key Cards: Digital First, Bedenken second - Nur wenige Prozent des Spielekatalogs werden physisch erscheinen" an.