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Neues Level an Anti-Cheat-Maßnahmen in Battlefield 6 sorgt für verärgerte PC-Spieler

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Von Crypto-Boot bis zu Kernel-Level-Treiber und VM-Erkennung

Die Battlefield 6 Beta startet stark auf Steam. 334.549 Fans versuchten am ersten Tag, das Spiel zu spielen, was zu einer Warteschlange von über 250.000 Spielern führte. Die Serverkapazitäten wurden daraufhin wiederholt aufgestockt, um dem Ansturm standzuhalten.
 
Doch unter den ganzen positiven Nachrichten gibt es zunehmend Beschwerden über den sehr tiefgreifenden Anti-Cheat, der von EA für das Spiel eingesetzt wird. Neben den stark umstrittenen Kernel-Level-Treibern wird auch eine saubere, nicht-virtualisierte Umgebung geprüft. Außerdem ist Battlefield 6 eines der wenigen Spiele, die ein Secure Boot mit einem kryptografischen Chip (TPM 2.0) voraussetzt.
 
Zuerst ist das natürlich ärgerlich, da potenzielle Fans des Spiels von Vornherein ausgesperrt werden. Am Stärksten davon betroffen sind Spieler unter Linux, etwa dem Steam Deck. Hier läuft das Spiel wegen des Kernel-Level Anti-Cheats nicht. Aber auch in der Cloud läuft Battlefield 6 nicht: Alle gängigen Services bauen ihre Rechenzentren auf professionellen Nvidia-Karten auf und segmentieren diese Hardwareleistung je nach angefordertem Spiel. Das verhindert die Virtualisierungserkennung von Battlefield 6, sodass das Spiel nicht über Cloud-Services spielbar ist. Relativ neu ist dagegen die Voraussetzung von Secure Boot: Unter Windows 10 noch optional, benötigt Windows 11 zwingend einen per Secure Boot abgesicherten EFI-Bootprozess mit einem TPM 2.0 Cryptografiechip und einer GUID-Partitionstabelle der Festplatte. Wer diese Optionen bei der Installation für Windows 10 nicht gesetzt hat, für den ist eine komplette Neuinstallation des Betriebssystems die wohl einfachste Option, das Spiel zum Laufen zu bringen.
 
Auch wenn diese Features als Sicherheitsmaßnahmen und Anti-Cheat-Maßnahmen verkauft werden, bewirken sie in der Praxis gelegentlich das genaue Gegenteil. Cracker- und Blackhat-Hackergruppen interessieren sich sehr für multi-millionenfach installierte Programme, die mit höchstmöglichen Rechten auf dem PC laufen. Diese erhöhten Rechte sorgen dafür, dass sich Schadprogramme vor gängiger Antiviren-Software verstecken und höchstmöglichen Schaden anrichten können. So passiert ist das beispielsweise bereits bei Riot Vanguard oder Street Fighter 5 Anti-Cheat.
 
Auch ist das Vertrauenslevel, das man EA gegenüber aufbringen muss, enorm hoch. Denn auch der offizielle Anti-Cheat kann per Update jederzeit modifiziert werden, sodass er unerwünschte Dinge auf dem privaten PC tut, das System instabil macht oder zu Bluescreens führt.
 
Battlefield-Fans kennen die Secure-Boot-Pflicht möglicherweise schon, denn sie ist vor wenigen Wochen bereits in Battlefield 2042 nachgepatcht worden. Auch Activision möchte die schweren Geschütze auffahren: Hier soll die gleiche Kombination aus Secure Boot, Kernel-Level-Treiber und VM-Erkennung für Call of Duty Black Ops 6 und Call of Duty Warzone zum Einsatz kommen.
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